Die Zukunft des Autofahrens

So sähe das dann also aus, wenn das Auto selbst fahren würde. Doch den Konjunktiv kann man sich eigentlich sparen, denn was Google da mit dem Self Driving Car Project zeigt, dürfte nicht mehr sehr lange auf sich warten lassen. Vielleicht noch zehn Jahre?

Google Self Driving Car

Der Prototyp, der im Video gezeigt wird, hat eine auf etwa 40 km/h beschränkte Höchstgeschwindigkeit. Natürlich fährt er elektrisch. Er hat inzwischen nicht mehr das Aussehen eines Toyota Prius. Das neue Auto schaut sehr freundlich drein, das Kindchenschema lässt mal wieder grüssen. Die nette Optik dürfte nicht unerheblich sein, denn schliesslich möchte man sein Leben nicht einem unfreundlichen Auto anvertrauen, oder? Im Innenraum gibt es zwei Sitze und relativ viel Platz, da ein Lenkrad und auch klassische Instrumententräger fehlen. Auch Pedale wurden vollständig weggelassen. Alles, was der Google-Prototyp braucht, ist eine Adresse. Wie das im Detail funktioniert, wenn man am Ziel angekommen ist und beispielsweise parken möchte, wird nicht gezeigt.

sdc2Screenshot aus dem Video: Viel Platz im Innenraum. Weder Pedale noch Lenkrad stören.

Die Leute im Video schauen alle ganz begeistert aus, insbesondere auch der blinde Mann. Irgendwann wird es aber wahrscheinlich so normal sein, von so einem Ding von A nach B chauffiert zu werden, dass man sich eher wie in einem Zug verhalten wird. Also wird geschlafen, gelesen, gearbeitet oder telefoniert. Ok, letzteres tut man auch jetzt schon im Auto. 😉 Aber es wird so sein, dass die Zeit im Auto für andere Dinge als das Fahren genutzt werden kann.

Spannende Möglichkeiten dürfte es dann auch beim Vertriebskonzept geben. Werden Individuen solche Wägelchen kaufen? Oder wird es eher so sein, dass wir sie für unsere Transportaufgaben per Telefon herbestellen und dann einfach am Zielort stehen lassen?

Ich bin sehr gespannt.

 

Zagato Lamborghini 5-95

Zagato Lamborghini 5-95 Zagato Lamborghini 5-95 Zagato Lamborghini 5-95 Zagato Lamborghini 5-95Tja, während Touring für seine eleganten und gefälligen Formen bekannt ist, steht es um Zagatos Ruf etwas schwieriger. Das manifestiert sich einmal mehr im Zagato Lamborghini 5-95. Es handelt sich dabei um einen neu eingekleideten Lamborghini Gallardo. Das Heck gefällt mir sehr gut, erinnert unter anderem an eine Interpretation eines Lancia Stratos, was nie schlecht ist. Von der Seite gibt es typische Lamborghini-Proportionen zu sehen, was durch den Knick im Seitenfenster untermalt wird. Vorne, ja vorne… wird’s dann schwierig. Das Staubsaugermaul schaut mehr nach gelangweiltem Frosch als nach einem stürmischen Bullen aus. Ein cooles Detail ist der Lufteinlass unterhalb der Frontscheibe. Mich erinnert er an den Maserati Shamal.

Die Pointenvermieser

Achtung… könnte Spoiler enthalten. Wer den Film bzw. das Theaterstück in Fettschrift noch nicht gesehen hat, sollte dann wohl nicht weiterlesen.

Inzwischen ist das zwar etwa 15 Jahre her, aber ich erinnere mich noch recht gut. Wir sassen in der Mensa, wo wir wieder einmal besprachen, was im Kino so läuft. Gerade war ein richtiger Hype um M. Night Shyamalans The Sixth Sense ausgebrochen. Uns konnte es zu jener Zeit sowieso nicht spannend oder gruslig genug sein, also war der Film hoch im Kurs. Ok, in Sachen Spannung gibt es sicher Krasseres, aber darum geht es jetzt nicht. Jedenfalls gab es da eine Dame in der Mensa, die den Film ebenfalls gesehen hatte. Sie meinte kurz und knapp, der Film sei ja wirklich noch gut und am Ende sei es ja dann so, dass der Protagonist selbst die ganze Zeit tod gewesen sein. Na vielen Dank. Zum Glück hatte ich den Film damals schon davor gesehen.

Aktuell läuft mit Fabrikk ein Programm von Karl’s kühne Gassenschau in Olten. Eigentlich sprachen wir über ein völlig anderes Thema, trotzdem kam ein Mitarbeiter irgendwie dazu, über jenes Programm zu erzählen. Und am Ende würde die Schokoladenfabrik ja dann nach Japan verkauft. Ähm… merci dafür. Jetzt muss ich mir die Show eigentlich nicht mehr ansehen, oder?

Es gab noch ein paar andere solche Fälle. Manchmal konfrontierte ich die Leute damit, dass sie einem damit den allfälligen Besuch eines Filmes oder einer Vorstellung vermiesen würden. Komischerweise verstanden das die wenigsten. Natürlich weiss jeder, dass die Titanic am Ende sinkt. Wie sich das Ende im Film aber genau zuträgt, würde ich dennoch niemandem verraten, der mit dem Gedanken spielt, sich das Montumentalding noch reinzuziehen.

