die beste band der schweiz


patent ochsner am festival im hb

festival im hb? im schatten der (zu) vielen festivals findet in der grössten bahnhofshalle der schweiz ein gar nicht so kleines fast-openair statt. gestern war schweizerabend mit patent ochsner.

die berner trafen spät abends auf ein glänzend aufgelegtes publikum. einmal mehr bestätigten sie, was man sowieso schon weiss: patent ochsner sind die beste band der schweiz. viele alte songs wiemitschiffs undochsetuur wurden mit lieder von der bald erscheinenden neuen cd gemischt. wie gewohnt, wurde bekanntes modelliert und neues eingebaut. die band zeigte sich in bester form und bereit für die bald anstehende tour. besonders disu gmünder erwischte einen ausgezeichneten tag und spielte sensationelle soli. es war schon nach 12:00 und somit eidg. bettag, als patent ochsner zuscharlachrot anstimmte.

berner gänsehaut im zürcher «ha-be», eine überraschend harmonisch funktionierende mischung.

deutsch für du

dass auf dieser seite der rechtschreibung keine grosse bedeutung zugemessen wird, scheint normal. dass aber grössere firmen ein problem mit den fällen an den tag legen überrascht doch ein bisschen.

dieser wettbewerb wurde übrigens von la redoute intiiert. mitmachen und vielleichtein lancia musa gewinnen! 😉

haarscharf an der sensation vorbei

wenn sogar storm (nach einmonatiger blogabstinenz) einen eintrag schreibt, muss es wirklich ein wichtiges fussballspiel sein. 😉

thun verliert in london gegen übergegner arsenal erwartungsgemäss mit 2:1. allerdings sah es sehr lange sehr gut aus. vielleicht nicht so gut, wie benni thurnheer uns glauben lassen wollte…. aber immerhin.

der sieg für arsenal geht aber vor allem deswegen in ordnung, weil thun mit dem schiri sehr viel glück hatte: in der ersten hälfte erhielt ein arsenal-spieler völlig zu unrecht die rote karte für ein «hohes bein», das unglücklicherweise zu einer starken blutung beim thuner führte. als in der zweiten halbzeit ein thuner eine klare tätlichkeit beging, schlossen schiedsrichterassistent und sein vorgesetzter alle vier augen.

trotzdem: thun konnte zwar nicht viel zum spiel beitragen (gerade mal 35% ballbesitz), vermochte aber den arsenal-rhytmus zu brechen, was fast zu einem auswärtspunktgewinn führte. möglich, dass sich die mannschaft mit starken heimleistungen und glücklichen auswärtsspielen für eine weitere runde im rennen hält. schön wär’s.

bmw z4 coupé – bitte genau so bauen!

endlich bekommt das berühmte bügeleisen einen nachfolger. auf der iaa steht es momentan zwar als studie, doch es gilt als sicher, dass es bald realisiert wird. die form ist im vergleich zum vorgänger ziemlich schlicht und unspektakulär. allerdings trifft der z4 auf eine nahezu unbesetzte nische: echte sportwagen (also mit hinterradantrieb) gibt es keine in diesem format.

[picture copyright: bmw]

also: bitte möglichst bald genau so bauen, bmw! danke.

taste

erstaunlich. lkm und ich mögen dieselbe musik.

übrigens: die fotos von der summernighparty vol 2. kommen frühestens morgen. jetzt geh› ich erst mal schlafen. 🙂

trotz zubi gewonnen

die schweiz schlägt zypern in nikosia 3:1. somit ist man der wm-qualifikation doch wieder einen schritt näher gerückt. nach dem frühen 1:0 durch alex frei (wer sonst?) geriet die schweiz in der 35. minute in arge schwierigkeiten. supertorhüter pascal zuberbühler fabrizierte seinen wohl dümmsten fehler überhaupt. er unterlief einen ball, der zuvor gut 35 m in der luft war, der stürmer umlief ihn und brauchte den ball nur noch einzuschieben. peinlich.

bis senderos in der zweiten hälfte durch zufall das 2:1 glückte, sah es für die schweiz recht düster aus. die ganze mannschaft war durch ihren torhüter verunsichert worden. damit nicht genug: degen lieferte einmal mehr eine miese leistung mit vielen fehlpässen und wenig übersicht ab. unverständlich, dass er trotzdem durchspielte.

trainer köbi kuhn überraschte im zentralen mittelfeld mit einer neuen variante: tranquillo barnetta spielte den 10er, also den spielgestalter, was ihm in der ersten hälfte recht gut gelang.

aber zurück zum torhüter: ich hoffe, dass er jetzt endlich den nati-kasten räumen muss.

es geht um sport, nicht um politik

in der heutigen luzerner zeitung war ein leserbrief von frau sharon weinstock abgedruckt. er befasste sich mit dem länderspiel vom letzten samstag (schweiz – israel). eingerückt: frau sharons leserbrief. dazwischen meine kommentare.

bereits in der ersten halbzeit des fussball-länderspiels schweiz – israel schwingen fans der schweizer nationalmannschaft palästinensische fahnen.

