der presserat zum «petardentrottel»

ich weiss nicht, ob ich es übersehen habe, aber der folgende text stand wohl eher nicht im blick. er fasst das «urteil» zum umgang des blick mit der petardengeschichte von rom zusammen.

«Blick» verletzt Privatsphäre von FCZ-Fan

Mit ihrer Berichterstattung über den Anhänger des FC Zürich, der sich in Rom mit einer Petarde verletzt hatte, haben«Blick» und «Blick.ch» den Betroffenen in unzulässiger Art und Weise an den Pranger gestellt. Der Presserat heisst deshalb die Beschwerde eines Lesers teilweise gut.

Unter dem Titel «Petarden-Trottel» veröffentlichten «Blick» und «Blick.ch» im November 2011 eine Artikel-Serie über den 25-jährigen Mann, dem vor dem Euro-League-Spiel FCZ gegen Lazio Rom eine Petarde in der Hand explodierte. Dabei wurden ihm drei Finger abgerissen. Die Berichte waren gespickt mit Einzelheiten aus dem Privat- und Berufsleben des Betroffenen, die dessen Identifizierung ermöglichten und ihn so an den Pranger stellten. Damit bedienten die «Blick»-Redaktionen bloss die öffentliche Neugier, die nicht mit dem öffentlichem Interesse an einer Berichterstattung verwechselt werden darf. Nach Auffassung des Presserates unverhältnismässig war zudem auch die Art und Weise der «Blick»-Recherchen im Umfeld des Betroffenen.

Der Beschwerdeführer kritisierte zudem die Bezeichnung «Petarden-Trottel» als menschenunwürdig. In diesem Punkt weist der Presserat die Beschwerde ab. Die Bezeichnung sei für den Betroffenen zwar hart, sie bewege sich aber innerhalb des weit zu definierenden Rahmens der Kommentarfreiheit.

quelle: presserat.ch

ziele

Our goals are very simple – to design and make better products. If we can’t make something that is better, we won’t do it.
jonathan ive im interview mit der londoner zeitung evening standard.

demokratie, wie sie nicht sein sollte

wir mögen ja unsere berge. einige sind sogar stolz darauf. wir erholen uns dort oben, fahren ski, wandern, geniessen einfach nur die gute luft und die aussicht. das alles so möglichst so bleiben. wäre ja schade, wenn plötzlich alles zubetoniert wäre. schliesslich wollen wir uns da in der natur erholen, ist ja klar.

so weit, so gut. nun gibt es auch menschen, die leben tatsächlich dort oben. und zwar permanent. ihr hauptsächliche einkommensquelle ist der tourismus – logisch. dazu gehören auch: ferienwohnungen. die mögen den grössten teil des jahres leer stehen. und doch sorgen auch sie für den im gebiet nötigen umsatz. durch den bau, durch den betrieb und natürlich durch die zeitweise dort lebenden unterländer.

nun dürfen bei nationalen abstimmungen halt einfach alle abstimmen. soll ja auch so sein. dass die unterländer nun darüber bestimmen, wie viele solche zweitwohnungen in den tourismusgebieten stehen dürfen, ist aber wohl kaum im eigentlichen sinne der demokratie. welche fehler früher begangen wurden, kann ich zu wenig beurteilen. was ich aber weiss ist, dass diese lösung für unfrieden und probleme in der schweiz sorgen wird. mal sehen, wie man bei der umsetzung vorgehen will.

autosalon 2012 – meine favoriten

nachdem ich mehrere ziemlich negative berichte über den diesjährigen autosalon in genf zu hören und zu sehen bekommen habe, hier meine eigene zusammenstellung der highlights. anders als vielerorts behauptet, gibt es dieses jahr zum ersten mal diverse serienreife elektroautos. dazu gesellen sich verschiedenste hybridvarianten, die heute praktisch jeder hersteller in serie baut oder bald bauen wird.

