Braucht «the» ein eigenes Symbol?

«And» hat es schon längst. Ein eigenes Symbol. & wird in Kurzmitteilungen verwendet, um Platz zu sparen. Auch in Logos kennt man das geschwungene Zeichen. Dabei ist das Wort «and» anscheinend nur das 6. häufigste der englischen Sprache. Klare Nummer eins ist «the», das noch kein eigenes Symbol hat. Noch.

Wie man auf The Verge liest, hat sich jemand ein Symbol für das Wort ausgedacht. Und zwar Ћ. Ich weiss nicht genau, wie ernst es Paul Mathis mit dem Durchsetzen von Ћ ist. Das Video zum Symbol ist jedenfalls nicht sonderlich ernsthaft…

The Great Gatsby

Jay Gatsby (Leonardo Di Caprio) ist noch immer so sehr in seine verflossene Liebe Daisy (Carey Mulligan) verliebt, dass er zu rauschendsten Parties einlädt, in der Hoffnung sie würde auftauchen. Erst als ihr Cousin (Tobey Maguire) in seine Nachbarschaft zieht, steigen die Chancen des Superreichen wieder.

The Great Gatsby

Optisch ist The Great Gatsby ein Genuss. Farbenprächtig wird die Welt der 1920er Jahre inszeniert. 3D-Technik wäre nun echt nicht nötig gewesen – stören tut sie aber auch nicht gross. Toll ist, wie moderne Musik in die historische Szenerie eingepasst wurde. Trotz allem Trubel und optischer Opulenz schaut man am Ende einen simplen Liebesfilm, der es mit 144 Minuten auch längenmässig etwas übertreibt.

Parteiische Autojournalisten

Vor ein paar Tagen schrieb Thomas Benkö im Blick am Abend über die Oris Depth Gauge. Eine Uhr, die dank Loch gleichzeitig eine Art Tiefenmessgerät ist. Auf den Artikel wurde ich durch einen Tweet aufmerksam, den Blick am Abend lese ich in aller Regel nicht. Ich fand dann, dass dies kein redaktioneller Beitrag, sondern eher eine kaum getarnte Publireportage sei. Für meinen Geschmack viel zu unkritisch warb Benkö mit dem Text implizit für die Uhr, die mit ihrem Preis von 3000 Franken wohl eher ausserhalb der Reichweite der üblichen Zielgruppe der Gratiszeitung liegen dürfte. Im Artikel selbst wurden die Kosten nicht einmal erwähnt.

Benkö mit Oris Depth Gauge
Szenenwechsel: In einer Diskussion beim #twwf, einem Reallifetwittertreffen zur Feier des 10’000 Followers von WWF Schweiz, kamen wir auf die Neutralität von Journalisten zu sprechen. Als gesagt wurde, dass Autojournalisten sowieso die schlimmsten seien, konnte ich dann natürlich nicht mehr einfach nur still da sitzen. Ich meinte, dass ich das früher auch gedacht hätte, meine Meinung aber inzwischen geändert habe. Schliesslich sagte ich, dass ich auch selbst Autos teste. Sofort folgte die Frage, wie oft ich denn für die Testwagen schon bezahlt hätte. Natürlich noch nie. Na also, ein wirklich neutraler Test sei doch nur möglich, wenn man das Auto selbst gekauft habe.

Mein Punkt, dass man nur weil man etwas gratis testen dürfe, nicht automatisch unkritisch ans Werk gehen müse, wurde ignoriert. Ich denke, man kann unmöglich verlangen, dass alle Testobjekte jeweils käuflich erworben werden. Freischaffenden Journalisten würde man die Arbeit mit dieser Auflage wohl ganz verunmöglichen. Aber auch grosse Redaktionen hätten wahrscheinlich Mühe, wenn für einen Sportwagenvergleich je ein Porsche 911 Turbo, ein Audi R8 und ein Lamborghini Gallardo gekauft werden müssten.

Wichtig ist doch vielmehr, dass Transparenz herrscht. Der Begriff ist zwar etwas strapaziert, aber hier halte ich ihn für passend. Wenn klar ist, dass man halt nach Berlin eingeladen wurde, um den neuen VW Polo zu testen, kann man trotzdem ein kritisches Urteil über den Kleinwagen abgeben und der Leser ist über die Umstände informiert. Und nur weil ich gratis einen Abarth 595 teste, finde ich ihn noch lange nicht besser, als wenn ich ihn für mich gekauft hätte. Und: Wenn man alle Testwagen gratis zur Verfügung hat, sehe ich nicht, welchen Vorteil das für ein einzelnes Modell noch haben könnte.

Mit dem Testwagen am Meer

Selbst wenn ich hier auf dem Blog mit einem Beitrag für eine App von Swisscom werbe, bedeutet das noch lange nicht, dass ich der Quasi-Monopolistin nicht kritisch gegenübertreten würde. Im meinem Fall war es ja sogar so, dass ich nur Tage vor dem Beitrag über iO noch fragte, warum überhaupt noch jemand mit der Swisscom telefoniere.

Kritischer Artikel trotz Werbung
Kritik trotz Werbung

Ich gebe zu, die schweizerische und auch die deutsche Presse sind in der Regel etwas zu nett in solchen Dingen. Gerade bei Printpublikationen ist es halt so, dass der Inseratemarkt noch immer recht wichtig ist und man möglicherweise auf die Inserenten Rücksicht nimmt. Dadurch getraut man sich eventuell nicht, Kritik im angebrachten Mass zu üben. Trotzdem ist das Pauschalurteil gegenüber den Autojournalisten verfehlt. In den Zeitschriften, die ich lese, stelle ich allenfalls leichte Bevorteilungen der jeweils einheimischen Marken fest. Bei zündung.ch orientieren wir uns an den englischen Magazinen wie Top Gear und vor allem Car Magazine, wo in Sachen Kritik praktisch Narrenfreiheit herrscht. Nur so kann die Leserin die für sie notwendigen Schlüsse aus unseren Fahrberichten ziehen.

