erstmals feuerwerk auf andere fans?

nach den gestrigen ausschreitungen in basel und bern sind die hooligans, oder wie man sie ganz genau nennen will, wieder mal in aller munde. dass gerade in den euro-08-stätten solche probleme auftauchen, stimmt so kurz vor der grossveranstaltung schon nachdenklich. zumal ich sagen muss, dass ich vor allem in basel schon oft das gefühl hatte, dass man es mit der sicherheit einfach nicht im griff hat. wie bringen die fcz-fans unmengen an pyro-material ins stadion? warum lässt man die offenbar gewaltbereiten fans in die obere stadionetage, von wo aus sie die darunter sitzenden leute mit gegenständen bewerfen können? und warum versuchte keiner der zürcher spieler oder betreuer, den eigenen anhang zu beruhigen?

zudem ist mir im nzz-online artikel zu dieser leidigen geschichte noch etwas aufgefallen. dort wird berichtet, dass zum ersten mal bewusst bengalen auf gegnerische zuschauer geworfen worden seien. nun, ich erinnere mich an ein spiel des fc luzern gegen den fc basel, als feuerwerk vom gäste- in den fcl-fansektor flog.

tagesanzeiger.ch

zenit st.petersburg rocks

hihi

den zittersieg der bayern über getafe hatte ich nach einem kinobesuch in einer kebabbude miterlebt. damals hatte getafe grossartigen fussball gezeigt und war in allerletzter minute vom unbändigen deutschen kampfsieg und dem dazugehörigen glück doch noch aus dem uefacup gekickt worden. die deutschen machten sich vor jenem spiel in spanien unbeliebt, indem sie den topclub aus der primera division als «die namenlosen» bezeichneten. zum glück ist man nun gegen einen weit bekannteren kontrahenten ausgeschieden… 😉

fc zürich – fc luzern 1:0

tja, nach über 90 minuten war das glück dann endgültig aufgebracht. silvan aegerter bezwang den luzerner goalie zibung in der nachspielzeit zum 1:0 endresultat zugunsten des fc zürich. das ganze spiel war eine ziemlich einseitige angelegenheit, wenn auch der fc luzern in der ersten hälfte relativ mutig begann. tatsächlich konnte sforza nur noch auf 4 ersatzspieler zurückgreifen – eine folge der sperren und verletztungen beim fc luzern. vorne tat lustrinelli wieder mit, blieb aber blass und ohne echte torchance. das müsste man eigentlich für die gesamte luzerner offensive sagen, wenn nicht chiumiento und el idrissi in der ersten hälfte je eine gute torchance für sich hätten verbuchen können.

der fcz ging auch in der zweiten hälfte fahrlässig mit seinen chancen um. und wenn man doch einmal ins tor traf, war es eben abseits. mehr und mehr wurden die gäste aus derinnerschweiz zentralschweiz in die eigene platzhälfte zurückgedrängt. el idrissi rettete auf der linie per kopf, wenig später stand das waagrechte aluminium einer zürcher führung im wege. alle drei ersatzfeldspieler kamen in der zweiten hälfte zum einsatz. für roberto souto ar es das super league debut. somit kam auch der seltsamste fcl-transfer dieser saison kurz zum einsatz: ahmad sharbini.

am ende tat die niederlage zwar kurz weh, war aber doch die logische und verdiente folge der in der zweiten halbzeit forcierten zürcher angriffsbemühungen. da der abstand auf den barrage-platz aktuell mit 8 punkten beziffert werden kann, sollte man relativ ruhig in die verbleibenden drei partien gehen könne. und das dürfte wiederum die voraussetzung dafür ein, dass man ab und zu punktet.

tele cool (?) interview: kurz vor dem ende des videos kommt roli schwegler zu wort… unbedingt anschauen. 🙂

daten

Zürich – Luzern 1:0 (0:0)

Letzigrund. – 8600 Zuschauer. – SR Busacca. – Tor: 91. Aegerter 1:0.

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Lampi (69. Rochat); Aegerter, Abdi, Tico, Schönbächler; Silvio (88. Kondé), Alphonse.

Luzern: Zibung; Lambert, Bader, Schwegler, Diethelm; Makuka (55. Shi Jun), Seoane, Wiss, El Idrissi (82. Sharbini); Chiumiento; Lustrinelli (76. Souto).

