Wird nicht realisiert: Supercooles Architekturmuseum in London

So cool hätte das ausgesehen. Dort wo jetzt die ausgediente Battersea Power Station in London steht, hätte ein Architekturmuseum mit einer gigantischen Achterbahn entstehen können. Die wunderbar spielerische Idee, räumte den ersten Platz an einem Architekturwettbewerb ab. Sie kommt vom Atelier Zündel Cristea, die uns schon das Trampolin über der Seine vorgeschlagen haben.

via Archtriumph

Wahrnehmung vs. Realität

So lesen sich typische Kommentare zum Thema Sicherheit in der Schweiz. Argumente, wie man sie gerne braucht. Schliesslich hat jeder schon von jemandem gehört, der ein schlimmes Erlebnis hatte. Doch wie schaut die Realität aus, wenn wir Gefühle und Hörensagen einmal ausblenden? Der Global Peace Index könnte da weiterhelfen. Et voilà, die Zahlen aus dem Jahr 2012:

Natürlich sind solche Indizes mit Vorsicht zu geniessen. Die Schweiz landet vor allem deshalb nicht noch weiter vorne, weil man viele Waffen exportiert und die Armee verhältnismässig gross ist. Das kann man aber auf der Website sehr gut erkennen. Platz 10 von 158 erfassten Staaten würde ich nun aber trotzdem nicht als «bei weitem nicht mehr bei den sichersten Ländern» bezeichnen.

Hier noch ein kurzer Artikel des OSEC.

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Ich musste erst die Version von Philipp Fankhauser und Marc Sway hören, die sie bei den diesejährigen SMA performten, um an diesen fantastischen Song erinnert zu werden. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es schaut so aus, als sei das Original von Bobby Blue Bland. Grossartig, oder?

Und wer noch die wirklich wunderbare Version der Herren Fankhauser und Sway hören möchte, kann das im Video von den SMA tun. Einfach ein bisschen vorwärts spulen und geniessen.

Meiden: Onlineticketexpress.com

Wie man hier auch schon hat lesen können, mag ich den FC Barcelona ganz gerne. Weil ich nicht jedes Jahr nach Spanien reisen kann, schaue ich mir jeweils jene Spiele an, die in erträglicher Distanz stattfinden. Das wären dann neben theoretisch möglichen Begegnungen in der Schweiz vor allem jene in München und Mailand. Dieses Jahr war also mal wieder Milano dran, wo Barça auf die AC Milan treffen sollte. Da meine übliche «Ticketquelle» (Freunde einer Verwandten eines Freundes…) versiegt war und ich nicht im weit oben gelegenen Gästesektor landen wollte, machte ich mich auf die Suche nach Onlineticketanbietern.

Der erste Eindruck

Man muss sagen, Onlineticketexpress.com schaut sehr seriös aus. Nicht nur, weil da steht, dass man das seit 1994 mache und grossartige Preise für die besten Tickets garantiere. Nein, die Site bietet neben verschiedensprachigen Telefonhotlines auch einen Onlinechat, der tatsächlich auch funktioniert.

Die Bestellung – Mehr als zwei Wochen vor dem Spiel

Am 4. Februar, also über zwei Wochen vor dem Spiel entschied ich mich für ziemlich gute Tickets von Onlineticketexpress.com. Logisch, dass die auch ziemlich viel kosten. Sitzplatzgenau konnte man die Tickets zwar nicht wählen, aber die Kategorie «VIP Gold» wurde mit den Worten «Very Good Alongside Tickets» beworben. Ok, das war ja genau das, was ich suchte. Also schreckten mich auch die 260 Euro pro Platz nicht ab. Oder sagen wir: nicht genug. Ich bezahlte mit Kreditkarte und erhielt wenig später ein Email. Da war ein Formular dran, womit man die Belastung der Kreditkarte nochmals bestätigen musste. Das Formular musste unterschrieben zurückgefaxt bzw. -mailt werden. So weit, so seriös. Damit ich die Tickets keinesfalls verpassen sollte, bestellte ich sie an meine Geschäftsadresse.

18. Februar – 2 Tage vor dem Spiel

Ich bin ja nun nicht eben der supernervöse Typ. Als zwei Tage vor dem Spiel noch kein Zeichen von den Tickets zu sehen oder lesen war, schrieb ich den Support per Mail an. Ausserdem versuchte ich die deutsche und die englische Telefonnummer, wobei ich jeweils «Traffic» wählte. Das Telefon wurde kein einziges Mal abgenommen. Am Ende erklang jeweils ein Voicemailtext, der dann aber von der Information einer bereits vollen Mailbox gefolgt wurde.

