amadildo – spass muss (wieder) sein

nach dem traurigsten abend dieser wm muss man sich ja irgendwie wieder aufraffen. obwohl, so richtig schön traurig sein hat ja auch was für sich. nein, fertig traurig, jetzt wollen wir wieder lustig sein! 😉

auf der seite von minmalsworld kann man seinen eigenen brasilianischen namen erfahren. bei mir war’s *amadildo,* was mir aus unerfindlichen gründen nicht so passte. doch mit einigen tricks gelang mir doch ein zufriedenstellendes resultat. voilà:

0:0 | 0:3 n.p. … es hat nicht gereicht

tja, was soll ich sagen. ich geb’s gleich zu, ganz trocken sind meine augen nicht. der sieg war in reichweite, doch nun ist wieder nach dem achtelfinale endstation. traurig, traurig.

die erste und zweite halbzeit waren nervenspiel pur. ich möchte dort keiner mannschaft das kompliment machen, sie sei die bessere gewesen. wirklich gut war in den ersten 90 minuten niemand. im schweizer team vermisste man die kreative seite total, hakan yakin konnte ebensowenig akzente setzen wie barnetta. magnin war noch der aktivste. degen wollte wieder einmal und konnte nicht. im allgemeinen hatte man das gefühl, unsere nati sei extrem nervös. praktisch kein pass gelangte ohne umwege an sein ziel.

dann die verlängerung. die ukrainer spielten von anfang an auf penaltyschiessen. eine komische taktik, wie ich finde, aber sie ging ja auf. die schweizer kamen auch in der zusatzzeit nicht zu wirklich tollen chancen. lustrinelli kam noch für frei, konnte aber auch nichts mehr an der desolaten lage ändern.

dann das penaltyschiessen. grosser jubel nach dem gehaltenen elfer von sheva. toll gemacht zubi. doch dann das elend. streller scheitert ähnlich wie es mir passieren würde: ungenau, unscharf, ungut. scheisse. barnetta hält volle kanne drauf, wird aber nicht belohnt, da der ball an die latte knallt. mist. dann versuchgte es auch noch cabanas erfolglos. es war schon ziemlich peinlich, wie schlecht die schweizer die penalties traten. derweilen trafen die ukrainer drei mal und durften ihren sieg feiern.

und übrigens: wenn jetzt noch jemand kommt und sagt, man müsse mit dem erreichen des achtelfinals zufrieden sein und was das doch für eine tolle leistung gewesen sei… dann müsste ich dem wohl oder übel eine überziehen. dabei bin ich doch pazifist. aber halt auch ein bisschen patriot. ich präzisiere: enttäuschter, trauriger patriot.

daten

WM-Arena Köln. – 45000 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Archundia (Mexiko). -Penaltyschiessen: Schewtschenko 0:0 (Zuberbühler hält), Streller 0:0 (Schowkoski hält); Milewski 0:1, Barnetta 0:1 (Latte); Rebrow 0:2, Cabanas 0:2 (Schowkowski hält); Gussew 0:3.

Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Djourou (34. Grichting), Müller, Magnin; Barnetta, Cabanas, Vogel, Wicky; Hakan Yakin (64. Streller); Frei (117. Lustrinelli).

Ukraine: Schowkowski; Gussew, Waschtschuk, Gusin, Nesmatschni; Tymostschuk; Worobey (94. Rebrow), Schelajew, Kalinitschenko (76. Rotan); Woronin (111. Milewski), Schewtschenko.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senderos (verletzt), Ukraine ohne Russol, Swiderski (beide gesperrt) und Tschigrinski (verletzt). 33. Djourou verletzt ausgeschieden (Leiste). 20. Lattenkopfball Schewtschenko. 23. Lattenschuss Frei. Verwarnung: 59. Barnetta (Foul).

schirifehlentscheid bringt italien ins viertelfinale

nachdem man schon mit grosser hilfe des schiris ghana bezwungen hat, schafft es italien nur mit der hilfe des «unparteiischen» ins viertelfinale. 6 sekunden vor ablauf der nachspielzeit stolpert verteidiger grosso im australischen strafraum über den australier neil. das war nie und nimmer ein penalty. eine schwalbe war’s. nichts anderes.

ich hoffe, die antifussballer aus dem südlichen nachbarland bringen’s nicht mehr weit.

