Valentin Oehen
Muss man den kennen? Eigentlich nicht. Aber wenn man noch nicht weiss, was man abstimmen soll, kann man sich ja mal dieses Video reinziehen…
Wer hätts erfunde?
Du findest die USA einer der besten Autobauern? Sag mir bitte eine Amerikanische Automarke, die eine totale Innovation vollbracht hat! Also jetzt nicht aus der Automobilen Frühgeschichte sondern aus der Neuzeit!
Dieser Kommentar auf der Facebook-Seite von Auto Motor und Sport zeigt beispielhaft, was die deutsche Autocommunity von der US-amerikanischen Autoindustrie hält. Aber hat der Schreibende recht? Mitnichten.
Headup-Display: Corvette
Magnetic-Ride: GM
Zylinderabschaltung: Chrysler
6-Ganggetriebe: Corvette ZR-1
CabForward Design: Chrysler
Keyless: Corvette
Und dann sind da unzählige Komfortfunktionen, wie elektrische Scheibenheber, Sitzverstellung oder die Klimaanlage, die in US-Autos eine grosse Verbreitung fanden, lange bevor das bei den Europäern der Fall war.
Israel den Juden?
Apartheid in Israel? Den Vorwurf hört man nicht selten. Ich habe ihm immer widersprochen. Wer auch nur ein paar Tage als Tourist in diesem Land verbringt, merkt, es gibt sehr wohl ein Neben- und teilweise auch ein Miteinander. Neben den in den Nachrichten präsenten Schwarz- und Weiss-, gibt es durchaus auch Grautöne, die halt nicht so newsworthy daherkommen. Doch jetzt ist man unter Netanyahu auf einem Weg, den kein vernünftiger Mensch unterstützen kann.
Noch hat niemand von aussen den Entwurf des Gesetzes gesehen, aber schon sein Titel wirkt befemdend: Es wird als «Nationalitätsgesetz» bezeichnet. Es sieht unter anderem vor, dass der jüdische Charakter Israels verankert wird und das jüdische Recht einen höheren Stellenwert in der Gesetzgebung des Landes erhält. Zudem soll Arabisch als offizielle Sprache abgeschafft werden.
Es schaut momentan stark danach aus, als wolle das offizielle Israel den Konflikt nun auch auf der politischen Ebene weiter eskalieren lassen. Das wird weder der Zivilbevölkerung noch dem Image des Landes helfen. Bleibt zu hoffen, dass gemässigte Stimmen noch Einfluss auf die finale Fassung des Gesetzes haben.
Peter Gabriel – Konzertkritik der NZZ
Ich habe nur etwas zu korrigieren: Markus Ganz hat da nämlich etwas falsch verstanden. Gabriel sagte am Anfang, seine Frau habe ihm gesagt, er solle die Fans warnen, dass der erste Song noch keinen vollständigen Text habe. Deswegen hätte man meinen können, er sei betrunken. Ansonsten trifft die Konzertkritik aus der NZZ ins Schwarze.
Peter Gabriel weiss es – seine Fans kommen heute an seine Konzerte, weil sie seine alten Hits hören wollen. Im Hallenstadion präsentierte der Brite ein Repertoire, in dem das Album «So» im Mittelpunkt stand.
Das Saallicht brennt noch, da geht ein unscheinbarer älterer Herr gemächlich über die Bühne, als müsse er hier vor Konzertbeginn nochmals etwas überprüfen. Dass es sich um Peter Gabriel handelt, wird vielen im Saal erst klar, als dieser sich an den Flügel setzt. Auf Deutsch erklärt er, dass das Konzert nun wie ein Menu aufgebaut sei. Als Vorspeise gebe es einige akustisch gehaltene Stücke, was eher wie eine Probe zu verstehen sei. Das gebe er bekannt, weil ihm dies seine Frau geraten habe – sonst meine man noch, er sei betrunken.
Das meint man aber nicht. Denn feinsinnig interpretiert Gabriel nun das neue Stück «Daddy Long Legs», unterstützt von Tony Levin am Bass. Mit einer noch bröckligen Stimme – die im Laufe des gut zweistündigen Konzertes aber viel an Sicherheit gewinnen wird – sinniert der 64-jährige Engländer über Vergänglichkeit. Es ist eines der wenigen neueren Stücke des Abends und wirkt unfertig und ist vorab als Statement eines Lebenserfahrenen zu verstehen. Peter Gabriel ist sich wie so mancher Rockstar-Veteran bewusst, dass er seine Fans nur noch mit alten Klassikern an ein Konzert locken kann; immerhin 8000 Fans sind ins Hallenstadion gekommen. Er möchte sich indessen nicht mit der möglichst originalgetreuen Reproduktion seiner Solo-Hits begnügen – auf Songs aus seiner Zeit mit Genesis verzichtet er ohnehin.
