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Hansi Burri Hopp Luzern
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Hansi Burri Hopp Luzern
ja, es ist ganz sonnenklar, der fc basel hat die favoritenrolle inne. mit mehreren nati-spielern antretend verfügt man auch finanziell über deutliche vorteile. laut schätzungen der sonntagszeitung, hat der fc luzern ein budget von 7,8 millionen franken. bei basel wird das buget auf mehr als das vierfache geschätzt: 32’000’000 chf.
leider kann der natürlich noch nicht eingesetzt werden. also müssen wir weiterhin darauf hoffen, dass die bisher angeschlagenen spieler bis übermorgen wieder richtig fit werden. an motivation dürfte es ihnen ja kaum fehlen.
geht es nach mario cantaluppi, dann hat der fc luzern durchaus eine chance die übermächtigen aus basel zu schlagen…
nachdem gestern der fcz und eben nicht der fcb meister wurde, wird die aufgabe für den fc luzern am pfingstmontag auch nicht leichter. basel wird um jeden preis versuchen, doch noch einen titel ans rheinknie zu holen. in luzern dagegen wird es in der offensive so einige probleme geben: makanaki verletzte sich gestern in sion, lustrinelli ist möglicherweise wieder knapp fit bis zum cupfinal. nicht gerade rosige aussichten…
p.s. gratulation an den fc züri, ihr habt den titel verdient!
irgendwie ist das ja schon merkwürdig. normalerweise wird das angebot mit der zeit breiter, die preise für dieselbe dienstleistung nehen über die zeit tendenziell ab. ein gutes beispiel hierfür ist wohl die mobiltelefonie. vor 10 jahren noch sehr teuer, telefoniert man heute relativ günstig und dazu noch die möglichkeit der videotelefonie. sms wurden günstiger, mms kamen als erweiterung dazu.
im bereich fernsehen wird zwar auch das angebot ausgeweitet, doch immer mehr dinge wollen bezahlt werden. um die entscheidung in der schweizer fussballmeisterschaft live am tv mitzuverfolgen, braucht man deshalb teleclub. sf überträgt das spiel fc basel – bsc young boys. ein spiel, dass falls der fcz in zürich gegen gc gewinnt, völlig irrelevant ist. der fc basel benötigt für den meistertitel nicht nur einen sieg gegen yb, sondern auch die freundliche hilfe von gc. die plätze im hardturm-stadion sollen bereits ausverkauft sein, teleclub haben die wenigsten leute zuhause. also gäbe es die möglichkeit des «public viewing» (herrliches neudeutsch) in diversen bars in zürich. 20min weiss, wo man sich das spiel auf leinwand oder grossem tv ansehen kann. doch das ist mir irgendwie weder fisch noch vogel, entweder sitze ich im stadion und schreie den fcz zum meister oder als alternative: gemütlich zuhause vor dem tv alles besser wissen. dazwischen gibt es in diesem fall nichts für mich. doch: ins kino gehen und mir den bedeppten piraten ansehen….
übrigens gibt’s in zürich eine freinacht im falle des titelgewinns.
von zürcher seite war ja befürchtet worden, der fc luzern könnte im hinblick auf die winkende uefa-cup-qualifikation absichtlich verlieren, um basel im meisterrennen zu stützen. doch das war gar nicht nötig. in nur zehn minuten hatte der fcb in luzern das spiel entschieden. ganz ohne hilfe der luzerner nutzten sie zwei standardsituationen ideal aus, nachdem sie zuvor gleich mehrmals am starken zibung gescheitert waren. dann hätte man das spiel eigentlich abpfeifen können. klar, basel liess den aufsteiger aus der innerschweiz spielen. dieser erarbeitete sich sogar zahlreiche chancen, hätte zur pause ohne probleme wieder gleichauf mit den baslern sein können. zumal tchouga einmal klar penaltyreif im strafraum aus dem gleichgewicht gebracht wurde. alle anderen luzerner angriffsversuche wehrte costanzo sehr gut ab. beim fcl spielt übrigens zum ersten mal sandro foschini, der im mittelfeld eine reife und vor allem mutige leistung darbot. als lohn dafür wurde er erst nach 54 minuten ausgewechselt.
