gerardo seoane vor comeback?

autsch! dieses bild – ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen – tut schon beim anschauen weh. zum glück gibt’s keinen soundtrack dazu. gerardo seoane brach sich im cupviertelfinalspiel gegen die grasshoppers auf der allmend schien- und wadenbein. das spiel fand am 14-3 diesen jahres statt. seoane kämpfte, arbeitete hart und war die krücken schon früh los. im umfeld des fc luzern hiess es in letzter zeit immer wieder, er würde «bald» wieder eingesetzt werden können. so richtig glaubte ich das nicht. doch gestern, als fast auf den tag genau sieben monate nach seiner verletzung, spielte er im freundschaftsspiel des fc luzern gegen den fc ruswil von anfang an. er wurde zwar nach 60 minuten ausgewechselt, aber immerhin. und nicht zu vergessen: der frisch genesene seoane erzielte nach 7 minuten das erste tor für den fcl. das spiel endete 1:7 aus sicht des heimclubs fc ruswil.

nun hoffe ich, gerardo seoane bald wieder bei einem echten ernstkampf zu sehen. vor allem seine leistungen waren es nämlich, die anfangs jahr zu siegen führten und den fcl später vor dem abstieg bewahrten. welcome back, gery!

bsc young boys – fc luzern 6:1

manchmal hat man eben glück. der fc luzern hatte diese saison schon ziemlich viel davon. immer wieder spielte man zumindest unentschieden, auch wenn man spielerisch nicht wirklich zu überzeugen wusste. auch in der ersten hälfte gegen die young boys nahmen die luzerner das glück wieder in anspruch. immer wieder scheiterten häberli, varela und konsorten in aussichtsreichsten positionen. der fcl dagegen hatte wenig zu bieten. davide chiumiento überlief zwar immer wieder christian schwegler, konnte aber jeweils keine optimalen pässe schlagen. lustrinelli lief wieder viel, stand aber sehr oft im abseits. plötzlich, am ende der zweiten hälfte gelang den gästen ein schöner spielzug. auf einmal fand sich tchouga in bester abschlussposition. natürlich liess sich der kameruner nicht zweimal bitten und verwertete souverän zum ziemlich ungerechten 0:1.

nach der pause powerte yb weiter. ungebrochen war der wille, den fc luzern mit einer packung nach hause zu schicken. und so sollte es auch kommen. ab der 49. minute fielen 3 tore im sieben-minuten-takt. der widerstand der sforza-jungs war nicht mehr spürbar. man hatte sich bereits aufgegeben. dabei stand auch die yb-abwehr nicht allzu sicher. so aber kassierten die zentralschweizer weitere 3 tore innerhalb der letzten zehn minuten. es war am schluss nicht die höhe der niederlage, die weh tat, sondern die art, wie man sie einfach über sich ergehen liess. es fehlte an herz und kampfgeist. es fehlte an motivation.

es bleiben nun fast drei wochen bis zum nächsten spiel. bis dahin muss sich die einstellung des teams grundlegend ändern, sonst kassiert man sogar gegen die espen zuhause drei, vier tore.

daten

Young Boys – Luzern 6:1 (0:1)

Stade de Suisse, Bern. – 14 677 Zuschauer. – SR Wermelinger.- Tore: 44. Tchouga 0:1. 49. Raimondi 1:1. 56. Yakin 2:1. 64. Häberli 3:1. 84. Joao Paulo 4:1. 87. Marco Schneuwly 5:1. 89. Häberli 6:1.

Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler (57. Zayatte), Tiago, Portillo, Raimondi; Yapi, Hochstrasser; Varela (86. Marco Schneuwly), Yakin, Regazzoni (60. Joao Paulo); Häberli

Luzern: Zibung; Lambert, Roland Schwegler, Maric, Lustenberger; Wiss, Cantaluppi; Rachane (69. Diethelm), Tchouga, Chiumiento; Lustrinelli (74. Felipe).

