gründe, nicht zu bloggen

frage mich gerade, ob das komma nach gründe wirklich stehen muss, aber das ist ein anderes thema.

also… wann immer ich mit leuten über das bloggen spreche, bekomme ich in etwa die ähnlichen aussagen. viele fragen sich, woher ich nur diese ideen nehme. andere meinen, für sowas brauche man sicher enorm viel zeit. ich denke, ideen hat jeder und einen beitrag mit ein paar hundert zeichen hat man innert 5 minuten verfasst. im gespräch folgt dann jeweils mein versuch, die betreffende person für das bloggen zu begeistern. es kommen dann folgende argumente:

ich habe dafür doch keine zeit.

es braucht nicht viel zeit und wir haben sowieso alle gleichviel davon.

ich habe doch keine ideen.

jeder hat ideen, worüber er schreiben könnte.

was ich schreibe, interessiert doch keinen.

tja, das denke ich bei meinem geblogge eigentlich auch. und doch finden sich immer wieder leser und sogar kommentatoren. was wen interessiert kann der bloggende nicht einschätzen, so meine erfahrung.

ich habe keinen guten schreibstil.

ähm, hello!? schon mal mein geschreibsel hier unter die lupe genommen? man braucht wahrlich kein schriftsteller zu sein, um einen blog zu betreiben.

ich weiss gar nicht, wie man sowas macht.

no problem, ich helfe gerne dabei, ist nämlich sehr einfach. ich würde mal empfehlen sich wordpress etwas anzuschauen. vieles ist selbsterklärend.

ich möchte mein privatleben nicht im internet ausbreiten.

auch das ist ein klassisches blogger-vorurteil. lkm und ich beispielsweise halten uns mit einträgen über uns selbst extrem zurück. ich schreibe hier zwar meine meinung und ideen hin, wirklich persönliches behalte ich aber für mich.

ich würde das sowieso nicht lange machen.

möglich. aber wenn man mal die freude daran entdeckt hat, sind regelmässige postings auch über einen längeren zeitraum durchaus wahrscheinlich.

ich halte es grundsätzlich so, dass ich nicht überlege, was wen interessieren könnte. ich schreibe, was mich selbst interessiert, damit ich später wieder auf meine niedergeschriebenen gedanken und entdeckungen zurückgreifen kann.

krieg zwischen blog und print?

vor einer woche griff david bauer in der sonntagszeitung die blogger an. die reaktionen in der blogosphäre liess nicht lange auf sich warten. heute folgt in der sonntagszeitung sozusagen die reaktion auf die reaktion. es scheint fast so, als wolle david bauer einen kleinkrieg gegen die blogger starten. im artikel vor einer woche waren zum beispiel folgende dinge zu lesen:

In ihrer Gesamtheit bieten die mehreren Tausend Schweizer Blogs langweiliges Mittelmass. Ein Mittelmass, das sich inhalt­lich am Mainstream orientiert, zu dem man als Alternative angetre­ten ist.

Über­raschende Themen, die sonst nicht zum Zug kommen, sucht man im ganzen Jahr vergeblich.

ich habe mir vor einer woche überlegt, einen antwort-beitrag auf das blogger-bashing von bauer zu verfassen. ich habe es dann aber gelassen. vor allem weil ich glaube, dass bauer mit einem völlig falschen bild an die blogger herangeht. er geht davon aus, dass jeder blogger denkt, er sei ein kleiner revolutionär und er werde seine plattform im internet nutzen, um seine gedankengut zu verbreiten. die realität sieht natürlich ganz anders aus. viele blogs leben nur vom posten von youtube-filmchen und lustigen bildchen. das ist durchaus legitim, denn diese blogs wollen nicht mehr sein als ein reservoir für unterhaltsame webfundstücke. politik taucht nur dann auf, wenn angela merkel ein riesen-dekolleté zur schau trägt oder blocher irgendwo auf die schnauze fällt.

doch die blogosphäre an diesen mainstream-bloggern zu messen greift schlicht zu kurz. schliesslich entscheidet jeder einzelne blogger, was er veröffentlicht und was nicht. jeder ist sein eigener mister gates. und genau das ist im endeffekt doch auch die grosse stärke eines blogs. müssen in grossen print-redaktionen artikel zuerst auf konzernverträglichkeit überprüft und dann abgesegnet werden, liegt beim blog die entscheidung beim betreibenden individuum.