beginnen wir mit dem worst of show, dem schlechtesten concept car, dem hässlichsten auto am salon 2012. der bentley exp 9 f ist zum glück nur ein concept car, dessen überarbeitung gerchteweise schon bevorstehen soll. kein wunder, wenn man sich diese front anschaut:

nun zu den positiven höhepunkten. die trophäe für den besten newcomer geht an den erstaunlich hübschen fiat 500 l. der kleine familienwagen könnte für fiat ganz wichtig werden. die beste sportlimousine kommt – wenig überraschend – von bmw. der bmw m550d xdrive ist für schweizer kunden wohl so etwas wie die vielzitierte eierlegende wollmilchsau. mit allradantrieb, automatik und einem superstarken dieselmotor, der zudem noch sehr sparsam ist, dürften wir ihn bald häufiger antreffen. das beste neue feature bei einem serienauto ist das türkonzept des ford b-max. die hintere schiebetür kann unabhängig von der konventionell zu öffnenden vorderen pforte geöffnet werden. dass die b-säule weggelassen werden konnte, macht den einstieg sehr grosszügig.

das sympathischste konzept kommt zweifelsohne von mia. der kleine drei- bis vierplätzer läuft rein elektrisch. wie er nur schon in die welt guckt – allerliebst. die grösste überraschung war der kia ray ev, den es bislang nicht bei uns gibt. der kleinwagen hat innen massig platz, während er sich aussen sehr kurz hält. zudem hat er links zwei normale, rechts dagegen hinten eine schiebetüre. den grössten fahrspass bereitete uns der dx3 von kyburz, der in ähnlicher form von der post bewegt wird. das kleine dreirad beschleunigt beeindruckend, lässt sich über den motorradlenker leicht steuern, und es bremst so, dass jederzeit schwarze striche am boden möglich sind.

das schönste concept car war der mazda tekari, der in sehr ähnlicher form bald als neuer mazda 6 vorgestellt werden sollte. die sehnige form zeigt, dass auch eine konventionelle limousine sehr attraktiv ausschauen kann. das beste concept car kam aus indien. der tata megapixel macht nicht nur optisch viel her. der kleinwagen verfügt über einen elektroantrieb, der mit einem range extender ausgerüstet ist. die batterie wird über eine induktionsplatte geladen. die vier räder werden von je einem e-motor angetrieben. dies ermöglicht dem megapixel einen ultrakleinen wendekreis.der megapixel ist im übrigen explizit auf europäische städte ausgelegt. wir dürfen also gespannt sein.

der beste sportwagen in genf war der subaru brz (praktisch baugleich mit dem toyota gt 86). der boxer mit heckantrieb verspricht fahrspass pur. ausserdem ist er schön kompakt geblieben. das schönste serienfahrzeug ist in tat und wahrheit ein kleinserienfahrzeug. trotzdem: hübscher als der aston martin v12 zagato kam in genf keiner daher. die form ist einfach der hammer. der titel best of show wird von mir an den renault zoe verliehen. das elektroauto passt ins b-segment und dürfte auf etwa 160 km reichweite kommen. ihn zeichnet neben der emmissionsfreien fortbewegung vor allem aus, dass er als einziges e-auto auch richtig gut ausschaut. auch im innenraum überzeugt der neue renault mit sehr schöner gestaltung und bequemen sitzen.

puch gefahren – puch kaputt

von meinen militärdienstleistenden kollegen habe ich immer wieder gehört, wie unkaputtbar so ein puch g ist. tatsächlich schaut das ding ja auch ziemlich solide aus. nun, heute bin ich zum ersten mal gefahren. etwa fünf kilometer. dann ging nichts mehr. 🙂

und nein, ich hab’s nicht übertrieben.

der neue peugeot 208

normalerweise werden neue autos grösser und schwerer als ihre vorgänger. das passierte über jahre auch bei peugeots wichtigstem kleinwagen. aus dem 205 wurde der 206, aus diesem der 207 und nicht nur die nummer hinter der null wurde grösser. nein, eben auch die aussenlänge und das gewicht. zudem war insebesondere der 207 auch optisch eher etwas übergewichtig. nun zeigt die französische marke den nachfolger, der leichter, kürzer und vor allem auch viel hübscher ist. mit dem peugeot 208 soll an den legendären 205 angeknüpft werden. dazu passt, dass es nun auch einen gti gibt, der so richtig knackig ausschaut und hoffentlich auch so fährt. ebenfalls passend: peugeot hat sich ein witziges
interaktives
video einfallen lassen.

 

durchklicken, grinsen und am ende weiss man mindestens, ob man der geeignete pilot für den kleinen ist. 😉