Evo Car of the Year 2013

TopGear ist eine grossartige TV-Sendung – wenn es um Unterhaltung geht. Wenn man sich tatsächlich für Autos interessiert… gibt es Besseres. Zum Beispiel diese beiden Videos des britischen Magazins Evo, wo Jethro Bovingdon die Anwärter für das Auto des Jahres präsentiert.


Very few people really care

Very few people really care about freedom, about liberty, about the truth, very few. Very few people have guts, the kind of guts on which a real democracy has to depend. Without people with that sort of guts a free society dies or cannot be born.

Doris Lessing

Man erinnere sich an John Rawls

Bei den aktuell geführten Diskussionen über Gerechtigkeit können die Prinzipien von John Rawls mal wieder prächtig zur Anwendung kommen.

First: each person is to have an equal right to the most extensive basic liberty compatible with a similar liberty for others.

 

Second: Social and economic inequalities are to be arranged so that:

(a) they are to be of the greatest benefit of the least-advantaged members of society, consistent with the just savings principle.(b) offices and positions must be open to everyone under conditions of fair equality of opportunity

John Rawls, Philosoph, in A Theory of Justice.

Eine Übersetzung ins Deutsche inklusive den beiden Vorrangregeln gibt es hier.

Nicht-ferngesteuerter Ferrari 288 GTO

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Jaguar XJ220, der von einem kleinen Jungen ferngesteuert wurde, oder eben nicht. Jedenfalls sah man am Ende des Clips von «Tax the Rich» einen Ferrari 288 GTO. Nun wird genau dieser rote Wunderwagen in voller Fahrt präsentiert, um am Ende einen (wenn ich das richtig sehe) Ferrari F40 in Rennversion im Rauch zurückzulassen. Wir können uns also auf weitere Clips freuen.

Reeto von Gunten – Rear Window 2.0

Gestern konnte ich in der Schüür Reeto von Guntens Rear Window 2.0 bewundern. Was das genau ist, weiss ich zwar nicht. Auf der Website spricht der SRF3-Moderator von einer «Lesetour», wobei es eine Lesung nicht ist. Eher würde ich von einer Performance sprechen. Egal, sehenswert ist die Sache allemal. Witzig, scharfzüngig, nachdenklich und halt eben: mal was ganz Anderes.

Geht hin, und schaut’s Euch an. Wie man im «Making of» sieht, sind auch die Beteiligten restlos begeistert. 😉

Unnatürliche Bobsportler

Es ist unnatürlich, wenn vier erwachsene Männer so nah hintereinander sitzen und in einem penisförmigen Gefährt einen engen Kanal herunterrutschen

Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, über den 4er Bob. Sorry, ich meinte natürlich den 1+1+1+1er Bob.

Schweizer vs. Eidgenosse

Die NZZ ist auf etwas aufmerksam geworden, das sich in den letzten Jahren vermehrt durchgesetzt hat: Die Unterscheidung zwischen «Eidgenossen» und «Schweizern». In einem Aufruf an die Leser fragt die wichtigste Zeitung der Schweiz (oder der Eidgenossenschaft?), ob diese Unterscheidung bekannt sei. Andere Fragen an die Leser in diesem Zusammenhang sind folgende (Aufzählung durch mich eingefügt):

(a) Haben Sie entsprechende Erfahrungen oder Beobachtungen gemacht? (b) Wird mit dieser Unterscheidung die Einbürgerung auf- oder abgewertet? Ist die Unterscheidung diskriminierend? (c) Ab wann ist jemand Schweizer? (d) Was verbinden Sie mit dem Begriff «Eidgenosse»?

Also der Reihe nach.

(a) Natürlich habe ich schon Erfahrungen diesbezüglich gemacht. Wenn es in politischen Diskussionen etwas hoch zu und her geht, heisst es schnell einmal, der oder die Betreffende sei eben kein Eidgenosse. Nur ein Schweizer, und das werde man ja heute leicht.

(b) Damit ist auch schon die nachfolgende Frage beantwortet. Selbstverständlich ist die Unterscheidung genau dazu gemacht, die Eingebürgerten und ihren Status abzuwerten. Sie sind halt nur Schweizer zweiter Klasse.

