formel 1 monster

ja, die saison hat begonnen. und wie! auf der gigantischen kampagne von sky sind zwar noch die letztjährigen autos drauf, trotzdem muss ich sie hier einfach posten. ausnahmsweise einmal richtig gross. und am sonntag geht’s weiter in malaysia.


eine noch grössere version gibt’s bei likecool.

madonna wird 25

oder wie alt würdet ihr die frau rechts schätzen? da hat’s jemand mit der photoshopperei aber arg übertrieben. keinerlei struktur auf der haut, keine falten, kein charakter.


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daniel vasella – vortrag abgesagt

gestern wollte ich mir an der uni den vortrag von daniel vasella ansehen, doch der wurde leider kurzfristig verschoben. als ich die im gang stehende hinweistafel sah, erinnerte ich mich sofort an ein plakat, dass ich einen tag zuvor gesehen hatte. dort rief eine organisation namensunivonunten dazu auf, vasella einen gebührenden empfang zu bereiten. auch auf die vorträge von jean-pierre roth (snb) und peter brabeck (nestlé) wurde dort mit der gleichen botschaft hingewiesen. ich muss sagen, dass ich die vom siaf (schweizerisches institut für auslandforschung) organisierten vorträge sehr schätze. so habe ich schon zahlreiche referenten erleben dürfen, die man sonst bestenfalls im tv sieht. gerade einen wie vasella, den ich persönlich nicht so sehr mag, würde ich gerne sehen, um mir selbst ein bild von ihm zu machen.


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während nun die uni von unten ihren «erfolg» einer vertreibung vasellas von der uni so richtig auskostet, bedauere ich dies. es mag konkrete gründe dafür geben, dass man leute wie vasella nicht in der uni will. ich dagegen finde, dass solche referate jederzeit möglich sein müssen. warum hat die organisation nicht die konfrontation in der diskussion nach dem vortrag gesucht? der effekt ihrer diffusen drohung gegen vasella ist doch eindeutig: alle studenten werden pauschal als linke gewalttäter hingestellt, die dem novartis-boss am liebsten gleich an die gurgel gingen. das stärkt doch nur den politischen gegner derunivonunten und rückt diese website-lose organisation in ein sehr schlechtes licht.

die konsequenz für die zukunft könnten sehr gut verhältnisse sein, wie man sie im ausland vielerorts antrifft. massenhaft sicherheitspersonal, eingangskontrolle mit abtasten und metalldetektoren. ich bin sehr froh, dass sowas in der schweiz bei solchen vorträgen bislang nicht notwendig war. und ich hoffe auch stark, dass das siaf keine schritte in diese richtung unternimmt. weiter hoffe ich sehr, dass es doch noch zu einem vortrag von daniel vasella an der uni kommt. es wäre schade, wenn man die meinungsfreiheit im historischen saal der aula der uni zürich nicht mehr leben könnte.

subaru legacy

so, nun ist er da, obwohl man ihn eigentlich in genf erwartet hatte, wo dann nur die studie stand: der neue subaru legacy. vor allem der kombi gehört auf schweizer strassen zu den häufig gesehenen gästen. zurecht: der legacy kombiniert allradantrieb mit topausstattung und fairem preis. oben drauf gab’s bei der bald nicht mehr aktuellen generation noch eine sehr schöne optik. da muss ich leider sagen, dass mir der neue bei weitem nicht so gut gefällt, zumindest auf den bildern.


ok, die kombiversion ist noch nicht bekannt, doch schon die limousine enttäuscht mich ästhetisch. die eleganz ist weg, an ihren platz treten pseudosportliche falze und eine ungeschickt wirkende aggressivität. wenigstens scheint der neue subaru legacy im innenraum geglückt zu sein.

weitere schlechte nachrichten gibt’s aber von den dimensionen: das auto wächst in alle richtungen. 4cm länger, 8cm höher und vor allem 9cm breiter, das ist auf keinen fall zeitgemäss. die breite ist mit 1.82 meter schon fast auf sportwagenniveau. immerhin wuchs auch der radstand um acht zentimeter, was dem komfort des fahrwerks sowie dem platz auf der rückbank zugute kommen dürfte.

