Fury

Der zweite Weltkrieg geht dem Ende entgegen. Eine bis auf einen einzigen Panzer reduzierte Division der US-Streitkräfte kämpft erbittert weiter in Richtung Berlin.

screen-capture-1815Bei Fury könnte man die klassische Krieg- oder Anti-Kriegsfilm-Frage stellen. Natürlich wird vermittelt, wie schrecklich diese Phase der Weltgeschichte war. Daneben ist für meinen Geschmack aber deutlich zu viel pathetischer Schmalz mit an Bord. Eine kohärente und spannende Story glänzt weitgehend durch Abwesenheit. Kann man sich sparen.

His way

You’re only given a little spark of madness. You mustn’t lose it.

Robin Williams

Welch ein Talent. Sogar dann, wenn man ihn im Film gar nicht sieht. Thank you.

Die Pointenvermieser

Achtung… könnte Spoiler enthalten. Wer den Film bzw. das Theaterstück in Fettschrift noch nicht gesehen hat, sollte dann wohl nicht weiterlesen.

Inzwischen ist das zwar etwa 15 Jahre her, aber ich erinnere mich noch recht gut. Wir sassen in der Mensa, wo wir wieder einmal besprachen, was im Kino so läuft. Gerade war ein richtiger Hype um M. Night Shyamalans The Sixth Sense ausgebrochen. Uns konnte es zu jener Zeit sowieso nicht spannend oder gruslig genug sein, also war der Film hoch im Kurs. Ok, in Sachen Spannung gibt es sicher Krasseres, aber darum geht es jetzt nicht. Jedenfalls gab es da eine Dame in der Mensa, die den Film ebenfalls gesehen hatte. Sie meinte kurz und knapp, der Film sei ja wirklich noch gut und am Ende sei es ja dann so, dass der Protagonist selbst die ganze Zeit tod gewesen sein. Na vielen Dank. Zum Glück hatte ich den Film damals schon davor gesehen.

Aktuell läuft mit Fabrikk ein Programm von Karl’s kühne Gassenschau in Olten. Eigentlich sprachen wir über ein völlig anderes Thema, trotzdem kam ein Mitarbeiter irgendwie dazu, über jenes Programm zu erzählen. Und am Ende würde die Schokoladenfabrik ja dann nach Japan verkauft. Ähm… merci dafür. Jetzt muss ich mir die Show eigentlich nicht mehr ansehen, oder?

Es gab noch ein paar andere solche Fälle. Manchmal konfrontierte ich die Leute damit, dass sie einem damit den allfälligen Besuch eines Filmes oder einer Vorstellung vermiesen würden. Komischerweise verstanden das die wenigsten. Natürlich weiss jeder, dass die Titanic am Ende sinkt. Wie sich das Ende im Film aber genau zuträgt, würde ich dennoch niemandem verraten, der mit dem Gedanken spielt, sich das Montumentalding noch reinzuziehen.

Vielleicht ist meine Einstellung da etwas extrem, aber mich nerven diese Pointenvermieser echt. Wer die Pointe am Anfang erzählt, der wird kaum grossartiges Gelächter für den nachher erzählten Witz ernten. Ich kann mir das Handeln der Pointenvermieser höchstens insofern verstehen, dass für sie das Erlebnis «Kino» oder «Theater» an sich viel mehr zählt als der Film oder das Stück bzw. deren Inhalt. So ein bisschen wie jene Leute, die «wegen der Show» an ein DJ-Bobo-Konzert gehen, obwohl sie ja die Musik überhaupt nicht mögen. Ich sehe schon, es gibt nur ein echtes Gegenmittel: Ich muss die Filme vor den Pointenvermiesern sehen… 😉

Hannibal

Wer auf richtig spannende Serien steht, für den gibt es hier die Gelegenheit, ein absolutes Suchtmittel herunterzuladen. Es ist die Vorgeschichte von «The Silence of the Lambs», die da genüsslich ausgebreitet wird.

This is how you do it

Jared Leto, you rock!

This is for the 36 million people who have lost the battle to AIDS and to thos of you out there who have ever felt injustice because of who you are or who you love. Tonight I stand here in front of the world for you.

Jared Leto bei der Dankesrede für seinen Oscar als bester männlicher Nebendarsteller in Dallas Buyers Club.