A Cure for Wellness

* ich habe diesen Film in einer deutschen Synchronfassung gesehen

Lockhart hat gerade einen tollen Posten an einem Wallstreetunternehmen in Griffweite, doch zunächst muss der den obersten Firmenchef aus einem Kurort in die USA zurückholen. Sollte eigentlich nicht so schwer sein. Doch als er dort ankommt, sagt man ihm schon bald, es sei noch nie jemand von diesem Ort fort gegangen…

Screenshot at März 15 11-03-33

Die Parallelen zum grossartigen Shutter Island sind unübersehbar. Der Hauptdarsteller (Dane DeHaan) hat sogar gewisse Ähnlichkeiten mit Leonardo di Caprio. Aber… die Qualität des Films ist leider meilenweit von der des Vorbilds entfernt. Es sind gute Ideen drin, die Location in der Schweiz ist natürlich top, aber dann sind da für aktuelle Standards miserable Animationen, diverse unlogische Storyteile aber vor allem: Ein total vorhersehbares Ende und auf dem Weg zu selbigem keinerlei überraschende Wendungen. Schade.

P.S. Die Schauspieler, allen voran Dane DeHaan und Mia Goth haben auf jeden Fall Potential.

Altes Auto fahren? Ja, aber…

Nicht selten werde ich gefragt, warum man denn überhaupt ein modernes Auto fahren solle. Die alten Kisten hätten mehr Charme, kosteten weniger und seien sowieso viel leichter. Das stimmt alles. Doch es gibt auch Gründe, weshalb die Autos heute (zumindest gefühlt) ähnlicher aussehen und deutlich schwerer sind als noch vor zwei Jahrzehnten. Die Crashnormen wurden massiv verschärft und die Autos dementsprechend entwickelt. Im Vergleich der Euro NCAP von Rover 100 mit einem aktuellen Honda Jazz sieht man sehr gut, was das im Klartext bedeutet.

On hold

Ok, The xx sind ganz bestimmt längst kein Geheimtipp mehr. Trotzdem, dieses Album ist einfach zu gut, um es nicht kurz zu erwähnen. Ja, Album. Denn mit dem Hammersong On Hold hat man noch lange nicht alles gehört. Es würde sich tatsächlich lohnen, die CD zu kaufen, wenn noch irgendwer überhaupt CDs kaufen würde.

News vom fliegenden Auto

So jedes Jahr einmal gibt es wieder jemanden, der das fliegende Auto präsentieren will. Hier die israelische Firma mit ihrem Cormorant. Das Ding startet senkrecht mit einem Helitriebwerk. Kleine Rotoren sorgen dann für die Vorwärtsbewegung. Schaut noch etwas wacklig aus, aber immerhin. Wenig erstaunlich: Die Drohne soll dereinst einzelne Menschen aus Krisengebieten ausfliegen können. Es dürfte sich also eher um ein militärische Tool denn um ein Transportmittel für den täglichen Gebrauch handeln. Mit etwa 14 Millionen USD passt es wohl auch nicht ins Haushaltbudget von Otto-Normalverbraucher.

Sind wir nicht ein bisschen spät dran?

Es ist grossartig, wie sich rund um den Erdball (vor allem) Frauen gegen die Präsidentschaft Trumps auflehnen. Erstaunlich, wie viele Menschen sich mobilisieren lassen. Auch das Video aus Mexico, das schon im September aufgezeichnet wurde, ist toll. Roger Waters meinte vorgestern «The Resistance» beginne jetzt. Schön und gut… aber sind wir nicht alle einfach ein bisschen zu spät dran?

The Grand Tour – Die ersten Folgen

Top Gear ist nicht mehr. Also, doch, es ist noch, aber es ist halt nicht mehr dasselbe. Clarkson, Hammond und May sind unfreiwillig zu Amazon abgewandert. Nach 10 Folgen ihrer neuen Serie The Grand Tour wage ich mal eine Einschätzung der Lage.  Enthält Spoiler.