an der motorenfront tut sich dafür interessantes: der 3,6 liter sechszylinderboxer aus der studie schafft es tatsächlich in die produktion. die leistung wird mit 260 ps angegeben, das drehmoment mit 335 nm (bei 4400 u/min). daneben gibt es aber auch eine vierzylinderboxer, der mittels turbo auf eine leistung von 265 ps kommt. sein drehmoment wird mit 360 nm angegeben und liegt dazu bereits ab 2000 umdrehungen an. während der sechser (3.6r) als wandlerautomat kommt, gibt es den quirligen turbo als sechsgangschalter. vom diesel ist noch nichts zu lesen, ich gehe aber schon davon aus, dass er in europa wieder kommt. nach der enttäuschung über das aussehen nun zum schluss doch noch eine richtig erfreuliche nachricht: für guten sound an bord wurde spezialist harman/kardon geholt.

quelle: autoblog

steve mcqueen vs. lewis hamilton

wer ist schneller: juan manuel fangio oder ayrton senna? welcher motorsportfan hat sich so eine frage noch nie gestellt? es wäre ja zu schön, wenn man die legenden der vergangenheit gegeneinander antreten lassen könnte. der uhrenhersteller macht in seinem film «the duel» zumindest etwas ähnliches: der aktuelle formel 1 weltmeister tritt gegen eine ikone an. steve mcqueen fährt einen porsche 917, während lewis seinen f1 pilotiert. doch wer gewinnt das ungleiche duell zwischen formelwagen und lemans-renner? noch ist nichts entschieden, doch man kann seinen tipp auf der tag heuer site abgeben. netter nebeneffekt: man nimmt an einem gewinnspiel teil, bei welchem man unter anderem eine fahrt in einem formel 1 wagen gewinnen kann. das ist komischerweise nur der dritte preis.

china kopiert rolls royce

naja, natürlich nicht ganz china, sondern der chinesische autohersteller geely. mit der grossen limousine ge kopiert man einmal mehr schamlos ein bekanntes fahrzeug aus der westlichen welt. dieses mal hat es den rolls royce phantom getroffen.

fälschung:

original:

noch habe ich keine näheren daten über den geely ge. das witzigste an ihm ist auf jeden fall die rückbank, die nur ein gigantischer rücksitz (sprich: thron) ist. auf jeden fall bin ich gespannt, wie die anwälte von rolls royce und bmw darauf reagieren.


gesehen auf autoblog.com

salt of this sea

soraya (suheir hammad) ist new yorkerin. ihre eltern lebten im libanon, jedoch erst nachdem ihr grossvater aus israel vertrieben wurde. nun hat sie endlich genug geld, um «zurück» zu gehen. im westjordanland besucht sie eine freundin und trifft eher zufällig auf emad (saleh bakri). dieser träumt davon, endlich aus ramallah verschwinden zu können. 17 jahre war er nicht mehr am meer. die beiden wollen also flüchten und ihr erstes ziel ist das haus von sorayas grossvater in jaffa, das heute die altstadt von tel aviv bildet.

der film ist alles andere denn neutral. die jüdischen israeli sind die bösen, während die palästinenser die guten sind. und doch gibt es momente, in welchen es regisseurin annemarie jacir gelingt, zentrale fragen anzusprechen. das ist für den zuschauer teils sehr mühsam, weil zwischen den wichtigen sequenzen lange dialoglose momente vergehen, die scheinbar ohne zweck sind. gewisse dinge (wie das massaker von al-dawayma) werden aber zu wenig thematisiert, so dass der geschichtsunkundige zuseher nicht verstehen kann, was ihm gerade vorgesetzt wird.

an vielen stellen erinnerte mich der film natürlich an unsere israel reise. schon als tourist hat man in israel manchmal ein bisschen das gefühl, nicht erwünscht zu sein. die übervorsicht der einheimischen ist zum einen verständlich, zum anderen gerät sie halt oft zur schikane für alle anderen. wer mit dieser behandlung aufwächst hat klarerweise ein sehr spezielles verhältnis zu israel. gerade dieser faktor wird im film sehr eindrücklich gezeigt, was schon mit der allerersten szene bei der befragung am flughafen beginnt.

ansehen, wenn man mit der einseitigkeit umgehen kann und gerne mehr über die gründe für die frustration der palästinenser erfahren möchte.

shii – die wii für frauen

lkm traut sich nicht, das einzubauen. ich schon. im wissen (ok: in der hoffnung), dass die hier mitlesenden frauen über eine ziemliche portion humor verfügen.

