Als Pagani damals in den Medien auftauchte, fragte ich mich schon, ob es neben Ferrari und Lamborghini noch einen dritten Hersteller für Supersportwagen aus Italien brauchte. Heute ist klar, dass Pagani anders als die beiden anderen sein will und auch ist. Wer sich das Interview mit Horacio Pagani ansieht, erfährt viel über die Philosophie der Marke.
Onlineredaktionssünden – 5
Tja, so ein Tweet ist halt schnell geschrieben. Die NZZ schreibt im Artikel von 17 Wohnungen, die noch frei seien. Insgesamt handelt es sich um 121 Luxuswohnungen. Im Tweet wurden daraus dann 17’121 leerstehende Einheiten. War bestimmt nur ein Vertipper, schliesslich sitzt das ‹ gleich neben der von-Taste. 😉
Böse Zuwanderung
Wenn man sich diesen Beitrag aus der heute show anschaut, stellt man fest, dass es auch in Deutschland gewisse depperte Parteien geschafft haben, den Fokus der Debatte auf die böse Zuwanderung zu verschieben. Leider lassen sich die ZDF-Filmchen nicht einbetten.
What’s on Watson?
Natürlich steht da oben links neben dem Logo noch beta. Trotzdem ist Watson seit gestern in aller Munde. Oder besser: Auf allen Tastaturen und Touchscreens. Seit Wochen auf verschiedenen Kanälen angekündigt, oder wie man heute sagt: geteasert, nimmt ein völlig neues Medienportal seinen Dienst auf.
Und was ist nun drauf auf watson? Zunächst einmal natürlich News. Und zwar aus verschiedensten Bereichen. Der aktuell oberste Artikel handelt von Bitcoin. Sicher wird man als reines Webmedium einen Schwerpunkt auf die Welt des Internets legen. Doch auch die aktuell wichtigsten Themen WEF, Syrien und Ausralian Open findet man.
Die optische Aufmachung ist sehr modern und scheint vor allem für die User von Touchscreens optimiert zu sein. Das Kacheldesign, das unweigerlich an Windows 8 erinnert, ermöglicht eine Gestaltung ohne viel Weissraum und eine (bis jetzt) wenig störende Integration der Werbeflächen. Je nach Grösse des Browserfensters bleibt links und rechts dann noch etwas Weiss. Wer das Fenster sehr schmal macht, sieht wie sich der ganze Aufbau responsive verhält, also flexibel auf die Fenstergrösse reagiert.
Damit man sich aktiv beteiligen kann, ist natürlich eine Kommentarfunktion integriert. Um diese nutzen zu können muss man entweder seine Mailadresse angeben, oder man loggt sich über Facebook, Google+ oder Twitter ein.
Offenbar unvermeidbar in der heutigen Zeit: Listicles. Die Artikel, die immer gleich angepriesen werden «Die 10 hässlichsten Missen» oder «Die 5 nervigsten Dialekte» (um zwei erfundene Beispiele zu nennen), haben vor allem auf englischen Sites schon seit Jahren Hochkonjunktur. Ob man aber eine solche Darstellung auch für politische Inhalte verwenden sollte, bleibt fraglich. Watson versucht das momentan mal mit den Unruhen in Syrien. Mich nerven die Listicles inzwischen sowieso. Aber die Vorstellung von Watson selbst in 6 Punkten kann man sich ja trotzdem mal geben.
Dann hat man sich bei Watson noch etwas Neues einfallen lassen: Oben rechts finden sich drei farbige Quadrate, die einen auf eine Übersicht von Begriffen leitet. Die einen sind als feste Ressorts immer drauf, die anderen wechseln je nach Aktualitäten. Somit hat man hier immer einen guten Überblick, was gerade läuft. Das scheint mir ein interessanter Ansatz, den Gedanken der Hashtags etwas anders zu denken.
Watson gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Es bleibt aber die Frage, ob man sich ganz ohne Printgegenstück überhaupt bei einer breiten Öffentlichkeit etablieren kann. Im Newsbereich ist das in der Schweiz bis jetzt niemandem geglückt. International gibt es verschiedene Beispiele, die zwar andere Ansätze gewählt haben, die aber ebenfalls ohne Print erfolgreich sind. Beispiele sind Huffington Post, The Verge oder Slate.