Bemerkungen: Zürich ohne Chikhaoui, Djuric, Eudis, Guatelli, Hassli, Stanic, Staubli, Stucki (alle verletzt) und Tahirovic (diszipliniarisch). Luzern ohne Diarra, Lustenberger (beide gesperrt), Bättig, Kukeli, Tchouga und Veskovac (alle verletzt). 51. Tihinen-Kopftor wegen Abseits nicht anerkannt. 67. El Idrissi klärt nach Tihinen-Kopfball auf der Linie. 70. Abdi-Freistoss an Lattenunterkante. Verwarnungen: 55. Tihinen (Foul), 68. Wiss (Foul).

[quelle: tagesanzeiger.ch]

bsc young boys – fc luzern 0:1

es gibt gute spiele und es gibt schlechte spiele. aber dann gibt es auch diese spiele, die nicht in ein normales raster passen, an die man sich noch lange erinnern wird. gestern fand im stade de suisse ein solches statt. der fc luzern bezwang den zuhause ungeschlagenen meisteraspiranten auf dem frisch verlegten naturrasen. während die erste halbe stunde relativ arm an chancen war, stürmte yb den rest des matches auf das luzerner tor. dort stand mit zibung – ich sage das einmal mehr – der beste torhüter der schweiz, der nicht gewillt war einen ball auch nur in die nähe des tornetzes zu lassen. ganz ohne nominellen stürmer angetreten, kam das luzerner offensivspiel etwas seltsam daher. vorne spielten davide chiumiento und faycal el idrissi. nach dem platzverweis für diarra agierte der wirblige chiumiento als ballhalter ganz alleine im offensiven bereich. unmittelbar vor der zweiten gelben karte von boubacar diarra überraschte faycal el idrissi yb-hüter wölfli in der 49. minute mit einem distanzschuss. zu diesem zeitpunkt glaubten wohl selbst die 11 luzerner noch nicht recht an die sensation.

im endeffekt war es der unbeugsame kampfgeist der innerschweizer, der zusammen mit einem eisernen willen zum erfolg führte. da macht es nicht viel aus, veskovac nach nur 30 minuten verletzt vom feld musste und mit bader durch einen sicher nicht gleichwertigen spieler ersetzt wurde. auch die gelbrote karte für diarra nach gerade einmal 51. minuten wirkte sich nicht aus. selbst als schwegler mit voller absicht und absolut rot-würdig burim kukeli von den beinen holte, konnte das die sforza-elf nicht beirren. nein, auch die unglaublichen 7 minuten und 45 sekunden an nachspielzeit führten nicht zur aufgabe der hoffnung. und dass nach 97 minuten auch noch claudio lustenberger mit gelbrot vom feld musste, konnte die blauweissen erst recht nicht bremsen. immer wieder trieb neben zibung auch der starke gerardo seoane seine mannen an. natürlich brauchte es bei all den yb-chancen auch eine gehörige portion glück. ich würde sogar sagen: das glück darf der fcl die restliche saison wohl kaum noch beanspruchen. trotzdem: die yb-viertelstunde muss umbenannte werden, neu sind es die 22 fcl-minuten.

ein paar worte zu yb. wer wirklich meister werden will, muss die stadt euphorisieren. gestern hätte yb mit einem sieg gegen das vermeintlich unterlegene luzern an die spitze der tabelle gelangen können und wäre der meisterschaft ein grosses stück näher gekommen. trotzdem fanden nur 18’000 zuschauer den weg ins stade de suisse. ausserdem galt einmal mehr die alte weisheit «wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein».

daten

Young Boys – Luzern 0:1 (0:0)

Stade de Suisse. – 18 000 Zuschauer. – SR Petignat. – Tor: 49. El Idrissi 0:1.

Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler (90. Tiago), Portillo, Ghezal, Zayatte (65. Schneuwly); Hochstrasser (72. Frimpong), Doubai; Varela, Yakin, Raimondi; Häberli.

Luzern: Zibung; Roland Schwegler, Veskovac (30. Bader), Diarra, Lustenberger; Lambert (66. Makuka), Seoane, Wiss, Kukeli; El Idrissi (54. Diethelm), Chiumiento.

