Tja, so ein Tweet ist halt schnell geschrieben. Die NZZ schreibt im Artikel von 17 Wohnungen, die noch frei seien. Insgesamt handelt es sich um 121 Luxuswohnungen. Im Tweet wurden daraus dann 17’121 leerstehende Einheiten. War bestimmt nur ein Vertipper, schliesslich sitzt das ‹ gleich neben der von-Taste. 😉
Böse Zuwanderung
Wenn man sich diesen Beitrag aus der heute show anschaut, stellt man fest, dass es auch in Deutschland gewisse depperte Parteien geschafft haben, den Fokus der Debatte auf die böse Zuwanderung zu verschieben. Leider lassen sich die ZDF-Filmchen nicht einbetten.
Elefantenrüssel am McLaren MP4-29 2014
Aufgrund der neuen Regeln in der Formel 1 sehen die Autos in der Saison 2014 vor allem vorne recht seltsam aus. Der heute präsentierte MP4-29 von McLaren erinnert an den Rüssel eines Elefanten.
Auch der Ferrari hat eine seltsame Nase gekriegt. Welchem Tier sieht der nun ähnlich? Vielleicht einem Ameistenbären? 😉 Dazu erinnert der Name F14-T wohl nicht von ungefähr an Fiat. Hoffentlich ist die neue Nummer 14 so richtig schnell damit.
What’s on Watson?
Natürlich steht da oben links neben dem Logo noch beta. Trotzdem ist Watson seit gestern in aller Munde. Oder besser: Auf allen Tastaturen und Touchscreens. Seit Wochen auf verschiedenen Kanälen angekündigt, oder wie man heute sagt: geteasert, nimmt ein völlig neues Medienportal seinen Dienst auf.
Und was ist nun drauf auf watson? Zunächst einmal natürlich News. Und zwar aus verschiedensten Bereichen. Der aktuell oberste Artikel handelt von Bitcoin. Sicher wird man als reines Webmedium einen Schwerpunkt auf die Welt des Internets legen. Doch auch die aktuell wichtigsten Themen WEF, Syrien und Ausralian Open findet man.
Die optische Aufmachung ist sehr modern und scheint vor allem für die User von Touchscreens optimiert zu sein. Das Kacheldesign, das unweigerlich an Windows 8 erinnert, ermöglicht eine Gestaltung ohne viel Weissraum und eine (bis jetzt) wenig störende Integration der Werbeflächen. Je nach Grösse des Browserfensters bleibt links und rechts dann noch etwas Weiss. Wer das Fenster sehr schmal macht, sieht wie sich der ganze Aufbau responsive verhält, also flexibel auf die Fenstergrösse reagiert.
Damit man sich aktiv beteiligen kann, ist natürlich eine Kommentarfunktion integriert. Um diese nutzen zu können muss man entweder seine Mailadresse angeben, oder man loggt sich über Facebook, Google+ oder Twitter ein.
Offenbar unvermeidbar in der heutigen Zeit: Listicles. Die Artikel, die immer gleich angepriesen werden «Die 10 hässlichsten Missen» oder «Die 5 nervigsten Dialekte» (um zwei erfundene Beispiele zu nennen), haben vor allem auf englischen Sites schon seit Jahren Hochkonjunktur. Ob man aber eine solche Darstellung auch für politische Inhalte verwenden sollte, bleibt fraglich. Watson versucht das momentan mal mit den Unruhen in Syrien. Mich nerven die Listicles inzwischen sowieso. Aber die Vorstellung von Watson selbst in 6 Punkten kann man sich ja trotzdem mal geben.
Dann hat man sich bei Watson noch etwas Neues einfallen lassen: Oben rechts finden sich drei farbige Quadrate, die einen auf eine Übersicht von Begriffen leitet. Die einen sind als feste Ressorts immer drauf, die anderen wechseln je nach Aktualitäten. Somit hat man hier immer einen guten Überblick, was gerade läuft. Das scheint mir ein interessanter Ansatz, den Gedanken der Hashtags etwas anders zu denken.
Watson gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Es bleibt aber die Frage, ob man sich ganz ohne Printgegenstück überhaupt bei einer breiten Öffentlichkeit etablieren kann. Im Newsbereich ist das in der Schweiz bis jetzt niemandem geglückt. International gibt es verschiedene Beispiele, die zwar andere Ansätze gewählt haben, die aber ebenfalls ohne Print erfolgreich sind. Beispiele sind Huffington Post, The Verge oder Slate.
