nzz-online headline von heute 15:29:
Rekrut ist Todesschütze von Zürich-Höngg
Tatverdächtiger gesteht Tötungsdelikt mit Armeewaffe
unterschriftenbögen gibt es hier. danke.
nzz-online headline von heute 15:29:
Rekrut ist Todesschütze von Zürich-Höngg
Tatverdächtiger gesteht Tötungsdelikt mit Armeewaffe
unterschriftenbögen gibt es hier. danke.
nein, in einem kleinen kanton am vierwaldstättersee hat sie einen seltsamen sieg davon getragen. doch zuerst zu den beiden schmerzlichen niederlagen. statt zweier zusätzlicher svp-leute im ständerat, kam es am vergangenen wahlsonntag zur grossen schlappe: in st.gallen wurde svp-jungstar toni brunner nicht gewählt, in zürich verpasste der ehemalige parteipräsident ueli maurer den ständeratssitz deutlich. in st.gallen wurden die bisherhigen erika forster und eugen david klar gewählt. in zürich konnte die glp ihren triumphzug weiterführen, verena diener schaffte den einzug in den ständerat für die grünliberale partei.
soviel zum positiven. 🙂

die pestizidpartei hat eine wahlschlappe eingezogen
in luzern wurde nicht gewählt, dafür aber abgestimmt. die svp hatte hier zusammen mit der chance 21 ein referendum gegen den kantonsbeitrag von 20 millionen zur fusion von littau mit der stadt luzern lanciert. mit einer flächendeckenden plakatkampagne wurde die luzerner landbevölkerung dazu animiert, diesen kredit abzulehnen. die bekannte svp-rhetorik wurde aus dem schrank geholt. man wolle ja nicht steuersenkungen finanzieren. dazu zwei wichtige informationen: der kanton zahlt bei fusionen auf dem land jeweils um die 5 millionen. im kantonalen finanzausgleich luzerns ist die stadt luzern nettozahlerin, leistet also einen erheblichen beitrag an die ländliche infrastruktur.

doch das tintenfischplakat funktionierte wunderbar. der neid und der latente hass auf «die städter» führte zu einem wuchtigen /nein./ fast 60% der stimmenden lehnte den beitrag ab. noch eindrücklicher die zählung der gemeinden. ausser den von der fusion direkt betroffenen gemeinden luzern und littau, lehnten alle gemeinden den kredit ab.
die fusion wird übrigens trotzdem vollzogen. das von der svp so sehr gefürchtete «grossluzern» ist also weiter am entstehen. nun soll eine vox-analyse untersuchen, wie es zum massivennein kommen konnte. eigentlich könnte man sich den aufwand sparen. der grund war schlicht und einfach ländlicher futterneid.
die story ist bekannt, wenn man alt genug ist. ich bin es offenbar nicht. 🙂 die geschichte spielt zwischen 1968 und mitte der 70er jahre.
frank lucas (denzel washington) ist der fahrer des grössten gangsterbosses im schwarzen teil der stadt: bumpy. als bumpy stirbt, übernimmt frank seinen part. anders als die meisten gangster dunkler hautfarbe exponiert er sich nicht mehr als nötig. als erster im drogenbusiness will er den zwischenhandel ausschalten und einen grossen teil der einsparung an die konsumenten weitergeben. selbstverständlich macht er sich damit nicht viele freunde.
die zweite grosse geschichte, dieamericangangster erzählt, ist die eines cops. nämliche die von richie roberts (russel crowe). als einer der ganz wenigen seiner zunft ist er nicht korrupt. als er eine million dollar vollständig auf das revier bringt, macht er sich endgültig unbeliebt bei all seinen polizei kollegen. natürlich ist er der ideale mann, um frank lucas auf die spur zu kommen. dazu wird ihm ein team von unbestechlichen beamten zur seite gestellt.

