bringt blocher als bundesratskandidaten!

ja, liebe svp schweiz, macht das bitte. wie ihr nicht müde werdet zu betonen, ist blocher scheinbar der einzige in eurer ach so riesigen partei, der den «sauladen in bern oben» so richtig aufräumen kann.

mal im ernst, glaubt ihr das echt? seid ihr euch nicht bewusst, dass genau diese neoliberale haltung blochers schuld an der aktuellen wirschaftsmisere ist? seht ihr nicht, dass er, der die ganze zeit die politsche elite kritisiert, nichts anderes ist als die personalisierte geldelite der schweiz? dass er dem volk nur dann nach dem maul redet, wenn es ihm hilft und ihm im nächsten augenblick wieder in den rücken fährt? dass er in sachen personenfreizügigkeit einen 180°-wende gemacht hat, ohne es wirklich zu rechtfertigen? sagt mal, seid ihr alle deppert bei der svp oder hat der typ euch irgendwie hypnotisiert?

bitte, bitte, bringt den christoph blocher in einer einzelkandidatur für die bundesratswahl im dezember. wie die – sicher nicht repräsentative – webumfrage der nzz ergeben hat, stösst blochers kandidatur auf so grosse ablehnung, dass er ganz bestimmt erneut eine niederlage einziehen würde. eine niederlage, die ich ihm von ganzem herzen gönnen würde. er, der der politischen kultur in der schweiz in wenigen jahren nachhaltig geschadet hat. er, der die schweiz im ausland lächerlich gemacht hat. er, der immer wieder die kollegialität im bundesrat mit füssen getreten hat.

bringt christoph blocher als einzelkandidatur, denn dann hat das parlament die chance, einen vernünftigen kandidaten zu wählen.

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joule – das afrikanische elektroauto

es scheint so, als biete der übergang zurück zu den e-mobilen vielen unterehmungen eine grosse chance, obwohl sie vorher nichts mit dem serienbau von automobilen zu tun hatten. sicher hat das auch damit zu tun, dass die grossen – einmal abgesehen vom taumelnden riesen general motors – diese veränderung einfach verschlafen. so kommen gelegenheiten für marken wie tesla und fisker. und nun: der joule von optimal energy.

dieses auto stammt aus südafrika und fällt sofort durch sein gefälliges design auf. kein wunder: für das design zeichnet ex-jaguardesigner keith helfet verantwortlich. er hat uns zum beispiel die designlegende jaguar xj220 gebracht. doch der joule will kein sportwagen sein. vielmehr ein ernsthaftes auto für jedermann und jeden tag. die vanform verspricht viel platz im innern. das sitzlayout mit zwei dreierreihen erinnert an den genialen fiat multipla.

der joule soll 2010 auf den markt kommen. mit einer höchstgeschwindigkeit von 135 km/h ist er auch auf unseren autobahnen konkurrenzfährig. der preis soll, wenn meine umrechungen stimmen, für südafrika bei etwa 24’000 chf und für den export bei etwa 30’000 chf liegen. was ich noch nicht ganz verstehe ist, ob dann schon ein batterypack dabei ist. man kann eines oder zwei installieren, was sich auf die reichweite auswirkt (200 oder 400 km). die batterien sollen nicht verkauft, sondern im leasing angeboten werden. mit 3,9 m länge und 1,8 m breite hat der joule durchaus ein praktisches format, vor allem wenn man bedenkt, dass im innern hinter den sechs plätzen auch noch 700 liter kofferraum zur verfügung stehen.

über die laufenden kosten sagt man bei optimal energy, dass sie nur halb so hoch sein sollen, wie bei einem ähnlichen benzin- oder dieselfahrzeug. auf der negativen seite stehen die eher gemütlichen beschleunigungswerte. um auf 100 km/h zu kommen, lässt sich der joule dann doch 15 sekunden zeit.

trotzdem, ich finde diesen südafrikanischen ansatz frisch und durchaus erfolgversprechend. bis zum start tut man aber gut daran, dass bei der sicherheitsausstattung nicht nur abs, airbags und knautschzonen aufgelistet werden. für den europäischen markt ist eine elektronische stabilitätskontrolle (esp) pflicht. wenn das klappt und der preis gehalten werden kann, hat man ein richtig gutes package am start.

westside bern

das ist die hülle des westside – gänzlich in robinie gekleidet – wie wir sie vom vorbeifahren auf der autobahn kennen. doch der bau von daniel libeskind in bern brünnen ist natürlich mehr als blosse fassade. der für das publikum zugängliche part ist in drei teile gegliedert: kino, shopping, baden.