jenson button gewinnt auf brawn gp


[bildquelle: sutton images]
ross brawn, jenson button, nick fry, rubens barrichell, richard branson.

viele mögen sich aufgrund der startaufstellung heute morgen die augen gerieben haben. doch bald zeigten die brawn-fahrer barrichello und vor allem button, dass ihr startplatz eben kein zufall war. sie haben aktuell den wettbewerbsvorteil eines doppelbodigen diffusors, aber das auto scheint auch abgesehen davon sehr gut zu funktionieren. herzlichen glückwunsch an das brawn gp team zum doppelsieg in melbourne.

sébastien buemi zeigte eine sehr gute leistung und landete (wenn auch nur aufgrund eines sehr dummen zwischenfalls von vettel und kubica) auf dem 8. rang. damit holte er einen wm-punkt, was für einen neuling eine sensationelle ausbeute ist.

update: weil jarno trulli wegen überholens während einer safety-car-phase mit einer zeitstrafe von 25 sekunden belegt wurde, fiel er vom 3. auf den 12. platz zurück. buemi belegt dadurch nun den 7. rang, wofür er zwei wm-punkte erhält.

geheimtipps für barcelona

da ich nun doch schon ein paar mal (moment, kurz nachgezählt: 7) in barcelona war, kenne ich die stadt zumindest aus touristensicht ein bisschen. weil ich selbst vor einer städtereise jeweils ein bisschen nach «geheimtipps» suche und nur selten etwas finde, hier ein paar vielleicht hilfreiche hinweise.

*schlafen*
wenn ich eine städtereise mache, lege ich nicht sonderlich viel wert auf komfort. bei einem hotel spielen da andere faktoren eine wichtigere rolle. neben der sauberkeit ist die zentrale lage für mich das killerkriterium. zum ersten mal haben wir uns für das hotel banys orientls entschieden, wo ein doppelzimmer ziemlich genau 100 euro kostet. das haus liegt an der argenteria 37 nahe der metrostation jaume 1. die zimmer sind sauber und schön eingerichtet. auf dem flur stehen kühlschränke voll mit mineralwasser, die man als gast gratis zur verfügung hat. frisches obst gibt’s ebenfalls für lau. das personal war sehr freundlich und hat uns die zimmer am tag unserer auskunft auf wunsch schon auf 10 uhr morgens bezugsbereit gemacht. ein wirelessnetz fehlt leider, dafür stehen zwei internet-pcs zur verfügung. alles in allem ein günstiges dreisternehotel mit ansprechendem komfort, super lage, freundlichem personal und frischen äpfeln obendrauf.

*sightseeing*
naja, grundsätzlich schaut man sich in barcelona vor allem die rambla, die gaudí-bauten und das olympische gelände an. daran ist nichts verkehrt. ich würde einfach vorschlagen, dass man für den rundgang auf dem montjuïc den transbordador aeri del port also die wacklige seilbahn vom hafen auf barcelonas hausberg nutzt. für den besuch im park güell würde ich die metrostation vallarca (und eher nicht lesseps) empfehlen. von da aus erreicht man die rolltreppen am besten. auf jeden fall auch zu einem stadtrundgang gehört ein besuch in der boqueria, der grossen markthalle, die direkt an der rambla liegt.

*moderne*architektur
um die olympischen spiele 1992 wurden in barcelona zahlreiche moderne parks eingerichtet. doch an moderner architektur war die ach so kreative stadt bislang nicht allzu reich. mir fällt da spontan nur gerade der weisse museumsbau von richard meier ein. an der avinguda diagonal finde sich nun zahlreiche interessante gebäude, die zu einem grossteil in der zeit zwischen 2001 und heute entstanden sind. am besten fährt man mit der metro bis /glories,/ wo der torre agbar von jean nouvel steht. dann kann man auf der breiten promenade bis ans mehr zu fuss gehen. am ende des ausgedehnten spaziergangs findet sich dann beispielsweise das edificio forum von herzog & de meuron, aber auch ein grosser solarpark und der forumseigene hafen mit park.

