pannini

Kann man etwas gewinnen, wenn man das Heft voll hat?
jemand, der den panini-bildli-sammelwahn nicht ganz verstehen kann.

ägypten

Die staatliche Textilfabrik in der Deltastadt Mahalla, 120 Kilometer nördlich von Kairo, mit ihren 25’000 Arbeiterinnen und Arbeiter ist zum nationalen Stimmungsbarometer geworden. Seit bald zwei Jahren brodelt es dort. Mit Bonuszahlungen hat die Regierung diesmal einen Streik in der Fabrik in letzter Minute verhindert. Aber die Arbeiter von Mahalla fordern nicht nur mehr Geld, sie wollen freie Gewerkschaften gründen und ihre Grundrechte ausüben dürfen. Dazu gehört auch ungestrafte Kritik am Präsidenten.
[…]

Politische Aktivisten und Mitglieder der ägyptischen Zivilgesellschaft wurden nicht nur eingeschüchtert, sondern viele von ihnen verhaftet – unter ihnen mehrere Blogger und führende Vertreter der Demokratiebewegung «Kifaya» (genug).

aus einem artikel von astrid frefel, ägyptenkorrespondentin des tagesanzeigers 12-4-2008 seite 9

irgendwie hat es ägypten geschafft, dass wir hier in zentraleuropa meinen, es handle sich dabei um ein zivilisiertes, demokratisches land. die unzähligen leute, die ans rote meer in die künstlichen städte sharm el-sheik und hurghada in die ferien fahren, kümmern sich nicht um die bevölkerung. solange das wasser schön blau, die sonnenuntergänge schön rot und die temperaturen schön warm sind, ist alles andere egal. tauchen und die entspannung vom so stressigen leben stehen im mittelpunkt. was kümmert es diese touristen schon, dass vier von zehn ägyptern an oder unter der armutsgrenze leben? das regime mubaraks hat inzwischen längst fast schon totalitäre züge angenommen, von demokratie kann keine rede sein. was soll’s, die sonne scheint…

guns n› roses – studio leak

kommt chinese democracy wirklich endlich? bei lkm habe ich dieses sogenannte «studio leak» von there was a time gesehen. klingt doch schon mal vielversprechend.

grazie, wolfgang egger

dank wolfgang egger gibt es autos, die sogar zugedeckt schöner sind, als 99% von dem, was auf unseren strassen fährt. diese preziose hier durften wir heute ausgiebig… nein, fahren nicht, aber zumindest stundenlang anschauen. auch schön.

heineken vs. eichhof vs. any beer

ein guter freund, der sich hier offenbar nicht explizit äussern möchte, wies mich per mail darauf hin, dass man eichhof und heineken bier eben nicht in den gleichen topf werfen dürfe. da gebe es riesige unterschiede.

das dachte ich früher auch. wenn man die werbung sieht, vor allem jene von feldschlösschen, könnte man tatsächlich den eindruck bekommen, das verfahren und die herkunft sei entscheidend. nach der werksbesichtigung bei feldschlösschen kann ich sagen: das ist absolut lächerlich. das bier fliesst aus dem selben hahn, nur die mischung der ingredienzen ist leicht abweichend. der standort und das dortige wasser sind offenbar total egal.

das hat mich enttäuscht. denn da ich schon diverse weingüter besichtigt habe, weiss ich, dass es tatsächlich getränke gibt, bei denen boden, pflanzensorte und machart entscheidend sind. bier ist in der herstellung so spannend wie cola oder citro. gar nicht. da ist nichts ursprüngliches, nichts eigenartiges, nichts mystisches, nichts, was einer herstellung an einem anderen ort im wege stehen würde. die geschichte mit dem quellwasser vom pilatus ist wohl eine glatte lüge. genausogut könnte man eichhof bier mit (gefiltertem) wasser aus der donau brauen. und umgekehrt lässt sich jedes bier mit dem pilatusquellwasser brauen.

eichhof geht an heineken

tja, das schmerzt, auch als nicht-biertrinker. die letzte grosse schweizer bierbrauerei wird an einen ausländischen konzern verkauft. der standort luzern soll durch diese massnahme weiter gestärkt werden. gut möglich, wahrscheinlich wird hier in zukunft heineken bier abgefüllt. ein echter unterschied besteht da ja eh nicht. 😉

der verkauf sei im interesse aller aktionäre. schön, und was ist mit den stakeholdern? die hat man, als das grosse geld rief, wohl schlicht überhört.

nzz online

swisssms – gratis sms verschicken mit kleinem haken

das programm ist supereasy zu bedienen. keine installation, kein login, kein passwort. im namensfeld gibt man den empfänger ein und swisssms sucht direkt im adressbuch. dann braucht man nur noch einen sinnfreien text einzugeben und den senden-button zu betätigen. zack! das sms ist beim empfänger angekommen. gratis ist das ganze auch noch. und so schaut es aus:

wo ist also der haken bei swisssms? das ganze ist werbefinanziert, also hat die (oder das) sms nicht ganz 160 zeichen. schlimmer ist aber, dass der absender zum beispiel eben «romandie» heisst und der empfänger deshalb nicht einfach via antwort-funktion antworten kann. das dürfte den empfänger zwar mehr nerven als den sender, trotzdem ist das wohl der grund, weshalb ich swisssms trotz supereinfacher bedienung und tadelloser funktionalität eher nicht benutzen werde.

gesehen auf dave’s blog