israels andere probleme

[…] «Hier steht nicht ein einzelner Stadtteil oder eine bestimmte Buslinie auf dem Spiel, sondern der Charakter des Staates», sagte ein Parlamentarier der linken Meretz-Partei an der Kundgebung. Es stelle sich die Frage, ob Israel ein fortschrittliches und demokratisches Land oder eine abgeschottete und rückständige Gesellschaft sein wolle.[…]
schön, dass man hier auch mal etwas über die innerisraelischen probleme liest. der tagi berichtet online über die demonstrationen gegen die ultraorthodoxen juden, die ihrerseits geschlechtertrennung fordern. anders als man hier gemeinhin annimmt, ist israels gesellschaft durchaus heterogen und besteht nicht ausnahmslos aus extremistischen siedlern.

ein artikel über die gleiche geschichte in der haaretz

das ideale geschenk

…für die reichen der côte d’azur.

der savage rivale roadyacht gts ist ein cabrio, mit vier türen, mit 600 ps, mit hardtop und mit einem betörenden sound.

3 in 1

nein, kein neues taschenmesser oder irgendein digitales tool. einfach nur drei bilder verpackt in einem.

wenn jesus heute käme

mich erinnert der kampf gegen die asylanten bzw. gegen deren heime in der jeweils eigenen wohngemeinde an jenen gegen die atommülllager. jedem ist klar, dass es diese dinge braucht, dann aber bitte nicht im eigenen dorf. da passt der kommentar eines gewissen ruedi estermann aus rothenburg, den er auf der seite der luzerner zeitung hinterlassen hat.

Am Heiligabend werden viele der Weihnachtsgeschichte lauschen und gerührt sein, weil Maria und Josef überall abgewiesen wurden und Jesus in einem Stall zur Welt kommen musste. Heute, 2000 Jahre später, erginge es ihnen bestimmt nicht besser. Im Gegenteil: Die Welt ist kälter geworden. Geradezu hysterich wird über Asylbewerber diskutiert. Weggis, Fischbach, Bettwil sind überall. Asylbewerber sind nicht erwünscht. Leichter haben es ausländische Steuerflüchtlinge. Sie sind hochwillkommen, obwohl auch sie «fremd» sind. Und erst recht wenn einer noch seine neue Wohngemeinde beschenkt, damit die Steuern gesenkt werden können.

wenn wir sonst bei jeder gelegenheit unseren christlichen hintergrund, unsere werte, ja halt einfach unsere grossartige schweiz in den vordergrund rücken, werden wir in solchen momenten egoistisch, kaltherzig, unschweizerisch. somit wären die neujahrsvorsätze sozusagen schon auf dem tablett. mal sehen, ob wir uns nächstes jahr peinlichkeiten wie «bettwil» sparen können.

twitter und die radarwarnungen

in der schweiz sind radarwarner verboten. deshalb haben beispielsweise auch die hier gekauften navigationsgeräte von tomtom und anderen herstellern die radarmeldungen für die schweiz nicht an bord. findige köpfe laden die daten dann halt nachträglich auf das gerät. noch einfacher geht’s über facebook, wo man der gruppe «mobile radermeldungen: schweiz» beitreten kann.

eventuell soll das nun schon ab 2013 strafbar sein. eine folge des via sicura paketes, das anscheinend noch manch eine lustige überraschung bereithält. bis zu 10’000 franken busse könnte dafür ausgesprochen werden.

im artikel des tagesanzeiger wird edith graf-litscher zitiert, die das verbot erklärt:

Nicht verboten ist die Warnung von Person A zu Person B. Verboten soll aber sein, wenn die ganze Öffentlichkeit über Facebook, Twitter oder Internet über Radarstellen informiert wird.

diese aussage zeigt mir schon, dass die damen und herren parlamentarier von diesen webdiensten nicht allzu viel ahnung haben können. es müsste nämlich viel genauer beschrieben werden, was genau «öffentlich» in diesem zusammenhang bedeutet. dazu kommt, dass man theoretisch über im ausland liegende seite vor den meldungen warnt – was dann?

mir scheint, im populistischen kampf gegen ein paar sogenannte raser ist momentan jedes mittel recht. da wird munter verboten oder eigentum entzogen, alles zum wohle der sicherheit. dass die opferzahlen im verhältnis zum verkehrsaufkommen und auch absolut stetig sinken, interessiert dabei niemanden.

leider ist die grafik der tagesschau nicht besonders schlau gemacht. die verkehrstoten hätte man besser separat aufgelistet. aber die tendenz ist erkennbar. auf die schnelle finde ich keine schlaue grafik für den fahrzeugbestand. kleiner ist der in den letzten 25 jahren ganz bestimmt nicht geworden.

evernote hello

in zeiten von facebook könnte man fast vergessen, dass es noch menschen gibt, die sich tatsächlich persönlich treffen. doch auch im reallife, von der webcommunity gerne mit rl abgekürzt, schleicht sich immer mehr digitales ein. das muss nicht schlecht sein, wie die neue app von evernote zeigt. sie will uns helfen, die leute aus dem echten leben in digitaler weise abzuspeichern. klingt jetzt irgendwie seltsam, der ansatz hat aber durchaus etwas sympathisches.

man öffnet evernote hello, drückt der neuen bekanntschaft sein handy in die hand und lässt sie ein paar infos eintippen. natürlich lässt sich auch gleich ein foto machen, was dem besseren erinnern sicher zuträglich sein dürfte. irgendwie erinnert die ganze sache an ein poesiealbum für erwachsene. bleibt nur die frage, ob man die frisch kennengelernten auch dazu überreden kann, tatsächlich was reinzuschreiben ähm reinzutippen natürlich.