(c) Schweizer ist jeder, der den Schweizer Pass hat. So ist das.

(d) Der Begriff «Eidgenosse» hat für mich etwas historisches, schliesslich ist aus dem Eid, der 1291 geschworen wurde, allmählich das Land entstanden, das wir heute Schweiz nennen. Da die Schweiz auch heute noch manchmal Eidgenossenschaft genannt wird, ist offensichtlich jeder Schweizer auch Eidgenosse.

Das also mal zu den Fragen der NZZ. Wenn ich schon dran bin, möchte ich aber gleich noch ein paar Dinge mehr loswerden. Das beginnt beim Begriff der Schweiz und ihrem Ursprung. Natürlich ist sie aus dem Bund der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden hervorgegangen. Die heutige Schweiz mit ihren Werten, die so gerne verteidigt werden, besteht aber aus meiner Sicht seit 1848. Wir sind also ein verhältnismässig junger Staat, der damals das Glück hatte, eine schlaue Verfassung zu «bekommen».

Wenn ich wie letzte Woche ein Auto sehe, das auf dem hinteren Stossfänger einen Aufkleber mit dem Schriftzug «Ich bin ein Eidgenosse» trägt, frage ich mich schon, was der Fahrer mir damit sagen will. War er 1291 dabei? Oder kann er mindestens einen 15 Generationen zurückreichenden Stammbaum vorweisen, der seine Herkunft einwandfrei bestätigt? Hat er wie die Leute damals vor allem Angst vor den Fremden? Was genau unterscheidet ihn von den «Schweizern», abgesehen von dem Glauben, dass es überhaupt einen Unterschied gibt? Glaubt er, gegenüber den «Schweizern» Privilegien zu haben? Und was wäre ich wohl für ihn?

Das «Grundproblem» hinter dem Zweiklassendenken ist offensichtlich: Schweizer, die sich selbst explizit als «Eidgenossen» bezeichnen, begreifen nicht, dass es halt einfach Zufall war, dass sie gerade hier geboren wurden. Es ist nicht so, dass man von Geburt an besser oder schlechter ist, man ist einfach mal ein Mensch. Wird der betreffende Mensch beispielsweise in den USA geboren, ist er US-Amerikaner. Hat er dadurch schon sämtliche Werte der USA intus? Singt er nach zwei Wochen schon den Star-Spangled Banner aus voller Kehle? Wohl kaum. Wer hier geboren wurde und Schweizer ist, weil es seine Eltern eben auch waren, hat noch nichts dafür getan. Er ist nicht besser und nicht schlechter als Nicht-Schweizer. Er hat auch keinen Grund, darauf stolz zu sein, dass er Schweizer ist, denn das war schlicht Zufall.

Natürlich kann man die Unterscheidung zwischen «Eidgenossen» und «Schweizern» verharmlosen und sagen, dass die betreffenden Leute eben Patrioten seien. Doch dahinter steckt mehr. Dahinter steckt eine Angst, die allem Fremden misstraut. Die Angst wandelt sich schnell in Hass, wenn erste negative Erlebnisse hinzukommen. Und wenn man die Sache weiterspinnt, ist man schnell an jenem Punkt, wo man die «Schweizer» gut sichtbar mit einem Stempel markiert…

Zu weit gedacht? Hoffentlich.

Ken Block – Gymkhana 6

Ein bisschen geht Ken Block zurück zu den Gymkhana-Wurzeln. In Nummer sechs kurvt er im Ford Fiesta über einen abgesteckten Kurs voller Hindernisse. Enjoy.

Endlich: Der unsichtbare Velohelm

Seien wir ehrlich, nicht mal die in Mode gekommenen Nussschalen, die in erster Linie nach Skihelm ausschauen, kommen so richtig cool rüber. Wie man nicht nur an den superhübschen Fixies in den Städten erkennen kann, ist Velofahren etwas, was auch ästhetisch sein soll (oder wenigstens sein kann). Auch wenn das Video ziemlich plump Propaganda gegen Autos macht: Der unsichtbare Velohelm ist eine richtig schlaue Idee.