xamax neuchâtel – fc luzern 1:0

wenn man nach 11 spielen mit 2 punkten auf dem allerletzten platz der rangliste sitzt, hat man kein glück. manchmal hat man sogar noch ziemlich viel pech. in der 94. minute wurde lambert an der strafraumgrenze neuenburgs höchst unsanft gestoppt. es hätte freistoss für luzern geben müssen und eine gelbe karte wohl auch. doch stattdessen lief der konter, der von veskovac scheinbar entschärft wurde. doch der sonst so sattelfeste innenverteidiger spielte den ball per kopf dem heraneilenden aide brown in die füsse, der daraufhin weder von diarra noch von zibung gestoppt werden konnte. er hätte nur noch einzuschieben brauchen, wäre nicht erneut veskovac schlitternderweise direkt in richtung seiner beine unterwegs gewesen. natürlich musste das penalty, eine rote karte für den foulenden dazu. dieses mal blieb schiri wermelinger herr der lage. julio hernan rossi liess sich von zibung und der tatsache, dass xamax seit über 200 tagen keinen heimsieg mehr einfahren konnte, keineswegs nervös machen. 1:0.


nicht aufgeben jungs, nicht aufgeben!

allerdings beginnt ein spiel ja nicht in der 94. minute. der rest der partie ist aber dermassen schnell erzählt, dass man es besser ganz lässt. nur soviel: der fc luzern konnte mehr als eine halbzeit lang mit einem mann mehr spielen, weil edjenguele gelb-rot sah. doch weil frimpong scheinbar nur schnell ist und ravasi zu spät kam, erzielten die morinini-jungs kein tor.

es dürfte übrigens das letzte spiel von roberto morinini an der seitenlinie gewesen sein. mein anfänglich verhaltener optimismus ist inzwischen ganz klar gewichen. meine sicht: wer sagt, mit dieser mannschaft könne man nicht besser spielen, dem gehört der job sofort entzogen.

daten

Neuchâtel Xamax – Luzern 1:0 (0:0)

Maladière. – 3865 Zuschauer. – SR Wermelinger. – Tor: 94. Rossi (Foulpenalty) 1:0.

Neuchâtel Xamax: Faivre; Nuzzolo, Furios, Besle, Edjenguele; Rossi, Bah, Chihab, Szlykowicz; Brown, Coly (68. Wüthrich).

Luzern: Zibung; Roland Schwegler, Veskovac, Diarra, Schirinzi (42. Bertin); Lambert, Seoane (72. Chiumiento), Zverotic, Ferreira; Tchouga, Frimpong (83. Ravasi).

Bemerkungen: Xamax ohne Ferro, Niçoise, Quennoz, Sulaimani und Walthert (alle verletzt) sowie Taljevic (nicht im Aufgebot), Luzern ohne Kukeli, Claudio Lustenberger und Renggli (alle verletzt). 43. Gelb-Rote Karte gegen Edjenguele wegen wiederholten Foulspiels. 94. Rote Karte gegen Veskovac wegen einer Notbremse. Verwarnungen: 23. Schwegler (Foul). 27. Edjenguele (Foul). 36. Schirinzi (Foul). 60. Bertin (Foul). 71. Seoane (Foul). 84. Nuzzolo (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

ivan ergic einmal mehr top

ivan ergic ist ein hervorragenden fussballer, vor allem aber ist er ein intelligenter mensch mit eigenen kopf. mit schonungsloser ehrlichkeit wird er in der presse zitiert: eine «demütigung» sei das spiel gegen die katalanen gewesen. «frustration» sei spürbar. nicht die ewig gleichen phrasen von wegen man habe «ansätze» gesehen, die gut waren. denn so war es ja eben nicht. am schluss fügte ivan ergic sogar noch an, dass er sich beim rückspiel ja dann vielleicht «mit einer verletzung abmelde». sogar humor hat der mann.

den rest des zutreffenden artikels aus dem tagesanzeiger vom freitag 24. oktober gibt es hier:

Basel, der nette Komplize für ein Spektakel

Was der FC Barcelona beim 5:0 gegen den FCB zeigte, war Fussball, wie man ihn in der Schweiz noch nie sah. Die Basler blieben frustriert, gedemütigt und desillusioniert zurück.