ähm, ist das verboten? provoziert wird bei jedem fussballspiel von bedeutung.

in der zweiten halbzeit konnten fünf personen unbehelligt mit zwei plakaten über das feld rennen, auf denen pro-palästinensische parolen aufgemalt waren.

dass sie auf’s feld kamen ist auf jeden fall ein beweis für die katastrophale sicherheitssituation im «joggeli». das dürfte nicht passieren. die parolenfreepalestine undboycottapartheid waren vergleichsweise harmlos. es wurde niemand denunziert und israel wurde nicht explizit angegriffen.

über zwei minuten durften sie sich auf dem spielfeld aufhalten. niemand fühlte sich zuständig, niemand versuchte diese fünf leute vom spielfeld zu bringen.

falsch. alex frei ging auf einen demonstranten zu und wollte ihn vom feld zerren. natürlich wäre es aufgabe der sicherheitsleute.

die erste reaktion der sicherheitsleute: sie entfernten einen israelischen fan, der aus protest auf das feld rannte. wie gelang es den protestierenden, auf das spielfeld zu kommen?

auch das sah ich etwas anders: erstens versuchten einige stewards, die vier demonstranten am laufen zu hindern, blieben aber erfolglos. komischerweise verfolgten die sicherheitsleute vor dem sektor aus dem die chaoten kamen, die protestierenden nicht. möglich, dass sie diese weisung haben. der israelische fan rannte nicht aus protest auf’s feld. er nutzte einfach die gunst der stunde und daraufhin stimmten auch die andern israelfans wieder ein «israel olé» an.

kurz darauf sind mehrere palästinensische flagen zu sehen. wie kamen die flaggen ins basler stadion? haben die sicherheitsleute geschlafen?

geschlafen nicht, aber sie waren äusserst lahm. meinen rucksack kontrollierten sie nur von aussen. allerdings hatte ich auch keine fahne dabei… 😉

die redaktionen bei sf drs bagatellisieren, die stadionleitung reagiert gar nicht. zeitungen berichten kaum über den vorfall. politisch können sie ja meinung der demonstranten teilen, doch ist es nicht eine frage des anstandes, sich von disen demonstranten zu distanzieren?

ich denke, in so einem fall ist es am besten, man schreibt wenig bis nichts. das hätte ich ja auch getan, wäre nicht dieser leserbrief in der nlz aufgetaucht. dass die zeitungen oder andere redaktionen die politische meinung der demonstranten teilen ist eine überinterpretation von frau weinstock.

ich als schweizerin habe mich bei den fans der israelischen mannschaft entschuldigt, und ich hoffe, es werden weitere personen meinem beispiel folgen.

ähm, bei den fans entschuldigt? es waren wohl etwa 500 leute im israelischen block. für diese chaoten brauche ich mich doch nicht zu entschuldigen, oder sollen nun alle schweizer für diese vier verantwortung übernehmen? ich stand direkt an der grenze, in einem sektor, der mit schweizerischen und israelischen fans gemischt war. die israelis um mich herum reagierten praktisch gar nicht auf den vorfall. im gegenteil: bald stimmten sie wieder ihr unwiderstehliches «israel olé» an. fantastische fans!


falsche bildunterschrift: boycott apartheid wird als «anti-israelisch» dargestellt.

zum schluss komme ich nicht umhin, auf den namen von frau weinstock einzugehen. das klingt doch sehr jüdisch. insofern ist es verständlich, dass man sich so sehr über zwei ziemlich harmlose plakate aufregt. ich finde es aber schade, dass viele juden das kleinste anzeichen von kritik nutzen, um lautstark gegen die «antisemiten» anzukämpfen. israel ist ein fantastisches land. bei meiner kurzen reise habe ich die bevölkerung als fortschrittlich und sympatisch kennengelernt. aber eines bleibt klar: kritik muss möglich sein.