
wohin er wohl unterwegs ist?

wohin er wohl unterwegs ist?

gestern gaben sich regula und markus in der kapelle auf der schwägalp da ja-wort. vielen dank für das tolle fest. für die zukunft wünsche ich euch noch einmal alles gute und hoffe, dass wir uns schon bald wieder sehen.
übrigens: unsere überraschung in form eines bentley arnage ist voll und ganz gelungen. 🙂 das brautpaar genoss die einstündige fahrt quer durch ihren geliebten kanton.

von wegen «thriller»…tss… selten habe ich einen so langweiligen film wiezodiac gesehen. dass er verdamt lange dauert ist dabei nur ein faktor. eine mordserie, die von drohbriefen des mörderst begleitet wird, soll aufgeklärt werden. der mörder nennt sich zodiac und benutzt bei seinen codierten schreiben einen gleichnamiges alphabet. ein karikaturist des san francisco chronicle ist besessen von der idee, den zodiac dingfest zu machen. immer neue theorien erweisen sich immer wieder als falsch. ob der täter tatsächlich noch frei herumläuft?

das grösste problem des films ist, dass er zu wenig aus seinen charakteren herausholt. fast schon erschreckend flach wirken die hauptfiguren. ihr antrieb ist trotz der filmlänge unklar. dass es so viele mögliche mörder und zugehörige szenarien gibt, macht die sache nur komplizierter, nicht aber spannender. um doch noch etwas nettes zu schreiben: technisch ist er einwandfrei gemacht und der wandel der zeit (ende 60er, anfangs 70er jahre) wird sehr schön dargestellt. für mich das highlight des films: der bau der bank of america wir im zeitraffer gezeigt. der rest ist echt zum totgähnen.
natürlich wissen wir noch längst nicht alles über die piraten der karibik, die es dieses mal nach singapur, an den rand der welt und darüber hinaus verschlägt. immer neue mythen werden beschworen und alles ist irgendwie ungeheuer wichtig. zunächst muss einmal jack sparrow, sorry, captain jack sparrow (johnny depp) aus dem jenseits zurückgeholt werden. warum das so wichtig ist, habe ich inzwischen vergessen. auf jeden fall brauchen sie die neun achtermünzen, die keine münzen sind, um den rat der piratenchefs einzuberufen. der ganze film ist eine einzige jagd nach irgendwelchen dingen.

man merkt es meiner dürftigen inhaltsbeschreibung an: besonders weltbewegend ist die story des filmes natürlich nicht. das braucht sie auch nicht zu sein. der zuschauer wird bestens unterhalten, auch wenn einige kampfszenen etwas gar in die länge gezogen werden. auch der dritte teil der piratengeschichte um den metrosexuellen captain macht durchaus spass, lässt am ende aber die möglichkeit für einen vierten teil offen… kein wunder bei einem solchen kassenschlager.
oder zu deutsch born to be wild – ist doch immer wieder lustig, wenn der deutsche titel englisch ist. hier macht es aber wahrscheinlich sinn, weil man mithog im deutschsprachigen raum nicht sehr viel anfangen kann. ein paar alternde hobby-biker machen sich auf, endlich ein abenteuer auf zwei rädern zu erleben. doch so abenteuerlich hatten sie es sich nicht vorgestellt: schon nach kurzer zeit verscherzen sie es sich mit der biker-gang, die man del fuegeos nennt. sie dürfen zwar weiterfahren, müssen aber eine harley zurücklassen. das ist aber selbst den vorstadt möchtegern-hells-angels zu viel. einer von ihnen fackelt hinterrücks die bar der del fuegos ab und holt sich die gestohlene harley zurück. von da an haben sie echte probleme mit der gang…

wild hogs ist ein wirklich lustiger film. für einmal mimt nicht tim allen den volldeppen, nein william h. macy übernimmt diesen job briliant vom heimwerkerking. daneben sind auch noch spassvogel martin lawrence und schmalzlocke john travolta mit von der partie. natürlich lebt der film von der enormen qualität seiner schauspieler. die geschichte ist zwar vorhersehbar, doch das soll uns bei einer komödie nicht weiter stören. sie soll gut unterhalten und das tut sie perfekt. absolut empfehlenswert.
p.s. die bikes sind natürlich auch ziemlich cool, auch wenn sie teilweise riesige blinker tragen…