Bemerkungen: YB ohne Yapi (verletzt), Luzern ohne Tchouga, Lustrinelli, Bättig (alle verletzt). 36. Offside-Tor von Yakin annulliert. 51. Gelb-Rot gegen Diarra (Foul). 98. Gelb-Rot gegen Lustenberger. Verwarnungen: 13. Zayatte (im nächsten Spiel gesperrt), 36. Lustenberger, 39. Diarra, 45. Roland Schwegler (alle Foul), 48. Seoane (Unsportlichkeit), 79. Christian Schwegler (Foul, im nächsten Spiel gesperrt).

kein kontakt zwischen david zibung und borussia dortmund

Ich habe weder mit Borussia Dortmund noch mit einem anderen Verein gesprochen. Mich hat bis heute auch niemand kontaktiert. Das einzige was momentan für mich zählt ist der FC Luzern. Basta! Ich konzentriere mich voll auf den Ligaerhalt und will mich nicht mit Spekulationen auseinandersetzen.
david zibung im interview mit stefan bucher link

david zibung zu borussia dortmund?

der beste torhüter der schweiz – david zibung vom fc luzern – soll vor einem wechsel zur borussia dortmund stehen. laut der zuverlässigen quelle (oder auch nicht: link) soll der vertraglich bis 2010 an luzern gebundene goalie für unter einer million euro zu den borussen wechseln.

wenn sich das gerücht bewahrheiten sollte: alles gute dave! vielleicht sähen so die herren vom sfv auch endlich ein, wer zwischen die pfosten in der nati gehört…

die fcl fans werden ihn zwar vermissen, aber mit sven könig steht ein ebenbürtiger ersatz bereit.

zibung, zibung, davide zibung,

Du bisch so gross, Du bisch so stark,

hau sie alle um!

🙂
merci für alles, dave!

fc luzern – fc st.gallen 1:0

nur knapp 9000 zuschauer fanden den weg auf die luzerner allmend. die quittung für die zuletzt sehr enttäuschende leistung im wallis, die dann aber doch zu einem punktgewinn führte? die heimmanschaft war offensichtlich gewillt, die jüngere vergangenheit mit offensivspiel aus den köpfen zu verbannen. tatsächlich stürmte der fcl endlich mal so los, wie man es von einer richtigen allmendmacht erwarten könnte. einen ersten eckball trat el idrissi. der geriet grundsätzlich zu tief und zu kurz, landete aber direkt wieder beim franko-marokkaner. dieser spielte den in den rücken der abwehr geschlichenen bader an, der einfach mal drauf hielt. voilà: 1:0. pascal bader hatte seinen torriecher wieder einmal bewiesen. andere (chiumiento, lustrinelli, el idrissi) legen sich den ball lange zurecht, er schiesst einfach mal. der fcl blieb auch nach dem frühen tor gefährlich, lustrinelli kam beinahe zu einer hervorragenden chance, verstolperte aber den ball unglücklich. wenig später musste mauro lustrinelli vom platz, weil er sich eine knieprellung zugezogen hatte. der für ihn gekommene shi jun vermochte abermals nicht mit gefährlichen schüssen zu überzeugen, hielt aber den ball im angriffsbereich. doch nun tauten die st.galler so langsam auf, ohne jedoch zu ernsthaft gefährlichen chancen zu kommen.

in der zweiten hälfte konzentrierte sich der fc luzern vermehrt auf abwehraufgaben. die st.galler rannten an. weiterhin blieben chancen absolute mangelware. so verstrich minute um minute und der barrage-gefährdete fc st.gallen wurde immmer verzweifelter. für die letzten 10 minuten ersetzte sforza sogar chiumiento durch bättig, was die mauertaktik auch personell unterstrich. am ende ging es für den fc luzern gut aber auch sehr unattraktiv aus. nur weil st.gallen offensiv so schwach auftrat, musste man nie wirklich angst um die blauweissen haben. durch den gewinn dieses sehr wichtigen spiels kann man sich nun etwas vom barrageplatz absetzen.

daten

Luzern – St. Gallen 1:0 (1:0)

Allmend. – 8921 Zuschauer. – SR Hänni. – Tor: 5. Bader 1:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Bader, Lustenberger; Seoane; El Idrissi, Wiss, Chiumiento (81. Bättig), Kukeli (60. Lambert); Lustrinelli (28. Shi Jun).

