WWDC Songs

Apple schmuggelt ja immer irgendwelche tollen Songs in die Keynotes rein. Dieses Mal gab es x-Mal Get Lucky von Daft Punk auf den Screens, gespielt wurde es aber nie. Dafür sind mir diese beiden Songs aufgefallen:

On our way von The Royal Concept.

Supremacy von Muse

Hotspot Istanbul

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Wenn wir schon bei Kultur sind: Die Ausstellung Hotspot Istanbul im Haus Konstruktiv in Zürich ist sehenswert. Mit Politik hat sie übrigens nicht viel zu tun. Der Titel weist lediglich darauf hin, dass die gezeigten Künstler alle einen Bezug zur türkischen Metropole haben.

Kurzfilmnacht – L’Amour Bègue

Wer sich die Kurzfilmnacht 2013 noch ansehen möchte, muss ins Welschland oder Lugano reisen. Einige der Shorts sind richtig gut, andere strapazieren Geduld und Geschmack der Zuschauer. Einer der besten Filme, den ich gestern in Luzern gesehen habe, war sicher L’Amour Bègue. Der amüsanteste war zweifelsohne Thaïs Odermatts Kurt und der Sessellift, von dem ich hier ebenfalls einen Trailer reinstelle.

 

Under Pressure

In the summer of 1981, the British band Queen was recording tracks for their tenth studio album, Hot Space, at Mountain Studios in Montreux, Switzerland. As it happened, David Bowie had scheduled time at the same studio to record the title song for the movie Cat People.

Den Rest der Geschichte zum wunderbaren Under Pressure gibt es auf Open Culture. Die reine Stimmenversion kannte ich bisher noch nicht. Nice.

Volkswahl des Bundesrates

Natürlich habe ich, das gebe ich gerne zu, schon einen eingebauten SVP-Vorlagen-Ablehnungs-Reflex. Aus meiner Warte kein Wunder, wenn ich sehe, was in den letzten Jahren von rechtsaussen so kam. Doch das war und ist keine sinnvolle Grundlage für die Entscheidung bei einer Abstimmung. Ausserdem klingt die Vorstellung, die Exekutive künftig selbst zu wählen doch recht spannend. Das Volk entscheidet, wer die Regierung bildet. Für lange Zeit habe ich mir darum gedacht, diese Frage mit Ja zu beantworten.

Doch nun bin ich doch gegen eine Volkswahl des Bundesrates. Weshalb?

Tradition alleine ist für mich das allerschwächste Argument. Die Volkswahl wurde in der Vergangenheit auf verschiedenen Ebenen von verschiedenen Gruppierungen gefordert und diskutiert. Im Endeffekt wurde sie immer abgelehnt. Dass man die Wahl der Mitglieder des Bundesrates durch das Palament beibehält, weil es halt schon immer so gemacht wurde, könnte also auch mit Blick auf vergangene Praxisänderungsversuche doch ein Argument sein. Einfach wie gesagt ein schwaches.

Wahlkampf ist ein Begriff, der in der Schweiz streng genommen ein Mauerblümchendasein fristet. Während man in Frankreich, Deutschland oder vor allem natürlich den USA regelrechte Touren der Kandidaten für die entsprechenden Ämter beobachten kann, gibt es derartiges bei uns nur bei kommunalen Wahlen, oder wenn es um Ständeratssitze geht. Könnten die 7 Mitglieder des Exekutivgremiums vom Volk gewählt werden, müssten die Aspirantinnen bestimmt grossen Aufwand betreiben, um bekannt zu werden. Bestehende Mitglieder des Bundesrates müssten neben ihrem Job ebenfalls Wahlkampf betreiben, um nicht abgewählt bzw. ersetzt zu werden. Ich finde, die Mitglieder des Bundesrates sollten aufgrund ihrer Kompetenzen und nicht aufgrund ihrer Versprechungen gewählt werden.

Das führt direkt zur Qualität der Entscheidungen des Bundesrates. Häufig wird sie mit Popularität verwechselt. Doch die Entscheidungen müssen so gefällt werden, dass sie dem Wohle des Landes dienlich sind. Leute, die sich gezielt für oder gegen etwas entscheiden, weil sie dadurch dem Volk gefallen wollen, bringen die Schweiz nicht weiter. Im Gegenteil. Es ist auch offensichtlich, dass neue Kandidatinnen einen Wettbewerbsvorteil hätten. Während bestehende Mitglieder auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssen, können sie es bei reinen Versprechungen belassen.

Geld ist bestimmt schon heute ein entscheidender Faktor bei Personenwahlen. Die Bedeutung würde aber stark zunehmen, weil es um 7 Personen geht, die von der Bevölkerung der ganzen Schweiz zu wählen wären. Die potentielle Gefahr, dass durch eine medial überpräsente Kampagne jemand in den Bundesrat «gedrückt» werden könnte, würde im Gegensatz zur heutigen Praxis massiv steigen. Überraschungen wären keine mehr möglich.

Die Langsamkeit unseres politischen System hat mich oftmals frustiert. Inzwischen ist mir klar geworden, dass sie eine Qualität ist. Gründlichkeit, Besonnenheit, Genauigkeit, Vernunft sind Faktoren, die mit mehr Langsamkeit bei politischen Entscheidungen in der Tendenz ebenfalls eher zunehmen. Politisch einfach so aus einer Laune heraus etwas zu ändern, bringt langfristig wohl selten die erwünschten Folgen. Mit einer Volkswahl würden bestimmt die Wechsel im Bundesrat häufiger, spontaner und wahrscheinlich auch unüberlegter.

