wieder erlkönige gesichtet

so langsam überlege ich mir den job als vollamtlicher erlkönigfotograf. nach der recht intensiven erlkönigjagd im engadin sind mir die fast serienreifen dinger dieses mal wunderbar vor die linse gefahren. die sache hatte nur einen haken: die gruppe von etwa zehn erlkönigen kam mir auf der gegenfahrbahn der autobahn entgegen, was ein digitales festhalten verunmöglichte. trotzdem konnte ich erkennen, um welche fahrzeuge es sich handelte: opel testet seinen vectra-nachfolger insignia offensichtlich im südlichen nachbarland. das auto kommt (wie alle jüngeren opel) in einem dynamischen design daher und dürfte formal durchaus die klasse mitbringen, dass sich selbst ein paar a4-, 3er oder c-klasse-fahrer den umstieg überlegen werden.

dankbare kosovaren

Danke/Merci/Grazie/Grazia figt Switzerland !!!
kosovothanksyou.com

Republic of Kosova declares independence.

February 17th 2008, at 15:49 CET

We are honored and humbled that it is our generation that lives to see this day, and we are aware and ready to take up the path that begins from here.

Our future is with Europe.

Thank you from the bottom of our hearts, for standing by us in the worst of times.

In memory of those that gave and lost their lives, and loved ones.

May peace and light prevail.

Kosova is 11 days old.

ebenfalls von kosovothanksyou.com
schöne worte. ich hoffe nur, dass die kosovaren begreifen, dass der minderheitenschutz das vielleicht wichtigste feature einer demokratie ist.

gewissensprüfung zum zivildienst bald abgeschafft

in etwas mehr als einem jahr wird es nicht mehr nötig sein, eine gewissensprüfung über sich ergehen zu lassen, wenn man statt dem militär- lieber zivildienst leisten möchte. das hat der bundesrat beschlossen. der pure willen, die verglichen mit der armee eineinhalbfache zeit im zivildienst zu verbringen, soll als sogenanntertatbeweis gelten. vor allem können durch diese lösung aber die kosten für die gewissenprüfungskomission eingespart werden. man spricht von immerhin 3,7 millionen.

ich frage mich, was mit jener gewissensprüfung passiert, die man als gesuchsteller für waffenlosen militärdienst abzulegen hat. ich empfand diese damals als beleidigend, unfair und unprofessionell.

tagesanzeiger

john rambo

john rambo lebt zurückgezogen in thailand. als eine gruppe von helfern ihn bittet, sie den fluss hoch ins kriegsgebiet burma zu fahren, lehnt er ab. schliesslich nimmt er den job doch an und fährt die etwas naiven ausländer mitten in eine katastrophe. sie werden von der armee gefanngen genommen, folter, vergewaltigung und tod stehen ihnen unmittelbar bevor. rambo, der nichtsahnend mit seinem boot zurückfuhr, wird von einem priester in seiner hütte aufgesucht. er teilt dem bootsmann mit, dass die helfer nicht von ihrer mission zurückgekehrt seien. sieben söldner habe er angeheuert, um die leute zur retten und rambo solle diese nun an den gleichen ausgangspunkt hinauf nach burma fahren…

236 tote könne man sehen. nun, das glaube ich gerne. es ist unglaublich, welche brutalität dieser film an den tag legt. und als zuschauer beschleicht einen stets das gefühl, dass diese dinge eben nicht sooo weit von der realität entfernt sein könnten. wer also probleme mit durch die luft wirbelnden gliedmassen hat, sollte sich vielleicht eher etwas friedlichere kost reinziehen. als actionfilm überzeugtjohnrambo absolut. dass die geschichte wohl nicht ganz aus der luft gegriffen ist, schmälert stallones leistung natürlich in keinster weise. im gegenteil. es braucht eine gewisse frechheit, die burmesische armee so darzustellen.

dass im kinosaal immer wieder gelacht wird, wenn köpfe abgetrennt, unterschenkel durchschossen oder schlicht literweise blut fliesst, spricht gegen einen besuch. und es spricht auch gegen das primäre zielpublikum. wenn man aber den kopf eingeschaltet lässt, ist dieser film sehr bedrückend, erschreckend, eindrücklich und durchaus das eintrittsgeld wert.