Bemerkungen: YB komplett, Luzern ohne Seoane und Clemente (verletzt) und Bader (U-21-Einsatz). Verwarnungen: 25. Wyss, 39. Hochstrasser (beide Foul), 51. Schwegler (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 57. Cantaluppi (Foul), 86. Yakin (Foul, im nächsten Spiel gesperrt).

fc luzern – fc zürich 2:2

zürich, zero points, den untertitel hatte ich schon im kopf, als es auf der allmend gestern abend nach dem ersten heimsieg roch. und das gegen den meister und aktuellen tabellenführer. ich war aber nicht der einzige, der verfrüht in euphorie versank. manche fussballspiele dauern eben 93 minuten, da reicht es nicht, in der 90. das 2:1 zu schiessen. stahel verhinderte die schmach für den leader der super league durch sein ausgleichstor.

begonnen hatte das spiel aus luzerner sicht wenig verheissungsvoll. die zürcher kamen zwar nicht gerade im minutentakt zu torchancen, ihre überlegenheit war aber trotzdem eindeutig. mehrfach scheiterten die stürmer an ihrer eigenen ungenauigkeit. auf luzerner seite lief in der offensive wenig zusammen. zahlreiche nicht gepfiffene fouls an lustrinelli und tchouga waren die auffälligsten szenen in der nähe von leonis tor. doch dann, fast aus dem nichts, schlug davide chiumiento einen freistoss scharf in die mitte. dort wurden tchouga und lustrinelli völlig alleine gelassen. der kameruner nickte kaltblütig zur pausenführung ein. weil die luzerner ohne unterbruch kämpften und die zürcher offensiv durch ihre ineffizienz enttäuschten war die führung nicht unverdient.

nach dem pausentee wurde alain wiss durch gerardo clemente ersetzt. der junge wiss bekundete mit den körperlich massiven fcz-spielern einige mühe. nach 50 minuten ist vielleicht sogar köbi kuhn in seinem fernsehsessel kurz aufgewacht. david zibung hielt gleich zweimal innert sekunden mirakulös. neben vailati hätte auch der innerschweizer endlich ein natiaufgebot verdient. auf die zwar grossen, aber recht ungeschickten coltorti und zuberbühler sollte man verzichten. zurück auf die allmend: vier minuten später konnte selbst zibung nicht mehr helfen. chikhaoui glich nach einem zuspiell von hassli per kopf aus. genau dieser eric hassli fiel durch eine dummheit auf, die nur in einem platzverweis resultieren konnte. er versuchte sich bei clemente mit einem fusstritt zu revanchieren – in unmittelbarer nähe des schiedsrichters. das sforza-team schien nun den sieg wirklich zu wollen, tat deutlich mehr für das spiel. nachdem er zwar wacker gekämpft aber auch immer wieder in aussichtsreicher position den ball verstolpert hatte, wurde lustrinelli durch felipe ersetzt. genau dieser felipe schoss die allmend in den kollektiven freudentaumel. in der 90. minute erwischte der brasilianer den fcz-goalie in der rechten ecke. dass die zürcher den späten ausgleichstreffer stahels wie ein siegtor feierten, bestätigt die starke leistung des fc luzern. die heimmannschaft hatte über 90 minuten gekämpft, die fans schrien sie nach vorn, ein sieg wäre verdient gewesen. aber vielleicht war es auch nur die späte revanche der zürcher für paquitos cuphalbfinalhammer an den wir uns immer noch gerne erinnern.

zibung blieb nach dem gegentreffer benommen liegen. scheinbar hatte er einen schlag auf den hinterkopf erhalten. ich hoffe, er hat sich dabei nicht verletzt. wie gesagt:alle fcl-spieler waren mit enormen einsatz bei der sache. herauspicken möchte ich nur zwei: jean-michel tchouga ist zurück. er kämpfte wie ein löwe und war immer wieder für eine überraschende aktion gut. mario cantaluppi erkämpfte sich viele bälle und bringt endlich diese ruhe und übersicht ins spiel, die ich mir von ihm wünsche.

bericht sf

daten

Luzern – Zürich 2:2 (1:0)

Allmend. – 10 096 Zuschauer. – SR Krassnitzer (Ö). – Tor: 45. Tchouga 1:0. 54. Chikhaoui 1:1. 90. Felipe 2:1. 93. Stahel 2:2.