auch nach der pause liess der fcb die blauweissen ins leere laufen. rakitic machte die sache mit seinem 3:0 endgültig klar. die zahlreichen fcb-fans feierten sich bereits als schweizermeister, da yb auf heimischem kunstrasen den noch führenden zürchern paroli bieten zu schien. das 2:2 in bern hievte die blauroten temporär an die spitze der super league tabelle. das wurde dann auch mit unzähligen petarden und einigen leuchtraketen gefeiert. auch die luzerner feierten, wenn auch weit dezenter, da der basler meistertitel dem fcl wie bereits erwähnt mindestens zwei spiele auf internationalem parkett ermöglichen würde. das ganz grosse feuerwerk mussten die basler sich aber sparen: der fcz traf in bern zum 3:2 und war auf einen schlag wieder im meisterrennen vor basel. nach dem schlusspfiff konnte sich also niemand so richtig freuen.
so fanden sich einige fcb-spieler, fcl-goalie david zibung und auch ich vor einem kleinen presse-tv, wo man die letzten minuten des yb-fcz-spiels live mitverfolgen konnte. doch der fc zürich liess sich nicht verunsichern und ist weiter klar auf meisterkurs. sollte es basel nicht schaffen, wird das eine ganz bittere saison für den grossclub. schliesslich werden die ja nicht mal cupsieger… 😉
im ernst: nach der leistung vom samstag zweifelt wohl niemand daran, dass der fcb den cup mit leichtigkeit holt. schade für den fcl.
daten
Luzern – Basel 0:3 (0:2)
Allmend. – 9558 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 4. Sterjovski 0:1. 10. Ergic 0:2. 66. Rakitic 0:3.
Luzern: Zibung; Sam, Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Fabian Lustenberger (46. Mamone), Imholz; Paquito, Foschini (54. Andreoli); Makanaki (65. Righetti); Tchouga.
Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Nakata; Ba; Rakitic (69. Buckley), Ergic, Chipperfield, Sterjovski (77. Burgmeier); Eduardo (62. Derdiyok).
Bemerkungen: Luzern ohne Cantaluppi (gesperrt), Lustrinelli, Mettomo und Seoane (alle verletzt). Basel ohne Petric (verletzt). ASL-Debüt von Sandro Foschini. 53. Eduardo-Tor wegen Hands aberkannt. Verwarnungen: 13. Bader (Foul), 39. F. Lustenberger (Foul).
eines vorweg: durch das unentschieden von schaffhausen ist der ligaerhalt definitiv geschafft. herzliche gratulation an ciriaco sforza und sein team.
nach dem spiel feierten die fcz-anhänger ihre mannen in sehr ausgedehnter weise. einerseits, weil man den meistertitel immer noch in griffweite hat. aber andererseits, weil der sieg in diesem spiel sehr hart erkämpft werden musste. die luzerner gaben trotz langer verletztenliste (tchouga, mettomo, diethelm, fabian lustenberger, righetti und seoane) ihr absolut bestes. defensiv stabil liessen sie in der ersten hälfte keine echte torchance für den fcz zu. erst in der nachspielzeit musste goalie zibung erstmals klären. dafür konnten sich die zürcher beim torpfosten bedanken, dass der vermeintlich schwache gegner nicht mit 1:0 vorne lag. makanaki hatte nämlich einen ball, der nach einem schuss lustrinellis vor seinen füssen landete, an die torumrandung gesetzt. leoni wäre chancenlos gewesen. genau dieser makanaki reizte die zürcher bis aufs blut. zwei mal innerhalb weniger sekunden wurde er gefoult, wobei zumindest das zweite foul relativ hart war. weil die zürcher aber eine schwalbe zwecks zeitschinderei vermuteten, rissen sie am liegenden luzerner spieler herum. cantaluppi, der nun endlich eine leaderrolle auf dem platz einnimmt, verteidigte makanaki vehement. deswegen kassierte er (wie auch der zürcher césar) eine gelbe karte. den kurz darauf folgenden eckball wollte cantaluppi nicht treten, weil ihm das bier gleich literweise entgegen geworfen wurde. doch anstatt per stadionspeaker die leute aufzufordern, keine gegenstände aufs feld zu werfen, ermahnte schiri kever den zürcher in luzerner diensten abermals. lustrinelli nahm sich ein herz und führte den corner schnell aus, nicht ohne auch noch eine bierdusche abgekriegt zu haben. im übrigen flog etwa zehn zentimeter neben mir eine bierflasche (aus glas!) über den zaun. schade, dass sich die tollen zürcher fans zu solchen dummheiten hinreissen lassen.