Mit Journal 21 gibt es etwas entfernt Ähnliches, wobei die Seite sehr konservativ daherkommt und auch die Schreibenden eher zur alten Gilde gehören, während Watson frisch sein will und momentan auch ist. Einen anderen Weg geht man bei zentral+, wo man im Wesentlichen eine Alternative zur Gruppe um die Neue Luzerner Zeitung sein will. Egal ob Zeitung, TV oder Radio, in der Zentralschweiz gibt es nur einen grossen Anbieter. Darum gibt man mit zentral+ etwas Gegensteuer, wobei man online auch im Stile einer Zeitung auftritt, zu der es allerdings kein Printgegenstück gibt.
Die grossen Kontrahenten für die Leute von Watson dürften die Online-Portale von Blick und 20 Minuten sein. Genau deshalb ist es wahrscheinlich unverzichtbar, dass man auch auf pseudolustiges Zugemüse in Form der Beiträge des Facebookphänomens Zukkihund kaum verzichten kann. Wer «die junge Generation» ansprechen will, muss auch witzig sein. Das zeigt sich ja auch bei Buzzfeed und der billigen Schweizer Kopie Blick am Abend online.
Ein Trumpf in der Hand von Watson ist die Unterstützung durch den deutschen Medienriesen Spiegel Online. Überhaupt macht man bis jetzt nicht den Eindruck, als wolle man in jedem Bereich die (Medien-)Welt neu erfinden. Nicht selten wird auf andere Mediensites gelinkt. Gut auch, dass man es mit den Quellenangaben genau nimmt. Da ist ja beispielsweise der Blick gerne etwas ähm.. ungenau.
Überhaupt hat Watson nun die Chance, alles besser zu machen, was auf anderen Sites nervt. Keine Layerwerbung oder selbststartende Videos einzubauen gehört in diese Kategorie. Keine boulevardesken Bezeichnungen verwenden. Auf allzu schlüpfrige Inhalte verzichten, auch wenn das Klicks bringen würde. Und wenn wir schon bei den Klicks sind: Auf deutschen Seiten ist es inzwischen üblich, dass man für einen Artikel x-mal klicken muss. Momentan ist man beim schweizer Neuling mit einem einzigen bei der Story. Wie das mal gehandhabt wird, wenn noch mehr Inhalte drauf sind, wird man sehen.
Ansonsten werden zwei Hauptpunkte über Erfolg oder Misserfolg von Watson entscheiden. Den ersten kann die Redaktion selbst beeinflussen: Artikelqualität, Aktualität, Stil, Bedienerfreundlichkeit und Innovationsgeist müssen passen. Die Qualität muss stimmen. Der zweite Punkt ist der schwierigere: Das Publikum muss ein von der Printwelt völlig losgelöstes Medium im Bereich News kennenlernen, akzeptieren und schliesslich auch aktiv nutzen. Während die Jugend wohl schnell mal zu begeistern sein dürfte, habe ich für die älteren Leute so meine Zweifel.
Nissan Qashqai – Fahrbericht
Auf zündung.ch gibt’s den Fahrbericht zum neuen Nissan Qashqai.
Politically correct. Not.
He is, after all, the least politically correct BBC television host… in the world.
Autoblog über Jeremy Clarkson, der sich wieder mal mit einer Gruppe anlegt. Eigentlich wär’s doch längst Zeit, dass sich mal einer mit ihm anlegt. Piers Morgan wäre da anhand früherer Twitterdiskussionen sicher prädestiniert…
The best Corporate Image ever
The best Corporate Image ever invented was … the Catholic Church. That Logo! That Architecture! The paintings by Michelangelo, Leonardo da Vinci – the had the best artists only. And of course… dressed like women. Those excentrics! Violet, red… fantastic colors. They pray to someone who was the son of a virgin. They made up the most unbelievable things you can imagine. Only men of course. They had a bunch of ideas that were really extreme.
Oliviero Toscani, Fotograf, in einer Sendung von Sternstunde Kunst.
Corvette Z06
In Detroit zeigt Chevrolet die neue Corvette zum ersten mal in der schnellen Z06-Version. Schöner wird sie mit all den Anbauteilen nicht unbedingt, aber die Leistungsangabe lässt aufhorchen. Kam die alte Z06 auf 506 PS, was gegenüber der Basis mit 400 PS ein wirklich grosser Unterschied war, bringt es die neue auf unglaubliche 625 PS. Das ist mehr als die ultimative Corvette, die ZR1, in der letzten Generation hatte. Hinter vorgehaltener Hand meint man dann auch in Zukunft ganz auf eine ZR1 zu verzichten…
Der jüdische Humor ist immer auf Zinsen aus
Das ist also bei Freud sehr nah – ich entschuldige mich, aber ich sage das – an jüdischem Humor gibt es immer Zinsen, die jemand verdienen will. Der Jude macht auf Humor, um zu zeigen, dass er Jude ist und dass er Humor hat und dass er nahe bei Gott ist. Der Komiker nicht. Der Komiker will nicht gewinnen. Der Komiker ist Opfer. Der Komiker bleibt Opfer.