Luzern: Zibung; Diethelm, Roland Schwegler, Maric, Claudio Lustenberger; Rachane, Wiss (46. Clemente), Cantaluppi, Chiumiento; Tchouga, Lustrinelli (78. Felipe).

Zürich: Leoni; Lampi, Barmettler (60. Stahel), Tihinen, Rochat; Tico, Kondé (65. Kollar); Alphonse (81. Eudis), Abdi, Chikhaoui; Hassli.

Bemerkungen: Luzern ohne Lampert (gesperrt), Seoane (verletzt) und Bader (rekonvaleszent). Zürich ohne Aegerter, Stanic und Stucki (alle verletzt) und Raffael (krank). 73. Rote Karte für Hassli (Nachschlagen). Verwarnungen: 59. Kondé, 66. Rochat (beide Foul). 72. Chikhaoui (Unsportlichkeit, Ballwegschlagen), 76. Clemente, 86. Schwegler, 89. Maric (alle Foul).

goodbye genc mehmeti!

ein echter aufsteigerjunge verlässt den fc luzern: genc mehmeti. hier beim letzten spiel vor dem aufstieg gegen die ac lugano. die offizielle meldung des fc luzern:

Genc Mehmeti wechselt per sofort zum FC Schaffhausen in die Challenge League. Der 27 jährige Mittelfeldspieler hat den Vertrag beim FC Luzern aufgelöst. Bei den Ostschweizern hat Genc Mehmeti einen Kontrakt bis vorerst Ende Jahr 2007 unterzeichnet.

schade, ich hätte ihn gerne nochmals in der super league gesehen, aber unter trainer sforza erhielt er nie eine echte chance. wir werden Deinen kampfgeist vermissen, alles gute in schaffhausen, genc!

sing: einer von uns, einer von uns, genc mehmeti ist einer von uns!
oder: genc, genc, hooligenc!

xamax – fc luzern 3:3

seit langem war ich endlich wieder einmal an einem spiel des fc luzern dabei. was ich in den ersten minuten sah, stimmte mich froh. luzern agierte aggressiv und auch offensiv. cantaluppi konnte den ersten schuss verbuchen und es schaute aus, als könne der fcl seinen ruf als zweitbestes auswärtsteam zementieren. xamax› szlykowicz – oder nennen wir ihn xamax nummer 10 – zirkelte einen freistoss ganz nah an den pfosten, unerreichbar für zibung. die heimmmanschaft führte vor kümmerlichen 4301 zuschauern im neuen stadion. luzern gab das spieldiktat immer mehr aus der hand, doch xamax getraute sich noch nicht so rech in die offensive. schliesslich konnte merenda von einem zu kurz geratenen kopfballrückpass von maric profitieren. er hob den ball über den aus dem tor geeilten fcl-keeper. nur zwei minuten später scheiterten die einheimischen am starken zibung. die neuenburger schienen sich ihrer sache nun sicher. sie wurden nachlässig, wovon mauro lustrinelli profitierte. die flanke von chiumiento verwertete er per kopf zum anschlusstreffer. eine minute vor der pause glückte den luzerner sogar der ausgleich. der erste wirklich schön herausgespielte angriff war zuviel für die hintermannschaft der xamaxiens. lustrinelli leitete schliesslich per hacke an tchouga weiter, der den ball souverän an zubi vorbeischob.

die zweite hälfte plätschterte so vor sich hin, als lambert die zweite dummheit des spiels beging. er foulte zum zweiten mal gelbwürdig. sforza reagierte, nahm lustrinelli und wiss vom platz. diethelm übernahm die aussenverteidigerrolle, währenddem cipot als vorstopper spielte. als nur sekunden nach der einwechslung von cipot das dritte tor für xamax fiel, dachte ich schon, trainer sforza hätte mit seiner nun defensiveren aufstellung auf’s falsche pferd gesetzt. doch es kam anders. maric machte mit einem scharfen freistoss seinen fehler von vorher wett. zubi sah schlecht aus, weil er den ball nicht halten konnte. der abpraller flog an tchouga vorbei zu diethelm. dieser zögerte keinen augenblick und erzielte den ausgleich. an diesem abend wurde die luzerner mentalität belohnt. gemessen an den chancen hätten allerdings die neuenburger das spiel gewinnen müssen.

daten

Neuchâtel Xamax – Luzern 3:3 (2:2)

Maladière. – 4301 Zuschauer. – SR Zimmermann. – Tore: 14. Szlykowicz 1:0. 30. Merenda 2:0. 39. Lustrinelli 2:1. 44. Tchouga 2:2. 66. Chihab 3:2. 77. Diethelm 3:3.

