swisscom labs – das innovative web-labor

[Trigami-Review]

als ich die page von

die idee ist simpel und die umsetzung ist es auch. das app ist üaberaus einfach zu bedienen. nur schade, dass man sich auch um einen «svook» zu hören zuerst durch das registrierungsprozedere kämpfen muss. das wird die nicht ganz so neugierigen zumindest vorläufig davon abhalten, ein wenig in der neuen welt von svook zu stöbern.

da reizt es mich schon mehr, wieder mal bei swisscom labs reinzuschauen. da wird beispielsweise auch auf das «papierlose pdf» vom world wildlife fund aufmerksam gemacht, das sinnigerweise .wwf heisst.

eher eine spielerei ist der communitree. der kommunikationsbaum findet sich direkt hinter den beiträgen auf der frontseite. also einfach in den vermeintlich leeren raum klicken und schon erscheint der communitree. dort sieht man dann, wer zu welchem beitrag etwas geschrieben hat, oder auch welches thema gerade am meisten beachtet wird.

alles in allem ist swisscom labs das, was der name schon sagt: ein labor für earlyadopter und andere neugierige. dazu passt die etwas ungewohnte optik mit mutigen kniffen wie dem communitree.

post suisseid – so signiert man heute

[Trigami-Review]

wir leben wohl in einer zeit des übergangs. denn schon jetzt sind enorm viele ding online möglich. wir haben unsere kalender und mails in der cloud, wir machen ebanking, wir kaufen musik und filme in elektronischer form, und unsere fotos schiessen wir sowieso mit digitalkameras. auf der anderen seite muss man das abstimmungscouvert immer noch per post senden (oder man geht auf der stadtverwaltung vorbei). die steuererklärung (zumindest hier im kanton luzern) wird zwar elektronisch erfasst, um schliesslich doch per post verschickt zu werden. ein neues konto bei der bank eröffnet nur, wer dort auch wirklich physisch hingeht – die grenzen von ebanking sozusagen.

die post suisseid könnte daran in zukunft einiges ändern. sie soll ein standard für die identität in der digitalen welt werden. zumindest in der schweizerischen. das bedeutet, dass man mit ihr eine rechtsgültige digitale unterschrift unter ein dokument setzen kann. aktuell gibt es drei datenträger, mit denen man die post suisseide einsetzen kann: eine chipkarte, ein usb-stick und swiss stick. letzterer ist vom prinzip her ebenfalls ein usb-stick, jedoch hat er zusätzlich einen sicheren browser, die signatursoftware swiss signer und weitere programme an bord. der folgende film erklärt, wie einfach man an die post suisseid kommt:

tatsächlich ist die registrierung sehr einfach. die leute am postschalter wurden offensichtlich auf die anfragen vorbereitet. und schon wenige tage nach einsenden des antrages trafen dann swiss stick und pin getrennt bei mir ein. tatsächlich ist die bedienung äusserst simpel. nur dass ich im programm zunächst nirgends meinen namen fand verunsicherte mich ein wenig. doch schliesslich funktionierte alles auf anhieb. jetzt brauche ich nur noch die zu unterzeichnenden dokumente, damit ich den swiss stick einem praxistest unterziehen kann.

man muss sagen, dass die anwendungsmöglichkeiten aktuell noch relativ spärlich sind. aber ich bin überzeugt, schon bald kann man sich online vielerorts auf diese neue weise identifizieren – eine echte standard lösung halt. bereits funktionsfähig ist die identifikation mit der suisseid bei buch.ch. das musste ich natürlich sofort ausprobieren. ich muss sagen: das spektakuläre daran ist, wie unspektakulär einfach das ganze abläuft. man könnte höchstens bemängeln, dass der sichere browser sich etwas viel zeit lässt. dafür braucht man sich kein passwort mehr zu merken, und man ist voll verschlüsselt im shop unterwegs. diese

hier kann man sich registrieren. ich würde die variante mit dem swiss stick empfehlen, weil dort das ganze softwarepaket inklusive dem swiss signer mit drauf ist. ebenfalls geschenkt gibt es die sogenannte gelbe identifikation, die man für die registrierung braucht. zusätzlich subventioniert die schweizer eidgenossenschaft die ganze sache mit 65.- chf. das paket kostet 238.-, wobei das abo dann für ein jahr gilt.

braucht’s die neue luzerner zeitung noch?

ich werde alt, denn ich kann mich noch an die drei luzerner zeitungen erinnern. wer konservativ (cvp) wählte, hatte das «vaterland» im abo. die liberalen (fdp) lasen das «tagblatt». und wer sich nicht entscheiden mochte, landete bei der lnn. aus drei mach› eins – oder besser keins? wenn man sich heute eine printausgabe der aus den drei genannten blättern entstandenen zeitung anschau2t, fragt man sich schon, ob es sie überhaupt noch braucht. natürlich erhält man ein paar lokale news und spielberichte vom fcl, viel mehr aber gibt es nicht. noch düsterer sieht’s online aus:

auf zisch.ch gibt es, wie man hier sieht, vor allem verkehrsunfälle und andere blindgänger zu bewundern. sympthomatisch für die nzz-tochter: die news in den bereichen national und international werden gleich von der seite des mutterhauses eingebunden. vielleicht ist das einfach auch als wink mit dem zaunpfahl gedacht: man soll besser gleich auf nzz.ch surfen und sich dort informieren. so oder so keine werbung für die neue luzerner zeitung, deren daseinsberechtigung mehr und mehr im schwinden begriffen ist.

so liest man heute zeitung

wow, das hätte ich echt nicht gedacht. mit der nzz bringt ausgerechnet eine der trägeren zeitungen in unserer schrumpfenden nationalen medienlandschaft eine gescheite lösung in sachen e-paper. für alle abonennten gibt’s die aktuelle ausgabe gratis auf das ipad.

voraussetzung ist natürlich, man hat ein ipad. 🙂 hat man abo und ipad, so wie ich, hat man faktisch zwei zeitungen und das täglich. der download funktioniert im wifi-bereich schnell und problemlos. die oberfläche ist einfach und verständlich gehalten. wenn die entwicklung der zeitungen in diese richtung geht, haben sie eine zukunft. auch jene, die echten content bieten und dafür bezahlt werden möchten. und das ipad wird ein erfolg, wie ich das schon immer gesagt habe. oder so.

dog content

während federer gegen djokovic im fünften satz kämpft und kämpft hier noch ein bisschen dämlicher dog content. via jackbrown