19. Februar – 1 Tag vor dem Spiel

In der Post immer noch keine Tickets. Also ging’s wieder ans Telefon. Dieses Mal entschied ich mich für «Customer Service», worauf tatsächlich jemand am anderen Ende ertönte. Normalerweise würden die Tickets mit einem privaten Logistikunternehmer transportiert, was dieses Mal aber zu knapp würde. Der Herr wollte mich direkt mit der italienischen Abteilung der Firma verbinden, was leider misslang. Als musste ich erneut anrufen und gelangte an einen anderen Mitarbeiter. Übrigens sagt keiner von denen einen Namen. Wieder die Mitteilung, dass die Tickets nicht mehr versendet werden konnten. Ich würde deshalb bis morgen Mittag über die «Pick Up Location» in Milano informiert. Aha.

20. Februar – der Tag des Spiels – zuhause

Natürlich erwartete ich nun sehnlichst den Anruf von Onlineticketexpress.com. Und natürlich blieb der aus. Also rief ich zum gefühlt 100. Mal selber an. Das mit dem «Traffic Department» versuchte ich schon gar nicht mehr, aber auch beim «Customer Service» wollte zunächst niemand meinen Anruf entgegennehmen. Als es dann doch jemand tat, wurde ich auf ein Mail verwiesen, das ich bereits vorgestern erhalten haben soll. Es sei bei mir vielleicht im Spamordner gelandet. Tatsächlich, dem war so. Wenig verwunderlich, wenn man einen Betreff wie diesen verwendet: Shipping Address in Milano needed ASAP!!!!!!!!!!! Order ID: 1475. Allerdings stand dort auch noch nix von dem Ort drin, wo ich meine Tickets würde holen können. Also erneut anrufen. Ich müsse die Tickets in der «Bar Vanilla» abholen. So weit, so unseriös.

20. Februar – der Tag des Spiels – in Mailand

Tatsächlich fand sich dann noch ein Mail, das auch die Adresse der Bar und ein paar Angaben zur Übergabe enthielt. Nach gut drei Stunden Fahrt kamen wir bei der Bar an. Anders als der Name vermuten lassen würde, war es tatsächlich «nur» eine Bar. Eine ziemlich kleine Bar. Hinter der schmalen Holztheke stand der Barkeeper, der offenbar auch für die Tickets verantwortlich war. Mein Name, meine Bestellnummer und – interessanterweise – meine ID-Nummer mussten festgehalten werden, damit ich dann den sagenumwobenen Umschlag mit den Tickets in die Hand gedrückt erhielt. Dazu gab es ein angeheftetes Blatt Papier, auf den ein italienischer Text gedruckt war.

20. Februar – der Tag des Spiels – vor dem Stadion

Nach einer kurzen Autofahrt und einem etwas längeren Fussmarsch standen wir vor dem San Siro Stadion. Endlich. Nach einer kurzen Stärkung ging es zum entsprechenden Eingang. Davor hatte sich – typisch italienisch – eine Traube anstelle einer Schlange von Menschen gebildet. Als ich dann mein Ticket zeigte, wurde ich nach der ID gefragt. Doch mein Name war nicht identisch mit dem auf der Eintrittskarte. Das müsse man am Schalter vor Eingang 8 abändern lassen. Noch waren es mehr als 45 Minuten bis zum Beginn des Spiels, also mehr als genug Zeit. Sollte man meinen. Die Dame am Schalter konnte etwa so gut Englisch, wie ich Italienisch. Doch ich verstand, dass man den Namen auf der Karte nicht mehr ändern könne und vor allem nicht hier. Das sei nur bis 12:00 am Spieltag und nur via Internetseite der AC Milan möglich. Ich erklärte ihr, dass wir extra eine dreieinhalbstündige Fahrt für dieses Spiel auf uns genommen hatten. Das half allerdings ebenso wenig, wie der Hinweis, dass ich das Ticket ja erst vor rund einer Stunde bekommen hatte. So war es mir ja gar nie möglich, den Namen rechtzeitig zu ändern.

