Arrival

Als sich auf der ganzen Erde seltsame eierförmige UFOs zeigen, ist die Bevölkerung weltweit in Aufruhr. Kommen die Aliens in friedlicher Absicht? Um das herauszufinden, wird Louise Banks als Sprachwissenschaftlerin in ein solches UFO geschleust. Doch die Kommunikation mit den Heptapods gestaltet sich äusserst schwierig…

Screenshot at Jan. 21 14-21-08

Ja, es gibt auch 2017 noch gute Filme. Und ja:  Arrival ist so einer. Er beschäftigt sich zwar praktisch über die ganze Dauer nur mit der Kommunikation mit dem Fremden. Doch das bleibt auch deshalb interessant, weil Amy Adams eine Glanzleistung abliefert. Nachdenklich, überlegt, ohne Effekthascherei.

Ansehen!

doubt

hat er, oder hat er nicht? der fortschrittliche pater flynn (philip seymour hofman) wir des sexuellenn missbrauchs eines seiner ministranten verdächtigt. als schwester james (amy adams) einen ersten verdacht schöpft, ist die direktorin schwester aloysius (meryl streep) sofort mit an bord. ihr sind die die modernen methoden und predigten über themen wie zweifel sowieso zuwider. da kommt es ihr fast schon gelegen, dass sich der pater am ersten dunkelhäutigen schüler an der schule vergangen haben soll.

einmal mehr sind philip seymour hofman und meryl streep schon fast unglaublich gut. interessant ist aber auch, wie mit dem zweifel des zuschauers gespielt wird. schliesslich kennt jeder mensch zweifel. zweifel am eigenen glauben, zweifel an botschaften anderer und nicht zuletzt zweifel an sich selbst. deshalb könnte der titel gar nicht passender gewählt sein. schliesslich bleibt man hin- und hergerissen zwischen pater flynns und schwester aloysius’ version der geschichte. wem soll man glauben, weshalb?

dass der regisseur gleichzeitig der autor des stücks (eigentlich ist doubt ein theaterstück) ist, erklärt die intensive stimmung, die man erlebt. john stanley ist da auf jeden fall ein sehenswerter film geglückt.