wahrscheinlich weil sich viele blogger nicht imstande fühlen, selbst längere texte zu verfassen, gibt es für meinen geschmack tatsächlich zu wenig an selbst generiertem content. oft wird lieber das ctr-c-ctrl-v-system bemüht, als selbst über einen issue nachzudenken und dann einen beitrag zu verfassen. ich möchte mich selbst da gar nicht ausnehmen, auch wenn ich schon versuche, nur zu posten was ich für wirklich interessant halte. ausserdem bemühe ich mich, möglichst viel von meinen persönlichen ansichten in mein geschreibsel einfliessen zu lassen.

ich frage mich aber schon, ob man den bloggern vorwerfen kann, dass sie sich vornehmlich in mainstream-gefilden aufhalten. bauer meint:

Ein Mittelmass, das sich inhalt­lich am Mainstream orientiert, zu dem man als Alternative angetre­ten ist.

auch hier denke ich, ist es doch die frage, ob man tatsächlich als alternative zum mainstream angetreten ist. schliesslich habe ich eine tageszeitung ebenso im abo, wie die hier zitierte sonntagszeitung. und ich sehe meinen blog nicht als alternative zu einer zeitung, das wäre dann doch auch mehr als vermessen. vielmehr geht es darum, persönliche meinung zu äussern und diese via blog auch der internetallgmeinheit zugänglich zu machen. sollte man eine abweichende meinung vertreten, nur damit ein beitrag eben «nicht mainstream» ist? ich denke nicht.

weiter ist die ganze geschichte auch eine frage der quellen. während zeitungsredationen auf einen berg von informationen aus den agenturen zurückgreifen können, bleibt dem einzelnen blogger nur suchmaschine und tageszeitung. ausser natürlich, man ist journalist und hat die nötigen connections ebenso zur hand wie das entsprechende schreibtalent. doch die meisten blogger betreiben ihre internetpräsenz als hobby, was professionelles recherchieren sowieso verunmöglicht. möchte man etwas am hobbydasein des blogs ändern, ist man schnell damit konfrontiert, wie das nötige geld hereinkommt. meist führt dann kein weg an einer finanzierung über werbung vorbei, viele blogger sind sogar zum posten reiner werbung im content-bereich übergegangen. das kann in meinen augen keine lösung sein, weil so die unabhängigkeit der blogger nach und nach aufgegeben würde.

tja, das war jetzt etwas wirr. aber was soll’s. ich bin halt auch nur ein blogger. 😉

diätkatze

eigentlich finde ich es ja doof, die ganze zeit nur youtube-videos zu posten. aber da lkm momentan so produktiv ist, haben wahrscheinlich einige von euch diese schräge katze verpasst. also ich find’s zum schreiben komisch. viel spass,

youtube filme downloaden

manchmal wäre es praktisch, man könnte die filme auf youtube auf seinem pc abspeichern. dafür gibt es viele gründe. in einer zeit, in der das copyright alles regiert, ist es gut möglich, dass ein solches filmchen innert weniger stunden nicht mehr auf der beliebten videoplattform zu finden ist. oder man möchte vielleicht die tonspur als mp3 nutzen. ich kann dafür ein kleines freeware programm empfehlen:gettube beherrscht sowohl das herunterladen der filme in .flv, .avi oder .mp4, als auch die tonspur als mp3 zu extrahieren. get tube gibt es bei simon vre. viel spass damit.

robbie williams morgen in basel?

dank eines links auf die gq-page, den ich bei rouge gesehen habe, bin ich auf etwas aufmerksam geworden. mal abgesehen davon, dass ich viele outfits in dieser fragwürdigen un-style-galerie gar nicht so schlimm finde, ist mir robbie williams ins auge gestochen. oder besser: seine hose. offensichtlich er auf dem weg zum nächsten loch, trägt dazu aber keine feinen golf-klamotten, sondern trainingsmontur. und auf der trainingshose findet sich kein baseball-logo und auch kein rw-schriftzug. vielmehr scheint der mann ohne autoprüfung wie ich ein fan des fcbarcelona zu sein.

und weil der gute robbie ja durchaus zeit und geld hat… sehen wir ihn vielleicht morgen abend in basel beim champions league spiel der katalanen.

wer weiss?

ac/dc: itunes ist ein monster!