Da sich die Dame nicht umstimmen liess, versuchte ich es noch bei einem sympathisch aussehenden Herrn an einem anderen Schalter. Doch es gab nur die gleiche Leier zu hören. Nun kam noch das Blatt Papier vom Umschlag dazu. Darauf stand wie man den Namen auf dem Ticket ändern  könne. Nur ging das ja zum Zeitpunkt der Übergabe längst nicht mehr. Der Mann am Schalter verstand mein Anliegen, sah sich aber nicht imstande mir weiterzuhelfen. Das sei wirklich Pech.

21. Februar – der Tag nach dem Spiel

Unverrichteter Dinge ging es also wieder zurück in die Schweiz. Klar, dass ich den Leuten von Onlineticketexpress.com etwas zu sagen hatte. Zunächst verlief der ganze Prozess sehr mühsam und schliesslich wurde mir der Einlass trotz teurem Ticket verwehrt. Ich verlangte also mein Geld zurück. Doch dem online Kundenservice fiel nichts Schlaueres ein, als mich nach einem Beweis dafür zu fragen, dass ich nicht ins Stadion gelassen wurde. Wie genau soll man das denn beweisen?

We are sorry for any inconvenience caused. We need proof that you were denied entrance  or that the tickets were denied or confiscated before we can proceed. Please email us the letter from the club or any other documents you received.

Das wäre dann noch der genaue Wortlaut aus dem Mail. Natürlich habe ich keinen Brief vom Club erhalten, der bestätigen würde, dass man mich nicht reingelassen hat. Wäre ja auch sehr seltsam. Das Vorgehen des Clubs ist nachvollziehbar: Stimmt der Name auf dem Ticket nicht mit dem auf der ID überein, kommt der Gast nicht ins Stadion. Da braucht es weder Dokument, noch Brief, noch sonst irgendeine schriftliche Bestätigung. Man wird einfach nicht reingelassen. Punkt.

Das Verhalten von Onlineticketexpress.com ist äusserst kundenunfreundlich. Auf meine weiteren Emails hat der Kundenservice dann gar nicht mehr reagiert. Ich hoffe, dass mein Erlebnis anderen Kunden erspart bleibt. Deshalb mein Tipp: Onlineticketexpress.com meiden!

Wie man sich vor Facebooks Graph Search schützen kann

Es soll ja Menschen geben, die teilen alles. Nicht mit andern, sondern auf Facebook natürlich. Weil Facebook am Puls der Zeit sein muss, werden immer mal wieder neue Features eingeführt. Graph Search ist so ein Feature, das neue Möglichkeiten eröffnet. Das oben gezeigte Bild wurde damit erstellt. Man sieht, dass man damit Dinge erfahren kann, die man gar nicht wissen möchte. Es gibt einen Blog, der sich intensiv mit diesem Thema beschäftig, von dem auch dieses Bild stammt: Actual Facebook Graph Searches. Insofern dürfte es für einige Facebookerinnen Sinn machen, die Einstellungen im Profil nochmals zu überdenken. Insbesondere eben jene, die alles teilen.

Gizmodo hat einige Tipps dazu parat.

It’s likely that your Facebook friends fall into two camps — those who you’re happy to share most of your life with, and those who you’re friends with out of necessity or obligation. A few tweaks to your privacy settings can make Graph Search very useful to the former group, while limiting the amount of spying the latter group or Facebook users in general can carry out.

Aber so richtig toll sind diese Tipps halt auch nicht. Es gibt zig andere Seiten, die ähnliches vorschlagen. Alle Posts nur jenen zugänglich machen, die man wirklich damit nerv.. ähm.. beglücken will. Grundsätzlich sollte man sich halt wirklich bei allem überlegen, welche Folgen es haben könnte, bevor man es in die Social-Media-Welt hinein postet. Wohl auch darum meinen die Leute der Bloomberg Business Week:

You Can’t Hide From Facebook Graph Search.

Onlineredaktionssünden – 1

Es passiert nicht selten, dass man online auf zufällig arrangierte und damit ungewollt komische Bildsituationen trifft. Ich denke, das heutige Beispiel von 20min.ch kann da als guter Startpunkt für eine neue Serie dienen. Beim Gratismedium scheinen verschiedene Redaktoren unabhängig voneinander zu arbeiten, ohne beim Aufschalten von Artikeln darauf zu achten, was in der Box daneben steht.

Danke an @i_core für den Tipp und den Screenshot.