[auf die frage «Geht es uns zu gut?»] Kurzfristig, ja. Wir können nur reich bleiben, wenn wir heute eine gute Wahl treffen für die Zukunft. Vor 150 Jahren war die Schweiz ein kleiner, armer Bauernstaat. Die Menschen überquerten die Berge zu Fuss und hatten nur dank Kerzen Licht. Politische Entscheidungen haben erlaubt, Tunnels, Brücken und Stauseen zu bauen. Niemand sagte damals, dass dies teurer sei, als zu Fuss zu gehen und Kerzen zu benützen.
häufig sagt jemand irgendwas griffiges, das dann hier als zitat landet. das interview der nzz mit bertrand piccard war für mich so eindrücklich, dass ich am liebsten alles hier reinkopiert hätte. natürlich hat weder die interviewerin der nzz noch die kommentierende leserschaft freude an den visionen des romands. doch ich glaube auch, dass man gerade im hinblick auf den energieverbrauch nicht auf die magischen wirkungen des marktes bauen kann.
auflösung autorätsel
es handelte sich um einen mitsubishi celeste. das coupé auf basis des mitsubishi lancer kam 1975 auf den markt.

dieses exemplar habe ich im parkhaus in st.moritz erblickt. die gsr-variante hatte 105 ps, was für diese zeit mehr als ordentlich war.
autorätsel #2