Die Pro-Kampagne hat «Dem Volk vertrauen» als Slogan. Das klingt gut und passt natürlich zu einer Demokratie. Dass ein Ja gleichzeitig auch «Dem Parlament misstrauen» bedeutet, blenden wir jetzt einmal aus. Tatsache ist, dass man bei Abstimmungen gesehen hat, dass das Volk nicht immer die besten Entscheidungen fällt. Der grosse Vorteil ist nur, dass die gefällten Entscheidungen durch ein Volks-Ja oder -Nein legitimiert werden. Legitim heisst aber nicht automatisch auch richtig. Das perfekte Beispiel für eine, sagen wir missglückte Entscheidung ist wohl die Zweitwohnungsinitiative. Ich wage zu behaupten, dass sie, käme sie jetzt nochmals zur Abstimmung, vom Volk abgelehnt würde.

Die Stimm- und Wahlbeteiligung ist jetzt schon tief. Es ist vorstellbar, dass sie durch zusätzliche Wahlen des Bundesrates noch weiter sinken würde. Fraglich bleibt natürlich, wie man sie erhöhen könnte.

QR-Codes

QR-Codes müssen nichts Schlechtes sein. Doch zu oft sind sie irgendwo, wo man sie kaum sieh oder wo sie kaum zu erreichen bzw. scannen sind. Mit seltsamen, dämlichen oder teilweise auch lustigen QR-Code-Anwendungen befasst sich der Blog WTF QR Codes.

FCL-Präsident Mike Hauser von Investoren abgesägt

Inzwischen kenne ich die Meldung ja schon einige Stunden, dennoch ist der Ärger noch lange nicht verflogen. Gerade als man das Gefühl erhalten konnte, beim FC Luzern kehre nach einer sehr schwierigen Saison mit einigen Turbulenzen endlich ein bisschen Ruhe ein, platzt die Bombe. Die Löwen Sport und Event AG will beim FCL ab der Saison 2013/2014 einen Präsidenten im Vollzeitpensum. Das bedeutet automatisch, dass dieser Präsident nicht mehr Mike Hauser sein kann, der seine Tätigkeit bislang im Ehrenamt erfüllte. Schliesslich arbeitet er als Mitbesitzer des Hotel Schweizerhof auch in selbigem. Diesen Job wird er ganz bestimmt nicht aufgeben (wollen).

Es ist dann auch dieser Mike Hauser, der in seinem ersten Amtsjahr durch seinen besonnenen und stets ruhigen Stil aufgefallen ist. Auch wenn er zu Beginn von einigen als Marionette von Stierli und Co. bezeichnet wurde, zeigte sich mehr und mehr, dass er seine eigene Linie hat. Diese hat er wahrscheinlich auch intern souverän vertreten, was mit ein Grund für seine «Entfernung» gewesen sein dürfte. Immer hat er das Wohl des Vereins über alles gestellt. Auch jetzt tut er das noch: Trotz des reichlich hölzernen Vorgehens des Investorengremiums will er sein zweites und letztes Jahr als Präsident voll erfüllen. Es ist fast so, als hätte er sich einen Schlachtruf der Fans als eigenes Motto auf die Fahne geschrieben: Nome Lozärn!

Bei den Fans ist man sich ziemlich einig: Einen besseren Präsidenten als Hauser konnte man sich nicht wünschen. Anders als man das in der Fussballwelt kennt, zeigte er sich dialogbereit und offen. In der Presse kommentierte er nicht jede noch so kleine Aktion. Auch Transfers wurden durch ihn nicht schon kommuniziert, als sie noch gar nicht definitiv waren. Und selbst in dieser sicher sehr schwierigen Zeit für ihn behält er die Contenance, wie man auch im Interview mit Radio Pilatus hören kann.

Auch wenn dieses Transparent heute an der Aussenwand des Stadions hing, habe ich wenig Hoffnung. Vielleicht gibt es auch noch andere Aktionen von Leuten, die den Entscheid ebenso bedauern wie ich. Eine Wirkung ist, auch bei einer richtig grossen Fan-Choreo kaum zu erwarten. Die Investoren wollen – weshalb auch immer – einen Präsidenten im 100%-Pensum. Selbst ein viel grösserer Club wie der FC Basel hat das nicht. Auch in der Wirtschaft ist es so, dass Verwaltungsratspräsidenten von Grossunternehmungen dies häufig nur in einem Teilpensum schaffen. Doch der FC Luzern wird den Apparat aufblähen, sind doch schon Sportchef und CEO 100%-Jobs, was bei diesen beiden aber auch durchaus Sinn macht.

Am Ende bleibt den echten Fans nur eines, nämlich sich bei einem echten Blauweissen zu bedanken. Gerne schliesse ich mich dem an: MERCI MIKE! Nome Lozärn!

Bedrohung Social Media

There is now a menace which is called Twitter. The best examples of lies can be found there. To me, social media is the worst menace to society.

Recep Tayyip Erdogan hat offenbar Angst vor dem Potential von Social Media. Fraglich bleibt, ob er mit «society» vor allem sich selbst meint.