luzern siegt! basel leidet


lustrinelli versenkt eine perfekte lustenberger-flanke mit einer sensationellen direktabnahme aus vollem lauf.

zibung und diarra feiern den schon lange fälligen sieg gegen die schwachen basler.

warum dj bobo live ansehen?

ich kam durch nicht näher auszuführende umstände in die lage, dass ich tickets für die dj bobo tour zu vergünstigten konditionen auftreiben konnte. und um es gleich vorwegzunehmen: nein, ich werde mir das nicht ansehen. ich finde die music schlicht furchtbar.

die meisten, die tickets erstanden, sehen sich normalerweise keine konzerte an und sind, sagen wir, eher fortgeschrittenen alters. darauf angesprochen, weshalb man sich denn die bobo-show antue meinten die meisten, dass sie die music gar nicht so mochten. aha. das sind natürlich perfekte voraussetzungen, sich das ganze dann live anzuhören. zwei stunden lang klänge, die man gar nicht mag und dann auch noch in einer abartigen lautstärke. es gehe eben um die show, die sei nämlich schon sehr toll. aha. die show also. das ist dann in etwa so, wenn ich wegen der lasershow vor dem film ins maxx ins kino gehe. richtig?

ich behaupte, der hauptgrund für bobos erfolg liegt woanders. bei ihm nämlich. er ist einfach ein so verdammt netter kerl. der aargauer, der früher in st.erhard wohnte ist überhaupt nicht abgehoben, stets bescheiden, immer freundlich, für jede gute sache zu haben. typisch schweizerisch eben. das gefällt vielen leuten so sehr, dass sie das gefühl kriegen, dem rené das mit dem kauf einer eintrittskarte vergelten zu müssen.

oder warum seht ihr euch dievampiresalivetour2008 an?

michael clayton

michael clayton (george clooney) hat den auftrag arthur edens (tom wilkinson) wieder auf die richtige bahn zu bringen. bei arthur handelt es sich um einen staranwalt, der einen chemiekonzern vertreten soll. als er begreift, dass der umstrittene dünger tatsächlich massivst schädlich für den menschen ist, dreht er scheinbar durch. er droht zum sicherheitsrisiko für die grosse kanzlei zu werden. und natürlich ist auch der mandant alles andere als glücklich mit dem wirren arthur. noch schwierger wird die lage, als er in intensiven kontakt mit den klägern tritt. als arthur plötzlich selbstmord begeht, scheint das problem gelöst…

ein sehr spezieller film, diesermichael /clayton./ manche mögen die langsamkeit als langweile wahrnehmen. ich finde: hier wurden die figuren zu beginn behutsam eingeführt, um die geschichte für den zuschauer besser erlebbar zu machen. tatsächlich ist der zweite teil hochspannend, au wenn das ende etwas überstürzt daher kommt. das thema hat nicht zuletzt auch eine politische relevanz, deren tragweite sich mit zunehmender dauer des filmes mehr und mehr erschliesst.

als leiterin der rechtsabteilung des chemiekonzerns ist tilda swinton sehr überzeugend. clooney als ausputzer clayton sowieso.

die piloten der formel 1 lieben die schweiz

dass m.s. in der schweiz wohnt, ist nun wirklich kein geheimnis mehr. was weniger bekannt ist: auch die aktuellen formel 1 fahrer bevorzugen die schweiz als wohnort. das hat natürlich steuertechnische gründe. aber wohl nicht nur. ich denke, wenn es nur ums steuern sparen ginge, wären andere staaten oder stadtstaaten noch attraktiver. tatsächlich wohnen 9 fahrer in der schweiz.

fernando alonso – mont-sur-rolle
kimi räikkönen – wollerau
nick heidfeld – stäfa
jarno trulli – pontresina
lewis hamilton – genf
heikki kovalainen – coppet
sebastien borudais – genf
sebastian vettel – walchwil
adrian sutil – oensingen

natürlich ist auch das formel 1 mekka weiterhin beliebt. in monaco wohnen die folgenden piloten:

jenson button
felipe massa
rubens barrichello
david coulthard
nico rosberg
robet kubica
takuma sato

etwas praktischer orientiert sind wohl jene piloten, die ihn england wohnen. für sie zählt vor allem die nähe zu den fabriken ihrer teams:

mark webber (aylestory)
nelsinho piquet (oxford)
anthony davidson (northhampton)
kazuki nakajima (oxford)

und dann gibt es noch sage und schreibe zwei piloten, die in der jeweiligen heimat wohnen. so wohnt timo glock in köln und giancarlo fisichella in rom. allerdings hat glock den vorteil, dass auch sein arbeitgeber (toyota) in köln beheimatet ist.