Neuchâtel Xamax: Zuberbühler; Jenny (46. Bah), Besle, Quennoz, El Haimour; Nuzzolo, Chihab, Bättig, Szlykowicz (78. Coly); Merenda, Rossi.

Luzern: Zibung; Lambert, Schwegler, Maric, Lustenberger; Wiss (64. Diethelm), Cantaluppi; Chiumiento, Tchouga, Saqi (38. Rachane); Lustrinelli (66. Cipot).

Bemerkungen: Xamax ohne Everson (gesperrt), Jaquet, Malenovic (beide verletzt), Luzern ohne Seoane, Bader (beide verletzt). 60. Gelb-Rot gegen Lambert. Verwarnung: 41. Lambert (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc luzern – fc basel 2:4

für einen matchbericht reicht es dieses mal leider nicht. der fcl startete sehr gut, wurde dann aber von einem foulpenalty kalt erwischt. trotzdem blieb zur pause der eindruck, dass der heimclub diese partie durchaus noch für sich entscheiden könnte. in der zweiten hälfte wurde der basel viel stärker und konnte auf 2:4 erhöhen. in der letzten viertelstunde fehlte es den luzernern an kraft, den baslern noch einmal die stirn zu bieten. ein verdienter sieg für den fcb, wenn auch der fcl in der ersten hälfte möglichkeiten gehabt hätte, dass es nicht dazu gekommen wäre.

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Luzern – Basel 2:4 (2:2)

Allmend. – 10 287 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 13. Lustrinelli 1:0. 22. Majstorovic (Handspenalty) 1:1. 27. Streller 1:2. 31. Cantaluppi (Handspenalty) 2:2. 56. Chipperfield 2:3. 63. Chipperfield 2:4.

Luzern: Zibung; Lambert (83. Felipe), Roland Schwegler, Cipot, Claudio Lustenberger; Makanaki (73. Foschini), Cantaluppi, Wiss, Chiumiento; Tchouga, Lustrinelli.

Basel: Costanzo; Morganella, Majstorovic, Marque, Nakata; Huggel; Carlitos (87. Cabral), Ergic, Chipperfield, Caicedo (61. Frei); Streller (67. Eduardo).

Bemerkungen: Luzern ohne Bader, Thuram und Seoane (alle verletzt). Basel ohne Zanni (gesperrt), Malick Bah (verletzt), Carignano und Burgmeier (beide U21). Verwarnungen: 18. Lustenberger (Foul), 73. Morganella (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc aarau – fc luzern 0:0

Du meine güte, fcl. das war wirklich schlecht. 90 minuten fussball ohne ein einziges mal gefährlich auf das gegnerische tor zu schiessen? fast schon eine kunst. der fc luzern vollbrachte dieses kunststück heute auf dem brügglifeld. wegen des tauziehens um gügi sermeter hatten viele ein turbulentes, aufgeheiztes spiel erwartet. falsch gedacht. vor allem die erste halbzeit hatte auf tv-zuschauer weit stärkere effekte als manche schlaftablette. auch die wechsel (zur pause kam clemente für cipot, später noch sego und saqi) konnten das luzerner spiel nicht wirklich verbessern.

die aarauer dagegen müssen sich an der eigenen nase nehmen. in der zweiten hälfte hatten sie so viele chancen wie der fc luzern in den drei letzten spielen zusammen. ein glück für die innerschweizer, dass goalie zibung seinen bisher stärksten tag erwischte. er holte sich viele bälle von heranstürmenden gegnern im herauslaufen. neben ihm können nur lustrinelli und tchouga mit ein wenig lob rechnen, sie kämpften ununterbrochen. am schluss müssen die luzerner sehr, sehr zufrieden sein mit dem, was sie vom brügglifeld mitnahmen: einen punkt nämlich.

und vielleicht bald sermeter? 😉

daten

Aarau – Luzern 0:0

Brügglifeld. – 7400 Zuschauer. – SR Kever.

