endlich vorbei: wahlkampf 2007

er war eine für schweizer verhältnisse hässliche angelegenheit, der wahlkampf 2007. mit rassistischen plakaten und harten bandagen wurde um die wählergunst gebuhlt. nun haben all die flyer, all die podiumsdiskussionen, all die wahlarenen und all die heuchlerischen interviews ein ende. die würfel sind gefallen, oder besser die wahlcouverts. für das nächste mal wünsche ich mir – wohl vergebens – einen wahlkampf, in welchem es wirklich um themen geht.

zum ersten mal habe ich vor dieser wahl die dienste von smartvote.ch genutzt. die wahlempfehlung fiel mit den [secondos+|http://www.secondos-plus.ch auf eine partei, die sich nicht vom geschreie anderer parteien anstecken liess. ob ich sie auch tatsächlich gewählt habe… lass ich mal offen. 😉

seltsam: anti-magersucht-kampagne verboten

also ich versteh› das nicht. da setzt oliviero toscani seine schockierenden bilder endlich mal für einen guten zweck ein, und dann wird die kampagne verboten? isabelle caro, das model auf dem plakat, leidet seit mittlerweile 15 jahren an magersucht und wiegt gerade noch 31 kg. die schockierdende kampagne zum kampf gegen die magersucht wurde vom italienischen gesundheitsministerium unterstützt.

nun hat die behörde zur kontrolle von werbung (institut giurì)der kampagne den riegel geschoben. extrem seltsam ist die begründung: «das bild ist schockierend, vor allem für kranke. die frau wird zu kommerziellen zwecken instrumentalisiert». das sagte der präsident der behörde, giorgio floridia. natürlich ist das bild schockierend, das ist ja gerade der witz daran. ausserdem sieht das gremium die würde des menschen durch die plakate beeinträchtigt.

ich meine, die frau hat sich ja freiwillig für die fotos zur verfügung gestellt, gerade weil damit ein schockeffekt ausgelöst werden kann. mögen es die italiener nicht, auch mit unschönen dingen konfrontiert zu werden? soll immer alles friede, freude, eierkuchen sein? und überhaupt: wenn ich mir so die italienischen tv-stationen ansehe. da gibt es einige moderatorinnen, die wesentlich mehr «instrumentalisiert» werden… aber wahrscheinlich ist die instrumentalisierung von frauen nur solange kein problem, wie diese blond sind und grosse brüste in die kameras schwenken.

interessanter artikel über isabell caro auf nzz-online
[laut n24 war die kampange schlecht für das geschäft (z.b. gastronomie)|http://www.n24.de/lifestyle/style/article.php?articleId=160165&teaserId=164937]

coca cola with orange

coca cola with orange klingt so weird wie die flasche ausschaut. von spezi kennt man den mix von cola und orange schon seit langem. auch pepsi hat so ein getränk im sortiment, das allseits beliebte schwip schwap übernimmt diesen part. die coca cola company hat dem nichts entgegenzusetzen. oder hatte. in england gab’s die orange flasche als limited edition zu kaufen.

der geschmack war gar nicht schlecht. im gegenteil, ich könnte mich daran gewöhnen. vor allem in der nase spürte man das starke orange-aroma. im mund war der typische cola-geschmack vorherrschend. die farbe des getränks an sich blieb, wie auf dem bild gut zu sehen, ganz coca cola-like. gut möglich, dass coca cola with orange auch hierzulande mal als limited edition zu haben sein wird.

death at a funeral

death at a funeral ist eine klassische klamauk-komödie, wie ich sie von deutschen 70er-jahre-filmen kenne. der anlass ist hier eine beerdigung, die im landhaus des verstorbenen stattfinden soll. es geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. typischerweise für das filmgenre fällt beispielsweise die leiche aus dem aufgebahrten sag, haha, wie lustig. immerhin ist die zweite hälfte etwas komischer. als auf einmal ein neuer erbe auftaucht, überschlagen sich die geschehenisse. ein beerdigungsgast, der aufgrund eines missverständnisses psychedelische drogen geschluckt hat, will sich vom dach stürzen. und am schluss ist natürlich trotzdem alles irgendwie gut.

frank oz› film soll eine typisch britische, schwarze komödie sein. naja. so richtig lachen konnte ich nur sehr selten. die meisten gags sind dermassen vorhersehbar und einfach unlustig, dass ich mich schon in einer deutschen billigproduktion wähnte.

kurt imhof und die svp

in einem (natürlich viel zu) langen artikel, den das magazin grosszügig essay nennt, referiert soziologie- und publizistikprofessor kurt imhof zur bürgerlichkeit der svp. kurz: sie ist es nicht. vielleicht sogar das gegenteil. und dann findet sich da noch eine besonders süffige passage:

[…] patriotische gefühle kann man sich bei der svp holen – allerdings nur in kombination mit einem antibürgerlichen antietatismus, einer antihumanistischen asylpolitik, einer antivölkerrechtspolitik, einer antisozialreformpolitik, einer politik der steuerungerechtigkeit, einer antikulturpolitik freysingerischen zuschnitts, einem der bürgerlichen kultur konträren personenkult, einer im kalten krieg stecken gebliebenen landesverteidigungspolitik und einem antiliberalen kampf gegen eine «classe politique», der man seit 1928 angehört. zudem hat der patriotismus der svp keinerlei zukunftsorientierung: er bezieht seine kraft nur aus der tatsache, dass es kein anderes projekt schweiz gibt. der svp-patriotismus ist ausschliesslich negativ geladen, dient also den antis dieser partei als metaphysischer gral. die parteiführung der svp hat der svp den bürgerlichen inhalt genommen, besteht aber erfolgreich auf der bürgerlichen verpackung. ihre mitglieder empfinden sich als die einzig wahren bürgerlichen. […]

