google street view in luzern

nun können sich ein paar inder und japaner den abstecher nach luzern sparen: mit google street view kann man über die seebrücke gehen und die aussicht virtuell geniessen. ansonsten ist die street view abdeckung in luzern aber ziemlich mager. nur sehr wenige strassen sind erfasst. ja nicht mal ich bin drauf. dafür sind schatten von leuten zu sehen, die gar nicht auf dem bild sind. anscheinend verwischt google also nicht nur die gesichter, sondern löscht manchmal ganze menschen. zum glück auch nur virtuell.

übrigens: anhand des kinoprogramms im moderne können die aufnahmen noch nicht so alt sein.

shirts

ich bin ja eigentlich permanent auf der suche nach coolen shirts. wenn man nicht wie stef gerade über ein hypercooles jacksonfiveshirt stolpert, findet man das beste zeug halt immer noch irgendwo online. hier mal zwei nette beispiele.

das erste ist eine gute mischung zwischen film und auto. dukes of hazard vs. a-team. die seite more t vicar schaut überaus seltsam aus und bestimmt hat es ein paar geschmacklosigkeiten bei der sujetpalette dabei. aber eben auch ein paar wirklich coole dinger.

das zweite stammt von einer seite, die sich ganz den zuffenhausener sportwagen verschrieben zu haben scheint. petrolhead wear hat unter anderem dieses sujet mit dem drehzahlmesser eines des 73er carrera rs drauf. nice.

bezahlen für nytimes.com?

um auf die inhalte von nytimes.com zuzugreifen wird man möglicherweise schon bald 5 usd pro monat zahlen müssen. wie die nzz online berichtet, kämen abonnenten mit der hälfte davon. natürlich hat man als user generell die sicht, dass alles gratis sein muss. auf der anderen seite regt man sich auch auf, wenn eigentliche informationsseiten unter riesigen haufen von werbelayern zugedeckt gar nicht mehr als solche zu erkennen sind. also lieber bezahlen und dafür recherchierte berichte, die nur mit wenig werbung «garniert» sind, in vollem umfang online geniessen? eigentlich keine schlechte idee. aber 5 dollar sind dann wieder etwas viel, wenn man neben der ny times auch noch andere zeitungen konsultieren möchte und jedes dieses blätter einen solchen betrag kassiert. wenn man dann aber wieder ein jahresabo der nzz anschaut, das satte 465 chf verschlingt… das macht pro monat 36 usd. ok, das ist die gedruckte aufgabe, aber seien wir ehrlich, auch die landet in der papiersammlung. dann sind die 5 dollar für die ny times auf einmal doch nicht mehr so viel. und wenn man weiter in betracht zieht, dass momentan alle grossen medienhäuser tendenziell ihre berichterstattung aus finanziellen gründen einschränken, ist es wohl doch schlauer rechtzeitig auch für online-inhalte geld zu verlangen. sonst werden vielleicht auch dort wie beim tagesanzeiger ganze redaktionen einfach so wegrationalisiert und deren beiträge durch meldungen anderer zeitungen oder agenturen ersetzt.

also: besser jetzt für gute online-inhalte bezahlen als bald nur noch 20min-schrott vorgesetzt zu kriegen.

schräge blogs: oberflächlich und kritikunfähig

grundsätzlich, so finde ich, gibt es viel zu wenige blogs von frauen. und die, die es gibt, sind sehr oft nichts weiter denn online-selbsttherapie-versuche, die in der regel mit übelstem esoterikschrott angereichert werden. dagegen ist nichts zu sagen, aber es lesen möchte ich dieses zeug nicht. dank einem link von jeremy bin ich auf eine bloggende frau namens mirjam gestossen. ihr blog nennt sich vollmundig «chic und schlau», was in mir dann aber doch die neugier weckte. bald musste ich herausfinden, dass es dabei scheinbar nur darum geht, dass kommentierende (praktisch ausnahmslos weiblich) den kleiderstil der bloggerin und ihr äusseres loben. so eine art institutionalisiertes online fishing for compliments. sie stellt dafür regelmässig bilder von sich in den neusten textilen errungenschaften rein. dazwischen beantwortet sie aber auch einmal persönliche fragen. und genau darüber bin ich gestolpert. in einem dieser antwort-beiträge erwähnte sie, dass sieleider der svp (ihrer bevorzugten partei) noch nicht beigetreten sei. auch dagegen ist an sich nichts zu sagen, doch hier zeigten sich nun die kommentierenden nicht mehr so begeistert. und zack – war die svp-geschichte gelöscht.

mir scheint, stattchicundschlau könnte sich der blog auch eingebildet und kritikunfähig nennen. an oberflächlichkeit ist der blog sowieso kaum zu überbieten. schade, denn auch dieses thema gäbe bestimmt mehr her.

deshalb hier noch ein anruf an angehende bloggerinnen: haut in die tasten und zeigt der blogosphäre, dass ihr mehr könnt als nur über kleidchen und it-girls tratschen.

chic und schlau

kröten

gerade drüber bei rouge gesehen. erinnert mich an corinne englische freunde. die sprache mein› ich natürlich. 😉

nur für immanuel

gelb hervorgehoben ist der eigentlich blogbeitrag. ganz unten wär› auch noch ein banner. klar, sonst ist da ja auch praktisch keine werbung drauf.