«Maybe I’m just being old-fashioned, but this iTunes, God bless ‹em, it’s going to kill music if they’re not careful. It’s a … monster, this thing. It just worries me. And I’m sure they’re just doing it all in the interest of making as much … cash as possible. Let’s put it this way, it’s certainly not for the … love, let’s get that out of the way, right away»

brian johnson von ac/dc über den itunes music store

wie frech müssen blogger sein?

schon seit ein paar tagen befasse ich mich mit dem gedanken, einen kommentar zur weltwoche-kolumne von kurt w. zimmermann zu schreiben. eine kleine kostprobe:

Die Schweizer Online-Welt ist ähnlich fromm geworden, wie es die Welt der Presse schon von jeher war. Das Netz ist mittlerweile so politisch korrekt wie die Leserbriefe im Lokalblatt. Sogar die Blogs, die früheren ungezogenen Kinder des Netzes, übertreffen sich inzwischen an gebremster Zivilisiertheit und unverbindlicher Banalität.

in seinem pseudolustig verfassten artikel kritisiert zimmermann die bünzligen kommentare schweizer blogger. es gehe zu gesittet und eben furchtbar political correct zu auf den blogs. nur frage ich mich, was daran falsch sein soll. im gegensatz zu anderen ländern herrscht in der schweiz eine auf konsens ausgerichtete diskussionskultur vor. das könnte man auch daran illustrieren, dass unsere exekutive aus sieben bundesräten statt einem staatspräsidenten besteht. der denkfehler, den zimmermann begeht, ist offensichtlich. aufmerksamkeit erregen hat noch gar nichts mit qualität zu tun. ich bin der überzeugung, dass gerade die allzu frechen, aggressiven blogkampagnen gegen bestimmte politiker auch kontraproduktiv wirken können. da fände ich es besser, wenn sachlich argumentiert würde, warum person x nicht für den posten y qualifiziert ist.

ich würde die entwicklung der deutschsprachigen blogs zum seriösen, sachlichen schreibstil eher als fort- denn als rückschritt sehen. der aussage, dass es fast keine medienkritische blogs mehr gäbe, widerspricht der medienspiegel natürlich nur allzu gerne. doch der kurt w. fährt fort:

Es gibt in der Eidgenossenschaft keinen frechen Polit-Blog, keinen gutgemachten Wirtschafts-Blog und keinen flotten Unterhaltungs-Blog.

zumindest bei den zwei letztgenannten muss ich zimmi wohl ein wenig recht geben. die hiesige bloggemeinde tümmelt sich auch für meinen geschmack zu stark im webweiten alltagsteich. aber mit andré marty habe ich ja gerade erst einen durchaus frechen polit-blogger vorgestellt. und ich denke mal, er ist nicht der einzige.

aber es stellt sich generell schon die frage, warum blogger überhaupt agressiver texten müssen als es «gewöhnliche» medien tun. ein sachlich verfasstes argument kommt bei mir jedenfalls besser an als das populistische geschreie à la winkelried. denn diese frechheit ist meist mit der nennung von unwahrheiten und beleidigungen verknüpft. die schweizer blogosphäre tut meiner ansicht nach gut daran, auf diese art des bloggens zu verzichten.

nice: online bilder bearbeiten

da ich diesen beitrag gerade auf dem mac meiner eltern schreibe, habe ich keinerlei grafikzeugs zur hand. was tun, wenn man doch ein bild aus dem netz bearbeiten möchte? pixer.us hilft weiter. mit dem überaus simpel zu bedienenden dienst können bilder gecropt und verkleinert, aber auch mittels einigen effekten verändert werden. selbst tools zum schärfen oder verändern der sättigung stehen zur verfügung.

einiges umfangreicher ist das online flash tool sumo paint.

einladung à la diesel

die party zum 30. geburtstag von diesel (darum x x x) findet neben 16 anderen locations auf der ganzen welt im zürcher kaufleuten statt: 11. oktober 2008. tickets gibt’s im diesel store (bahnhofstrasse 48, niederdorfstrasse 90).