Mit Journal 21 gibt es etwas entfernt Ähnliches, wobei die Seite sehr konservativ daherkommt und auch die Schreibenden eher zur alten Gilde gehören, während Watson frisch sein will und momentan auch ist. Einen anderen Weg geht man bei zentral+, wo man im Wesentlichen eine Alternative zur Gruppe um die Neue Luzerner Zeitung sein will. Egal ob Zeitung, TV oder Radio, in der Zentralschweiz gibt es nur einen grossen Anbieter. Darum gibt man mit zentral+ etwas Gegensteuer, wobei man online auch im Stile einer Zeitung auftritt, zu der es allerdings kein Printgegenstück gibt.
Die grossen Kontrahenten für die Leute von Watson dürften die Online-Portale von Blick und 20 Minuten sein. Genau deshalb ist es wahrscheinlich unverzichtbar, dass man auch auf pseudolustiges Zugemüse in Form der Beiträge des Facebookphänomens Zukkihund kaum verzichten kann. Wer «die junge Generation» ansprechen will, muss auch witzig sein. Das zeigt sich ja auch bei Buzzfeed und der billigen Schweizer Kopie Blick am Abend online.
Ein Trumpf in der Hand von Watson ist die Unterstützung durch den deutschen Medienriesen Spiegel Online. Überhaupt macht man bis jetzt nicht den Eindruck, als wolle man in jedem Bereich die (Medien-)Welt neu erfinden. Nicht selten wird auf andere Mediensites gelinkt. Gut auch, dass man es mit den Quellenangaben genau nimmt. Da ist ja beispielsweise der Blick gerne etwas ähm.. ungenau.
Überhaupt hat Watson nun die Chance, alles besser zu machen, was auf anderen Sites nervt. Keine Layerwerbung oder selbststartende Videos einzubauen gehört in diese Kategorie. Keine boulevardesken Bezeichnungen verwenden. Auf allzu schlüpfrige Inhalte verzichten, auch wenn das Klicks bringen würde. Und wenn wir schon bei den Klicks sind: Auf deutschen Seiten ist es inzwischen üblich, dass man für einen Artikel x-mal klicken muss. Momentan ist man beim schweizer Neuling mit einem einzigen bei der Story. Wie das mal gehandhabt wird, wenn noch mehr Inhalte drauf sind, wird man sehen.
Ansonsten werden zwei Hauptpunkte über Erfolg oder Misserfolg von Watson entscheiden. Den ersten kann die Redaktion selbst beeinflussen: Artikelqualität, Aktualität, Stil, Bedienerfreundlichkeit und Innovationsgeist müssen passen. Die Qualität muss stimmen. Der zweite Punkt ist der schwierigere: Das Publikum muss ein von der Printwelt völlig losgelöstes Medium im Bereich News kennenlernen, akzeptieren und schliesslich auch aktiv nutzen. Während die Jugend wohl schnell mal zu begeistern sein dürfte, habe ich für die älteren Leute so meine Zweifel.
Politically correct. Not.
He is, after all, the least politically correct BBC television host… in the world.
Autoblog über Jeremy Clarkson, der sich wieder mal mit einer Gruppe anlegt. Eigentlich wär’s doch längst Zeit, dass sich mal einer mit ihm anlegt. Piers Morgan wäre da anhand früherer Twitterdiskussionen sicher prädestiniert…
Konzerte zum Download
Coming soon: fans will be able to purchase USB wristbands online and on tour & pick 1 live to show to download starting w/1.26 in Cape Town.
— Bruce Springsteen (@springsteen) 17. Januar 2014
Ziemlich cool: Fans von Bruce Springsteen können USB-Sticks erwerben, die es ca. 48 Stunden nach einem Konzert erlauben, den Mitschnitt desselben herunterzuladen. Ein supersimple Idee, auf die schon lange jemand hätte kommen können. Jetzt müsste Springsteen nur noch die Daten für die Europa-Konzerte bekanntgeben, die dann hoffentlich auch einen Gig in Zürich oder so enthalten.
Coming soon: fans will be able to purchase USB wristbands online and on tour & pick 1 live to show to download starting w/1.26 in Cape Town. Shows will be available to download within approx. 48 hrs. after the concert ends. Online orders begin next week. Stay tuned for more info!
Wer mehr wissen möchte, folgt dem Boss auf Twitter.
Auserwählt?
Ich hatte immer gelernt, wir seien die Auserwählten, wir seien etwas Besonderes. Aber mehr und mehr hatte ich das Gefühl, dass die anderen Religionen vom Prinzip her sehr ähnlich sind.