Aarau: Benito; Menezes, Rapisarda, Christ, Elmer; Kristian Nushi, De Almeida, Bastida, Mesbah; Burki (66. Antic); Ianu (68. Rogerio).

Luzern: Zibung; Lambert, Roland Schwegler, Cipot (46. Clemente), Claudio Lustenberger; Cantaluppi; Diethelm, Felipe (66. Sego), Chiumiento (77. Saqi), Tchouga; Lustrinelli.

Bemerkungen: Aarau ohne Sermeter (nicht im Aufgebot) und Guerrero (verletzt). Luzern ohne Wiss (gesperrt), Bader, Munsy, Seoane, Thuram (alle verletzt). 55. Mesbah-Schuss an den Aussenpfosten. Verwarnungen: 19. Felipe (Unsportlichkeit), 38. Diethelm (Foul), 45. Ianu (Reklamieren), 71. Sego (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc luzern – grasshoppers zürich 3:3

es gibt spiele, die dauern 90 minuten. diese vergisst man meistens bald wieder. und dann gibt es eben jene spiele, die 94 minuten dauern. das gestrige war eines der zweiten sorte. das stadion war mit 13’000 zuschauern ausverkauft, das wetter 1a und die stimmung zu beginn sehr gut (am ende auch wieder…).

für den fc luzern begann die partie denkbar schlecht. nach gerade einmal 6 minuten kassierte man schon das erste gegentor. es war weder die abwesenheit von tchouga, noch der mangelnde einsatz von neuzuzug clemente, der zum treffer führte. vielmehr zog die verteidigung geschlossen einen ziemlich miesen tag ein, allen voran cipot, der nur bei den kopfbällen zu überzeugen wusste. luzern hatte in dieser phase nicht den hauch einer chance, gc dagegen gelegenheiten im minutentakt. immerhin konnte sich goalie könig als zibung-ersatz auszeichnen. so ist er wirklich torhüter «1b», wie er seine position in der presse wiedergab. als demba touré in der 29. minute auf 0:2 erhöhte, musste trainer sforza handeln. er nahm den an trainingsrückstand leidenden gerardo clemente vom platz. man muss dazu sagen, dass man durchaus sah, dass dieser spieler eine verstärkung für die innerschweizer sein wird. doch was dem fcl fehlte, war jegliche offensivaktion, weshalb stürmer felipe auf den platz kam. doch auch er vermochte in der ersten hälfte nur wenig am luzerner debakel zu ändern. immerhin hatte er bis dahin alleine stürmende lustrinelli nun einen partner erhalten.

obwohl in der luzerner kabine zur pause wohl ziemlich deutliche worte gesprochen worden sein dürften, dominierte gc das geschehen weiter. es war wieder demba touré, der die grasshoppers scheinbar zum sieg schoss. 0:3 nach 61 minuten. so einen vorsprung vergibt ein rekordmeister nicht. normalerweise jedenfalls.

ciriaco sforza reagierte abermals und brachte mit rexhep saqi einen super league debütanten für den sehr bemühten claudio lustenberger. sofort konnte er offensive akzente setzen. seine flanken brachte erstmals so etwas wie gefahr ins luzerner spiel. als das heimteam einen freistoss sehr schnell ausführten, tanzte sich mauro lustrinelli durch die gesamte gc-abwehr und lies coltorti keine chance. praktisch ganz ohne jubel ging’s zurück in die eigene hälfte. ein 1:3 ist schliesslich noch weit weg von einem punktegewinn. latours team war von nun an verunsichert, wollte sich nur noch auf’s verteidigen beschränken. für die schlussphase kam auch noch mato sego auf das feld, ein weiterer super league debütant. als sich die luzerner langsam im gegnerischen strafraum festsetzen konnte, handelte mikari ungeschickt und foulte lustrinelli. mario cantaluppi zögerte trotz provokativen worten von coltorti nicht und erzielte den anschlusstreffer. das war in der 88. minute. nur zwei minuten später sorge mikari erneut für unverständnis. durch sein zeitspiel handelte er sich die zweite gelbe karte ein und flog vom platz. die vier nachspielminuten standen ganz im zeichen des fc luzern. der innenverteidiger cipot fand sich plötzlich an vorderster front, hätte mit einem kopfstoss beinahe zum ausgleich getroffen. doch dann war es fabio coltorti, der es den blauweissen leicht machte. er unterlief eine hoch geschlagene flanke total unbedrängt, der ball flog hinter ihm ins tor. 3:3 in extremis!

