Primadonna

Nur schon die Zeile «All I ever wanted was the world» geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Die Art wie Marina von Marina and the Diamonds singt, ist derart speziell, dass man sie entweder liebt oder hasst. Möglich, dass sie auch mich irgendwann nervt. Aber momentan find› ich sie einfach nur supi.

Little talks

Im Frühling spielten sie den Song in unserem Satellitenradio rauf und runter. Inzwischen ist er längst auch in der Schweiz Dauergast in den Hörgängen der Popsender: Little talks von Of Monsters & Men.

muse – the 2nd law

noch ein letztes september-album gefällig? ok, muse darf natürlich nicht fehlen. auf 2nd law gefällt mir «madness» bislang am besten, was aber auch daran liegen könnte, dass man die single schon ein paar wochen kennt.

band of horses – mirage rock

dieser september ist musikmässig defintiv der lieblingsmonat in diesem jahr. viele neue alben erscheinen, darunter mirage rock von band of horses. es scheint, als hätten die jungs nicht wenig «the eagles» und «the beach boys» gehört. was mir natürlich sehr gefällt. defintiv eine kaufempfehlung.

madonna im letzigrund

ach, wie war das früher einfach mit der provokation. brüste auspacken, hakenkreuze zeigen oder jemanden berühmtes beleidigen. das klappt in der schweiz nicht mehr so recht. und so geht das «konzept madonna» halt nur noch sehr beschränkt auf. so bekam das schweizer publikum gestern dann auch nur den blick auf denn immerhin noch tanga-bestückten hintern zu sehen. womit wohl eher voyeursgelüste befriedigt denn konservative herrschaften empört wurden.

was soll’s, eigentlich war’s ja ein konzert. ein konzert jedoch, dass man aufgrund bescheidener stimmung und auch nicht eben grossartiger stimme problemlos auch zuhause auf dvd hätte schauen können. zumal man als nicht 1,90 grosser besucher sowieso auf die riesigen lcd-screens angewiesen ist.

die dort gebotene show war dann auch wirklich grossartig, vor allem, was das tänzerische (sprich: akrobatische) element anging. was die zumeist männlichen dancers da anstellten, war echt beeindruckend und liess den teils überlauten sound in den hintergrund treten. und hey: wenn man ein dj-bobo-konzert wegen der show besuchen kann, kann man das ja auch mit einem madonna-gig tun, oder?

dazu muss man anmerken, dass eine bobo-show wohl kaum 129 chf für einen stehplatz verschlingt. doch die zahlungsbereitschaft hat anscheinend zusammen mit madonnas songqualität über die jahre eher abgenommen. so kam es, dass der auftritt im letzigrund bei weitem nicht ausverkauft war. auf dem schwarzmarkt waren dann vor dem stadion preise bis in die regionen von 10 chf (in worten: zehn franken!) zu hören. zehn stutz war das gebotene allemal wert, ich hatte fünfzig bezahlt. nur schon die bühne mit ihren arsenalen von lcd-screens, hebebühnen und falltüren. und wie gesagt waren da ja noch die tänzer, die auch mal eben eine slacklinesession oder ein paar schlangenmenschentricks einbauten.

Bang bang, shot you dead, shot my lover in the head.

ah, da haben wir’s: mit dem dritten song schaffte frau ciccone dann doch noch das, was sie am liebsten tut: provozieren. im songtext nietet sie nicht nur ihren lover, sondern auch dessen ganze familie mal einfach so um. man munkelt, die referenz sei ihrem ex guy ritchie geschuldet. klar, dass die 54-jährige bei der performance da mit einer fake-kanone auf ihre tänzer schiessen muss. diese lassen sich dann spektakulärst fallen, um nur sekunden später erneut eine kugel einzufangen. besonders toll tut das jener, der sich auf die bühne abseilt. dazu gibt’s grossformatig blutspritzer à la csi auf die schirme. immerhin wurde dieser sinnlose gewaltexzess also choreografisch schön abgehandelt. fast schon im tarantino-style. einige konzertbesucher schüttelten angewidert den kopf. für pfiffe langte es aber nicht. provokation also doch misslungen?

später am abend kam dann auch noch der erwartete support für pussy riot, die bekanntlich zwei jahre ins gefängnis gehen sollen. dies, weil sie «religiöse gefühle verletzt» haben sollen. in russland erreicht man mit provokation eben noch was. wenn auch nicht immer das, was man vielleicht hätte erreichen wollen. sei’s drum, madonna wagte dann sogar ein paar offensichtlich nicht geplante worte ans sonst von ihr sträflich allein gelassene publikum. sie wolle die fffu gründen, die freedom fighters for unity. hier und jetzt in switzerland, weil wir ja neutral seien und so. mal sehen, was daraus wird.

musikalisch ragte übrigens die klassisch vorgetragene version von like a prayer über alles hinaus. aber wegen der musik war man ja auch nicht da.

bilder
kritik tagesanzeiger
kritik nzz

somebodies

somebody that i used to know von gotye feat. kimbra war nicht nur ein riesenhit, sondern auch vorlage für eine riesige menge von covervideos. die nicht immer ganz ernstgemeinten hommagen haben sich durch gotyes hand nun in einem einzigen video zusammengefunden. in zwei tagen hat es bei youtube über 1 million klicks. auf seinem blog zeigt er, aus welchen ausschnitten sich der clip zusammensetzt.

extremes erlebnis

I want an extreme experience, with your hands hurting, your feet hurting, your back hurting, your voice sore, and your sexual organs stimulated!
bruce springsteen über seine konzerte. das grossartige und umfangreiche feature über ihn liest man in voller länge online, danke new yorker!