Von David Wiederkehr, Basel Ungeduldig hämmerte er seine Faust an die Heckscheibe des Cars. Es sei spät, und man wolle doch aufbrechen, machte er deutlich, indem er mit dem Zeigefinger aufs Handgelenk tippte. Doch fand Carles Puyol kein Gehör, konnte er besonders von den Jungen keinen zur überstürzten Abreise aus dem St.-Jakob-Park überre­den. Warum auch? Zu euphorisiert schie­nen Lionel Messi, Bojan Krkic oder Sergi Busquets nach einem lockeren Abend aus ihrer Sicht, einem Spiel, in dem sie tun konnten, was sie wollten, und alles gelang. Neben dem Teambus stehend, redeten sie freimütig, wie man dies von ihnen nicht gewohnt ist. «Das hat Spass gemacht», sagte Mittelfeldspieler Alexander Hleb.

Die Stadt Basel steht als wichtiges Sym­bol für den FC Barcelona, dort gewann er 1979 den Cup der Cupsieger – den ersten internationalen Titel nach der Franco-Dik­tatur, welche für niemanden in Spanien unerträglicher gewesen war als für die Katalanen. «Basel kann gar nicht schlecht zu Barcelona sein», schrieb daher «El País» und fügte nach dem dritten Champi­ons- League-Gruppenspiel vom Mittwoch an: «Basel war immer mehr ein Komplize als ein Rivale für Barça.» Zu richtiger Gegenwehr nicht fähig

Das war der FCB in der Tat an diesem Abend der Offenbarung. Er leistete seinen Beitrag zum Spektakel fürs Auge, indem er nett Spalier stand. Dementsprechend gegensätzlich war die Gemütslage nach Spielschluss. Hier Krkic, der strahlend von seinen zwei Toren erzählte, da Basels Ivan Ergic, der einen Augenblick überlegen musste, ehe er das Geschehene in Worte fassen konnte. Er entschied sich für «Frus­tration » und «Demütigung» – während sich Trainer Christian Gross noch da­gegen wehrte, sich gedemütigt zu fühlen. Nach vier Minuten war der FCB 0:1 hin­ten gelegen, nach 22 Minuten und zur Pause hatte es 0:3 gestanden, und wer von den nimmermüde singenden Fans ein Auf­bäumen nach der Pause erwartet hatte, sah sich mit dem 0:5 in der 48. Minute endgül­tig desillusioniert. Messi, Busquets, Xavi Hernandez und zweimal Krkic schossen die Tore. Neben der Ersatzbank liess sich Samuel Eto’o mit einem Fan fotografieren. War der Schnellzug Barcelona einmal in Fahrt, hatte der FCB nicht den Hauch einer Chance, diesen zu bremsen. Stattdessen wurde er regelrecht überfahren. Basler Einzelkritik war unnötig, denn zu richtiger Gegenwehr war der FCB gar nicht fähig. Denn: wie präzis die Gegner aus Katalo­nien jeden Pass spielten, wie mühelos sie auf dem durchnässten Rasen die schnells­ten Zuspiele kontrollierten, wie hartnäckig sie den Ball selbst gegen vier Kontrahen­ten behaupteten und wie giftig rasch sie jeweils den Raum zwischen den Straf­räumen überbrückten – feinerer Fussball war in einem Schweizer Stadion noch nie zu bestaunen gewesen.

Strellers Leiden, Federers Trost

Er habe mit dem Nationalteam schon gegen Brasilien und Argentinien gespielt, sagte Marco Streller, «aber was Barcelona zeigte, war eine andere Welt, eine andere Liga». Er habe alle fünf Minuten auf die Uhr geschaut, hoffend, das Leiden möge bald zu Ende sein. «Aber wenn du derart grauenhaft Fussball spielst und so unter­legen bist, dauert das Spiel eine Ewigkeit.» Stargast Roger Federer versuchte nach dem Spiel in der Kabine Trost zu spenden. Trist sei die Atmosphäre, erzählte Streller. Von einer «night to remember» hatte Gross im Vorfeld geträumt. Die Nacht wurde zur schmerzhaften Erinnerung.