  1. The Grand Tour ist eine Autosendung
    Hier gibt es ein klares Jein. Es gab Folgen, die brachten tatsächlich interessante Einblicke in die Welt der neuen und schnellen Autos. Spontan fällt mir da der Test des neuen NSX oder auch jener der Alfa Romeo Giulia ein. Dann gab es aber auch Folgen, in denen mehr geballert als gefahren wurde.
  2. Clarkson und Co. sind lustig
    Noch ein klares Jein. Es ist nicht klar, ob sie einfach ihr Mojo verloren haben, oder ob sie vom Script derart eingeengt werden. Wenn z.B. Clarkson so tun muss, als sei er derart distinguiert, dass ihn Hammond in seinem Challenger Hellcat nervt, dann ist das einfach nur noch (schlecht) geschauspielert. Weniger Acting wäre mehr.
  3. Die Beiträge sind hochwertig
    Hier scheint sich das Budget auszuzahlen: Ja! Es gibt noch immer diese aufwendigen Kameraeinstellungen, schöne Effekte und tolle Locations. Optisch noch immer das Beste, was es in diesem Bereich gibt.
  4. Die Ideen sind neu
    Nein. Abgesehen von der einen Idee, mit Autowracks neuen Korallenriffs eine Heimat zu geben, haben wir Vieles schon gesehen. Das liegt aber auch daran, dass man in den Top-Gear-Zeiten so ziemlich alles gemacht hat, was möglich und unmöglich war.

    Screenshot at Jan. 21 17-28-28

  5. Highlights
    Das absolute Highlight ist für mich ehrlich gesagt das Intro zu Folge 1. Dann natürlich der Beitrag über den Ford GT 40 und den Ferrari P3. Schön auch, wenn May beim «Sterben» der Celebreties kurz vor dem Interview jeweils fragt «Doest that mean he/she’s not coming on, then?»

    Screenshot at Jan. 21 17-27-17

  6. The Grand Tour ist besser als Top Gear
    Verglichen mit den besten Zeiten von Clarkson, Hammond und May müsste ich Nein sagen. Allerdings ging es mit ihnen vor dem Knall bei der BBC sowieso nicht mehr richtig nach oben. Vergleicht man mit der ersten Staffel der neuen Version von Top Gear ist The Grand Tour so viel besser, dass man die BBC-Leute von hier aus weinen hört.

Arrival

Als sich auf der ganzen Erde seltsame eierförmige UFOs zeigen, ist die Bevölkerung weltweit in Aufruhr. Kommen die Aliens in friedlicher Absicht? Um das herauszufinden, wird Louise Banks als Sprachwissenschaftlerin in ein solches UFO geschleust. Doch die Kommunikation mit den Heptapods gestaltet sich äusserst schwierig…

Screenshot at Jan. 21 14-21-08

Ja, es gibt auch 2017 noch gute Filme. Und ja:  Arrival ist so einer. Er beschäftigt sich zwar praktisch über die ganze Dauer nur mit der Kommunikation mit dem Fremden. Doch das bleibt auch deshalb interessant, weil Amy Adams eine Glanzleistung abliefert. Nachdenklich, überlegt, ohne Effekthascherei.

Ansehen!

Passengers

*ich habe diesen Film in einer deutschen Synchronfassung gesehen.

Auf dem Weg zu einem neuen Planeten (Homestead 2) erwacht ein Reisender etwas zu früh. Wobei «etwas» sehr relativ ist, es handelt sich nämlich um 90 Jahre. Da er als Einziger erwacht ist, und es an Bord des Raumschiffes auf Dauer doch enorm langweilig wird, ringt er sich nach über einem Jahr durch, eine weitere Passagierin aufzuwecken. Obwohl er damit ihr Todesurteil besiegelt, geniesst er die Zeit mit Aurora. Bis diese herausfindet, dass ihr Erwachen kein Zufall war…

Screenshot at Jan. 21 14-08-11

Sicher, Chris Pratt und Jennifer Lawrence sind schöne Menschen. Und auch das Raumschiff ist einigermassen hübsch. Natürlich schauen wir Lawrence gerne zu, wie sie in diesem seltsamen Schwimmdress herumplantscht, auch und besonders dann, als sich das Wasser mangels Gravitation in einer Kugel sammelt. Doch das alleine reicht einfach nicht, einen zwei Stunden lang zu unterhalten. Der sehr vorhersehbare Verlauf der Romanze nimmt dem Film jede Spannung. Den Kinogang kann man sich sparen.