tom-ford-babykleider

Kinder sollen wie Kinder aussehen, sie sollen Kinderkleider tragen und nicht wie Mini-Erwachsene herumlaufen.
tom ford in der weltwoche (gab’s gratis an der uni)

heineken vs. eichhof vs. any beer

ein guter freund, der sich hier offenbar nicht explizit Ă€ussern möchte, wies mich per mail darauf hin, dass man eichhof und heineken bier eben nicht in den gleichen topf werfen dĂŒrfe. da gebe es riesige unterschiede.

das dachte ich frĂŒher auch. wenn man die werbung sieht, vor allem jene von feldschlösschen, könnte man tatsĂ€chlich den eindruck bekommen, das verfahren und die herkunft sei entscheidend. nach der werksbesichtigung bei feldschlösschen kann ich sagen: das ist absolut lĂ€cherlich. das bier fliesst aus dem selben hahn, nur die mischung der ingredienzen ist leicht abweichend. der standort und das dortige wasser sind offenbar total egal.

das hat mich enttĂ€uscht. denn da ich schon diverse weingĂŒter besichtigt habe, weiss ich, dass es tatsĂ€chlich getrĂ€nke gibt, bei denen boden, pflanzensorte und machart entscheidend sind. bier ist in der herstellung so spannend wie cola oder citro. gar nicht. da ist nichts ursprĂŒngliches, nichts eigenartiges, nichts mystisches, nichts, was einer herstellung an einem anderen ort im wege stehen wĂŒrde. die geschichte mit dem quellwasser vom pilatus ist wohl eine glatte lĂŒge. genausogut könnte man eichhof bier mit (gefiltertem) wasser aus der donau brauen. und umgekehrt lĂ€sst sich jedes bier mit dem pilatusquellwasser brauen.

eichhof geht an heineken

tja, das schmerzt, auch als nicht-biertrinker. die letzte grosse schweizer bierbrauerei wird an einen auslĂ€ndischen konzern verkauft. der standort luzern soll durch diese massnahme weiter gestĂ€rkt werden. gut möglich, wahrscheinlich wird hier in zukunft heineken bier abgefĂŒllt. ein echter unterschied besteht da ja eh nicht. 😉

der verkauf sei im interesse aller aktionĂ€re. schön, und was ist mit den stakeholdern? die hat man, als das grosse geld rief, wohl schlicht ĂŒberhört.

nzz online

jogger leben lÀnger

Jogger leben 5 Jahre lÀnger. Nur entspricht das genau jener Zeit, die sie mit Joggen verbringen.
beda stadler, professor fĂŒr immunologie an der uni bern in giaccobo / mĂŒller – late service public

schlechte benutzerfĂŒhrung: herzog & de meuron

hier sehen wir… nein, moment, ich weiss eigentlich gar nicht, was wir hier sehen. ich weiss nur, was wir hier nicht sehen. den hoteleingang zum hotel astoria.

die stararchitekten herzog & de meuron haben den erweiterungsbau des hotel astoria in luzern gestaltet. herausragendes merkmal ist ein «spalt», der die zwei gegenlĂ€ufig schrĂ€g in den himmel ragenden glaskörper in separate gebĂ€ude zu trennen scheint. er soll (achtung) an eine gletscherspalte erinnern. well. immerhin bringt dieser spalt auch licht in tief gelegene rĂ€ume. von daher ein willkommener trick. verwirrend jedoch ist die auf dem bild erkennbare treppe, die eben nicht den hoteleingang darstellt. doch, wo findet sich dieser dann?

hier:

weil die stararchitekten offenbar nicht an die normalen, etwas verwirrten und in die jahre gekommenen hotelgĂ€ste gedacht haben, musste auf den unauffĂ€lligen eingang gar mit einem a4-blatt hingewiesen werden. ziemlich peinlich fĂŒr die gestalter des vogelneststadion in china…

ju-52 x 4

dieses mal hab› ich sie auch gesehen. jackbrown hat die vier ultraschnellen flieger vor kurzem gesichtet. es scheint sich tatsĂ€chlich um 4 junkers ju-52 zu handeln. frage mich nur, was die die ganze zeit ĂŒber luzern rumschwirren.

wasserstoffkraftwerk fĂŒr jedermann

Wir sind dabei, eine kleines GerĂ€t zu entwickeln, damit jeder zu vernĂŒnftigen Kosten selber Wasserstoff produzieren kann. Jedes Haus in der Schweiz könnte ein solches GerĂ€t auf dem Dach haben.
nicolas hayek in der nzz vom 30-3-2008
link]

1. april im mÀrz: nationalhymne im parlament

ich entschuldige mich gleich zwei mal: 1. dafĂŒr, dass ich heute etwas vom letzten donnerstag poste, 2. dafĂŒr, ĂŒberhaupt etwas aus 20min zu posten.

die svp war doch immer die partei, die sagte, man mĂŒsse sich im parlament mit viel zu vielen unwichtigen motionen herumschlagen. here’s another one: die eingebĂŒrgerte svp-nationalrĂ€tin yvette estermann möchte, dass vor jeder session die 1. strophe der nationalhymne gesungen wird. ja, da sind die ganz grossen probleme, die unser parlament beschĂ€ftigen sollten. das ist grossartige oppositionspolitik. danke, svp!

estermann setzt dem aprilscherz-wĂŒrdigen issue selbst die krone auf als sie meint: rĂ€toromanisch sei gar nicht so schwierig und man solle doch alternierend in den verschiedenen landessprachen singen.

es besteht natĂŒrlich die möglichkeit, dass die gute (?) yvette besser rĂ€toromanisch als deutsch kann… 😉