schlechte werbung: schweizer familie

vor ein paar minuten hat mich so ein nerviger zeitschriftenaboheini (zsah) angerufen. ob ich dieschweizerfamilie kenne war seine erste frage. natürlich, und ich hätte ja vor ein paar tagen auch ein gratisexemplar zugeschickt bekommen. kaum darauf eingehend laberte mich der zsah mit dem üblichen müll zu. keine verpflichtung, kein abo, supergünstiges angebot. wir kennen das ja alle zur genüge. als ich ihn endlich unterbrechen konnte, sagte ich ihm, dass ich früher ein facts-abo hatte, dochfacts gebe es inzwischen ja nicht mehr. etwas verdutzt stammelte der zsah «was? facts, gibt es nicht mehr? ahh… uiuiui… liebe tamedia, ein update euer zsahs täte wohl gut. über grundlegende dinge wie eingestellte medien des eigenen konzerns sollten diese doch schon ein bisschen bescheid wissen.

so ist das einfach nur schlechte werbung für ein für mich sowieso unpassendes produkt.

ju-52 x 4

dieses mal hab› ich sie auch gesehen. jackbrown hat die vier ultraschnellen flieger vor kurzem gesichtet. es scheint sich tatsächlich um 4 junkers ju-52 zu handeln. frage mich nur, was die die ganze zeit über luzern rumschwirren.

führt auch new york city roadpricing ein?

singapur, stockholm und oslo haben es. london ist schon fast berühmt dafür. roadpricing. in englands hauptstadt zahlt man aktuell 8 englische pfund (16 chf), um die zone mit dem weissen c auf rotem grund zu entern. congestion charge heisst die von bürgermeister ken livingstone 2003 eingeführte gebühr. und funktioniert die geschichte? ja und nein. zu beginn war die wirkung enorm, der verkehr floss wieder in einem annehmbaren tempo, die fahrten durch die innenstadt londons wurdern merklich weniger. in zahlen heisst das: 15% weniger verkehr, 25% weniger stau. das bus-angebot konnte verbessert werden und ganz nebenbei nahm london etwa 70 millionen pfund sterling ein. da die bewohner der maut-zone nur 10% der congestion charge zu bezahlen brauchen, wirkte sich die erweiterung der zone fatal aus. chelsea und kensington (wo im gegensatz zu dem geschäftsbezirk der city sehr viele leute wohnen) kamen dazu und so nahm das durchschnittstempo ab, staus häuften sich.


congestion charge zone [grafik: tagesanzeiger]

nun hat livingstone einen neuen plan. er sagt suv und anderen spritschluckern den kampf an. das fahren durch die maut-zone mit diesen fahrzeugen soll 25 pfund (also über 50 chf) kosten, selbst wenn man innerhalb der zone wohnt. auf der anderen seite sollen anreize für emmissionsarme autos geschafft werden, die congestion charge entfällt für sie ganz. in meinen augen ist eine verschärfung selbst in dieser härte durchaus sinnvoll. livingstones problem ist nur: diese massnahmen sollen ab oktober greifen, seine wiederahl steht aber bereits im mai an…

wie sieht das ganze nun in nyc aus? bürgermeister bloomberg möchte von der 60th street an südlich gehend eine maut-zone errichten. der dereinst zu bezahlende betrag wird aktuell mit 8 usd beziffert, was weit unter dem einführungstarif von london (5 pfund sterling) liegt. lkws sollen 21 usd bezahlen müssen. die argumente in new york sind natürlich dieselben. der verkehr soll abnehmen bzw. sich beschleunigen, die luft soll sauberer werde und mehr leute sollen die öffentlichen verkehrsmittel benutzen. auch die karte der in nyc wohnenenden kinder wird gespielt. so sagt frau quinn (sprecherin des bürgermeisters):

«We’re sick and tired of the children who live in our city literally having to fight to be able to breathe, and that we see congestion pricing as a solution to this problem.»

