Braucht «the» ein eigenes Symbol?

«And» hat es schon längst. Ein eigenes Symbol. & wird in Kurzmitteilungen verwendet, um Platz zu sparen. Auch in Logos kennt man das geschwungene Zeichen. Dabei ist das Wort «and» anscheinend nur das 6. häufigste der englischen Sprache. Klare Nummer eins ist «the», das noch kein eigenes Symbol hat. Noch.

Wie man auf The Verge liest, hat sich jemand ein Symbol für das Wort ausgedacht. Und zwar Ћ. Ich weiss nicht genau, wie ernst es Paul Mathis mit dem Durchsetzen von Ћ ist. Das Video zum Symbol ist jedenfalls nicht sonderlich ernsthaft…

Neuland

Das Internet ist für uns alle Neuland.

T-Shirts mit diesem Spruch sind bestimmt gerade im Druck. Angela Merkel hat sich mit dem Satz wohl unfreiwillig ein virales Internetdenkmal erbaut. Doch ist er wirklich so dämlich, wie einen die unglaubliche Menge an Häme-Tweets mit dem Hashtag #Neuland glauben machen könnte?

Ich würde sagen: Nein. Ich kann mich tatsächlich noch an die Analogmodemzeit zurückerinnern. Altavista war damals die Suchmaschine, Netscape der Browser und Pegasus mein Mailprogramm. Wenn wir schnell nach vorne spulen, kam 2007 das iPhone, das erstmals einer breiten Masse mobiles Surfen ermöglichte. Schliesslich folgte der Siegeszug der sozialen Medien, insbesondere Facebook und Twitter. Wobei es im Internet keine definitiven Siege gibt, höchstens definitive Niederlagen.

Wenn man also sieht, wie schnell sich «das Internet» in dieser gar nicht so langen Zeit verändert hat, könnte man schon darauf kommen, dass es für uns eben doch noch Neuland ist. Und zwar dauerhaft. Denn was heute State-of-the-Art ist, kann morgen schon ein alter Hut sein. Wer’s nicht glaubt, kann sich ja mal die Website von Netscape anschauen…

QR-Codes

QR-Codes müssen nichts Schlechtes sein. Doch zu oft sind sie irgendwo, wo man sie kaum sieh oder wo sie kaum zu erreichen bzw. scannen sind. Mit seltsamen, dämlichen oder teilweise auch lustigen QR-Code-Anwendungen befasst sich der Blog WTF QR Codes.

Bedrohung Social Media

There is now a menace which is called Twitter. The best examples of lies can be found there. To me, social media is the worst menace to society.

Recep Tayyip Erdogan hat offenbar Angst vor dem Potential von Social Media. Fraglich bleibt, ob er mit «society» vor allem sich selbst meint.

Autokunde mit Blick – (K)ein BMW M3

Mal abgesehen vom aus meiner Sicht völlig ironiefreien Video des guten DJ Prime, hat der Blick mal wieder ganz genau hingeschaut. Oder auch nicht. Im Filmchen verrät der Mann, die halbe Schweiz fahre BMW M3. So weit, so unwahr. Dabei sitzt er doch selbst in einem BMW, wie man als Autofan locker erkennt. Ein BMW M3 etwa? Mitnichten, meint ein Blick-Artikel: «Fährt BMW Kombi, nicht M3,» steht in der Bildunterschrift zu einem Foto, das Massimo Portmann mit einem weissen 3er Touring (oder ist’s ein 5er?) zeigt.

Das ist also der ominöse Kombi. Nachweislich kein M3, weil BMW den M3 nur als Coupé, Cabrio und Limousine produziert. Doch was ist mit dem Video?

Man muss nun wahrlich kein Autofan sein, um auf den ersten Blick zu sehen, dass der Herr hier in einem zweitürigen Wagen sitzt. Ob Coupé oder Cabrio kann ich auf die Schnelle nicht sagen, aber ein Kombi ist das garantiert nicht. Dass muss doch auch den Menschen beim Blick aufgefallen sein, oder etwa nicht? Es muss zwar kein M3 sein, aber es ist halt einfach nicht das gleiche Auto, wie jenes auf dem Bild.

Was verbirgt sich hinter Nichts?

Aktuell gibt es auf NZZ.ch eine Werbekampagne, die aussieht wie keine zuvor. Normalerweise nervt mich das Geblinke und Aufmerksamkeitsgeheische sehr. Klicken tue ich höchstens mal aus Versehen drauf. Aber dieses Nichts hat mich magisch angezogen. Sogar ein witziges Mouseover gibt es. Es erscheinen verschiedene Variationen: NICHTS sollte sie beunruhigen, NICHTS dazu gelernt, oder NICHTS passiert. Die Kampagne läuft auch auf Tagesanzeiger.ch, wie ich gerade sehe. Wahrscheinlich verbirgt sich dahinter…. Nichts. Ha, ein Brüller!

Jedenfalls kann man sich auf der Website eintragen, was ich aus lauter Neugier natürlich getan habe. Ein Bestätigungsmail ist bereits bei mir eingetroffen: «Danke für Ihrer Interesse an NICHTS» steht da drin.