in der zweiten halbzeit verlor das spiel allmählich an brisanz, zumal der fcl mit zunehmender spieldauer immer müder wurde. offensivaktionen gab es nun kaum mehr. dazu kam, dass sowohl lustrinelli, als auch makanaki verletzt ausgewechselt werden mussten. die jungen munsy und fanger zeigten zwar viel engagement, konnten aber keine entscheidenden akzente setzen. imholz dagegen – er spielte durch – scheint im mittelfeld seine position gefunden zu haben. erst als in der 70 minute santos eingewechselt wurde, begann der niedergang der luzerner. drei minuten später bediente der den freistehenden césar – 1:0. in der 80. minute verwertete er einen abpraller zibungs zum 2:0 endresultat.
der fcl muss sich aber gar nichts vorwerfen, denn er hat bis zum umfallen gekämpft. besonders gefallen hat mir makanaki, der auch defensiv einige gute aktionen hatte. der fcz verdient in meinen augen den meistertitel, auch wenn uns jener von basel die direkte qualifikation für den uefa-cup einbringen würde. theoretisch könnte man also gegen den fcb «absichtlich verlieren», damit er im meisterrennen vorteile hat. naja, wenn der fcl den cupfinal gewinnt, dann ist das sowieso alles egal. 🙂
daten
Zürich – Luzern 2:0 (0:0)
Hardturm. – 11 300 Zuschauer. – SR Kever. – Tore: 73. Cesar 1:0. 80. Santos 2:0.
Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, von Bergen, Rochat; Staubli (70. Schönbächler), Barmettler, Inler, Cesar; Alphonse (70. Santos), Raffael (87. Lampi).
Luzern: Zibung; Sam, Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Lambert, Cantaluppi, Imholz, Makanaki (71. Munsy); Paquito; Lustrinelli (53. Fanger).
Bemerkungen: Zürich ohne Abdi (gesperrt), Stucki (gesperrt/verletzt), Margairaz, Dzemaili, Stanic, Schneider, Eudis und Kollar (alle verletzt), Luzern ohne Fabian Lustenberger, Tchouga, Mettomo, Diethelm, Seoane und Righetti (alle verletzt). – 49. Lustrinelli verletzt ausgeschieden (linker Knöchel). – 31. Pfostenschuss Makanaki. – Verwarnungen: 40. Cesar, 40. Cantaluppi (beide Unsportlichkeit), 54. Inler (Foul).
eines vorweg: mario cantaluppi hat einen riesigen schritt voran getan. endlich zeigte er einsatz und biss. sein forechecking führte mehrmals zu guten szenen für den fc luzern. so wie er in der ersten halbzeit aufgetreten ist, könnte cantaluppi eine echte verstärkung für den fcl sein.
wie dave zibung in einem interview nach dem spiel zu protokoll gab, wollte man dieses spiel undbedingt gewinnen. und: man merkte das sogar. die erste halbzeit gehörte ganz klar dem fc luzern, der zwar nicht gerade ein offensivspektakel bot, aber ganz eindeutig die besseren chancen verbuchen konnte. eine davon verwertete mauro lustrinelli in mustergültiger manier, indem er einen schafen flachpass von paquito ins tor ablenkte. zuvor hatte maric die st.galler führung kümmerlich vergeigt. seit langem konnte man auf der allmend wieder einmal qualitativ ansprechenden fussball geniessen. weniger genussvol gestaltete sich wohl der abend nach dem spiel für schiri laperrière. er hatte einen glasklaren elfmeter (koubsky liess lustrinelli über die klinge springen) nicht gegeben, der schiedsrichterinspitient hat’s notiert.
bekannterweise ist luzern nicht sonderlich gut im verteidigen von 1:0-führungen. auch an diesem tag nicht. nach der pause spielte bei st.gallen feutchine für di jorio. er brauchte nur zehn minuten, bis ihn bader durch einen verpatzten befreiuungsschlag perfekt lancierte. feutchine nahm die einladung an und traf locker über den aus dem tor geeilten zibung. bei luzern wurde in der halbzeit der vielversprechende sascha imholz durch den wie immer topmotivierten josé luis mamone ersetzt. dieser rackerte viel, konnte aber nicht verhindern, dass die luzerner kräfte langsam schwanden. die zweite halbzeit gehörte also klar den st.gallern, die ihr chancenplus allerdings nicht zu nutzen wussten.
daten
Luzern – St. Gallen 1:1 (1:0)
Allmend. – 5751 Zuschauer. – SR Laperrière. – Tore: 14. Lustrinelli 1:0. 55. Feutchine 1:1.