/american/gangster ist sicher kein schlechter film. aber in meinen augen ist er eben auch kein überragender film. die geschichte wird wunderbar langsam erzählt, was auch der grund für die überlänge von 157 minuten ist. das arrangement ist perfekt, die 70er jahre atmosphäre hätte man damals wohl kaum besser filmen können. aber: denzel washington nehme ich den eiskalten gangster einfach nicht ab. dann hatte ich teilweise das gefühl, dass die geschichte absichtlich etwas in die länge gezogen wurde, quantität der quanität willen sozusagen.
trotzdem würde ich sagen, dass es sich lohnt, den film im kino zu sehen.
david zibung hab› ich gesehen und es hätte wohl der gesamten luzerner mannschaft gut getan, sich diesen match live anzusehen. die krienser wollten cup-s(c)hre(c)k spielen und den meister aus zürich aus dem rennen werfen. dass es am ende nicht gelang, lag jedenfalls nicht an der einstellung. vor allem in der ersten hälfte waren die grün-weissen ein ebenbürtiger gegner für den meister-aspiranten. andreli und sucic zeigten, dass sie durchaus super league qualität haben und fighteten mit allen mitteln. die zürcher, offenbar überrascht von soviel herz und kampfeswillen, musssten sogar einige torchancen zulassen. erst nach etwa 70 minuten, als die krienser kräfte langsam schwanden, war ein klassenunterschied sichtbar. das 0:1 hatte die stimmung der einheimischen gedämpft. die beiden weiteren tore waren die logische folge des nachlassens auf krienser seite.
immerhin: der sc kriens ist im cup mit wehenden fahnen untergegangen. chapeau.
und: schiedsrichter wermelinger macht einen souveränen job. auch carlo bertolini hätte sich das spiel ansehen sollen…
daten
Kriens – Zürich 0:3 (0:0)
Kleinfeld. – 2312 Zuschauer. – SR Wermelinger. – Tore: 54. Tihinen 0:1. 76. Tihinen 0:2. 92. Raffael 0:3.
Kriens: Tahiraj; Erwin Barmettler, Meier, Fanger, Sucic; Benson; Nocita (84. Weber), Marini (79. Ljmani), Andreoli, Keller; Rodrigues (61. Duzhmani).
Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, Rochat, Schneider (77. Lampi); Chikhaoui, Kondé, Tico, Schönbächler (70. Hassli); Raffael, Eudis (90. Alphonse).
Bemerkungen: Kriens ohne Lüscher, Schilling, Priant und Gjuraj (alle verletzt), Zürich ohne Aegerter, Stanic, Stucki, Heinz Barmettler und Abdi (alle verletzt). Verwarnungen: 66. Andreoli (Foul). 75. Benson (Foul).
sieht doch gut aus. bis jetzt.
verena diener liegt laut nzz-online deutlich vor ueli maurer.
wie heisst es so schön: wenn man kein glück hat, kommt auch noch pech dazu. das pech hatte gestern einen namen: carlo bertolini. der schiedsrichter hatte das spiel nicht wirklich im griff. ohne dass es sich um eine übertrieben hart geführte partie gehandelt hätte, verteilte der unparteiische 8 gelbe und eine rote karte. dabei betrafen 6 gelbe karten den heimclub. nach konsultation der tv-bilder muss ich den verdacht des fälschlich gepfiffenen elfmeters zurücknehmen, es war ein klarer penalty.
die tätlichkeit makukas hat leider keine fernsehkamera festgehalten und ich selbst habe auch nichts gesehen.
während bertolini die fcl-mannen sehr restriktiv behandelte, wurden umgekehrt thuner fouls an luzerner angreifern viel zu selten gepfiffen. tchouga erhielt am ende sogar noch eine gelbe karte wegen einer schwalbe.
der thuner goalie portmann wurde erst nach zweimaliger ermahnung mit gelb bestraft, weil er das spiel so sehr verzögerte.
in der ersten hälfte gab es einige unterbrechungen, die man normalerweise als nachspielzeit am ende noch anhängt. bertolini pfiff die erste halbzeit sogar noch 5 sekunden zu früh ab…
ich habe ja schon viele schlechte spiele gesehen. als fcl-fan ist man sich zu leiden gewohnt. in den vergangenen jahren gab es immer wieder phasen, die aussichtslos schienen. aber wie man mit solchen spielern so miserabel wie gestern gegen thun spielen kann, ist mir echt ein rätsel.