eine ideale seite, um einen adblocker zu testen. 🙂

bilderrätsel oder: autobild und die geografie

die erlkönig-galerie auf autobild.de ist immer spannend. dort kann man schon mal abchecken, wann das eigene auto von der neuen generation abgelöst wird und vor allem auch sehen, wie es aussehen wird. doch vorsicht, mit den bildunterschriften nehmen’s die jungs von autobild offensichtlich nicht sonderlich genau:

moderne gebäude? klar, dasmuss einfach london sein. oder auch nicht. das bild vom opel insignia opc habe ich ja bereits gezeigt. damals war aber nicht die rede von der location. das bilderrätsel ist tatsächlich eher ein geoquiz. drum also die eigentliche frage: wo genau wurde dieses foto aufgenommen?

blogcamp 4 – nicht so schlecht

ich muss sagen, jegliche art von sozialen netzwerken und den in mode gekommenen networking events haben auf mich eine abschreckende wirkung. ich bin da irgendwie skeptisch, was auch meine lange anhaltende zurückhaltung bezüglich einer mitgliedschaft bei facebook ein wenig erklärt. woher diese abneigung stammt weiss ich eigentlich nicht genau, aber sie ist auf jeden fall da. und sie ist irgendwie auch der grund dafür, dass ich noch nie an einem bloggertreffen teilgenommen habe. ok, da waren die watashi.meetings, aber das war irgendwie anders. btw: sowas könnten wir wieder mal machen, oder nicht?

lange rede, kurzer sinn: ich war zum ersten mal an einem nach dem barcamp-prinzip durchgeführten blogcamp dabei. so um die 100 leute waren wohl da und die themen war gar nicht so uninteressant. kurz zum system, das ja eigentlich eben genau keines ist: es gibt slots von 45 minuten (streng genommen wären sie sogar ohne zeitbeschränkung, was schweizer scheinbar nicht mögen), die am morgen bei der introsession an vortragswillige vergeben werden. an der eth zürich standen dem blogcamp fünf unterschiedlich grosse räume dazu zur verfügung.

als erstes sah ich mir den vortrag von clemens bartlomé an (übrigens mit prezi gemacht), der über das web 2.0 und den damit zusammehängenden weg aus der krise sprach. er zeigte auf, dass gerade in krisensituationen innovationen zentral sind. weil man im web eine hohe vernetzung der teilnehmer hat und einen hohen anteil an open-source-programmen hat, ist der finanzielle aufwand gering. man braucht ausserdem wenig personal und auch die grösse infrastruktur hält sich in grenzen. clemens betonte also vor allem die flexibiität von kleinen, einfallsreichen startups, die seiner meinung nach bezüglich innovationen noch stärker gefördert werden sollten.

es folgte ein vortrag von dominik allemann und (den namen weiss ich nicht mehr), der sich um kommentare in blogs drehte. als aufhänger wurde natürlich gesagt, man erfahre, wie man mehr kommentare erhalten könne. doch, bei mir stellte sich leise enttäuschung ein, etwas wirklich neues hatten die beiden nicht zu bieten. man solle den kommentierenden keine hürden in den weg legen, die kommentare sofort veröffentlichen, immer reagieren und auch selbst kommentieren. provokation, konkretes fragen oder fordern seien auch mittel, die aber auch kontraproduktiv wirken können. naja, so weit, so bekannt. immerhin weiss ich nun, dass scheinbar niemand weiss, welche blogbeiträge besonders viele kommentare anziehen. interessant war, dass aktuell viele blogger mit diesen werbekommentatoren zu kämpfen haben, die sich sogar die mühe machen, einen art content-bezogenen satz zu hinterlassen.

das dritte referat wurde von hagen graf zum thema drupal gehalten. da ich davon absolut keine ahung hatte, liess ich mich überraschen. scheint eine gute alternative zu joomla oder typo3 zu sein.

dann hatte ich genug und verzichtete auf de noch anstehenden vierten vortrag, auch weil mich kein thema so recht begeistern konnte. begeistert sind die blogcamp-teilnehmer offenbar von apple-produkten, insbesondere vom iphone. noch nie habe ich eine solche dichte von geräten mit dem apfellogo gesehen. die grösste überraschung gab es für mich gleich am morgen. der autor des von mir gerügten schrägen blogs «gedankenblitze» sprach mich auf meinen beitrag an. er habe auf meine konstruktive kritk reagiert und sehe nun vom gebrauch von fett geschriebenem mitten im text ab.

insgesamt war das eine spannende wenn auch nicht revolutionäre sache. cool war vor allem, neue blogger einmal persönlich kennenzulernen. gut möglich, dass ich nächstes jahr wieder hingehe. besten dank an peter hogenkamp und die hasler stiftung. letztere kam als einziger sponsor u.a. für die raummiete auf.

wozu facebook gut ist

inzwischen bin ich vom kritischen beobachter zum aktiven nutzer von facebook geworden. tja, so schnell kann’s gehen. das video zeigt, wozu facebook tatsächlich gut ist. 😉

gesehen bei dravens tales

und gleich noch eins hinterher:

spannende blogs: texte vom keks

der anteil blogs, die tatsächlich etwas kreieren wird immer kleiner, jener der copy/paste-fraktion immer grösser. so jedenfalls mein gefühl. da tut es doch gut, einen blog wie den vom keks zu lesen. die stimmen aus der kayxdose ertönen dabei viel zu selten. kostprobe gefällig?

Lässt man Kekse offen rumliegen, werden sie trocken, bröseln und zerfallen zu Staub. Bewahrt man sie in einer Dose auf, am besten zusammen mit einem Apfelschnitz (ich befürchte hier differiert das gute Deutsch wieder ganz massiv von Land zu Land, heisst das bei euch tatsächlich «Spalte»?), dann bleibt das Gebäck nicht nur länger knusprig, sondern tatsächlich geniessbar.

sowas mag ich gerne. also nicht die apfelspalten, sondern eben diese art des textens.

kay-x