im city council ging der vorschlag mit einer aussgerwöhnlich knappen mehrheit von 30 gegen 20 stimmen (bei einer absenz) durch. die bestätigung dieses beschlusses lässt aber vorerst noch auf sich warten. dazu muss erwähnt werden, dass es auch in new york abgabefreie strassen zur durchquerung der zone geben würde. behinderte und taxis wären ganz von der maut ausgenommen.

und was ist mit der schweiz? wie immer brauchen wir offensichtlich etwas länger. bis herbst diesen jahres soll ein bundesgesetz vorliegen, dass auf zehn jahre befristet wäre. dieses gesetz muss allerdings zunächst die vernehmlassung und die parlamentsdebatte, später allenfalls sogar ein referendum überstehen. bestenfalls ist in drei jahren damit zu rechnen. dann könnten sich städte gesuche für pilotprojekte einreichen. wer in zürich mit dem auto unterwegs ist, weiss: diese stadt wäre wie gemacht für eine solche massnahme. natürlich sieht das der tcs anders, die modelle von london oder stockholm liessen sich nicht einfach so auf zürich übertragen. warum denn nicht? ich würde die (virtuellen) barrieren mal vor zürich alstetten und zürich brunau, aber auch vor dem seefeld und vor schwammendingen errichten. ein problem stellt natürlich die westtangente dar, die momentan viele fahrer zwingt, mitten durch die stadt zu fahren, obwohl sie eigentlich gar nicht rein wollen. auch das könnte aber leicht mit einer tiefen «durchfahrtsgebühr» geregelt werden.

quellen:
tagesanzeiger 9-3-2008 s.12
new york times 1-4-2008

die fahrergehälter in der formel 1

vor ein paar tagen zeigte die liste der wohnorte, dass die formel 1 piloten die schweiz lieben. obwohl ich glaube, dass die fahrer nicht nur aus steuerlichen gründen in die schweiz kommen, ist bei gehältern jenseits der millionengrenze das einsparungspotential natürlich riesig. wer verdient wohl am meisten? logisch, der weltmeister kimi räikkönen. nein, eben nicht. der vizemeister vom letzten jahr – lewis hamilton – findet sich sogar erst im vorderen mittelfeld.

die gehälter in millionen usd:
1,0 adrian sutil
1,0 saturo nakajima
1,5 anthony davidson
1,5 sebastian vettel
1,5 nelsinho piquet
2,0 sebastien bourdais
2,0 timo glock
2,0 robert kubica
2,5 takuma sato
2,5 heikki kovalainen
3,0 giancarlo fisichella
5,0 nico rosberg
5,0 david coulthard
5,0 lewis hamilton
6,5 jarno trulli
7,5 mark webber
9,0 rubens barrichello
11,0 nick heidfeld
12,0 felipe massa
16,0 jenson button
22,0 kimi räikkönen
28,0 fernando alonso
[quelle: auto motor und sport 7/2008]

tja, wer hätte das gedacht. man muss dazu sagen, dass allfällige prämien für punkte oder siege noch nicht dabei sind. es handelt sich hier um die «basisgehälter». hamilton verdient also weniger als ein viertel von räikkönens lohn. und fernando alonso ist der am besten bezahlte fahrer, der dafür in einem relativ langsamen auto sitzt…

patrick foletti zum grasshoppers club?

heute gibt es gleich mehrere meldungen, die man eigentlich eher als gelungenen aprilscherz bzeichnen möchte. da aber sowohl auf der gc-page wie auch auf der fcl-seite steht, dass goalietrainer patrick foletti zu den zürchern wechselt, wird wohl was dran sein. schade. mach’s gut, fox!

marcel ospel tritt zurück

ähm, welcher tag ist heute?

entweder spannen tagi und nzz beim aprilscherz zusammen und die agenturen machen auch noch mit… oder aber… marcel ospel tritt tatsächlich zurück.