Brokkoli

Es wird hinter jeder Freude eine schlimme Versuchung gesehen. Aus dieser Ecke kommen viele der aktuellen Warnungen. Es ist egal, was die Leute essen oder trinken, aber sobald sie dabei Vergnügen empfinden, ist es natürlich ungesund. Es ist noch nie etwas als gesund bezeichnet worden, was die meisten Menschen gerne essen. Und noch
 nie etwas, was die meisten nicht leiden können und ungesund wäre. Allein an der Tatsache, dass Kinder Brokkoli nicht mögen, wird erkannt, dass das gesund fürs Kind sein muss. Und sobald Kinder etwas kollektiv mögen, zum Beispiel Pizza, ist sie des Teufels. Diese verlogene Logik zielt darauf ab, die Menschen zu destabilisieren und ihnen Schuldgefühle anzuhängen. Der Appetit als moderne Erbsünde der Evolution. Schuld ist ein böses Geschäft.

Der umstrittene Lebensmittelchemiker Udo Pollmer in einem spannenden Interview mit der Zeit.

Ich mag ja auch keinen Brokkoli. Aber Broccoli esse ich eigentlich ganz gerne. 😉

iO von Swisscom

Inhalt sponsored by Swisscom

Kann man nur ein paar Tage nach einer happigen Kritik an Swisscom (und vor allem deren Preise) einen gesponsorten Artikel für diese Firma bringen? Man kann. Denn im Gegensatz zur Preispolitik von Swisscom finde ich die neu ins Leben gerufene App «iO» ziemlich cool. Mit ihr kann man Kurzmitteilungen senden und telefonieren. Bald werden auch Gruppenunterhaltungen möglich sein, wie auch die NZZ berichtet hat.

Natürlich kann man sich fragen, ob es neben What’s App, Skype und der schon lange etablierten SMS noch eine weitere Möglichkeit braucht, sich Textnachrichten zukommen zu lassen. Die SMS ist in ein Relikt des Mobilfunks und schon seit einigen Jahren völlig überteuert. Inwzischen fällt das wegen Flatrateangeboten der Provider nicht mehr auf. Bei What’s App und Skype, die vom User Interface her wohl noch einen Vorsprung auf iO haben, gibt es dagegen einen anderen nicht zu unterschätzenden Nachteil. Die Datensicherheit. Swisscom betont, dass Kontakte bei iO nicht zentral, sondern nur auf den Devices gespeichert werden. Alle gespeicherten Daten unterliegen zudem den (laut NZZ) hohen Sicherheitsstandards der Schweiz und nicht jenen der USA.

Obwohl sie aus dem Hause Swisscom stammt, ist die App bei allen Providern einsetzbar. Es wird nun spannend zu sehen sein, ob man in der Schweiz eine Mehrheit der Nutzer für dieses neue Kurzmitteilungsportal gewinnen kann. Die vollmundige Werbung verspricht, dass die gesamte Kommunikation in einer App zusammengefasst werde. Das ist aktuell noch ziemlich übertrieben. Aber so wie Swisscom die Öffentlichkeit mit dem Erscheinen der App überrascht hat, wird man es vielleicht künftig auch mit weitergehenden Funktionen von iO tun.


Mini Cooper S Spyshots

 

Autoblog zeigt die praktisch völlig ungetarnte Neuauflage des Mini Cooper S. Was ich auf den ersten Blick sehe, legt den Schluss nahe, dass er mit jeder Generation etwas hässlicher wird. Der vordere Überhang scheint zu wachsen, was wohl dem Fussgängerschutz geschuldet ist und ziemlich mässig ausschaut. Der Frontgrill mit integriertem Schossschutz schaut ebenso seltsam aus, wie der darunter liegende und hervorlugende Lufteinlass. Hinten verändert sich (zum Glück) nur wenig. Aber auch die fetteren Rückleuchten sind nicht gerade elegant geworden. Mini Cooper S Spyshot Mini Cooper S Spyshot Mini Cooper S Spyshot

Sébastien Loeb mit sensationeller Zeit am Pikes Peak

Was habe ich vor zwei Wochen gesagt? «Das muss einfach funktionieren.» Und? Es hat funktioniert!

Der Rekord am Pikes Peak lag bei 9 Minuten und 46 Sekunden. Er wurde letztes Jahr von Rhys Millen aufgestellt. Loeb hat es in 8:13:878 geschafft. Wahnsinn.

Ein erstes Video ist online. Aber es wird ganz bestimmt noch ein wunderbares HD-Ding folgen.

Warum telefoniert überhaupt noch jemand mit Swisscom?

Auf Anfrage einer Kollegin habe ich mich mal wieder durch den Mobilfunktarifdschungel gewühlt. Sie meinte, es könne für sie eigentlich nur Swisscom sein, weil sie von den anderen zwei Anbieter nichts Gutes gehört habe. Sie will ein Smartphone und dieses auch nutzen. Also habe ich die Bedingungen verwendet, die ich auch für mich selbst anwende: Viel Daten, iPhone mit 64 GB, nur 12-monatige Bindung und natürlich LTE für maximale Geschwindigkeit. Das Resultat:

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Ich gehe davon aus, dass nach einem Jahr auf ein neues Telefon umgestiegen wird, weshalb die Kosten für das iPhone auf 12 Monate abgeschrieben werden. So kommen die effektiven Kosten pro Monat zustande. Das zweifelsohne leicht bessere Netz der Swisscom kostet den Nutzer also mehr als 65 Franken pro Monat zusätzlich.