Vielleicht ist meine Einstellung da etwas extrem, aber mich nerven diese Pointenvermieser echt. Wer die Pointe am Anfang erzählt, der wird kaum grossartiges Gelächter für den nachher erzählten Witz ernten. Ich kann mir das Handeln der Pointenvermieser höchstens insofern verstehen, dass für sie das Erlebnis «Kino» oder «Theater» an sich viel mehr zählt als der Film oder das Stück bzw. deren Inhalt. So ein bisschen wie jene Leute, die «wegen der Show» an ein DJ-Bobo-Konzert gehen, obwohl sie ja die Musik überhaupt nicht mögen. Ich sehe schon, es gibt nur ein echtes Gegenmittel: Ich muss die Filme vor den Pointenvermiesern sehen… 😉

Auto-Eye-Candy zum Wochenstart

Wer lieber etwas Neues sehen möchte, dem  empfehle ich das Video über die Japanische Super GT Meisterschaft. Die Tourenwagenregeln entsprechen praktisch jenen der DTM, allerdings sind die japanischen Fahrzeuge viel spektakulärer: Lexus RC, Honda NSX Concept und Nissan GT-R. Ausserdem gibt es eine gleichzeitig fahrende zweite Gruppe, die unter anderem mit BMW Z4 unterwegs ist.

Und wer lieber der Schönheit vergangener Zeiten huldigt, dem empfehle ich das Video über den Ferrari TRC, das auch mit unglaublichem Sound gefällt.


Das etwas andere Tippspiel

Richtig, es ist wieder Tippspielzeit, denn bis zur WM geht’s nicht mehr lange. Eine witzige Variante habe ich durch Manuel Reinhard via Twitter gefunden. Auf semestra.ch gibt nämlich ein Tippspiel, bei dem nicht nur Resultate, sondern auch Dinge wie «Anzahl Eckbälle» erraten werden können.

Mitmachen…

Mini Superleggera Vision

Mini Superleggera Vision

Mini Superleggera Vision

Mini Superleggera Vision

Mini Superleggera VisionNa? Ist das nicht der schönste Mini, seit BMW bei den Engländern übernommen hat? Natürlich kein Zufall: Das Concept Car entstand in Zusammenarbeit mit Touring Superleggera. Das sind jene Italiener aus einem Vorort von Milano, die uns die Neuinterpretation des Disco Volante gezeigt haben. Dieser Mini Roadster hier hat aber keinen italienischen V8 an Bord. Er läuft vollkommen elektrisch. Zum modernen Antrieb passt das reduzierte Interieur, wo viel Leder und Aluminium verbaut wurde. Am Heck hat man es mit den Union-Jack-Leuchten vielleicht in Sachen Details etwas übertrieben. Das Gesamtkonzept wirkt aber sehr stimmig. Vorne gefällt sogar der neue Mini-Grill, der an den bislang vorgestellten Serienversionen optisch nicht überzeugen kann. Mal schauen, was aus diesem Concept Car wird. Eine Serienfertigung ist sicher ausgeschlossen.

Anschauen wird man das Cabriöchen trotzdem können, am Concours d’Elegance bei der Villa d’Este in Como.

Neues Album von R.E.M.

Wahrscheinlich bin ich nicht ganz alleine mit dem Wunsch, dass sich R.E.M. wieder zusammentun, um Musik zu machen. Das ist (noch) nicht passiert. Aber immerhin gibt es nun die Unplugged-Aufnahmen von 1999 und 2001 offiziell zu kaufen. 33 Songs geben die «Complete Sessions» her. Immerhin.

 

Hitlergruss reloaded

Richtig, die bescheuerte Geste hat keine zusätzliche Aufmerksamkeit verdient. Da sie aktuell aber sowieso da ist, weise ich an dieser Stelle mal wieder auf meine ganz persönliche Geschichte hin.

Ich kann momentan nicht einmal sagen, ob ich den Entscheid des Bundesgerichts wirklich schlecht finde. Man würde ja denken, der Gruss sei verboten. Aber:

Das Bundesgericht sieht die Sache anders. Es weist darauf hin, dass der Tatbestand der Rassendiskriminierung nicht schon durch das blosse öffentliche Bekenntnis zum Nationalsozialismus erfüllt wird. Vielmehr müsse der Täter die rassendiskriminierende Ideologie öffentlich «verbreiten», also dafür werben mit dem Ziel, andere Menschen für die geäusserten Gedanken zu gewinnen oder sie in ihrer Überzeugung zu festigen. Daraus folgt: Wer öffentlich unter Gesinnungsgenossen die Hand zum Hitlergruss erhebt, ist vor dem Gesetz kein Rassist, weil er keine Werbung macht.

Aus dem NZZ-Artikel zum Thema.

Wahrscheinlich ist das sogar sinnvoll. Nur wird es schwierig sein, jeweils die Intention mit Straffolge zu beweisen, wenn der Grüssende jene «nicht werbende» Motivation vorschiebt.

Ebenfalls unglücklich ist die Lage bekanntlich bei den Symbolen, die man für verboten hält. So ist ein Hakenkreuz nicht immer verboten. Und man kann nicht einfach die Verwendung der Zahl 88 verbeiten, weil das die in Zahlen ausgedrückten Initialen des Diktators sind.