St. Gallen: Lopar; Zellweger, Koubsky, Schneider, Weller; Muntwiler (82. Ciccone), Gelabert; Callà, Aguirre (46. Ural); Fernandez (68. Marazzi), Zé Vitor.

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra (gesperrt), Pacar, Sharbini und Tchouga (alle verletzt). St. Gallen ohne Alex, Longo und Haas (alle verletzt) sowie Di Jorio und Gjasula (beide freigestellt). 28. Lustrinelli mit leichter Knieverletzung ausgeschieden. Verwarnung: 78. Muntwiler (Foul).

fc sion – fc luzern 0:0

unentschieden im tourbillon ist ein gutes resultat. hatte man sich gegen gc noch über zwei verlorene punkte ärgern können, so war der heutige punkt praktisch gestohlen. der fc luzern hatte eine einzige echte torchance, nämlich jene von kukeli nach nur einer spielminute. der vailati-ersatz gonzalez liess einen ball nach vorne abprallen, der junge kukeli schoss statt eines gefühlvollen lob mit vollem risiko und verfehlte das ziel um einige meter. danach gibt es aus luzerner sicht nichts mehr zur ersten halbzeit zu sagen. die walliser dagegen wussten zur pause nicht, warum es immer noch 0:0 stand.

damit der ball länger in der offensiven zone gehalten werden konnte, brachte sforza gleich nach der pause shi jun für roland bättig. der grossgewachsene chinese erfüllte diese aufgabe tatsächlich besser als es lustrinelli normalerweise tut. nur konnte auch er nicht für torgefahr sorgen. im gegenteil: offensivaktionen konnten weiter nur die weissroten für sich verbuchen. bei luzern zeigte einzig alain wiss eine ansprechende partie. alle anderen müsste man mit ungenügenden noten zum lauftraining schicken. dass sion trotzdem kein tor schiessen konnte lag nicht am stabilen abwehrriegel, an einem sensationellen zibung oder am offensivspiel der luzerner. nein, die sittener brachten den ball einfach nicht ins tor. klar, zibung kratzte einen ball raus, der an die latte ging, öfters hielt mal ein verteidiger einen fuss hin, aber unter dem strich hatte sion am ende des spiels 14 mal in richtung tor geschossen. ausserdem hatten die waliser eine wahnsinnige fehlpassquote zu beklagen.

die innenverteidigung bei luzern war so instabil wie noch nie in er rückrunde. das lag daran, dass beide stammspieler (veskovac und diarra) mit gelben karten vorbelastet waren. also schonte man den einen und prompt fing sich der andere die zur sperre führende karte ein. also wird auch gegen st.gallen eine alles andere denn sattelfeste abwehr auflaufen. ciriaco sforza ist gut beraten, gegen die grünweissen vermehrt die offensive zu suchen. sonst könnten die espen eventuell einen punkt von der allmend klauen…

übrigens: der stürmer ahmad sharbini gilt aktuell als verletzt und stand deshalb nicht einmal im aufgebot…

daten

Sion – Luzern 0:0

Tourbillon. – 9000 Zuschauer. – SR Zimmermann.

Sion: Gonzalez; Vanczak, Alioui, Kali, Paito; Nwaneri; Beto, M’Futi (70. Grosicki); Reset (68. Adeshina), Dominguez; Saborio.

Luzern: Zibung; Schwegler, Bader, Diarra, Lustenberger; Bättig (46. Shi Jun); Wiss, Kukeli; El Idrissi (59. Lambert), Chiumiento; Lustrinelli.

Bemerkungen: Sion ohne Vailati, Bühler und Brellier (alle verletzt). Luzern ohne Seoane (gesperrt) und Tchouga (verletzt). 59. Lattenschuss von Dominguez. 79. Lattenschuss von Dominguez, Tor von Saborio im Nachschuss wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 43. Chiumiento (Unsportlichkeit). 50. Diarra (Foul). 64. Kukeli (Foul). 79. Bader (Foul).

krass unterlegen in sion

was hier ein bisschen wie eine chance aussieht, ist in der tat lustrinellis einzige offensivaktion in der ersten hälfte. chancen hat – abgesehens von kukelis 100%iger – nur sion und zwar massig. mal sehen, wie es in der zweiten hälfte läuft…