Django Unchained

Ausnahmsweise gibt es hier keinen kurzen Inhaltsbeschrieb und auch keine Kritik. Gerne beantworte ich aber ein paar Fragen, die sich allenfalls aufdrängen könnten.

Muss man Django Unchained gesehen haben?
Yep, ist der Film des Jahres 2013.

Ist Django Unchained ein echter Tarantino?
Aber sicher. Schnitt, Sound und Schauspielerauswahl passen wie immer.

Sollte man Django Unchained im Originalton anschauen?
Hm, lass› mich überlegen… Man sollte jeden Film im Originalton anschauen. Und Django Unchained noch ein bisschen mehr.

Warum spielt Christoph Waltz schon wieder die Hauptrolle?
Mir scheint, die Rolle ist im auf den Leib geschrieben. Einmal mehr ist er brilliant.

Lohnt es sich, den Film wegen Don Johnson schauen zu gehen?
Nein, aber Samuel L. Jackson ist dafür der Oberhammer. Ok, das ist er meistens.

weitere Fragen?

The Hobbit – An Unexpected Journey

Bilbo Baggins (Martin Freeman) begibt sich zunächst etwas widerwillig auf eine Reise, die ihm von Gandalf dem Weissen (Ian McKellen) nur als «Abenteuer» angekündigt wird. Zusammen mit 13 Zwergen machen sie sich auf den Weg nach Erebor, wo ein Goldschatz aus den Fängen des Drachen Smaug zurückgeholt werden soll.

The Hobbit soll nun analog zu Lord of the Rings auch als Trilogie präsentiert werden. Im Gegensatz zum ersten Teil des letzteren leidet dieser Erstling nun wohl etwas darunter, dass in ihm nicht allzu viel passiert. Natürlich ist auch hier alles wunderschön gemacht und auch die Musik passt perfekt. Aber bis auf Bilbos zufälliges Treffen mit Gollum geschieht mir zu wenig wesentliches in diesem Teil.

Argo

Als sich die iranische Revolution in vollem Gange befindet, wird die Botschaft der USA durch aufgewühlte Iraner gestürmt. Über 50 Geiseln werden genommen. Sechs Mitarbeitern der Botschaft gelingt eine unentdeckte Flucht, die vorerst auf der kanadischen Botschaft endet. Da sie dort nicht dauerhaft bleiben könnten, plant die CIA eine kühne Rettungsaktion. Tony Mendez (Ben Affleck) schlägt einen fiktiven Filmdreh vor, in welchen die Flüchtigen als Mitarbeiter miteinbezogen werden sollen.

«Based on a true story» liest man bei Hollywood-Produktionen nicht selten. Ben Afflecks Argo soll tatsächlich auf einer wahren Geschichte beruhen. Mit all den Star-Wars-Zitaten und einer ordentlichen Portion Humor wird sie noch eine Spur skuriler, als sie wahrscheinlich war. Nur das rechtzeitige Ende seines durchaus sehenswerten Filmes hat Affleck leider verpasst.

The Angels› Share

Robbie (Paul Brannigan) entgeht knapp einer Gefängnisstrafe, muss dafür aber Sozialdienst leisten. Sozialarbeiter Harry entdeckt schnell Robbies olfaktorische Fähigkeiten, die ihm als Whisky-Liebhaber sehr gefallen. Schliesslich begibt sich der Sträfling zusammen mit seinesgleichen auf einen Roadtrip zu einer Whisky-Auktion. Klar, dass da nur ein krummes Ding rausschauen kann.

Toll, wie Regisseur Ken Loach eine Komödie mit tragischen Elementen «schmückt». Sozialkritisch und dennoch lustig ist der Film für ein breites Publikum zugänglich. Wer sich dazu noch für Whisky interessiert, kommt eigentlich nicht um den Film herum. 😉

Skyfall

James Bond (Daniel Craig) wird beim Verfolgen eines gegnerischen Spions getroffen und gilt als verstorben. Als er schliesslich doch wieder auftaucht, unternimmt er alles, um wieder in Besitz einer verschwundenen Harddisk zu gelangen. Als auch noch ein Teil des MI6-Hauptquartiers in Flammen aufgeht, ist klar, dass hinter allem ein Rachefeldzug von Raoul Silva (Javier Bardem) steckt.