Dank einem speziellen Ansatz präsentiert er sein Werk in einem neuen Licht und stellt so nicht zuletzt seine anhaltende Kreativität unter Beweis. Vor vier Jahren interpretierte er mit einem Orchester eigene und fremde Hits. An diesem Abend steht nun gleich das gesamte Album «So» aus dem Jahr 1986 im Mittelpunkt des Konzertes. Und Peter Gabriel spielt das Repertoire des Albums, das als eines der prägenden Pop-Werke der 1980er Jahre gilt, mit der originalen Live-Band von damals.
Schon die Stücke davor machen deutlich, dass Peter Gabriel den Wiedererkennungswert der Songs pflegt, diesen aber einen frischen Anstrich verleihen möchte. Dies gelingt ihm nicht zuletzt mit reiner Musikalität, spielen neben Tony Levin doch weitere grossartige Musiker wie David Rhodes, David Sancious und Manu Katché mit. Sie geben beispielsweise dem im Original grellen Stück «Shock The Monkey» eine sanft-verspielte Note. «Digging In The Dirt» hingegen lassen sie mächtig und dunkel zwischen Dub und Trip-Hop grooven. Bei «The Family Fishing Net» verdichten sie die psychedelische Atmosphäre, zumal Peter Gabriel mit verfremdeter Stimme zunehmend theatralisch singt – wie einst bei Genesis.
Bei der integralen Neuinterpretation des Albums «So» wagen die Musiker weniger, was bei Hits wie «Sledgehammer» und «Big Time» auch verständlich ist, die gebührend wuchtig gespielt sein wollen. Songs wie «That Voice Again» oder «We Do What We’re Told» aber hätte ein neues Arrangement gutgetan, denn sie sind nicht zufällig in Vergessenheit geraten. «Mercy Street», das Peter Gabriel auf dem Rücken liegend singt, kommt durch eine zart flirrende Neuinterpretation erst richtig schön zur Geltung; es wirkt wie die Lichtshow bezaubernd stilvoll.
Am meisten Begeisterung lösen aber ältere Hits aus, die nahezu originalgetreu interpretiert werden: das mit «Oh-oh-ohhh»-Rufen aus dem Publikum begrüsste «Solsbury Hill» und «Biko», bei dem Peter Gabriel in der Ansage einen Bezug zu den ermordeten Studenten in Mexiko schafft. Stiller Höhepunkt aber ist der kammermusikalische neue Song «Why Don’t You Show Yourself».
Haifischbecken FCL
Ich wusste, dass der FC Luzern ein Haifischbecken ist. Aber mir war nicht bewusst, dass so viele Haie darin schwimmen.
Alex Frei im Interview der NZZ am Sonntag auf die Frage, ob er etwas falsch eingeschätzt habe, als er nach Luzern kam.
Skyscraper
Ein bisschen schaut diese Achterbahn aus, als könne sie nur aus einem Game stammen. «Skyscraper» soll aber 2017 in Orlando tatsächlich eröffnet werden.
Onlineredaktionssünden – 7
Alonso geht – offiziell
Fernando Alonso, der beste Formel-1-Fahrer der Gegenwart, verlässt die Scuderia Ferrari. Ich bezweifle stark, dass Vettel und Räikkönen an seine Leistungen herankommen werden. Schade, dass man mit dem Spanier keine Einigung mehr fand. Nächste Saison dürfte man den Doppelweltmeister bei McLaren sehen. Da mit Honda ein neuer Motorenlieferant einsteigt, wird das erste Jahr im neuen Team sicher sehr schwierig werden.
Peter Gabriel live
Einmal mehr ein tolles Konzert von Peter Gabriel. Er servierte das Menü in drei Gängen: Akustisch, elektrisch/elektronisch und dann das komplette Album So, das seinen 25. Geburtstag feiert. Um genau 20:10 betrat der Maestro die Bühne, das Licht war noch an, die Stimmung fast schon seltsam entspannt. Und so richtig spannend wurde es bis zum Ende nicht mehr. Das zusammen mit Gabriel in die Jahre gekommene Publikum ist nicht mehr für frenetische Fangesänge zu haben. Die Geniesser schwiegen meistens vor sich hin, klatschten maximal etwas mit. Immerhin unterliessen sie das bei den meisten Akustik-Nummern. Gerade Come talk to me kam da sehr zerbrechlich daher. Viel schlichter als bei der Still growing up Tour aber doch noch immer sehr speziell: Die Bühnenshow. Wie immer wurden auch die Helfer extra eingekleidet. Als einzigen echten Negativpunkt kann man eigentlich nur das lahme Publikum nennen. Doch auf der Bühne wurde gleichwohl Feinkost geboten, wie man das von dieser Truppe kennt.
Einen Teil davon kann man nun als Video hier sehen und vor allem auch hören. Oben gibt es Why don’t you show yourself, unten dann den Gassenhauer Sledgehammer, die Hymne aller Gabriel Fans In your Eyes und die Zugabe Biko.