endlch hat die band eine website, die ihr gerecht wird. ich find› sie mega stylish. sehr passend zu den hunk boys von must have been tokyo halt. 😉
programmiert wrude das ganze übrigens von version1
nun sind auch die bilder online, die erst am pfingstmontagabend im schweizerhof entstanden. das video von der choreo wurde innerhalb eines einzigen tages schon 450 mal angesehen. hier noch einmal alle links:
[bilder vom cupfinal 2007 (part one)|http://amade.watashi.ch/gallery/?gallery_id=501]
[bilder vom cupfinal 2007 (part two)|http://amade.watashi.ch/gallery/?gallery_id=500]
bilder vom abend nach dem cupfinal 2007
video von der choreo
immer wieder hört und liest man, wie toll doch die basler fans seien. klar, als basel jeweils meister wurde hatten sie ihren st.jakobspark gut gefüllt. inzwischen ist längst ernüchterung eingekehrt. spielt man in basel nicht zuvorderst mit, herrscht im stadion zwar nicht gähnende leere, doch von ausverkauftem haus ist man weit entfernt. die basler scheinen ein sehr kritisches und erfolgsverwöhntes publikum zu sein. das hat man auch in diesem cupfinal gemerkt.
es fing bereits bei der anfangschoreo an: während man sich in luzern grosse mühe gab, ein fantastisches auftreten der fans zu zelebrieren, zündeten die basler ein paar rote petarden und warfen farbige bändel. nicht gerade finalwürdig. doch zunächst noch ein paar worte zur fcl-choreo. die macher von den usl scheinen eine ganze weile daran gearbeitet zu haben. auf der unteren fahne, die den ganzen fansektor auf dem parkett abdeckte konnte man die luzerner museggmauer sehen. darunter war zu lesen
die mauer steht zum kampf bereit – holt den sieg für die ewigkeit! über allem strahlte eine stilisierte sonne, umgeben von blauen und weissen streifen, was man mit einzelnen a2-papierstücken darstellte. wie das ganze aussah, kann man auf diesem kleinen youtube-video, welches von corinne aufgenommen wurde, recht gut sehen.
doch nicht nur optisch, auch akustisch waren die luzerner stärker. da ich mich je eine halbzeit vor dem basler sektor und eine vor dem luzerner aufhielt, kann ich das recht gut beurteilen. während die rotblauen sich immer wieder längere pausen gönnten, schaffte man bei den blauweissen fans fast 90 minuten dauersupport. dazu kam, dass die fcb-anhänger vor allem eine message bis zum umfallen von sich gaben: fussballmafia – sfv schrien sie, weil sie sich noch immer nicht mit dem 2. platz in der meisterschaft abgefunden haben am lautesten. auf luzerner seite war viel mehr varianz hörbar, vom althergebrachten ho-ho-hopp lozärn bis zu den neuesten gesängen wurde alles geboten. und zwar lautstark.
kurz vor schluss, als der luzerner siegestreffer irgendwie in der luft lag, standen alle luzerner supporter auf. auch jene, die 100 und mehr franken für ihr ticket hingeblättert hatten. sehr imposant. naja, geholfen hat’s natürlich nichts. aber eines ist nach diesem cupfinal klar: die fans des fc luzern sind fantastisch, jene des fc basel überbewertet. ersteres erwähnte übrigens auch walter stierli in seiner ansprache im luzerner hotel schweizerhof.
ach ja: während der schweizer hymne sangen die basler irgend ein dämliches lied. sind wahrscheinlich dieselben leute, die sich über ausländische fans ärgern, die bei der schweizer hymne pfeifen….
eins vorneweg: gratulation an den cupsieger 2007, den fc basel.
nachdem der fc luzern beide zürcher clubs aus dem cup geworfen hatte, stand ihm nun die finale prüfung bevor. dervize meister stand im berner stade de suisse bereit, um doch noch einen titel zu holen. von beginn weg merkte man, wie sehr sich die basler diesen cupsieg herbeisehnten. doch die luzerner hintermannschaft erwies sich als überraschend hartnäckig. und falls doch ein schuss auf das tor der blauweissen kam, stand dort der beste hüter der liga bereit. david zibung fischte alles, was irgendwie haltbar war aus der luft. während die basler offensiv powerten, war der luzerner sturm kaum mehr als ein laues lüftchen. jean-michel tchouga rackerte wie immer, doch das änderte nichts daran, dass franco costanzo einen geruhsamen nachmittag verbrachte. gegen ende der ersten häfte schienen die basler doch noch irgendwie den pausenschock für die luzerner herbeiführen zu wollen. abermals erhöhten sie den druck. erfolglos. das pausenresultat lautete trotz drückender überlegenheit für die basler 0:0.