Das Glück des FCB war es, dass Barce­lona sich mit dem 5:0 begnügte und nicht noch das 6:0 suchte, das den höchsten Sieg seiner Champions-League-Vergangenheit dargestellt hätte – die Möglichkeiten zu einem 10:0 hatte «Blaugrana» ge­habt. Und das Gute für den FCB war auch, dass Donezk zu Hause gegen Sporting Lissabon verlor. So lebt wenigstens weiterhin die Hoffnung auf Gruppenrang 3 und das Überwintern im Uefa-Cup. Basel spielt am 26. November in der Ukraine.

Zuerst allerdings, in zwei Wo­chen, darf oder muss der FCB ins Camp Nou zum Rückspiel gegen Barcelona. Angst habe er nicht, beteuert Ergic, und Streller for­dert die Jetzt-erst-recht-Menta­­lität: «Das 0:5 hat unseren Stolz verletzt.» Während Ergic tak­tisch an die Aufgabe herangeht. «Wir müssen defensiv eine Lösung finden» – offensiv sei unerheblich, wie sie in Barce­lona spielten. «Wir wollen we­nigstens im Rückspiel gut aus­sehen. » Und scherzhaft fügt Ergic an: «Vielleicht melde ich mich mit einer Verletzung ab.»

fc basel – fc barcelona 0:5

ich habe weder lust noch zeit einen echten matchbericht zum gestrigen champions league spiel im basler st. jakobspark zu schreiben. doch ein paar worte muss ich dennoch loswerden.

es war von a – z einfach nur peinlich, was der fc basel auf dem fussbalplatz zeigte. kein einsatz, keine ideen, kein stolz. natürlich spielt der fc barcelona was die technischen fähigkeiten der einzelnen spieler angeht auf einem anderen niveau. doch dass die basler auch kämpferisch und läuferisch deutlich das nachsehen hatten, musste doch überraschen. messi und bojan auf der anderen seite, fighteten auch noch in der 90. minute um die bälle. der eingewechselte thierry henry versuchte mit viel einsatz auch noch ein tor zu schiessen. es wäre das sechste für den spanischen fcb gewesen. bei basel gab lediglich der eingewechselte stocker eine nicht ganz so ungenügende leistung zum besten. doch auch er konnte die blamage des schweizerischen fussball nicht verhindern. praktisch ohne rücksicht zeigten die katalanen auf, wie tief das niveau der super league aka nati a derzeit liegt. wann immer ein basler den ball für sich erobern konnte, stand im bereits wieder ein barça-spieler im weg um ihm der kugel wieder zu entledigen. 70:30 ballbesitz zur pause! so eine statistik gibt’s sonst wohl nur, wenn die färöer inseln gegen brasilien spielen. nach 90 minuten waren die basler froh, dass sie kein stängeli kassiert hatten. das lag aber vor allem daran, dass die katalanen auf trainingstempo runtergeschaltet hatten. bojan und henry vergaben diverse möglichkeiten zur weiteren ermunterung des gästesektors. wenn man dann noch daran denkt, dass costanzo in der ersten hälfte vom platz hätte fliegen müssen, ein penalty nicht gegeben wurde und die barça-stürmer mehrmals fälschlicherweise wegen offside zurückgepfiffen wurden…


vorfreude im barça-sektor

natürlich wird es leute geben, die den klassenunterschied mit dem budgetunterschied begründen wollen. ok, barcelona hat 320 millionen, basel nur 30. aber was ist mit schötz? die luzerner waren dem schweizer meister im cup über 70 minuten ein gleichwertiger gegner. keine ahnung wie hoch das schötzer budget ist, 3 millionen werden es aber kaum sein.

den höhepunkt stellten für mich aber die basler zuschauer dar. sie honorierten die durchwegs katastrophale leistung ihrer mannschaft mit standing ovations. die gleichen zuschauer hatten übrigens zu beginn die spieler des fc barcelona beim aufwärmen ausgepfiffen, aber das wäre wieder eine andere geschichte.

moment, ich habe noch einen höhepunkt gefunden. christian gross meint, das 5:0 sei keine demütigung gewesen. was dann, chrigel, was dann? etwa ein kompliment an die grossartige taktische leistung Deiner mannschaft?