So wird der Komiker Massimo Rocchi auf NZZ online zitiert. Er sagte das im Rahmen einer Sendung von Sternstunde Philisophie auf SRF.
Massimo Rocchi ist ein intelligenter Typ, was man nicht zuletzt auch in dieser Sendung wieder spürt. Trotzdem hat er sich mit dieser Aussage ziemlich in die Nesseln gesetzt. In antisemitische Nesseln, wie ich finde. Nur schon, dass er sich zuvor dafür entschuldigt, deutet für mich darauf hin, dass er sich schon bewusst ist, was er da sagt. Der schweizer Satiriker Viktor Giacobbo findet, Rocchi habe zu einem heiklen Thema toll argumentiert. Noch dazu als Fremdsprachiger auf Deutsch.
@amadedotch Rocchi hat als Fremdsprachiger auf Deutsch zu einem heiklen Thema toll argumentiert. Bereits ein Offizialdelikt? @rogergraf
— Viktor Giacobbo (@viktorgiacobbo) 18. Januar 2014
Hat Rocchi das wirklich? Ich höre da lediglich, dass er Juden (zwar nur im Bereich Humor) pauschal unterstellt, immer auf Zinsen aus zu sein. Und dass abermals dieses uralte Vorurteil bedient wird, kann man doch durchaus als antisemitisch verstehen.
Aktuell läuft ja eine Debatte, weil sich nicht nur Rocchi, sondern auch Marco Rima und Berns Stadtpräsi Tschäppät mit dem Thema Rassismus konfrontiert sehen. Bei den anderen beiden liegt der Fall aber so, dass sie einfach miese Witze im Rahmen ihres Programm gemacht haben. Dadurch haben sich einige Leute offenbar so betroffen gefühlt, dass sie eine Anklage in Betracht zogen. Diesen Leuten wird nun Dünnhäutigkeit und Übersensibilität unterstellt. «Die sollen sich mal nicht so anstellen», lautet das gängige Credo. Ich würde Letzteren unterstellen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie Opfer von Diskriminierung wurden.
— Ralph Gloor (@RaGl) 18. Januar 2014
So sieht das dann aus, wenn ich den Schriftsteller Roger Graf frage, ob er Rocchis Aussage als blossen «Blödsinn» bezeichnen würde. Die Antwort stammt allerdings nicht von Graf, sondern von Ralph Gloor, der die Diskussion durch seinen Input natürlich auf ein höheres Level hebt. 😉 Graf selbst hat übrigens bis jetzt noch gar nicht geantwortet.
Sicher kann man den Angegriffenen raten, einfach etwas mehr Coolness an den Tag zu legen. Wenn diese aber nur dafür da sein sollte, dass man sich diskriminierend über Minderheiten äussern darf, halte ich sie für falsch. In den letzten Tagen gingen viele Kommentare in Artikeln über eben dieses Thema in die Richtung, dass die Menschen viel zu empfindlich auf solche Äusserungen reagieren würden. Man dürfe ja gar nichts mehr sagen. Ich würde es eher so formulieren: Es ist toll, dass Minderheiten nicht mehr alles, was über sie so verbreitet wird, einfach hinnehmen, sondern auch sagen, dass das so nicht geht.
Denn was der eine als Spass verbreitet, kommt beim anderen als Halbwahrheit an, wird im Kopf zum Klischee, zum Vorurteil, zum Urteil, dass bei Gelegenheit Anwendung findet. Und wie gesagt: Alle, die den Opfern Dünnhäutigkeit vorwerfen, waren wahrscheinlich noch nie in jener Rolle.
(SRF Sternstunde Philosophie ab ca. 26 Minuten)
Die NZZ zum Thema.
Konzerte zum Download
Coming soon: fans will be able to purchase USB wristbands online and on tour & pick 1 live to show to download starting w/1.26 in Cape Town.
— Bruce Springsteen (@springsteen) 17. Januar 2014
Ziemlich cool: Fans von Bruce Springsteen können USB-Sticks erwerben, die es ca. 48 Stunden nach einem Konzert erlauben, den Mitschnitt desselben herunterzuladen. Ein supersimple Idee, auf die schon lange jemand hätte kommen können. Jetzt müsste Springsteen nur noch die Daten für die Europa-Konzerte bekanntgeben, die dann hoffentlich auch einen Gig in Zürich oder so enthalten.
Coming soon: fans will be able to purchase USB wristbands online and on tour & pick 1 live to show to download starting w/1.26 in Cape Town. Shows will be available to download within approx. 48 hrs. after the concert ends. Online orders begin next week. Stay tuned for more info!
Wer mehr wissen möchte, folgt dem Boss auf Twitter.










