bezahlen für nytimes.com?

um auf die inhalte von nytimes.com zuzugreifen wird man möglicherweise schon bald 5 usd pro monat zahlen müssen. wie die nzz online berichtet, kämen abonnenten mit der hälfte davon. natürlich hat man als user generell die sicht, dass alles gratis sein muss. auf der anderen seite regt man sich auch auf, wenn eigentliche informationsseiten unter riesigen haufen von werbelayern zugedeckt gar nicht mehr als solche zu erkennen sind. also lieber bezahlen und dafür recherchierte berichte, die nur mit wenig werbung «garniert» sind, in vollem umfang online geniessen? eigentlich keine schlechte idee. aber 5 dollar sind dann wieder etwas viel, wenn man neben der ny times auch noch andere zeitungen konsultieren möchte und jedes dieses blätter einen solchen betrag kassiert. wenn man dann aber wieder ein jahresabo der nzz anschaut, das satte 465 chf verschlingt… das macht pro monat 36 usd. ok, das ist die gedruckte aufgabe, aber seien wir ehrlich, auch die landet in der papiersammlung. dann sind die 5 dollar für die ny times auf einmal doch nicht mehr so viel. und wenn man weiter in betracht zieht, dass momentan alle grossen medienhäuser tendenziell ihre berichterstattung aus finanziellen gründen einschränken, ist es wohl doch schlauer rechtzeitig auch für online-inhalte geld zu verlangen. sonst werden vielleicht auch dort wie beim tagesanzeiger ganze redaktionen einfach so wegrationalisiert und deren beiträge durch meldungen anderer zeitungen oder agenturen ersetzt.

also: besser jetzt für gute online-inhalte bezahlen als bald nur noch 20min-schrott vorgesetzt zu kriegen.

hochpreisige macs?

im gegensatz zu anderen unternehmen scheint es apple inc. blendend zu gehen. so hat man die zahlen im vergleich zu letztem jahr verbessern können. das telt die nzz in einem [online-artikel (sda)|http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/apple_iphone_jobs_quartal_1.2448520.html] mit. vor allem das iphone ist für den erfolg verantwortlich, weniger gut sieht es bei den computern aus. doch ein begriff hat mich stutzig gemacht:

Einen Rückgang von 3% gab es hingegen bei den vergleichsweise hochpreisigen Macintosh-Rechnern, […]

vergleichsweise hochpreisig? im vergleich mit was? einem taschenrechner? ich glaube, ich muss bald mal wieder einen meiner beliebten vergleiche mit dell machen…

15 jahre «ruanda»

Der rwandische Völkermord, dem von April bis Juli 1994 zwischen 800 000 und einer Million Personen zum Opfer fielen, ist durch zweierlei gekennzeichnet. Zum einen durch den ethnischen Konflikt zwischen Hutu und Tutsi, dessen Entstehung weit in die koloniale Geschichte Rwandas zurückreicht. Zum anderen durch die politischen Hintergründe und den Organisationsgrad des Genozids, den es deshalb nicht allein auf eine Stammesfehde zu reduzieren gilt. […]
die nzz publizierte den artikel von johannes scheu, aus dem obiger ausschnitt stammt, auf ihrem onlineportal. 15 jahre nach der intensivsten phase dieses lange dauernden konflikts, vermag ein solcher bericht noch immer zu schockieren. lesenswert.

euro 08 – tja retinho, ich hab’s schon immer gesagt…

durch diesen artikel bei nzz online wurde ich motiviert herauszufinden, wann ich zum ersten mal explizit in diesem blog köbi kuhns rücktritt gefordert hab›. leider ist das gar nicht einmal sooo lange her: im november 2007. als kommentar fügte retinho damals hinzu, dass die mannschaft zur euro 08 ein ganz anderes gesicht zeigen würde. ich wusste schon im november nicht, was genau er damit meinte, doch gehe ich davon aus, dass dies nicht geschehen ist.

allerdings muss ich noch anfügen, dass ich nicht erst im oktober, sondern schon im märz vor mehr als einem jahr massive bedenken angemeldet habe. ich war nach dem spiel gegen kolumbien wahnsinnig enttäuscht und ziemlich desillusioniert. auszug gefällig?

schlimm. peinlich. einfach schlecht.

ich gehöre zu denjenigen fussballfans, die wirklich daran geglaubt haben, dass wir nächstes jahr fussball europameister werden. doch nach dem heutigen auftritt gegen kolumbien (weltrangliste 31.) muss sich in unserer mannschaft (weltrangliste 17.) noch sehr viel ändern. heute hat mir wirklich nichts und keiner gefallen. furchtbar. […]

doch wie ich köbi kuhn kenne, wird nichts von all dem passieren. er wird seine unkommunikative arbeit fortsetzen und die gleichen spieler aufbieten, die er für das camp in die usa mitgenommen hat. deswegen wird sein stuhl aber nicht stabiler. schon morgen werden verschiedene journalisten an ihm sägen… wohl zurecht.

doch auf mich hört ja wieder niemand…. 😉