Brokkoli

Es wird hinter jeder Freude eine schlimme Versuchung gesehen. Aus dieser Ecke kommen viele der aktuellen Warnungen. Es ist egal, was die Leute essen oder trinken, aber sobald sie dabei Vergnügen empfinden, ist es natürlich ungesund. Es ist noch nie etwas als gesund bezeichnet worden, was die meisten Menschen gerne essen. Und noch
 nie etwas, was die meisten nicht leiden können und ungesund wäre. Allein an der Tatsache, dass Kinder Brokkoli nicht mögen, wird erkannt, dass das gesund fürs Kind sein muss. Und sobald Kinder etwas kollektiv mögen, zum Beispiel Pizza, ist sie des Teufels. Diese verlogene Logik zielt darauf ab, die Menschen zu destabilisieren und ihnen Schuldgefühle anzuhängen. Der Appetit als moderne Erbsünde der Evolution. Schuld ist ein böses Geschäft.

Der umstrittene Lebensmittelchemiker Udo Pollmer in einem spannenden Interview mit der Zeit.

Ich mag ja auch keinen Brokkoli. Aber Broccoli esse ich eigentlich ganz gerne. 😉

Eine Metro für Luzern?

Ab und zu wagt man in Luzern etwas. So ist mit dem KKL ein spektakuläres Kulturzentrum entstanden, das heute zur Stadt gehört, wie die alten Sehenswürdigkeiten. Auch das Stadion Allmend mit seinen Hochhäusern, das besonders im Dunkeln toll ausschaut stellte ein solches Wagnis dar. Nun geistert wieder einmal eine grosse Idee herum: Eine Metro soll den Bereich beim Schwanenplatz mit einem grossen Parkhaus bei der Kehrichtverbrennungsanlage verbinden. Neben 3500 Autostellplätzen stünden auch 80 Carparkplätze bereit. 400 Millionen soll die Massnahme zur Verringerung des Verkehrs in der Stadt kosten.

Fraglich bleibt, ob diese Lösung nicht zu kurz greift. Müssten auch Kriens und Emmenbrücke durch eine solche Bahn angebunden werden? Wie lassen sich die 400 Millionen auftreiben, die vor allem durch private Investoren gedeckt werden müssten? Ist eine solch aufwändige Lösung überhaupt nötig? Man darf gespannt sein, wie es mit diesem Projekt weitergeht.

Hotspot Istanbul

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Wenn wir schon bei Kultur sind: Die Ausstellung Hotspot Istanbul im Haus Konstruktiv in Zürich ist sehenswert. Mit Politik hat sie übrigens nicht viel zu tun. Der Titel weist lediglich darauf hin, dass die gezeigten Künstler alle einen Bezug zur türkischen Metropole haben.

YB fehlt der Segen Gottes

YB hat zwar eine gute Mannschaft und einen versierten Trainer, aber der Club spielt seither ohne den Segen Gottes. Und ohne Segen gewinnt man nun einmal nicht.

Stefan Carrel auf dem BZForum. Und nein, er ist nicht verwandt, schliesslich schreibt man den Namen anders.

Übrigens glaubt Carrel, YB sei Gottes Segen abhanden gekommen, weil man es sich 2006 mit der Werbekampagne «Glaube an YB» bei ihm verscherzt habe. Dass die Berner Young Boys schon seit 1987 (Cupsieger) keinen Titel mehr geholt haben, spielt für diese Theorie natürlich keine  Rolle.

Es ist halb so warm wie normal

Nach meinen Berechnungen ist es also normalerweise um diese Jahreszeit 292° Celsius warm. Möglich, dass mein Erinnerungsvermögen schlechter wird, aber an so warme Temperaturen kann ich mich nicht erinnern. Aber wenn’s der Wetterfachmann sagt, wird’s wohl stimmen.

Betrugsalarm: regionalseiten.net

Frau X fragt mich, ob wir gerne den Eintrag auf dem Gemeindeplan von Winikon verlängern würden. Wo? Ich wisse doch sicher, was ein Stadtplan sei. Ja, das sei mir bekannt. Es ginge eben um einen Stadtplan von Winikon, auf dem wir letztes Jahr schon Werbung gemacht hätten. Ähä! Auf mein nochmaliges Nachfragen hin wollte mir die nur Hochdeutsch sprechende Dame schliesslich das Formular zur Kündigung per Fax schicken. Erhalten habe ich zwar ein Formular, doch für eine Kündigung ist es natürlich nicht gedacht. Man schliesst vielmehr einen Vertrag ab, damit ein ziemliches kauziges Inserat auf einer Website namens regionalseiten.net erscheinen soll. Die läppischen Kosten dafür belaufen sich auf 5’196 CHF. Wahrlich ein Schnäppchen.

Schön ist natürlich auch, dass die ganze Sache dann noch unter türkischem Recht läuft… Jetzt wird sie wie versprochen noch ein paar Mal anrufen, wobei ich leider in einer Besprechung sein werde. Und dann, irgendwann, werde ich sie dann doch noch fragen, inwiefern denn ein Ortsplan etwas mit regionalseiten.net zu tun habe.