lkms meinung

charlie wilson’s war

die geschichte ist so unglaublich wie wahr: ein texanischer kongressabgeordneter organisiert die us-waffenlieferungen der usa an afghanistan quasi im alleingang. charlie wilson (tom hanks) wird dabei finanziell von joanne herring (julia roberts) unterstützt. durch eine fernsehsendung realisiert er erst, wie die russen das land zunehmend für sich behaupten können. da im kalten krieg jegliche art von direkter konfrontation zu einer eskalation führen kann, können die usa nicht selbst eingreifen, sondern müssen die aufständischen mittels waffenlieferungen unterstützen.

im gegensatz zu anderen filmen ähnlicher art (z.b. lions for lambs ) hat man hier das gefühl, dass nicht alles vollends ernst genommen wird. zu lustig sind manche dialoge. und speziell philip seymour hofmann brilliert als kauziger und wortgewandter cia-agent auf eine art, wie man sie eigentlich eher aus komödien kennt. das ist dann eigentlich auch der vorwurf, den man dem film machen muss: er ist in erster linie der unterhaltung verpflichtet. das macht er allerdings erstaunlich gut und nebenbei erzählt er noch eine wahre story. trotzdem wäre ein etwas kritischerer blick auf die geschehnisse der 80er jahre nicht verkehrt gewesen.

ein paar zahlen zum gestrigen fussballnachmittag

1 tor für den fcz
1 stammspieler fehlte dem fcz (chikaoui) aufgrund einer verletzung
1 stammspieler fehlte beim fc luzern (tchouga)
2 tore für den fc luzern
3 stammspieler fehlten dem fcz (abdi, tihinen, rochat) aufgrund von sperren
3 minuten war johnny leoni auf dem feld
4 spiele in folge hat der fc luzern gewonnen
5 ist die platzierung des fcl in der tabelle nach diesem spiel
5 tore erzielte mauro lustrinelli in 4 spielen
7 minuten dauerte es bis zum ersten tor
13 ist die rückennummer von lambert, der gestern nochmals schwung brachte
17 grad warm war es an diesem sonnigen februarsonntag
22 meter war die entfernung, aus welcher seoane das 2:0 erzielte
53,8 prozent der abstimmenden sagen ja zur sportarena allmend
75 bilder von diesem spiel kann man auf dieser page sehen
392 minuten dauerte es, bis david zibung wieder bezwungen wurde
12654 zuschauer sahen sich das spiel live auf der allmend an

fc luzern – fc zürich 2:1

jedes einzelne fussballspiel ist besonders. doch es gibt solche, die bleiben einem in erinnerung, über jahre hinweg. ich denke, gestern haben wir in luzern ein solches miterleben dürfen. ausgerechnet an jenem tag, an welchem luzerns stimmbürger mit ihrem ja zur sportarena allmend die pforte zu einer würdigen zukunft für den sport auf der luzerner allmend weit aufgestossen hat.

david zibung, luzerns captain, verlor die platzwahl und musste mit aufgesetztem baseballcap zunächst gegen die sonne spielen. auch das anspiel misslang dem heimclub und die zürcher konnten den ersten angriff der partie für sich verbuchen. nun ging der fcl zum ersten mal in die offensive und man schien sehr motiviert. shi jun rutschte einem ball mit gestrecktem bein nach und traf goalie leoni. dieser war ausser sich vor wut und knallte dem chinesen eine ohrfeige ins gesicht. die klare tätlichkeit wurde zurecht mit rot, das überharte einsteigen shi juns mit gelb bestraft. guatelli kam als ersatz für johnny leoni und hatte gleich den foulfreistoss zu treten. dieser landete direkt in den füssen von lustrinelli. und wer mauro lustrinelli kennt, der weiss: so eine gelegenheit lässt sich mauro nicht entgehen. sein nicht sonderlich scharfer flachschuss landete im tor. im gegensatz zu den spielen auswärts gegen xamax und thun, versuchte der fcl weiterhin druck zu erzeugen. das gelang zwar nicht sonderlich gut, doch der fcz war dermassen betäubt, dass er in der gesamten ersten halbzeit gerade einen einzigen schuss auf das luzerner tor zustande brachte. die luzerner dagegen mussten sich den vorwurf gefallen lassen, das 2:0 nicht stark genug gesucht zu haben. übrigens hätte kurz vor der pause auch noch tico (okonokwo) vom platz gehört, da er ebenfalls eine tätlichkeit beging.