dieses bild entstand von der galerie des multiplexkinos aus. es wartet mit 11 sälen auf. ich bin kein freund solcher megadinger, muss aber zugestehen, dass die beinfreiheit in den sälen angenehm ist. die sitze selbst fand ich hingegen nicht sonderlich bequem und dieser überfarbige stil von pathé sagt mich generell nicht so zu.

im westside findet sich derallererste allerzweitepaul in der schweiz. diese französische bäckereikette ist für mich das highlight, was die shops anbelangt. doch im minergie zertifizierten gebäude gibt es noch einige läden, in denen man fast schon gerne sein geld los wird.

doch ich will hier keinen werbespots für die einzelnen shops schalten, sondern darüber schreiben, was am westside am meisten fasziniert. das ist eindeutig die architektur. vor mehr als einem jahr war ich mal im sihlcity und es hat mir eigentlich ganz gut gefallen. doch rückblickend muss ich sagen, dass sihlcity eben doch nicht mehr als ein shoppingcenter mit grossem angebot ist. im berner westside dagegen, ist die architektur eindeutig teil des einkaufserlebnisses. man kann nicht eintreten, ohne die fast schon aufdringliche gestaltung wahrzunehmen. im shoppingbereich macht sich libeskinds liebe zu nicht rechten winkeln bezahlt. die gänge sind nicht gerade, die höhen sind nicht überall gleich und das licht, das durch die oblichter strömt verleiht dem ganzen eine skulpturhafte optik. weil eben alles ein bisschen schief ist, wird die orientierung einfacher. man erinnert sich an plätze und gänge, ähnlich wie das in alten städten funktioniert.

das klingt jetzt alles sehr positiv. zwei dinge haben mich allerdings gestört. da wäre zum einen der helle boden, der irgendwie nicht so recht zum sonst so hocherwertigen optischen eindruck passen mag. und tatsächlich: libeskind hatte ursprünglich einen holzboden (!) vorgesehen. der andere negativpunkt betrifft das chaotische parkhaus. durch seine seltsame form werden scheinbar sogar parkanweiser notwendig. dies, obwohl bereits ein funktionierendes parkleitsystem integriert ist.

unter dem strich bleibt aber ein tolles erlebnis und der wunsch, sich das westside noch einmal genauer anuzusehen. dann vielleicht mit kreditkarte und badehose. 😉

neue blogroll

dank lkm hab› ich eine neue blogroll. sie ist für mich nun viel einfacher editierbar. die idee dahinter ist, dass ich nur noch blogs verlinke, die auch tatsächlich aktiv sind. dies, weil ich die blogroll selbst rege nutze und von gewissen sites, die monatelang gleich bleiben, schon etwas gelangweilt bin. lieber gebe ich den häufig postenden hier einen link, um sie auch ein wenig zu motivieren, wie das scheinbar auch durch meinen «gründe, nicht zu bloggen»-beitrag gelungen ist. seid mir also bitte nicht böse, falls ihr euren blog plötzlich nicht mehr in der blogroll findet… sondern postet stattdessen was. ok?

während man oberhalb der horizontalen linie blogs von leuten finden, die ich auch persönlich kenne, gibt es darunter die reinen «web-bekanntschaften». dass mich der blog von andré marty momentan sehr fasziniert, konnte man hier ja auch schon lesen. hoffentlich kommen bald noch weitere tolle blogs hinzu.

happy new year

jeder kennt das: traditionelle feste wie weihnachten, geburtstage und silvester sind emotionsgeladen. das resultat sind häufig streit und tränen. das ist auch inhappy /newyear nicht anders. hier werden verschiedene geschichten von menschen zu silvester in zürich erzählt.

ich muss es gleich loswerden: ein wunderbarer schweizer film, der nebenbei auch einer tollen stadt huldigt. das schauspielerensemble ist ohne ausnahme top und als krönung gibt’s einen jörg schneider in absoluter topform. die handlung ist zwar voraussehbar, trotzdem schaut man dem geschehen gerne und mit spannung zu. und auch wenn das ganze sehr romantisch daherkommt, umschifft regisseur christoph schaub zielsicher die gewässer des kitsch.