[quelle: auto motor und sport 7/2008]

kritik an köbi kuhn

also ich weiss nicht, momentan scheint köbi-bashing so richtig in mode zu sein. ich selbst war noch nie ein freund seiner arbeit und habe das hier auch schon x-mal kund getan. ich sehe nicht, was für erfolge er mit der nati vorweisen kann. was man ihm als einzigen punkt anrechnen muss, ist sein talent ein kader zusammenzustellen. aber: zum aktuellen zeitpunkt einen anderen trainer als köbi kuhn zu fordern ist natürlich absoluter blödsinn. man hätte kuhn nach der wm ersetzen sollen, was nach dem dortigen abschneiden auch verständlich gewesen wäre. jetzt muss man mit dem alten mann an der linie leben, mit all seinen schrulligkeiten und unbeweglichkeiten. so muss mann verstehen, dass weder häberli noch lustrinelli eine reelle chance auf einen einsatz an der euro 08 haben. obwohl sie diesen im gegensatz zu eren derdiyok durchaus verdient hätten. im artikel von ueli kägi im tagesanzeiger, wird noch ein luzerner gefordert:

… Chiumiento, den spielfreudigen Dribbler und Einfädler, wie ihn die Schweiz sonst kaum bieten kann.

und auch ein hakan yakin, in der vergangenheit auch in nati-diensten ein sicherer wert auf der 10er-position, schmort lange zeit auf der bank. das alles müssen wir noch bis nach der em ertragen. ich kann die kritik zwar nachvollziehen, aber sie kommt eindeutig zu spät.

was uns bleibt, ist weiterhin die hoffnung.

the ramp

der bayrische bauer in oberpfaffelbachen im folgenden video hat die grossartigen möglichkeiten der rampe erkannt. er profitiert direkt vom grossen exportpotential von bmw.

sensationell: bmw schiesst autos nach amerika

transport mit schiffen? war vorgestern. transport in flugzeugen? viel zu teuer. jetzt kommt die transportrevolution für autoexporte in die usa. bmw will als erster hersteller seine autos direkt von einer rampe mitten in bayern in die vereinigten staaten von amerika schiessen. eine simple, aber doch geniale idee. jeff schultz, filmer und blogger, hat der rampe sogar einen eigenen film gewidmet: the ramp.

auch der ort oberpfaffelbachen freut sich schon enorm ob der riesigen schanze auf eigenem grund und boden. die dorfbewohner haben sogar ein rampfenfest organisiert, um die ganze geschichte auch gehörig zu feiern. ich bin natürlich auch schon sehr gespannt darauf, wie der erste bmw 1er mit über 300 ps direkt von der rampe aus in das land der unbegrenzten möglichkeiten fliegen wird…

0:4 gegen deutschland – ein gutes omen?

gestern passte im testspiel gegen deutschland vor allem nach der pause nur sehr wenig zusammen im schweizer team. im gegensatz zur ersten hälfte kam man praktisch gar nicht mehr zu chancen, liess dem gegner dafür erstaunliche freiheiten. mit so einer leistung wird man sang- und klanglos in der vorrunde der euro 08 ausscheiden. und das im eigenen land. das spiel gestern hat gezeigt, dass auch ein alex frei keine wunder vollbringen kann, dass auch ein diego benaglio mal einen fehler macht, dass die innenverteidigung aus zwei fussballrüpeln mit zerstörerqualitäten aber ohne technische finessen besteht, dass barnetta als 10er (aka hakan-yakin position) nicht zur geltung kommt und dass auch das schweizer publikum überhaupt noch nicht in em-form ist. köbi kuhn war im schweizer fernsehen nach der 0:4-schlappe niedergeschlagen und wortkarg, wie wir ihn kennen. im deutschen fernsehen gab er sich merklich lockerer, wissend, dass ihm nicht millionen schweizer zusehen, die jedes wort auf die goldwaage legen.

wenn wir zwei jahr zurück blicken, drängt sich ein vergleich mit wm-gastgeberland deutschland auf. die deutschen spielten damals ein testmatch gegen die italienische mannschaft. sie verloren. hoch. «zu schlecht, um wahr zu sein“ hiess es damals. es war das «fiasko von florenz», dass den deutschen so kurz vor dem turnier im eigenen land einen massiven rückschlag in ihrer planung verpasste. doch was passierte, als die 1:4 niederlage vergesssen war und deutschland an der wm grossartigen fussball zeigte? richtig: das land verfiel in eine euphorie. die mannschaft spielte sich in einen rausch, war mit die beste an der weltmeisterschaft 2006. alles eine spätfolge der empfindlichen niederlage in florenz? nicht nur, aber vor allem.

es wäre wohl übertrieben, die gleiche trotzreaktion vom team der schweizer nationalmannschaft zu erwarten. doch hoffen kann man es. in der tat ist es das einzige, was wir zu diesem zeitpunkt noch hoffen können, vor allem nach dem fiasko von basel.