So langsam wird World of Watson zur allfreitäglichen Freude. Auch diese Woche ist Knackeboul wieder bitterböse. Und lustig. I like.
Tyler singt Country
So klingt das, wenn Steven Tyler Country singt. Die Vorstellung ist sonderbar, das Resultat aber mehr als nur geniessbar. Finde ich jedenfalls. Love is your name ist ein netter Track geworden, der in den dreieinhalb Minuten auch ein bisschen Fahrt aufnimmt, ohne dabei an Rockiges von Aerosmith ranzukommen. Ich bin jedenfalls gespannt was da noch kommt.
Günstig abzugeben
Ich habe diesen Briefbeschwerer gefunden. Wer möchte ihn?
Im ernst: Schon krass, wie viel man für Kunst ausgeben kann. Andererseits ist das Teil schon auch seeehr elegant.
Jetzt auch in ihrem Mainstreammedium: Das selbstfahrende Auto
Wer sich auch nur ein wenig mit Autos auseinandersetzt, dem ist seit Jahren bewusst, dass sich bald etwas Grosses tun wird. Neben dem langsam fortschreitenden Übergang zum elektrisch angetriebenen Fahrzeug, steht uns das selbstfahrende Auto bevor. Ansätze davon haben es schon in bereits erhältliche Fahrzeuge geschafft: Spurassistenten, radargestützte Tempomaten, Nachtsichtgeräte, Parkautomaten und natürlich auch die omnipräsenten Navigationsgeräte.
Weil nun nach Google und anderen Konzernen auch die Swisscom erste Versuche mit selbstfahrenden Autos macht, beschäftigen sich die Medien hierzulande mit der unausweichlichen Kontrollabgabe. Schon mal üben kann man das, indem man ein Auto mit Parkassistent von selbst parkieren lässt. Ich habe das vor fast genau 6 Jahren bereits mal ausprobieren können.
Vor einem Jahr hat Tesla-Chef Musk gesagt, dass eines seiner Modelle schon 2018 autonom unterwegs sein werde. Mercedes spricht von 2020, Toyota ist mit 2016 dann doch arg optimistisch. Allerdings ist die technische Seite wohl auch gar nicht unbedingt das Problem.
Ebenfalls vor einem Jahr haben wir hier schon über diverse Punkte diskutiert, mit denen wir uns in Zukunft werden auseinandersetzen müssen. Damals ging es um das Auto von Google, das mit einem Feature besonders viel zur Diskussion beitragen könnte: Es hatte keine Pedale. So ein konsequentes Fahrzeug ist wahrscheinlich noch etwas weiter weg. In einem ersten Schritt werden Autobahn und Parkhäuser automatisch befahren werden. Alles andere wird zunächst noch zu komplex sein. Schon jetzt gibt es ja einige Hersteller (BMW, Audi, Mercedes), die Stauassistenten anbieten. Damit hält ein Auto bis zu einem bestimmten Tempo nicht nur den Abstand, sondern auch die Spur gleichmässig, so dass mühsamer Stop-and-Go-Verkehr nicht am Fahrer hängen bleibt.
Schon jetzt stellt man sich die Frage: Wenn dereinst automatisch fahrende Kisten auf unseren Strassen unterwegs sind, wer ist bei Unfällen verantwortlich? Noch weiter gedacht und man landet bei den ethischen Fragen. Wenn ein autom fahrendes Auto nur noch zwischen einem schweren Crash mit einem anderen Auto oder mit einem Fusssgänger wählen kann, wofür «entscheidet» es sich?