*museen*
für kunstfans sind sicher die drei bekanntesten museen interessant: fundacio joan miró, museu del art contemporani, museu picasso. wer lieber technik mag, den könnte das museu maritim am hafen begeistern. der zoo ist seit dem tod der schneeflocke (weisser gorilla) nicht mehr so spannend, zumal die haltung der tiere nicht modernsten normen entspricht. eindrücklich ist das aquarium beim mare magnum, wo vor allem das riesige hauptbecken mit seinen zwei besucherrohren gefällt. ein weiteres museum, das lebt findet sich im poble espanyol. das freilichtmuseum beinhaltet nachbauten bekannter spanischer gebäude, begeistert aber vor allem durch die verschiedenen handwerkskünste, die live begutachtet werden können.

*shopping*
um zu shoppen ist barcelona schlicht genial. vor allem im barri gòtic – dem gotischen quartier – gibt es zahlreiche kleine boutiquen, die entdeckt werden wollen. wer auf grosse marken steht, wird eher im bereich der rambla, dem passeig de gracia oder der avinguda del portal de l’angel fündig. es gibt dort auch einige kleiderhäuser, die man hierzulande nicht findet. sfera, desigual oder springfield wären da zu nennen. ausserdem lohnt ein besuch in einem el corte ingles. wer auf den farbigen stil von custo steht, findet in dessen heimatstadt gleich 5 shops. uns hat insbesondere der custo vintage shop an der plaça del pi gefallen. etwas versteckt an der portaferrissa 1 findet sich el mercadillo. ein seltsamer, schräger laden mit jeder menge cooler klamotten, wobei wir uns nicht so sicher waren, wie echt das zeug ist. wer dagegen echte spanische ledertaschen kaufen möchte, dem kann ich capricho de muneca empfehlen. im shop an der carrer brosoli (eine kleine seitenstrasse von argenteria) werden ausnahmslos taschen und andere lederwaren verkauft, die in barcelona designt und hergestellt werden.

*tapas*
in spanien wird die esskultur zelebriert, gute restaurants öffnen aber erst um halb 9 oder noch später. was macht also der hungrige schweizer? er geht, wie auch viele einheimische, erst ein paar tapas essen. die kleinen happen werden mittlerweile vielerots nur noch auf bestellung angeboten. noch richtig traditionell geht es dagegen in der barra de pintxos der euskal taberna sagardi zu und her. über 80 verschiedene mit zahnstocher bewehrte häppchen sollen im angebot sein. praktisch: man geht in der bar umher, schnappt sich jene mini-vorspeisen die man mag und zahlt am schluss pro zahnstocher. die kette hat sechs filialen in barcelona, wobei wir nur jene an der argenteria 62 ausprobiert haben und sehr zufrieden weiter zogen.

*essen* *&*trinken
generell isst man in barcelona gut, wobei die preise auf einem mit schweiz verglichen leicht tieferen niveau liegen. sehr viele speisen enthalten fisch, meeresfrüchte oder beides. da wir mit rücksicht auf unsere mitreisenden weitgehend auf reine spezialitätenlokale verzichteten, gibt es für das nachtessen nur einen tipp von mir: im vildsvin an der carrer ferran isst man gut, relativ einfach und nicht allzu teuer, eine spezialität sind frische austern aus archachon. bei einem nächsten besuch würde ich gerne einmal das comerç ausprobieren. unweit davon findet sich die bar del convent in einem kloster aus dem 14. jahrhundert. das kleine café eignet sich vorzüglich für eine pause von den sightseeingstrapazen am nachmittag. eher für den schlummertrunk empfehlen würde ich die bar celler an der plaça santa maria 4.

*fussball*
das ist in barcelona ein spezielles kapitel. der fc barcelona ist eben més que un club – mehr als ein club – und fussball ist hier mehr als bloss fussball. vor und nach den spielen sind zeitungen voll mit gerüchten, analysen und interviews zu barça. ein besuch im grössten stadion europas lohnt sich auch für einen nichtfusssballfan. das erlebnis mit 100’000 menschen in einem gebäude zu sein ist einmalig. dabei kommt nie ein gefühl von enge auf, auch weil das ausgangskonzept sehr gut funktioniert. zu den tickets kommt man entweder auf dem schwarzmarkt kurz vor dem spiel vor dem stadion oder aber regulär bei der kasse vis-à-vis vom riesigen barça-shop gleich neben dem stadion. wer nicht im camp nou war, war nicht in barcelona.