dann kamen endlich die luzerner. wie verwandelt entstiegen sie den katakomben des stade de suisse. auch die luzerner zuschauer merkten, in hälfte nummer zwei wird der cupsieg doch noch möglich. die basler hätten beinahe für einen grossen teil der zweiten halbzeit auf einen ihrer spieler verzichten müssen. als tchouga nämlich auf den strafraum zu lief, rammte ihm smiljanic mit voller absicht (ich hatte freie sicht auf diese aktion) den ellbogen ins gesicht. eine klare tätlichkeit, die nur eine strafe kennt: die rote karte. stattdessen gab’s freistoss für basel. warum auch immer. in der folge wollte sich jean-michel tchouga revanchieren. allerdings nicht mit gewalt, nein, der kameruner zeigte ein tolles solo und spielte etwa 5 baslern knoten in die beine. auf beiden seiten agierte man nun aggressiver. bei basel entluden sich besonders viele aggressionen in form von reto zannis beschimpfungen. das alles änderte allerdings nichts daran, dass der fcl keinen zählbaren schuss auf das gegnerische tor abgeben konnte. der angeschlagene mauro lustrinelli sollte das ändern, weshalb er paquito ersetzte, der ein anständiges spiel gezeigt hatte. michael diethelm wurde wegen gelb-rot gefahr ebenfalls vom platz genommen und durch christophe lambert ersetzt.
tatsächlich hätte lustrinelli zum cupfinal-matchwinner für die blauweissen werden können. reto zanni spielte ihn mit einem unmotivierten rückpass wunderbar an, doch der tessiner scheiterte am reaktionsschnellen basler hüter. gegen ende der partie verstummten die basler anhänger zunehmends, während es bei den aufsteigerjungs von 2006 immer lauter wurde. man spürte, dass man goliath ein bein stellen konnte. doch als alle bereits an eine verlängerung glaubten, spielte lustrinelli einen rückpass, der im endeffekt bei chipperfield landete. dieser versuchte an goalie zibung vorbeizugehen, legte sich den ball aber zu weit vor und stürzte sehenswert. selbst bei beim schweizer fernsehen benötigte man drei verschiedene wiederholungen, um zu sehen, dass zibung den australier tatsächlich berührt hat. die strafe war hart: rot für zibung, penalty für basel. zukaj, der ersatztorhüter wurde für fabian lustenberger eingewechselt, um vielleicht doch noch ein wunder von bern zu schaffen. es blieb bei der hoffnung, zukaj ahnte die ecke, doch majstorovics schuss war zu scharf und zu präzise. der fc basel wurde cupsieger 2007.
nach der grossen enttäuschung folgte die langsame ernüchterung. das team um ciriaco sforza hat grosses geleistet. der ligaerhalt wurde geschafft und im cup hat man nicht nur die beiden zürcher clubs, den fastaufsteiger kriens und schaffhausen eliminiert. nein, man war auch über 90 minuten lang ein ebenbürtiger gegner für ein team, das über ein vier mal so hohes budget verfügt.
daten
Basel – Luzern 1:0 (0:0)
Stade de Suisse, Bern. – 30 000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Petignat. – Tor: 93. Majstorovic (Foulpenalty) 1:0.
Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Nakata; Ba; Rakitic (75. Sterjovski), Ergic, Chipperfield, Caicedo; Derdiyok (58. Petric).
Luzern: Zibung (91. Zukaj); Diethelm (72. Lambert), Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi; Paquito (72. Lustrinelli), Bader, Fabian Lustenberger (91. Zukaj), Makanaki; Tchouga.
Bemerkungen: Basel komplett. Luzern ohne Seoane (verletzt). Platzverweis: 91. Zibung (Notbremse). Verwarnungen: 34. Diethelm (Foul), 74. Majstorovic (Foul).
[quelle: tagesanzeiger]