ich hatte aus angst vor einem vollen kinosaal die tickets im voraus gekauft. tatsächlich fanden sich nicht einmal zehn personen im raum – uns eingerechnet. hey schweizer, geht gefälligst diesen film schauen. kostet ja nichts, schliesslich seid ihr ja den bond nicht schauen gegangen, oder? 😉

patent ochsner in der schüür

die band um büne huber war gesundheitlich etwas angeschlagen, spielte aber dennoch ein langes und intensives concert. die neuen songs kommen live zwar besser als aus der konserve, vermögen mich aber immer noch nicht vollends zu überzeugen. im allgemeinen ist mir das zu viel sauce und schmalz, zu wenig power und bissiger wortwitz. ausserdem fehlte mir auch beim gestrigen aufritt ein wenig das überraschende element. vielleicht einmal einen schrägen song von gmües oder schlachtplatte einbauen? fehlanzeige. das klingt jetzt ein bisschen gar negativ. im grossen und ganzen war’s dennoch das typische ochsner-concert-feeling mit vielen, vielen mitsingparts. meine drei videos verdeutlichen das wohl relativ gut. viel spass.

ludmilla

w.nuss vo bümpliz

scharlachrot

bundesrat samuel schmid tritt zurück

nzz online

wow, das kam jetzt aber doch überraschend. irgendwie.

Er gebe das Amt auf Ende Jahr ab, erklärte der Verteidigungsminister vor den Medien in Bern. Er demissioniere seiner Gesundheit, seiner Familie, seinem Land und der Armee zuliebe, sagte Schmid.

also gibt’s im dezember schon wieder recht spannende bundesratswahlen…

leute, deren blogs ich gerne lesen würde

grundsätzlich würde ich einen blog besonders gerne lesen. welchen? Deinen! 🙂 ein paar leute fallen mir aber schon ein, und ich hätte für einige sogar die passenden themen…

staudi – music, it, autos
sarah – küche, deko
marc – autos, medien,
luki – jazz, mac, design
cordy – style & gossip
beni b. – fussball
michi r. – windows, autos
trox – werbung, events, music
räfi – music and stuff
nadia – soziale projekte, entwicklungshilfe
fäbu – music, pädagogik
dominik – liechtenstein
carmela – fotografie
dani – music (reaktivieren!)
andi & dani – karate, japan
retinho – fussball
dave – werbung, music
stupi – it, fc wohlen
pie – sport, autos

und das sind nur mal die, die mir jetzt einfach so eingefallen sind. versteht sich von selbst, dass die reihenfolge zufällig ist. also, ran an den speck!

gründe, nicht zu bloggen

frage mich gerade, ob das komma nach gründe wirklich stehen muss, aber das ist ein anderes thema.

also… wann immer ich mit leuten über das bloggen spreche, bekomme ich in etwa die ähnlichen aussagen. viele fragen sich, woher ich nur diese ideen nehme. andere meinen, für sowas brauche man sicher enorm viel zeit. ich denke, ideen hat jeder und einen beitrag mit ein paar hundert zeichen hat man innert 5 minuten verfasst. im gespräch folgt dann jeweils mein versuch, die betreffende person für das bloggen zu begeistern. es kommen dann folgende argumente:

ich habe dafür doch keine zeit.

es braucht nicht viel zeit und wir haben sowieso alle gleichviel davon.

ich habe doch keine ideen.

jeder hat ideen, worüber er schreiben könnte.

was ich schreibe, interessiert doch keinen.

tja, das denke ich bei meinem geblogge eigentlich auch. und doch finden sich immer wieder leser und sogar kommentatoren. was wen interessiert kann der bloggende nicht einschätzen, so meine erfahrung.

ich habe keinen guten schreibstil.

ähm, hello!? schon mal mein geschreibsel hier unter die lupe genommen? man braucht wahrlich kein schriftsteller zu sein, um einen blog zu betreiben.

ich weiss gar nicht, wie man sowas macht.

no problem, ich helfe gerne dabei, ist nämlich sehr einfach. ich würde mal empfehlen sich wordpress etwas anzuschauen. vieles ist selbsterklärend.

ich möchte mein privatleben nicht im internet ausbreiten.

auch das ist ein klassisches blogger-vorurteil. lkm und ich beispielsweise halten uns mit einträgen über uns selbst extrem zurück. ich schreibe hier zwar meine meinung und ideen hin, wirklich persönliches behalte ich aber für mich.

ich würde das sowieso nicht lange machen.

möglich. aber wenn man mal die freude daran entdeckt hat, sind regelmässige postings auch über einen längeren zeitraum durchaus wahrscheinlich.

ich halte es grundsätzlich so, dass ich nicht überlege, was wen interessieren könnte. ich schreibe, was mich selbst interessiert, damit ich später wieder auf meine niedergeschriebenen gedanken und entdeckungen zurückgreifen kann.