der eine punkt wurde von den fans gefeiert wie ein sieg. und das war es auch. ein sieg des kampfes. ein sieg der moral. ein sieg der glücklicheren mannschaft. ein sieg aber auch der im endeffekt besseren taktik.

sascha ruefer in seinem sportpanorama-bericht zum furiosen finale:

die allmend bebte als wäre der allmächtige vom pilatus herbagestiegen

bericht sportpanorama

daten

Luzern – Grasshoppers 3:3 (0:2)

Allmend. – 13 000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Grossen. – Tore: 7. Bobadilla 0:1. 29. Touré 0:2. 62. Touré 0:3. 68. Lustrinelli 1:3. 88. Cantaluppi (Foulpenalty) 2:3. 93. Cantaluppi 3:3.

Luzern: König; Diethelm (79. Sego), Schwegler, Cipot, Claudio Lustenberger (65. Saqi); Cantaluppi; Lambert, Wiss, Clemente (37. Felipe), Chiumiento; Lustrinelli.

Grasshoppers: Coltorti; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Cabanas, Renggli, Salatic, Dos Santos; Bobadilla (63. Leon), Touré (83. Frank Feltscher).

Bemerkungen: Luzern ohne Zibung (gesperrt), Tchouga, Seoane, Makanaki, Thuram (alle verletzt) – Grasshoppers ohne Colina, Sutter und Blumer (alle verletzt). – Super-League-Debüts von Clemente, Saqi und Sego. – 90. Gelb-Rote gegen Mikari (Unsportlichkeit). – Verwarnungen: 33. Chiumiento, 81. Mikari (beide Foul), 93. Cabanas (Reklamieren).

[quelle: tagesanzeiger]

in der sportwelt geht’s drunter und drüber

– noch immer halten sich gerüchte, gürkan sermeter wechsle bald zum fc luzern. heute steht in der nlz etwas von einer ablösesumme von 75’000 chf. aber der fc aarau wolle den spieler noch nicht freigeben.

– die ac milan bietet 100 millionen euro für ronaldinho. barça lehnt einen verkauf ab.

– endlich, endlich wurde blaise n’kufo für ein spiel der schweizer nati aufgeboten. am 22. august spielen die rotweissen gegen holland. leider in genf.

– sebastien bourdais wird 2008 für toro rosso fahren. der superschnelle franzose fiel mir schon vor jahren auf, als er in der formel 3000 brillierte. danach gewann er drei mal hintereinander die amerikanische champcar-serie. der immer mit brille fahrende franzose reisst das maul gerne ein wenig weiter auf: gibt es in der formel 1 nur blinde, die nicht sehen wollen, wie gut und schnell ich bin?

– obwohl der gc-verteidiger smiljanic aaraus sermeter klar sichtbar den ellbogen ins gesicht rammte, wird er nicht gesperrt. seltsam.

gürkan sermeter zurück zum fc luzern?

den fan-foren von aarau und luzern ist zu entnehmen, dass ein wechsel von gürkangügi sermeter unmittelbar bevorstehen soll. es ist von einer ablösesumme von 200’000 chf und einer vertragslaufzeit von 4 jahren die rede. ich würde den transfer zwar begrüssen, denn sermeter könnte auf der seite endlich die lange vermissten impulse geben. aber 4 jahre wären dann doch etwas lange. das pikanteste an all den gerüchten: sermeter soll ausgerechnet am sonntag in einer woche zum ersten mal in blau-weiss einlaufen. auf dem brügglifeld gegen seinen mutmasslich zukünftigen ex-verein fc aarau…