mein eigentlicher matchbericht beschränkt sich auf diesen abschnitt. der fcl versuchte druck zu machen. thun tat wenig, wartete auf eine konterchance. die kam, in form eines umstrittenen elfmeters. nachdem die gäste in führung gegangen waren, suchten sie das heil in weitschüssen, die zibung allesamt souverän parierte. am ende der ersten halbzeit hatte tchouga eine riesenchance, es war die einzige für luzern in den ersten 45 minuten. auch in der zweiten hälfte versuchte luzern zu spielen. und schaffte es wieder nicht. erst in den letzten 5 minuten hätte der ausgleich noch fallen können. hätte.
ja, es war ein desaster. die einstellung stimmte überhaupt nicht. die einzigen, die wirklich kämpften, waren die thuner. daneben muss man auch den lautstarken support der luzerner fans erwähnen. trotz katastrophalem spiel hielten die blauweissen anhänger bis zum schluss zur mannschaft. man betone: zur mannschaft. der trainer dagegen ist durch sein auftreten in den medien längst in misskredit geraten. einer von uns, einer von uns, rené van eck ist einer von uns sangen die fcl-fans schon während dem spiel in voller lautstärke. der holländer mit langer luzerner verangenheit dankte es mit einem wink in die fankurve. nach dem cupout machte man dem ärger luft sforza raus hallte es aus der zone 2.
ein trainerwechsel wäre bestimmt eine möglichkeit, diesem team neue impulse zu geben. tatsache ist, dass der fc luzern mehrere klingende namen auflaufen lässt, die abgesehen von tchouga und mit abstrichen chiumiento kaum ihr potential abrufen. im angriff fehlt dem fc luzern schon seit x spielen kreativität. torchancen sind in aller regel zufallsprodukte. das aufrücken des mittelfeldes funktioniert schlecht bis gar nicht. oft wechselt sforza spät. diesen vorwurf kann man ihm beim cupspiel gegen thun immerhin nicht machen. und dann kommen noch diese leidigen interviews. ständig wird alles schöngeredet. änderungen werden versprochen. in der tat tut sich rein gar nichts. dasselbe elend seit mehreren runden. es gibt immer mehr leute, die den verdacht hegen, dass sforza einfach nicht zur mannschaft durchdringt, nicht mit ihr sprechen kann.
momentan ist die situation aber so, dass präsident stierli sehr an seinem wunschtrainer ciriaco sforza hängt. mit einem wechsel ist also sicher nicht bis ein paar runden vor saisonende zu rechnen. wenn überhaupt. ich persönlich sehe momentan einfach nicht, wie er diese mannschaft noch weiter bringen kann.
mein wunschkandidat sass gestern auch auf der thun-bank. auch er ist jung. auch er ist erfolgshungrig. auch er hat fcl-vergangenheit und ganz sicher hat auch er echte leaderfähigkeiten. christian brand.
daten
Luzern – Thun 0:1 (0:1)
Allmend. – 5126 Zuschauer. – SR Bertolini. – Tor: 24. Scarione (Foulpenalty) 0:1.
Luzern: Zibung; Schwegler, Cantaluppi, Maric (66. Makuka), Lambert; Wiss (57. Pacar), Seoane, Chiumiento, Lustenberger (81. Felipe); Tchouga, Bader.
Thun: Portmann; Gerber, Nyman, Di Fabio, Andrist; Gavatorta, Dosek, Ferreira, Scarione, Lüthi (86. Ibrahim Ba); Iaschwili (77. Fayé).
Bemerkungen: Luzern ohne Lustrinelli, Rachane und König (alle verletzt). Thun ohne Bettoni, Bühler, Zahnd (alle verletzt), Stoller, Glarner, Hämmerli und Friedli (alle nicht im Aufgebot). 42. Andrist klärt nach Tchouga-Schuss auf der Linie.
Verwarnungen: 35. Lambert (Foul), 41. Lüthi (Foul), 43. Seoane (Foul), 52. Wiss (Foul), 58. Cantaluppi (Foul), 79. Lustenberger (Foul), 91. Portmann (Unsportlichkeit), 92. Tchouga (Unsportlichkeit).

ohne worte
[quelle: werbung für die aktuellebilanz im tagesanzeiger]

das 50’000 km jubiläum des gelben mini cooper hab› ich leider um 2 km verpasst. der kleine funktioniert auch jetzt immer noch bestens, nur der kaltstart lässt immer noch ein bisschen zu wünschen übrig. mal sehen, wie er sich über die nächsten 50’000 km so hält. 🙂