es ist davon auszugehen, dass fcz-trainer challandes in deutlichen worten eine leistungssteigerung seiner mannschaft forderte. doch davon war auch nach dem pausentee wenig zu spüren. klar war das team zürichs durch sperren von tihinen, abdi und rochat geschwächt. dazu kam, dass chikaoui wegen schmerzen im knie nicht spielen konnte. trotz allem: der fc zürich müsste auch in dieser form stark genug sein, den abstiegskandidaten aus der innerschweiz zu schlagen. doch schon in der 52. minute kam es noch dicker für die gäste. mauro lustrinelli legte mittelfeldregisseur seoane den ball hin und dieser zog aus 22 metern ab. ein absolutes traumtor! und es folgten weitere offensivaktionen von sforzas mannen. das bewog einen grossteil der über 12’500 zuschauer schon in der 60. spielminute zu standing ovations. ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann man das zuletzt auf der allmend erleben durfte. vielleicht fühlte man sich nun etwas zu sicher, was den zürchern gewisse möglichkeiten liess. hassli liess sich im strafraum «geschickt foulen», so dass schiri kever auf den punkt zeigte. doch der bis dahin tadellos haltende zibung machte auch diese chance der meisteraspiranten zunichte. in der 74. minute traf dann jener mann, der eigentlich anstelle von hassli den elfer hätte treten müssen: djuric erwischte luzerns goalie, der seine mauer nicht richtig gestellt hatte. nun begann das grosse zittern. sowohl lustrinelli, als auch der für den verletzten el idrissi eingewechselte lambert hatten chancen, für die entscheidung zu sorgen. doch das 3:1 fiel nicht. aber auch das 2:2 blieb aus. tatsächlich, man hat den fc zürich mit 2:1 nachhause geschickt und dabei nicht einmal den faktor «gluck» (mauro lustrinelli auf sf) überstrapaziert. das war zum ersten mal in dieser rückrunde eine reife leistung. gratulation an den fc luzern!

tele tell bericht

daten

Luzern – Zürich 2:1 (1:0)

Allmend. – 12 654 Zuschauer. – SR Kever. – Tore: 6. Lustrinelli 1:0. 52. Seoane 2:0. 74. Djuric 2:1.

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Diarra, Lustenberger; El Idrissi (56. Lambert), Seoane, Bättig (52. Wiss), Chiumiento (91. Bader); Shi Jun, Lustrinelli.

Zürich: Leoni; Lampi, Stahel, Barmettler (79. Alphonse), Stucki; Djuric, Tico (59. Silvio), Aegerter, Vasquez (5. Guatelli); Tahirovic, Hassli.

Bemerkungen: Luzern ohne Tchouga, Kukeli (beide verletzt), FCZ ohne Abdi, Rochat, Tihinen (alle gesperrt), Chikhaoui, Eudis, Staubli, Stanic (alle verletzt). 3. Rot gegen Leoni (Tätlichkeit). 68. Zibung hält Foulpenalty von Hassli. Verwarnungen: 41. Tico, 72. Stucki, 92. Lustrinelli (alle Foul).

triengen und winikon sagen ja zur fusion!

die beiden dörfer triengen und winikon haben einer fusion zugestimmt. vor allem in winikon war die akzeptanz der vorlage mit über 65% ja-stimmen sehr gross (und das ohne meine steimme…). auch triengen stimmt trotz in den letzten wochen aufkommenden misstönen mit einer deutlichen mehrheit zu. die fusion tritt bereits per 1-1-2009 in kraft.

ich gratuliere zu dieser vernünftigen und zukunftsweisenden entscheidung.

Mit der Fusion wird die Gemeinde Winikon zu einem Dorfteil von Triengen. Die Winikoner erhalten neu das Bürgerrecht von Triengen, die Gemeindekanzlei wird aufgelöst und die Gemeindeversammlungen finden künftig im Dorf Triengen statt. Zusätzlich verspricht die Fusion tiefere Steuern.

[quelle: zisch.ch]
link

ja zur sportarena allmend!

wie die nzz berichtet, hat es tatsächlich für ein ja gereicht und sooo knapp war’s gar nicht.

Mit 11’530 Ja gegen 9898 Nein haben die Luzernerinnen und Luzerner die Umzonung und einen Projektierungskredit über 9,95 Millionen Franken genehmigt.

[quelle: nzz]

danke, luzern!