baselnull
barcelonafünf
aber das hab› ich irgendwie schon mal gesagt. 😉

fc grenchen – fc luzern 0:3 (cup 1/16-final)

ja, der fcl kann’s noch. der erstligist fc grenchen hatte nicht den hauch einer chance. bei den in schwarz angetretenen blauweissen gab es eine völlig gewöhnliche aufstellung zu sehen, die aber vor allem im tor mit einer überraschung aufwarten konnte. swen könig hatte dort den platz von david zibung übernommen. im mittelfeld war davide chiumiento erstmals wieder von anfang an dabei, wobei er nicht zentral sondern auf der linken aussenbahn agierte. zentral spielte gerardo seoane, der dort im gegensatz zu seiner rolle als abwehrchef, endlich wieder akzente setzen kann. im zweimannsturm verzichtete morinini zugunsten von ravasi auf die yb-ausleihe frimpong. der von wil gekommene ravasi dankte es mit gutem stellungsspiel, liess im abschluss aber präzision und kaltblütigkeit vermissen. seoane dagegen zeigte sich äusserst kaltblütig und liess grenchen-goalie molina in der 13. minute keine abwehrchance. dass es zur pause immer noch 0:0 stand hatte mit der miesen chancenauswertung von ravasi und chiumiento zu tun.


jean-michel tchouga im luftkampf

jean-michel tchouga amtete wieder einmal als captain, zeigte aber ein für seine verhältnisse eher uninspiriertes spiel. bei ravasi ging dann immerhin in der zweiten hälfte der knopf auf. er umkurvte molina geschickt und konnte ungefährdet zum 2:0 einschieben. kurz vor schluss gelang ihm sein zweites tor zum diskussionslosen endstand.

auch wenn der fc luzern bei dieser cuppartie nicht vollends gefallen konnte, so ist doch ein kleiner schritt nach vorne sichtbar geworden. das system wird von der mannschaft verstanden und der wechsel von einzelnen spieler scheint kein problem darzustellen. die absenzen von renggli (verletzt) und schwegler (ersatzbank) wirkten sich wenn überhaupt positiv aus. gegen neuchâtel wird es am samstag eine viel bessere leistung brauchen, wenn man das spiel gewinnen will.

daten

Grenchen – Luzern 0:3 (0:2).

Brühl. – 1800 Zuschauer. – Schiedsrichter: Studer. –

Tore: 13. Seoane 0:1. 53. Ravasi 0:2. 90. Ravasi 0:3. –

Luzern: König; Lambert, Veskovac, Diarra, Schirinzi; Paquito, Zverotic, Seoane, Chiumiento (65. Ferreira); Tchouga, Ravasi. – Bemerkungen: 41. Lambert (Foul), 56. Chiumiento (Unsportlichkeit) verwarnt.

[quelle: nzz online]

stange vor dem kopf

das ist die sicht aus reihe 1 in sektor c des neuen stadions in st. gallen. für einmal hat man also kein brett, sondern eine stange vor dem kopf. ansonsten ist die arena in st. gallen winkeln wirklich sehr gelungen. grosszügig gebaut an verkehrsgünstiger lage wurden die 18’000 plätze auf steilen rampen ohne balkone angeordnet, was für richtige hexenkesselstimmung das richtige ist. aber als normalgrosser mensch hat man auf den erwähnten plätzen das problem, dass man weder beim drunter- noch beim drüberschauen wirklich entspannt sitzen kann. rückenschmerzen sind da vorprogrammiert. aber was nehmen wir nicht alles in kauf, um unsere nati anzufeuern?

immerhin sieht man den grössten vorteil dieses platzes auch gleich im bild: der breite cupholder kann getränke für einige spielminuten aufnehmen. 😉

schürmann mit falscher taktik?

um ein haar hat die schweizer u21 nati die qualifikation verpasst. gegen spanien spielte man im rückspiel vor allem in der ersten hälfte extrem aggressiv. jeder ballführende spieler wurde von mindestens zwei schweizern angegriffen. klar, dass gegen ende die konzentration fehlte.

sehr, sehr schade, dass es nicht geklappt hat.