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tagesanzeiger:

Italiens Aussenverteidiger Fabio Grosso brach auf der linken der Nachspielzeit schon. Er spielte am australischen Strafraum den Italo- Australier Mark Bresciano aus, dann warf sich ihm Blackburn- Verteidiger Lucas Neill in den Weg. Grosso nützte das Hindernis, um bei Neill einzuhängen. Es war ein gesuchter Penalty. Oder mit weniger Goodwill: Es war eine Schwalbe.

frankfurter allgemeine:

Fabio Grosso stolperte mit voller Absicht im Strafraum über seinen am Boden liegenden australischen Gegenspieler Lucas Neill. Und Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo aus Spanien zeigte in einer der folgenschwersten Fehlentscheidungen dieser WM auf den Elfmeterpunkt.

financial times deutschland:

nachdem Schiedsrichter Medina Cantalejo ein Foul von Lucas Neill an Fabio Grosso gesehen hatte. Neill hatte sich vor Grosso geworfen, dieser ließ sich dann fallen.

berliner morgenpost:

gab es in der 95. Minute dieses Geschenk: Fabio Grosso ließ sich beim Abwehrversuch von Lucas Neill geschickt im australischen Strafraum fallen. Schiedsrichter Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo (Spanien) erkannte auf Strafstoß.

wird krummenacher der neue tom lüthi?

und die frage ist berechtigt: wer ist krummenacher? randy krummenacher stammt aus grüt im kanton zürich, ist 16 und fährt die deutsche motorradmeisterschaft. dort führt er die tabelle nach zwei siegen an. nun hat er das glück, dass julian simon pech hatte. dieser verletzte sich und fällt für ca. 2 monate aus.

und mit der ktm hat krummenacher wohl gleich von beginn weg ein konkurrenzfähiges motorrad. good luck am sachsenring, randy!

die ukrainer packen wir!

nein, natürlich nicht alle ukrainer, sind ja auch ganz schön viele. fast 50 millionen gibt’s von denen. und *wir?* damit sind natürlich unsere wm-fussballer gemeint. helden möchte ich sie mal noch nicht nennen, zumindest nicht vor dem erreichen des halbfinals. ja, auch wir schweizer können überheblich sein, nicht bloss die deutschen.

aber nochmals zur ukraine. shevchenko und voronin, hallo? haben die nur zwei spieler? was ist mit dem rest? ganz unbegründet ist die unbekanntheit nicht. neben den beiden genannten spielen nur noch serhiy serebrennikov und oleh venglinsky im ausland. bei charleroi und aek athen nämlich. alle anderen spielen entweder in ukrainischen vereinen oder aber in russland. in der weltrangliste bewegen sie sich um den 40. platz, also noch hinter der schweiz. tatsächlich wird es also darum gehen, die beiden stürmer so gut wie möglich abzumelden. dazu gehört natürlich auch eine ausgedehnte störarbeit im mittelfeld. kriegen voronin und sheva keine bälle, schiessen sie auch keine tore. so einfach ist das.

doch halt, man sollte eines nicht vergessen: am ende gewinnt der, der ein tor mehr erzielt hat als der andere. wichtig wird also sein, dass alex frei im sturm nicht verhungert. wenn die bälle aus dem mittelfeld wirklich kommen und er auf die verstärkung von barnetta und yakin zählen kann, dann sollte ein sieg möglich sein. also los!

allez les rouges!!!

kartenspiel bei holland vs. portugal

hat jemand mitgezählt? 16 gelbe karten in einem spiel! valentin ivanov hat 4 spieler des feldes verwiesen. am schluss spielten also noch 9 gegen 9. immerhin konnten gio und deco einen netten schwatz in ruhe geniessen, währenddem die anderen akteure sechs minuten nachspielzeit herunterleiden mussten. unglaublich.

ach ja: fussball wurde auch noch gespielt. manchmal. dabei gewann portugal verdient mit 1:0 gegen die orangen. komisch, dass gerade die niederländer unter van basten das toreschiessen verlernt haben.