Auf der positiven Seite stellen sich noch andere Fragen: Dürfen die Dinger auch ganz alleine unterwegs sein? Das würde nämlich bedeuten, dass man in Taxis ganz ohne Chauffeur laufen lassen könnten. Auch Kurierdienste wären führerlos möglich. Die Kinder von der Schule abholen? Kein Problem, das autonom fahrende Wägelchen macht das schon. Schnell kommt man zur Frage: Brauchen wir dann überhaupt noch ein eigenes Auto? Definitiv nicht. Wer eins braucht, bestellt es sich für eine bestimmte Wegstrecke nachhause und lässt sich dann rumkutschieren. Und dann kann man sich natürlich auch noch fragen, was man mit der Zeit macht, die man im Auto verbringt, denn fahren muss man ja nicht mehr.
Bis das alles kommt, fahren wir wahrscheinlich doch noch ein paar Kilometer mit den Verbrennern rum, die wir ganz klassich mit drei (oder halt nur zwei) Pedalen und einem Lenkrad pilotieren. Denn auch wenn die ersten Autos vielleicht tatsächlich in zwei bis fünf Jahren kommen, müssen bis dann auch die rechtlichen Voraussetzungen stimmen. Und selbst wenn das alles passt, wird es kaum sofort einen grossen Anteil solcher Fahrzeuge auf den Strassen geben.
P.S. Es wäre noch interessant zu wissen, was Swisscom wirklich zum selbstfahrenden Auto beigetragen hat. So wie ich das einschätze, stand man da vor allem finanziell und jetzt PR-technisch zur Seite.
Hansi Voigt über watson.ch
Ein spannendes Interview mit watson.ch-Chef Hansi Voigt.
Ex Machina
Programierer Caleb hat eine Woche in der Residenz seines Arbeitgebers Nathan gewonnen. Dort soll er dessen Prototypen von intelligenten Robotern testen. Oder ist es doch umgekehrt?
Natürlich ist Ex Machina eine optisch sehr ansprechende Geschichte. Doch es sind vor allem die packenden Dialog zwischen Nathan und Caleb oder zwischen Caleb und Ava, die einen in den Bann ziehen. Obwohl der Film langsam erzählt wird, ist er sehr spannend. Und er zwingt einen, sich gewisse Fragen zu stellen, mit denen wir uns vielleicht schon bald tatsächlich konfrontiert sehen könnten.
Mein Tipp lautet also: Ansehen!
Digital und Schwarzweiss
#auchfrauenfeiern
Eigentlich ist es schon überraschend, dass man als «Blick» noch in diese Falle tappt. Und doch schreibt Blick-Journalist Nico Menzato einen herrlich naiven Artikel über Christa Markwalder. Dass Sie raucht wird darin als recht spezielle Tatsache hervorgehoben. Scheinbar völlig überrascht stellt er fest, dass die Bernerin gerne feiert. Als eigentlicher Gipfel des Textes kann jene Passage gewertet werden, in der über die jährlich stattfindende Poolparty bei Markwalder berichtet wird. Dafür hat man sogar die Fettschrift ausgepackt.
Immerhin wird auch noch erwähnt, dass die FDP-Politikerin sich auch in der weit nach rechts gerückten Partei für einen EU-Beitritt einsteht. Doch da ist man als Leser wohl schon längst zu schockiert von den rauschenden Festen, an denen Markwalder als Frau (!) teilnimmt.
Kurz in den Kalender geschaut, doch, wir haben 2015.
Hier noch ein paar Twitter-Reaktionen mit dem Hashtag #auchfrauenfeiern:
https://twitter.com/CHiltbrunner/status/596601754889920514
https://twitter.com/JolandaSpiess/status/596615530506772480
https://twitter.com/sabinereber/status/596615350889934848
https://twitter.com/NinaZosso/status/596609659265515520
https://twitter.com/LuciaDaiuto/status/596610864628834304
97% Dude

Hätte ihn doch noch etwas länger wachsen lassen sollen…
Selber auf Dudeness testen? Hier.
Wer es nicht kennt: Diese «Dudeseite» ist nur eine Antwort auf eine Page von Microsoft, wo aufgrund eines Bildes das Alter einer Person ermittelt werden kann. Oder auch nicht.