zu welchem auto gehört dieser grill?
2010 – mein bestes bild

der ford gt40 irgendwann tief in der französischen nacht.
2010 – my best of
schon wieder ist ein jahr vorbei. daher hier wie immer um diese zeit der hinweis auf meine topthrees aus den vergangenen jahren: 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009. mein kinofilmkonsum hat weiter abgenommen; nur noch 22 mal war ich im kino. spektakulär war natürlich der höhenflug des fc luzern, der vielleicht auch 2011 noch etwas weiter geht. persönlich hat mir mein «reisehalbjahr» am besten gefallen: ab juli war ich in paris, le mans, regensburg, [amsterdam, (utrecht),|http://www.flickr.com/photos/amade-ch/sets/72157624483694165 barcelona, rom, kopenhagen, bilbao und natürlich im engadin. es war faszinierend, so viele verschiedene teile europas zu sehen. nun bin ich gespannt, was das neue jahr an erlebnissen und entdeckungen bereithält.
– movies
1. inception – der beste film des jahres kommt auch ohne blogbeitrag aus. ansehen!
2. sherlock holmes – guy ritchie macht in seiner etwas anderen fassung alles richtig. witzig, clever und gut gespielt.
3. a single man – tom ford macht nicht nur einen optisch, sondern auch emotional wunderbaren filmerstling.
auch gut: up in the air, invictus, zimmer 202 – peter bichsel in paris, robin hood, the social network, l’illusioniste,
beste special effects: avatar
spannendster thriller: shutter island
– songs
1. stay von hurts
2. junebug von robert francis
3. wavin› flag von k’naan
auch gut: in this city von iglu & hartly, früehlig in bümpliz von tsigan, this orient von foals,
– alben
1. happiness von hurts
2. the promise von bruce springsteen
3. flamingo von brandon flowers
auch gut: bring mich nach hause von wir sind helden, we’ve all been there von alex max band.
beste live performance: 30 seconds to mars.
bestes konzert: u2
-sportveranstaltungen
1. fc utrecht – fc luzern 1:0 – sensationeller auftritt der blau-weissen fans.
2. internazionale milano – fc barcelona – trotz niederlage ein wahnsinnserlebnis. welch eine atmosphäre!
3.fc luzern – bsc young boys 5:1 ein unglaubliches spiel, das fantastischen fussball bot. obendrauf gab’s die europa-league-qualifikation.
auch gut: fc barcelona – fc sevilla supercup meister, wintermeister!
– cars
1. vw polo 1.2 tsi – tja wer hätte das gedacht, aber der polo ist ein brilliantes auto.
2. audi quattro concept anniversario
3. alfa romeo tz3 corsa
auch gut: mini cooper countryman, audi rs3, lamborghini behält den v12, renault dezir, nissan micra.
leichtestes auto: ferdinand gt3 rs
bestes hochzeitstaxi: jaguar mk2
bester event: le mans classic besonders nachts um halb 3 an der geraden…
– newcomer
1. apple ipad – von mir als möglicher flop betitelt, ist der siegeszug dieses dings schon unglaublich.
2. hurts – ihr 80er sound prägte mein jahr musikmässig am meisten.
3. lotus – mutige pläne für völlig neue modelle
auch neu: gmc zeigt zum ersten mal eine kleinwagenstudie, peugeot kehrt zur eleganz zurück. the sixtyone,
– enttäuschungen
1. annahme der ausschaffungsinitiative (obwohl nicht anders zu erwarten)
2. steve lee stirbt
3.die schweizer nati an der wm 2010 in südafrika
auch schlecht: das weisse schaf – nomen est omen?, the tourist, davide chiumiento verlässt den fc luzern, pranger in niederbüren.
– blog-beiträge
1. die kreuze von triengen
2. ist die direkte demokratie gescheitert?
3. gleichberechtigung ist kein kochrezept
auch interessant: minarettinitiative – die voxanalyse, amade.ch 2000, meine militärgeschichte, afrika und die vuvuzelas, die zukunft des schiedsrichterseins, abschaffung der wehrpflicht – warum so mutlos?, quo vadis blue balls festival, todesstrafe für die initianten der initiative für die todesstrafe , tschüss hitzfeld, radikalisierung der parteien,
die argumente der gegner der waffeninitiative
noch lustig: heute bekam ich mal wieder antworten auf einen tweet. das passiert mir relativ selten.
knapp die Hälfte der Schusswaffensuizide in der Schweiz mit Armeewaffen verübt <- sda [http://bit.ly/fMGy6z|http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/selbstmorde_schusswaffen_schweiz_armeewaffen_1.8998436.html] was spricht gegen die initiative?
doch wie meistens, wenn ich in eine diskussion zu diesem thema gelange, kamen keine echten argumente. @kopfchaos, der mir antwortete, brachte folgendes ein:
….. bei wie vielen suiziden ist keine waffe mit im spiel, @amadedotch, und was macht man da…..?
….. und, @amadedotch, entziehen wir doch allen autofahrern den führerschein, denn es sterben ja auch so viele durch verkehrsunfälle…..
….. wie willst du die anderen suizide verhindern, @amadedotch, brücken demontieren, seile verbieten…..?
….. wenn die initianten ehrlich wären, @amadedotch, müssten sie zugeben, dass die armeeabschaffung das eigentliche ziel ist…..
vielleicht lese ich nicht genau genug, aber ich finde kein einziges argument gegen die initiative. interessant ist dabei auch ein blick auf die argumente der svp.
Schützen, Jäger, Waffensammler oder Personen, die eine Waffe geerbt hätten, müssten ihre Waffen plötzlich aus dem Haus geben. Eine solche Massnahme sei in einem der sichersten Länder der Welt unnötig.
adrian amstutz (in der az), ist sonst doch einer, der gerne betont, wie gefährlich es in der schweiz mittlerweile ist. geht es um das gewehr im kleiderschrank leben wir dann auf einmal wieder im sichersten land der welt.
Wenn Sie beginnen, Waffen einzusammeln, dann heisst das, Sie haben Angst vor dem Volk
meint yvette estermann. schön, wenn man die welt so einfach erklären kann. die dame übersieht dabei, dass es nicht der staat ist, der die waffen einsammeln will, sondern eine volksinitiative. wenn überhaupt, dann hat hier das volk vorm volk angst.
aber ich denke, man müsste gar nicht mit angst argumentieren. schon rein organisatorisch macht das gewehr zuhause überhaupt keinen sinn. ursprünglich war sie ja dort, damit man im ernstfall direkt hätte einrücken sollen. soweit ich weiss, müsste man heute bei jedem einzug sowieso zuerst ins zeughaus, um die nötigen dinge zu beschaffen. objektiv betrachtet ist die armeewaffe im privathaushalt ein relikt aus einer zeit, die eine andere bedrohungslage mit sich brachte. heute ist dieses relikt nur noch gefährlich.
und dann noch kurz zu dem in diesem zusammenhang oft gehörte und aus meiner sicht nur zynischen argument «wer sich umbringen will, tut es dann halt einfach anders». ich denke, es kann im entscheidenden augenblick schon eine rolle spielen, ob eine waffe direkt verfügbar ist oder eben nicht. natürlich kann man schlussendlich niemanden von seinem freitod abhalten. heute kommt bei annähernd der hälfte aller schusswaffensuizide die armeewaffe zum einsatz.
zum schluss möchte ich noch fragen, wie viele feinde des landes in den letzten, sagen wir, 40 jahren mit schweizer armeewaffen getötet wurden.
realismus zum trainingsstart
Jeder einzelne Spieler muss sich täglich hinterfragen und herausfinden, ob er wirklich alles für den Verein tut und professionell arbeitet. Das gilt selbstverständlich auch für mich. […] Wenn wir am Dienstag ins Training einsteigen, beginnen wir alle wieder bei Null.
hakan yakin im interview mit der basler zeitung.
nissan juke – fahrbericht online
der nissan juke ist wirklich ein skurriles fahrzeug. nicht ganz so skurril war mein fahrerlebnis damit unter anderem am julierpass. den fahrbericht dazu liest man auf zündung.ch.
die verpasste chance
[…] es gab früher schon Phasen starker Immigration – und dann bürgerte man grosszügig ein. Oft wurden Eingebürgerte zur neuen Elite – in Zürich etwa die Familien von Muralt oder Pestalozzi, in Basel die Sarasins. Leider verpasst man heute diese Chance.
walter kielholz in einem interview. auszüge davon gibt es auf tagesanzeiger.ch, aber wo lese ich das original in voller länge?
insel
Die Schweiz ist keine Insel.
micheline calmy rey, in der neujahrsansprache 2011.