2:0!!! vorerst hat’s gereicht!

naja, eine glanzvorstellung war’s nicht. in der startphase musste man sich wirklich vor den südkoreanern fürchten, am ende der ersten halbzeit auch. doch dazwischen sah’s gar nicht schlecht aus, die schweizer erarbeiteten sich zahlreiche chancen. so konnte senderos in der 23. nach einem topfreistoss von yakin das 1:0 markieren. dass er dabei eine platzwunde riskierte war dem hühnen egal. so muss das sein, nur über den kampf und mit dem totalen siegeswillen kommt man im fussball weiter.

nach wiederanpfiff begann das zittern von neuem. doch die südkoreaner konnten die zeitweilige verwirrung im schweizer strafraum nicht wirklich nutzen. die asiatischen stürmer waren viel zu stumpf und so blieb die schweizer abwehr als einzige mannschaft auch nach abgeschlossener vorrunde ohne gegentor. zur sicherheit schoss alex frei noch das 2:0. ich jubelte nicht, denn sofort sah ich die fahne des assistenen ein offside anzeigen. der schiri bemerkte seinen irrtum: der ball war einem koreaner vom fuss gesprungen. so wurde margairaz querpass zu perfekten torvorlage für frei.

ein wort noch zum auch von mir viel gescholtenen goalie zuberbühler: er zeigte eine topleistung, genau, wie man das von einer jahrelangen nummer 1 erwarten muss.

nun geht’s weiter gegen die ukraine. die sind zu packen. allerdings braucht es natürlich wieder eine topleistung, sonst haut uns chelsea-sheva ein paar tore rein. man wird also wieder aus einer soliden abwehr heraus aufspielen müssen. zeitweilige aussetzer wie gegen südkorea kann man sich dann wohl nicht mehr leisten.

daten

Fifa-Stadion, Hannover – 44’652 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Elizondo. – Tore: 23. Senderos 1:0. 77. Frei 2:0.

Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Müller, Senderos (53. Djourou), Spycher; Barnetta, Cabanas, Vogel, Wicky (89. Behrami); Hakan Yakin (71. Margairaz); Frei.

Südkorea: Lee Won-Jae; Lee Young-Pyo (63. Ahn), Choi, Kim Jin- Kyu, Kim Dong-Jin; Kim Nam-Il, Lee Chun-Soo, Lee Ho; Park Ji-Sung, Cho Jae-Jin, Park Chu-Young (66. Seol).

Bemerkungen: Schweiz ohne Gygax (verletzt). 50. Länderspiel unter der Leitung von Köbi Kuhn, 25. WM-Spiel in der Geschichte des SFV. 64. Schuss von Frei an den Pfosten. Verwarnungen: 23. Park Chu- Young (Foul). 37. Kim Jin-Kyu (Foul). 43. Senderos (Foul). 69. Wicky (Foul). 80. Lee Chun-Soo (Foul). 82. Spycher (Foul). 90. Djourou (Foul).

hupen auf knopfdruck

nun, dass autos auf knopfdruck hupen ist ja an sich wirklich nichts neues. nur, bei diesem auto sitzt der knopf nicht nur am lenkrad. man kann auch einige meter entfernt im café sitzen und lässig mit dem schlüssel ‹rumspielen und dann aus versehen den roten knopf betätigen. andererseits hat das feature durchaus seine berechtigung, man denke nur an zum sprung ansetzende katzen oder fettfingrige zehnjährige… 😉

ach ja, um mirko etwas zu beschäftigen: von welchem auto rede ich hier?

was ich dann angezogen habe

sicher könnt Ihr euch erinnern, als ich gezwungen werden sollte ein komisch-türkises hemd anzuziehen. nun, dazu kam es glücklicherweise nicht. ich bin noch einmal mit dem schrecken beziehungsweise mit einem weissen hemd davongekommen. 😉

noch einmal ganz herzliche gratulation, frau und herr brunner! 🙂