Europa 31.12.2013 23:59

Europe at night

Grossartig, wie Europa um Mitternacht ausschaut, gerade als das Jahr 2014 beginnt. Auf Facebook macht das Bild momentan die Runde. Es scheint allgemein den Eindruck zu erwecken, dass man das Feuerwerk aus dem All so schön erkennen kann.

Aber mal im Ernst: Keine einzige Wolke, die irgendwo die Sicht auf einen kleinen Teil der Europakarte verdecken würde? Nur Gelb in Norditalien, dafür nur Rot auf dem Balkan und weiter im Osten nur Blau? Und: Wer hat eigentlich dieses Bild am 31.12.2013 gemacht und dann so schnell verbreitet, dass wir es nun in unseren Feeds sehen können?

Mein Tipp: Das einzige, was dieses Bild mit dem Übergang von 2013 auf 2014 gemeinsam hat, ist, dass es in der Nacht aufgenommen wurde. In irgendeiner Nacht – eher aber in mehreren Nächten.

Mein Jahr auf Twitter

Tja, mangels embed-Funktion auf Vizify gibt’s hier halt nur einen Link auf das Video. Immerhin lässt sich die Top 10 meiner Tweets von 2013 einbetten. Voilà:


In diesem Jahr habe ich Twitter vermehrt als Informations- und Kommunikationskanal kennengelernt. Ich bin gespannt, wie sich das Medium weiterentwickelt.

Das iPhone bleibt populär – zumindest als Suchbegriff

Es gibt ja immer mal wieder Stimmen, die dem Apple iPhone eine miese Zukunft vorhersagen. Android sei besser und Windows Phone auf dem Vormarsch. Beides mag stimmen. In der Popularität der Nutzer aber ist der Begründer der Spezies immer noch ganz vorne. Das zeigt jedenfalls Platz 3 in den weltweiten Google-Ranglisten, die im Rahmen des Jahresrückblicks des Internetgiganten jeweils veröffentlicht wird. Noch häufiger wurde nur nach Nelson Mandela und Paul Walker gegoogelt.

Natürlich liegt das zu einem grossen Teil auch an der Selbstbeschränkung von Apple, nur ein einziges Gerät anzubieten. Dieses Jahr hat man diese Strategie mit dem iPhone 5C zwar etwas verwässert, aber die Kunden dürften weiterhin vor allem dem «Original» die Stange halten.

Bei den Automarken wird in der Schweiz vor allem nach den drei deuschen Premiumherstellern gesucht. Dass an 5. Stelle schon Renault erscheint hat mich aber erstaunt. Ob das an der progressiven Strategie im Bereiche der Elektroautos liegen mag? Ziemlich cool für die Franzosen, sogar noch vor Ferrari zu sein. Andererseits kennen sie die Situation ja als Motorenhersteller aus der Formel 1. 😉

 

Comedians in Cars getting Coffee – Trailer

Eigentlich mag ich ja keine Tailer (mehr). Da wird zu viel verraten, sie sind zu lange und ich kriege das Gefühl, den Film gar nicht mehr sehen zu müssen. Im Prinzip ist das auch mit diesem hier so. Wer also nicht wissen will, welche Autos Jerry Seinfeld in der dritten Staffel fährt, oder mit wem er so rumkurvt, der schaue sich den Trailer besser nicht an.

Iron Maiden haben begriffen

Natürlich kann man Leute, die Musik aus dem Internet illegalerweise runteraden verurteilen. Moralisch aber auch mithilfe von Gesetzen. Oder aber man versteht es wie Iron Maiden, aus der ganzen Geschichte sogar noch Profit zu schlagen. Auf Basis der Daten, die man von einer extra dafür angeheurten Firma erhielt, konnte man auswerten in welchen Ländern am meisten Iron-Maiden-Sound «geklaut» wird.