Luzern: Zibung; Lambert, Pascal Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi, Imholz (46. Mamone); Makanaki (62. Sam), Paquito, Lustrinelli; Tchouga.
St. Gallen: Razzetti; Zellweger, Koubsky, Mijat Maric, Cerrone; Di Jorio (46. Feutchine), Gelabert, Gjasula (86. Muntwiler), Marazzi (77. Ciccone); Mendez, Aguirre.
Bemerkungen: Luzern ohne Fabian Lustenberger, Mettomo, Diethelm und Seoane (alle verletzt), St. Gallen ohne Garat, Alex und Malenovic (alle gesperrt) sowie Callà (verletzt). 67. Lattenschuss von Gjasula.
das 1:6 gegen die grasshoppers mag resultatmässig einer blamage gleichen, doch erst gegen yb kam das spiel der luzerner einer arbeitsverweigerung gleich. die berner haben eine technisch gute mannschaft, selbst wenn mit yakin und varela zwei der besten techniker fehlen. als aufsteiger mit fussballerisch bescheidenen mitteln gibt es also nur eine möglichkeit, gegen solche teams zu bestehen: kämpfen bis zum umfallen. doch wenn das herz nicht für den blauweissen club aus der zentralschweiz schlägt, dann ist man scheinbar trotz bezahlung nicht dazu bereit zu rennen. dass gerade die älteren, routinierteren spieler an einsatz und motivation vermissen lassen, stimmt nachdenklich. nach diesem spiel ist für mich klar, wer dem club momentan mehr schadet als nutzt. allen voran der hitzkopf mario cantaluppi, der sich nur im wortgefecht mit dem schiri wirklich anstrengt und dafür wohl zurecht gelb sah. aber auch makanaki, mauro lustrinelli und ivan dal santo. ciriaco sforza würde gut daran tun, diese drei für den rest der saison mit hungrigen u21- oder u18-spieler zu ersetzen. schlechter als diese fussballer würde sie ihren job nicht machen.
mit vorbildlichem einsatz gehen jeweils nur claudio lustenberger und goalie david zibung zu werke. mit abstrichen ebenfalls noch ausreichende motivation zeigen die offensivkräfte paquito und tchouga. im defensiven bereich zu kämpfen bereit sind pascal bader und josé luis mamone.
zum spiel selbst kann man als luzerner eigentlich gar nicht viel sagen, so schlecht war das. der fcl hatte die ganze erste halbzeit über keine brauchbare offensivaktion. es war aber nicht so, als wären die young boys im minutentakt vor zibung aufgetaucht. doch in der 35. minute konnten die gäste das 0:0 nicht mehr länger halten, weil sie marcos im strafraum alleine liessen und dieser eiskalt per kopf verwertete. nur 3 minuten später war es raimondi, der zibung keine chance liess. mit dem 2:0 zur pause waren die luzerner noch gut bedient.
die 11700 zuschauer sahen eine äusserst ereignisarmes spiel. erst in der 74. minute kam wieder etwas spannung auf, da die yb-verteidigung schlief und tchouga in routinierter art den anschlusstreffer erzielte. die hoffnung währte nur sehr kurz, 2 minuten später traf marcos zum 3:1 endresultat.
für das nächste spiel zuhause gegen st.gallen wünsche ich mir grössere umstellungen in der mannschaft des fcl. da cantaluppi rein gar nichts bringt, soll er endlich ersetzt werden. genc mehmeti, michael diethelm, aber auch jonas bernet (u21) könnten seine position bestimmt besser spielen. im sturm wünsche ich mir munsy, sulejmani (u21) oder auch sorgic (u18) für den glücklosen lustrinelli. die position von makanaki könnte wohl am besten der verletzte cary righetti spielen, stattdessen könnte man auch lambert dort einsetzen oder allenfalls mehidic (u18). in der verteidigung gibt es genügend spieler der ersten mannschaft (bader, sam, diethelm, lambert, mettomo, bürki), damit der lustlos agierende ivan dal santo auf der tribüne platz nehmen kann.
daten
Young Boys – Luzern 3:1 (2:0)
Stade de Suisse. – 11 723 Zuschauer. – SR Steiner. – Tore: 35. Marcos 1:0. 38. Raimondi 2:0. 74. Tchouga 2:1. 76. Marcos 3:1.