Yakov, Haredim aus Beit Shemesh in einem spannenden Artikel der NZZ.
Es sind solche Texte aus dem «normalen» Israel, die uns das Land und sein Volk näherbringen können. Anders als hier gerne angenommen, ist dieser Staat ziemlich heterogen. Wie man sieht, gibt es selbst innerhab der relativ geschlossenen Gesellschaft der ultra-orthodoxen Haredim eine gewisse Bandbreite von Meinungen. Und wenn man den Text liest, kann man tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass sich da ein bisschen etwas in Richtung Liberalisierung tut. Das wäre natürlich auch höchste Zeit. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass diese Gruppe nur etwa 10% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Abseits davon ist in grossen Teilen des Landes das sekulare Leben so real wie bei uns.
Eine Journalistin mit ultra-orthodoxem Hintergrund wird folgendermassen zitiert:
Die Regierung spricht mit den Rabbis, aber das ist ein Fehler. Denn der Wandel geschieht still und leise in den Reihen der gewöhnlichen Bevölkerung, da braucht es Unterstützung
Ein Leben ohne Steuern
Bei der guten (?) Dani Brandt hatte ich einen Tweet gesehen, in welchem sie Steuern als Diebstahl bezeichnete. In der folgenden Diskussion kam dann zwar ihr Hass auf den Staat zum Ausdruck, ein alternatives Modell wollte sie aber nicht präsentieren. Der ebenfalls beteiligte Andreas Moser brachte es dann auf den Punkt:
https://twitter.com/amoser/status/419843466475352064
Wenn man es so liest, mag man sich ein Leben ohne Steuern als wünschenswert vorstellen. Anstatt sich also etwa 1,5 Monatslöhne vom Staat «klauen» zu lassen, hat man sie Ende Jahr noch in den Taschen.
Wenn mir einmal davon ausgehen, dass es «den Staat» bzw. eben seine Institutionen nicht gäbe, wie würde dann die politische Meinungsbildung funktionieren? Wer würde für Sicherheit sorgen? Wer würde Menschen, die sich nicht ans Gesetz halten dafür zur Rechenschaft ziehen?
Natürlich könnte man Schulen auch privat finanzieren. Aber wäre das automatisch besser? Wie würde man sicherstellen, dass man gewisse Standards würde einhalten können? Wie könnte man den Zugang an die Universitäten weiterhin so gestalten, dass Studieren für Menschen aller Schichten möglich bliebe?
Als Autofan frage ich mich natürlich auch: Wie würde der Strassenbau geregelt? Wer würde Autobahnen bauen und sanieren? Aber auch der heute öffentliche Verkehr müsste dann privatisiert werden. Wer also würde die Züge und Gleise finanzieren, ohne dass man auf einen Schlag viel mehr für die Tickets bezahlen müsste?
Bestimmt gibt es noch diverse andere Bereiche, die ich jetzt nicht erwähnt habe. Nur das zu bezahlen, das wir unmittelbar brauchen, scheint mir höchst unrealistisch. Die Diskussion erinnert natürlich an das, was wir letztes Jahr schon mit Limi diskutiert haben. Doch die Steuern ganz wegzulassen, ist dann doch noch ein Stück blinder und blöder.
Folgeempfehlung: James Blunt
Es gibt ja ein paar Prominente, denen muss man auf Twitter einfach folgen. Früher waren das vielleicht noch Demi Moore und Ashton Kutcher, aber diese Zeit ist definitiv vorbei. Und eigentlich konnte ich den Hype nie recht nachvollziehen. Einige Stars twittern nur, wenn sie irgenwas zu promoten haben, was dann ziemlich langweilig ist. Aber es gibt auch Leute wie James Blunt, die Twitter nutzen, um sich elegant mit ihren Hatern auseinanderzusetzen. Wie zum Beispiel hier:
https://twitter.com/JamesBlunt/status/411200474654597120
Also los: Folgen! 😉
Opel Adam im Test
Wer gedacht hat, die Tests bei Tacho auf SRF seien etwas oberflächlich… Wir können’s auch nicht besser. 😉
Eigentlich war die Sache ursprünglich als Test für die GoPro im Zusammenspiel mit Mikros gedacht. Ich habe dann aber doch mal ein bisschen rumgeschnipselt, um sowas wie einen Test zu erhalten.






