Luxottica, schon mal gehört?

Ziemlich sicher nicht. Der italienische Konzern gibt sich Mühe, stets im Hintergrund zu bleiben. Eindrücklich, was da alles unter einem Dach gefertigt wird. Am Schluss noch schnell ein Logo von Chanel oder Versace drauf und zack! kostet die Brille ein paar Hundert Franken. Aber auch der absolut Klassiker, Ray Ban, gehört längst den Italienern. Und was ist mit diesen komischen Kunststoffdingern? Oakley? Luxottica! Wer wirklich US-amerikanische «Eyewear» will, muss woanders schauen.

Vielleicht bei Smith? Mal schauen, schliesslich ist ja schon fast wieder Sommer.

I am back

Nine

Ich geb’s zu, für einen kurzen Moment tat es weh. Ich musste von nine.ch weg, wo meine Page seit vielen Jahren gehostet war. Nine.ch konzentriert sich auf grössere Fische. Der Support für die Kleinen wie mich wurde zu aufwändig. Vielen Dank an nine.ch, die all die Jahre tolle Arbeit geleistet haben.

Nun hat der gute Bendy den Umzug zu cyon.ch übernommen, damit alles glatt lief. Herzlichen Dank dafür. So wie’s ausschaut, schaut’s gut aus. 🙂

I am back.

cyon

Wetten, dass…

…Jimmy Fallon nie die Tonight Show moderieren wird? Und nun tut er es doch. Ein paar Leute hatten 100 Dollar dagegen gewettet…

McLaren 650S

Eigentlich sollte in Genf ja ein Modell zwischen dem MP4-12C und dem Übersportwagen P1 präsentiert werden. Nun schaut es aber so aus, als habe man den MP4-12C optisch an den P1 angepasst und ihm zudem noch zu ein bisschen mehr Performance verholfen. Ob damit der MP4-12C und vor allem sein holpriger Name, den sich sowieso nur Autofreaks merken können Geschichte sein wird?

The best Corporate Image ever

The best Corporate Image ever invented was … the Catholic Church. That Logo! That Architecture! The paintings by Michelangelo, Leonardo da Vinci – the had the best artists only. And of course… dressed like women. Those excentrics! Violet, red… fantastic colors. They pray to someone who was the son of a virgin. They made up the most unbelievable things you can imagine. Only men of course. They had a bunch of ideas that were really extreme.

Oliviero Toscani, Fotograf, in einer Sendung von Sternstunde Kunst.

Der jüdische Humor ist immer auf Zinsen aus

Das ist also bei Freud sehr nah – ich entschuldige mich, aber ich sage das – an jüdischem Humor gibt es immer Zinsen, die jemand verdienen will. Der Jude macht auf Humor, um zu zeigen, dass er Jude ist und dass er Humor hat und dass er nahe bei Gott ist. Der Komiker nicht. Der Komiker will nicht gewinnen. Der Komiker ist Opfer. Der Komiker bleibt Opfer.

So wird der Komiker Massimo Rocchi auf NZZ online zitiert. Er sagte das im Rahmen einer Sendung von Sternstunde Philisophie auf SRF.

Massimo Rocchi ist ein intelligenter Typ, was man nicht zuletzt auch in dieser Sendung wieder spürt. Trotzdem hat er sich mit dieser Aussage ziemlich in die Nesseln gesetzt. In antisemitische Nesseln, wie ich finde. Nur schon, dass er sich zuvor dafür entschuldigt, deutet für mich darauf hin, dass er sich schon bewusst ist, was er da sagt. Der schweizer Satiriker Viktor Giacobbo findet, Rocchi habe zu einem heiklen Thema toll argumentiert. Noch dazu als Fremdsprachiger auf Deutsch.

Hat Rocchi das wirklich? Ich höre da lediglich, dass er Juden (zwar nur im Bereich Humor) pauschal unterstellt, immer auf Zinsen aus zu sein. Und dass abermals dieses uralte Vorurteil bedient wird, kann man doch durchaus als antisemitisch verstehen.

Aktuell läuft ja eine Debatte, weil sich nicht nur Rocchi, sondern auch Marco Rima und Berns Stadtpräsi Tschäppät mit dem Thema Rassismus konfrontiert sehen. Bei den anderen beiden liegt der Fall aber so, dass sie einfach miese Witze im Rahmen ihres Programm gemacht haben. Dadurch haben sich einige Leute offenbar so betroffen gefühlt, dass sie eine Anklage in Betracht zogen. Diesen Leuten wird nun Dünnhäutigkeit und Übersensibilität unterstellt. «Die sollen sich mal nicht so anstellen», lautet das gängige Credo. Ich würde Letzteren unterstellen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie Opfer von Diskriminierung wurden.

So sieht das dann aus, wenn ich den Schriftsteller Roger Graf frage, ob er Rocchis Aussage als blossen «Blödsinn» bezeichnen würde. Die Antwort stammt allerdings nicht von Graf, sondern von Ralph Gloor, der die Diskussion durch seinen Input natürlich auf ein höheres Level hebt. 😉 Graf selbst hat übrigens bis jetzt noch gar nicht geantwortet.

Sicher kann man den Angegriffenen raten, einfach etwas mehr Coolness an den Tag zu legen. Wenn diese aber nur dafür da sein sollte, dass man sich diskriminierend über Minderheiten äussern darf, halte ich sie für falsch. In den letzten Tagen gingen viele Kommentare in Artikeln über eben dieses Thema in die Richtung, dass die Menschen viel zu empfindlich auf solche Äusserungen reagieren würden. Man dürfe ja gar nichts mehr sagen. Ich würde es eher so formulieren: Es ist toll, dass Minderheiten nicht mehr alles, was über sie so verbreitet wird, einfach hinnehmen, sondern auch sagen, dass das so nicht geht.

Denn was der eine als Spass verbreitet, kommt beim anderen als Halbwahrheit an, wird im Kopf zum Klischee, zum Vorurteil, zum Urteil, dass bei Gelegenheit Anwendung findet. Und wie gesagt: Alle, die den Opfern Dünnhäutigkeit vorwerfen, waren wahrscheinlich noch nie in jener Rolle.

(SRF Sternstunde Philosophie ab ca. 26 Minuten)

Die NZZ zum Thema.

Die 10-Millionen-Schweiz

Die Grund-Infrastruktur ist vorhanden. Vielleicht erreicht die Schweiz 9 bis 10 Millionen Einwohner, bevor es wieder runtergeht. Und diese Schweiz ist gebaut. Der Grund für die Verdrängung, die wir spüren, liegt im enormen Wohlstandsgewinn, den man direkt messen kann am Wohnraumbedarf pro Person. In Schweizer Städten ist jede zweite Wohnung inzwischen von einer einzigen Person bewohnt, auch in Basel. Das sind nicht nur 1-Zimmer-Wohnungen, sondern auch 3- und 4-Zimmer-Wohnungen. Doch das Phänomen Wohnraumzuwachs pro Person war eben vor der Personenfreizügigkeit stark und ist seither eher am Abflachen.

Stadtentwickler Thomas Kessler in einem Interview mit der Tageswoche.

Ich habe keine Ahnung, ob die 10-Millionen-Schweiz aktuell schon gebaut ist oder nicht. Aber seine Argumentation klingt doch durchaus schlüssig.