wasserstoffkraftwerk für jedermann

Wir sind dabei, eine kleines Gerät zu entwickeln, damit jeder zu vernünftigen Kosten selber Wasserstoff produzieren kann. Jedes Haus in der Schweiz könnte ein solches Gerät auf dem Dach haben.
nicolas hayek in der nzz vom 30-3-2008
link]

max mosley vor dem rücktritt?

der präsident des internationalen automobilverbandes (fia) steht wohl vor dem rücktritt. die englische «zeitung» news of the world scheint ein video vom engländer zu haben, in welchem er mit prostituierten irgendwelche nazirollenspiele spielt.

videoausschnitte gibt’s momentan noch hier

fc luzern – fc basel 1:0

der millionenschweren söldnertruppe aus basel stand der schrecken ins gesicht geschrieben. der fc luzern hatte dem meisteraspiranten keine einzige grosse torchance erlaubt und ihn zeitweise an die wand gespielt. peinlich, peinlich, wie die offensiv so stark besetzte mannschaft christian gross› auf der allmend auftrat. bei einem abstiegskandidaten wie luzern könnte man vom vizemeister erwarten, dass er versucht das spiel zu machen. doch basel wählte eine abwartende taktik, was sich als fatal erwies.

es war ein spiel, welches über den kampf enschieden wurde. und der fcl kämpfte mit einem gewaltigen siegeswillen. man spürte, dass dieses team noch eine rechnung mit dem gast aus basel offen hat. schliesslich wurde man vor einer woche (mindestens) eines punktes beraubt. in der ersten hälfte hatte davide chiumiento zwei gute weitschussmöglichkeiten. daneben tauchte burim kukeli mehrmals in guter abschlussposition auf. dann traute sich der youngster jeweils aber nicht, selbst aufs tor zu schiessen. der von schötz geholte offensivspieler muss in zukunft mutiger agieren, will er weiterhin von anfang an spielen. und was ist mit basel? der fcb hatte sich in der ersten hälfte gar keine zwingende torchance erabeiten können.

auch nach der pause schien der gast vom rheinknie auf seine möglichkeit zu warten. irgendwann würden die blauweissen einen fehler machen, den man dann eiskalt zur führung ausnutzen könnte. doch soweit kam es eben nicht. es war claudio lustenberger, der zuletzt mehrere schwache partien zu verdauen gehabt hatte, der mit einem beherzten antritt und einer phänomenalen flanke mauro lustrinelli im zentrum fand. mauro lustrigoal lustrinelli zögerte keinen augenblick, stand endlich mal nicht im abseits, profitierte von marques fehlerhaftem stellungsspiel und schoss aus vollem lauf einen wahren hammer in die maschen. costanzo hatte nicht den hauch einer chance. nun versuchten die basler doch noch so etwas wie druck zu erzeugen, scheiterten aber im abschluss kläglichst, wenn sie dann überhaupt dazu kamen. der fc luzern verwaltete den vorsprung nicht nur souverän, nein, er suchte gar die entscheidung zum 2:0. das gelang zwar nicht, trotzdem kam man zu einem ungefährdeten sieg vor über 11’500 zuschauern. auch diese zahl erstaunlich, für den zweitletzten der tabelle.

daten

Luzern – Basel 1:0 (0:0)

Allmend. – 11 623 Zuschauer. – SR Grossen. – Tor: 62. Lustrinelli 1:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Diarra, Claudio Lustenberger; El Idrissi (78. Bader), Seoane, Bättig (67. Wiss), Kukeli (78. Shi Jun); Chiumiento; Lustrinelli.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Marque (76. Frei), Nakata; Ba; Carlitos, Huggel, Eduardo (84. Lokvenc), Stocker (76. Perovic); Derdiyok.

Bemerkungen: Luzern ohne Tchouga (verletzt), Basel ohne Chipperfield, David Degen, Streller und Cabral (alle verletzt) sowie Ergic (krank). Verwarnungen: 24. Stocker (Foul). 79. Zanni (Foul).