Und was dann? Statt Anwälte zu schicken, schickten Iron Maiden sich selbst, wie auch ein Artikel auf boingboing feststellt. Insbesondere in Südamerika konnten so neue Potentiale ausgelotet und auch ausgeschöpft werden. Das Resultat dieser neuen Herangehensweise war eine ausverkaufte Tour.

Scheint so, als würde die digitale Welt der realen noch einige Vorteile bringen, die man heute noch nicht nutzt.

Moderne F1-Autos in Retrofarben

 

Ein etwas verrückter Grafiker hat sich offenbar die Mühe genommen, historische Formel-1-Designs auf aktuelle Autos zu übertragen. Natürlich sind das eigentlich nur Werbekleber. Einige davon sehen aber dermassen grossartig aus, dass man sie sich am liebsten in Lebensgrösse ins Wohnzimmer stellen würde. Also ich jedenfalls. 😉 Hier meine Favoriten.Brabham Lotus 1986 Renault 1982 Tyrell 1974 Williams 1989 Ligier 1995

Wie Boulevard funktioniert

Schritt 1 – Man finde ein geeignetes Thema

Ein Schiedsrichter gibt ein Tor für Schalke gegen den FC Basel, wobei der Torschütze eindeutig im Abseits gestanden hatte. Weil es zuvor schon eine rote Karte gegeben hatte, über die man mit viel FCB-Fan-Brillen-Dioptrien allenfalls diskutieren kann, ist die Story geboren.

Schritt 2 – Man gebe dem Kind einen Namen

Tomaten-Schiri

Tomaten-Schiri? Ok, der Blick war nicht sonderlich einfallsreich, zumal nicht er es war, der die Abseitsposition nicht sah, sondern sein Assistent an der Linie. Weiter macht man sich mit dem Wort «rasiert» über den Beruf des Schiedsrichter lustig; er ist Coiffeur.  Im Rahmen dieses Schrittes wird nun möglichst viel auf das Opfer eingehauen. Es muss nicht gross reflektiert werden, denn die hungrige Leserschaft ist, wenn man das Thema richtig angeht, sowieso auf Seiten des Schreibenden.

Schritt 3 – Man gebe sich möglichst entsetzt ob dem Medienecho

Morddrohungen

Ohne einzusehen, dass man selbst massiv dazu beigetragen hat, stellt man erstaunt (bis entsetzt) fest, mit welchen Reaktionen das Opfer umzugehen hat. Im vorliegenden Fall sind das dann Morddrohungen. Wie die SVP in der Politik sieht sich auch der Blick hier nicht als Teil des Systems. Im Gegenteil, das Opfer wird sogar weiter mit Bezeichnungen wie Pfeife und Tomaten-Schri [sic!] eingedeckt. Je nach Fall würde man hier noch einen Exponenten der Gegnerschaft zu Wort kommen lassen. Bei Morddrohungen geht wohl kaum.

Schritt 4 – Man erlaube dem Opfer letzte Worte

Hier fehlt leider noch die Schlagzeile, aber sie wird bestimmt bald zu lesen sein. Ich denke, als Titel wird man den Satz «Jetzt spricht Tagliavento» verwenden. In der Regel ist mit Schritt 4 der Zyklus des Boulevardthemas durch. Allenfalls wird bei künftigen «Vergehen» des Opfers noch mit einem kleinen Text reagiert, wobei dann natürlich wieder die ganze Vorgeschichte hervorgeholt wird.

Besser als Ken Blocks Gymkhanas?

Dank Twitterkollege @mkellenberger bin ich erst auf dieses Video aufmerksam geworden. Neben einem spektakulären Trophy Truck sind auch ein BMW M3 und ein Nissan GT-R mit von der Partie. Neben dem PickUp-Monster sind es vor allem die grossartigen Aufnahmen, die aus dem Filmchen ein Ereignis machen. Die plumpe Geschichte mit den leicht bekleideten Damen hätte man dagegen auch weglassen können…