
na, wo war ich gestern abend? dieses mal ist’s ja wirklich leicht.

na, wo war ich gestern abend? dieses mal ist’s ja wirklich leicht.
während dem sortieren von fotos, hab› ich plötzlich entdeckt, dass ich in saalfelden einen astreinen drift hingelegt habe. das auto von max lampelmaier ist ein ford escort rs 2000 aus dem jahre 1976. allerdings nicht irgendeiner, sondern ein renngewohntes rallyetier. die gurte sind eng, die sitzschalensowieso. die gangwechsel gehen nur mit nachdruck und die lenkung verlangt nach kräftigen männerhänden. 160 ps klingen nach wenig, aber auf der kreisbahn geht es weniger um schnell denn um quer. 🙂

danke an heiny volkart für das bild
aufgrund meiner hartnäckigkeit und vor allem der netten presseabteilung von ford schweiz darf ich hier in saalfelden ein wenig mit dem neuen ford focus rs «spielen»…. nice!
schnee hat’s im engadin noch haufenweise, nur ist es einfach langsam recht warm. der sonnenschein setztt den verhältnissen zu. waren die pisten am morgen noch steif gefroren, taute das weisse gold am nachmittag an der oberfläche schon arg richtung sulz. spass gemacht hat’s trotzdem. 🙂
nach einer entspannten fahrt über den julier sind wir im engadin angekommen. morgen geht es zum letzten mal für dieses jahr auf die piste. ich bin ja mal gespannt, wie gut der schnee bei all dem sonnenschein noch ist.
am sonntag spazierten wir durch die stadt, als wir plötzlich dieses orange putzfahrzeug sahen. die «bürsten» an der front und am heck entpuppten sich aber als lichtspender und auf dem dach waren kameras angebracht. der sprinter war in deutschland zugelassen. erst als das ding vorbei gefahren war, dämmerte es mir: das muss wohl eines dieser google-street-view-fahrzeuge sein.

natürlich musste ich sofort nachschauen, ob ich denn auch schön getroffen wurde. 😉 bis jetzt gibt es von der stelle noch keine street-view-ansicht. mal sehen, wie lange es dauert, bis die bilder kommen.
nein, für einmal geht es hier nicht um den neusten bmw oder dergleichen.
für gestern abend hatten marc und ich von einer guten freundin den auftrag erhalten, «ihren» teenagern unsere leidenschaft etwas näher zu bringen. die idee dahinter war, ihnen zu zeigen wir erfüllend es sein kann, wenn man seine freizeit mit einer faszinierenden beschäftigung verbringen kann. im mittelpunkt stand vor allem unser projekt mit lkm, nämlich zündung.ch. daneben war aber auch unserer generelle fähigkeit gefragt, unsere faszination in worte zu fassen. gar nicht so einfach.
was ist so toll am fotografieren, am auto-magazine lesen, am auto-homepages besuchen, am autos anschauen und last but not least: am autofahren? schlussendlich bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass wir das alles einfach gerne tun. und was man gern tut, tut man mit der zeit auch besser. über unser hobby haben wir viele neue leute kennengelernt, die mit uns diese passion teilen. unsere ausrüstung wurde besser. unsere texte und bilder wurden besser. damit war auch der weg zum journalistenverband nicht mehr weit. und der widerum öffnete uns die pforten zu (zumindest einigen) importeuren und deren presseflotte.
natürlich, marcs alfa montreal und dessen motorsound nahmen die jungen damen und herren in ihren bann. doch das wohl grösste erstaunen ernteten wir am ende. «wie viel geld nehmt ihr denn für diesen abend?» lautete die frage an uns, die erst bei der verabschiedung auftauchte. schulterzuckend sahen marc und ich uns an. das entsetzen bei den jugendlichen war gross. hatten sie sich doch die ganze zeit über mühe gegeben, so unaufmerksam wie möglich zu erscheinen, das konnten sie nun echt nicht verstehen. aber so ist das wohl mit leidenschaftlich betriebenen hobbies.
und schon sekunden später verspürte ich sie wieder in marcs mini mk1: die freude am fahren.
gestern knipste ich während der vorband von must have been tokyo etwas ‹rum, um die möglichkeiten des 50mm 1,8 etwas auszuloten. den blitz hatte ich auch dabei, doch mit dem war gar nichts zu machen. also jedenfalls stand ich da, ewas in die knipserei versunken und im menü wühlend, als mir plötzlich jemand auf die schulter tippte. ich rechnete mit einem bekannten surseer gesicht, schliesslich kenne ich doch ein paar leute. doch die kleine blondine, die vor mir stand, hatte ich nie zuvor gesehen. sie trug ein grünes holzfällerhemd und reichlich metallischen gesichtsschmuck. ich lehnte mich zu ihr hinunter, um im getöse etwas zu verstehen. «machst Du nur von den bands bilder?» /hä?/ «machst Du nur bilder von den bands oder auch welche von den leuten» eigentlich mache ich nur bilder von must have been tokyo «ach so…» enttäuscht zog sie mit ihrer ebenfalls blonden, ebenfalls mit holzfällerhemd und reichlich gesichtsschmuck bestückten freundin vondannen.
früher (und das ist kein «als-ich-noch-im-aktivdienst-war» früher, sondern so 4-5 jahre her) nervten sich die meisten leute in meinem freundeskreis ob meiner dauernden fotografiererei. zumindest vordergründig, um sich dann doch zu freuen, wenn man das eigene gesicht später im internet fand. jedenfalls liessen und lassen sich die meisten menschen in meinem umfeld nur widerwillig ablichten. heute ist das, wie ich gestern etwas verdutzt feststellen musste, radikal anders. manwill fotografiert werden, manwill sein gesicht im internet sehen, wenn’s geht noch in einer irgendwie sexy pose. ich habe nicht vor, daraus irgendwelche schlüsse zu ziehen oder dieses verhalten zu werten. aber so bietet sich eine gute gelegenheit, auf den guten alten song von bob dylan zu linken. ob er mir auch auf die schulter tippen würde?
barcelona: 19° c
zürich: 7° c
aber so richtig kalt fühlt sich das bis jetzt gar nicht an. yep, wir sind zurück. 🙂
das mit dem daumendruecken hat ja bestens funktioniert. 😉 heute ging’s zum olympiagelaende und auf eine hafenrundfahrt. nun ist noch etwas shopping angesagt. und morgen steigen wir schon wieder in den flieger… tja.