Young Boys: Wölfli; Zayatte, Tiago (90. Nganga), Kallio, Hodel (81. Kavak); Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; Häberli, Marcos (86. Madou).
Luzern: Zibung; Diethelm (17. Lambert), Bader (49. Sam), Dal Santo, Claudio Lustenberger; Makanaki, Cantaluppi, Mamone, Paquito; Lustrinelli, Tchouga.
Bemerkungen: YB ohne Aziawonou, Frimpong (beide verletzt), Varela, Yakin (beide gesperrt), Luzern ohne Fabian Lustenberger, Mettomo, Seoane, Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 15. Cantaluppi (Reklamieren), 22. Hodel (Foul, in den nächsten beiden Spielen gesperrt).
[quelle: tagi]
der sfv bekommt ja regelmässig sein fett weg, vor allem dann, wenn unserer nati mies spielt. nun gibt es endlich mal einen grund, den schweizer fussballverband zu loben. ab sommer 2007 sollen in den amateurligen bei punktlgeichheit zweier teams die punkte im fairnessranking den ausschlag zur besserplatzierung geben. allerdings ist das nur ein vorschlag, die regionalverbände müssen selbst entscheiden, ob sie das wirklich so möchten. hier hätte der sfv ruhig etwas konsequenter vorgehen und die massnahmen zwingend zur umsetzung vorscheiben können.
so oder so, es ist richtig, dass im sport auch fairness gewertet wird. sie ist ein zentraler bestandteil des sports. wer sich auf dem platz nicht fair benehmen kann, soll dafür bestraft werden können. der vorteil der vom sfv vorgeschlagenen lösung ist natürlich, dass speziell faire mannschaften sogar noch belohnt werden.
artikel von nzz-online:
Mehr Anstand auf Fussballplätzen
Amateurliga zählt künftig Fairnesspunkte bei Punktegleichheit
Gewalt und Fussball gehen immer wieder unrühmliche Koalitionen ein. Nun will die Amateurliga in der Schweiz Gegensteuer geben und in den unteren Ligen vier Massnahmen umsetzen. Dazu gehört eine Fairness-Rangliste, die im Fall von Punktegleichheit zur Anwendung kommt.
(si/ap)/ubl. Die Meldungen über Fussballspiele, die aus den Fugen geraten, häufen sich. Dabei handelt es sich nicht um Partien der Challenge oder Super League. Vielmehr machen Begegnungen der «Wurst-und-Brot-Ligen» vermehrt unrühmliche Schlagzeilen. Es kommt zu Tätlichkeiten, Raufereien, Schiedsrichterbeleidigungen und Spielabbrüchen. Selbst Junioren verwechseln den Fussballrasen immer häufiger mit dem Boxring.
Vier Massnahmen ab dem Sommer 2007
Nun will die Amateurliga des Schweizerischen Fussballverbandes weitere Schritte unternehmen, um die Gewalt rund um Fussballspiele einzudämmen. Vier Massnahmen treten auf den 1. Juli 2007 in Kraft:
1. Ab der Saison 2007/2008 sind die 13 Regionalverbände ermächtigt, bei Punktgleichheit für die Festlegung der Rangierung auf die Fairness-Rangliste zurückzugreifen.
2. Jeder Regionalverband muss einen Fairplay-Verantwortlichen oder eine Fairplay-Kommission stellen. Zum Aufgabenbereich gehören Spielbeobachtungen, das Durchführen von Kursen zum Thema Führungsverhalten und das Zitieren von fehlbaren Klubmitgliedern vor das Verbandsgremium.
Dem Gegner die Hand schütteln
3. Vor und nach jedem Spiel findet ein «Shake-hands» statt, das der Schiedsrichter in seinem Rapport bestätigen muss.
4. Jeder Regionalverband muss zehn sogenannte «be-ToleranT- Spiele» durchführen. Dabei sollen jugendliche Fussballer ein Freundschaftsspiel leiten und damit die Herausforderung der Schiedsrichterei kennenlernen.
Wie die Organisation am Mittwoch mitteilte, folgte der SFV-Verbandsrat bei der «Fairness-Rangliste» einem Antrag der Amateurliga für diese einschneidende Massnahme. Die bis jetzt eingeführten Massnahmen und laufenden Projekte zur Eindämmung der Gewalt auf Fussballplätzen werden fortgeführt.