Wow. Das ist endlich mal wieder ein «Bond» wie er sein soll. Nicht blosse Action steht im Vordergrund, nein, es wird immer wieder behutsam Spannung aufgebaut. Regisseur Sam Mendes ist sich auch nicht zu schade, ein paar echte Dialoge einzubauen, die gerne auch etwas länger dauern dürfen. Da sie von jenem Witz sprühen, den man lange in den Bondfilmen suchen musste, stört auch die Überlänge des Films (1:23h) nicht wirklich.

Einzig die Bildsprache hatte beispielsweise Marc Forster noch besser drauf. Dafür war Quantum of Solace storymässig leider nicht auf der Höhe. Für Skyfall gilt: Der Bösewicht ist schön böse, die Actionszenen schön übertrieben, die Bondgirls sind schön schön, der Aston sowieso und Bond ist einfach wieder Bond. James Bond.

Unbedingt schauen gehen! (In Originalsprache of course)

robot & frank

frank (frank langella) ist aufgrund seines stetig schlechter werdenden erinnerungsvermögens auf hilfe angewiesen. dass diese ausgerechnet in form eines butlerroboters daherkommen soll, passt ihm zunächst gar nicht.

wer einen film über demenz macht, kann nicht auf grosse kinokassenerfolge hoffen. wer ihn aber so geschickt verpackt vielleicht schon. auf jeden fall ist robot & frank ein witziger aber nie blöder film zu diesem thema.

arbitrage

robert miller (richard gere) ist erfolgreicher hedgefundsmanager, milliardär, vater ebenfalls erfolgreicher kinder und auch sonst der scheinbar perfekte milliardär, der sich gerne wohltätig gibt. doch der schein trügt…

richard gere sollte nie mehr in irgendwelchen seichten komödien spielen müssen, er ist schlicht zu gut dafür. ein ebenfalls brillianter tim roth gibt den nervigen polizisten. und susan sarandon (spielt die ehefrau) war noch nie schlecht, oder? ein toller film.

looper

joe (joseph gordon-levitt) ist auftragskiller in einer welt, in der zeitreisen längst möglich geworden sind. als sein 30 jahre älteres ich (bruce willis) zurückkehrt, um ihn zu liquidieren, überschlagen sich die ereignisse.

natürlich gibt es diverse punkte im film, an denen man sagen möchte, «aber wenn er doch jetzt x macht, wird y doch gar nie geschehen sein» oder so ähnlich. doch genau davon leben diese zeitreisemovies ja irgendwie. eine gehörige portion action und tolle schnitte machen looper zu einem sehenswerten wenn auch nicht überragenden film.

the expendables 2

ross (sylvester stallone) wird von seinem alten «freund» church (bruce willis) beauftragt, in albanien ein abgestürtzes flugzeug zu finden. wenig überraschend, dass die geschichte nicht ganz so leicht zu erledigen ist, wie churh ihm weismachen will.

chuck norris, arnold schwarzenegger, bruce willis, randy couture, jet li, jason statham, jean-claude van damme, dolph lundgren, terry crews und natürlich sylvester stallone… was für ein aufgebot an actionhelden. das actionspektakel lässt durchaus raum für eine gesunde portion selbstironie. cool!

prometheus

eigentlich haben sie sich aufgemacht, die entstehung der menschheit zu erforschen. dass auf dem fernen planeten gar nicht so wenig leben vorhanden ist, wie zunächst angenommen, führt zu einigen komplikationen.

der film ist als eine art prequel zu alien angelegt. da könnte man in sachen spannung etwas mehr erleben. immerhin ist die sache optisch gelungen.