[quelle: das magazin, 42/2007: 47]

sehr geschickt ist der zeitpunkt, der für die veröffentlichung dieses essays gewählt wurde. einerseits lässt das magazin eindeutig durchschimmern, wo es politisch steht. andererseits besteht durch den unmittelbar bevorstehenden wahltermin nicht die gefahr, dass es dafür allzu grosse prügel geben wird. nice.

vor dem grossen finale – wer wird formel-1-weltmeister 2007?

eine formel-1-saison, so spannend wie selten zuvor liegt hinter uns. vor uns nur noch ein einziges rennen, der grosse preis von brasilien in interlagos. «dank» hamiltons ausrutscher in shanghai haben nun noch immer drei piloten die möglichkeit, formel-1-weltmeister 2007 zu werden. lewis hamilton hat die besten chancen, gefolgt vom doppelweltmeister fernando alonso. kimi räikkönen lauert auf fehler der mclaren-fahrer. am sonntag um 18:00 unserer zeit startet der krimi um den titel. es ist übrigens 19 jahre her, seitdem drei fahrer im letzten rennen noch um den titel gekämpft haben. damals wurde alain prost weltmeister, vor nigel mansell und nelson piquet.

das szenario:
1. hamilton gewinnt oder wird zweiter: champion hamilton.
2. hamilton wird dritter oder schlechter: champion alonso
3. hamilton verliert 7 punkte, alonso 3 punkte auf räikkönen: champion räikkönen.

rechts kann getippt werden.

caparo t1

sorry guys, schon wieder ein youtube-filmchen. und schon wieder von einem auto. 🙂 aber das kann ich nicht ungepostet lassen. das team von fifth gear fährt die extremste fahrmaschine ever: den caparo t1. ein auto, das tatsächlich auch die fahrerlaubnis für die öffentliche strasse hätte. hätte, weil das ding so verdammt unbequem und einfach extrem ist. wie extrem? naja, der 1,5-sitzer beschleunigt in unter 2,8 sekunden auf tempo 100. noch fragen? in meinen augen ist der caparo steinhässlich, aber fahren möchte ich natürlich trotzdem gerne mal damit…

r8 – the slowest car audi ever built

ohne ein wort über die performance des autos zu sagen, ohne es fahren zu sehen und auch ohne es hören zu können ist audi ein wie ich finde fantastischer werbespot für den sportwagen r8 gelungen.

oje oje… die schweiz taucht gegen die usa

mein gott, so wird das gar nichts mit der euro 2008. die usa hätten ruhig auch 2:0 gewinnen können. schliesslich hat der schiedsrichter einen klaren elfmeter für die gäste nicht gepfiffen. das beste war aber das interview mit köbi kuhn: noch ruhiger müsse man spielen. noch ruhiger? dann pennen die rotweissen jungs ja noch auf dem spielfeld ein. es gibt viele dinge, die das spiel der schweizer nati nötig hätte, mehr ruhe gehört definitiv nicht dazu. vielmehr mangelt es an power, an schnelligkeit und an kreativität. weiter verstehe ich nicht, wie man gegen ein team wie die usa mit einem ein-mann-sturm antreten kann. sowohl marco streller als auch blaise nkufo waren als stürmer völlig wirkungslos, obwohl sie viel arbeiteten.

naja, immerhin haben wir nicht zuhause 3:0 gegen die tschechen verloren. (der musste noch sein) 😉

endlich: erste bilder vom nissan gt-r

unter autofans wurden sie sehnlichst erwartet, die ersten bilder vom neuen nissan gt-r. er ist der erbe des legendären nissan skyline gtr. der zweitürer ist wohl das schärfste gefährt, dass aus japan kommt. und nun ist endlich auch eine rechtsgelenkte version im fahrplan. kein wunder: wunschgegner ist kein geringerer als der porsche 911 turbo.

die technischen daten des nissan gt-r könenn sich sehen lassen: aus einem 3,8 liter v6 mit zwei turbos holen die japaner 473 ps (porsche turbo 480). 590 nm drehmoment lassen aufhorchen (620 nm). wie sein konkurrent aus stuttgart soll der gt-r in unter vier sekunden auf 100 km/h sprinten. fast schon selbstverständlich, das er ebenso auf permanenten allradantrieb vertraut. in den usa soll er für 80’000 usd auf den markt kommen. gegenüber dem porsche kann nissan aber noch ein killerargument ins feld führen: der skyline-nachfolger verfügt über ein sechsgang-doppelkupplungsgetriebe. die höchstgeschwindigkeit wird mit 310 km/h angegeben, genau gleich schnell wie der porsche also.

das design ist typisch japanisch. es kommt ohne effekthascherei aus. leider war ein fester heckflügel scheinbar unverzichtbar. ansonsten ist der gt-r schlicht aber dennoch sehr aggressiv gezeichnet. am besten gefällt mir die heckansicht.