the curse of the golden flower

originaltitel: man cheng jin dai huang jin jia
deutscher titel: die verbotene stadt

seit langem sah ich mir wieder einmal einen chinesischen film an. der plot ist etwas zu kompliziert, als dass man ihn in kurzen worten wiedergeben könnte. grundsätzlich haben sich kaiser und kaiserin zerstritten. ihre drei söhne sind alle irgendwo dazwischen. zeitlich findet man sich in der tang-dynastie, im zehnten jahrhundert. die geschichte erinnert stark an shakespeares tragödien. da gibt es inzest-beziehungen, da werden leute vergiften, der kampf um macht ist allgegenwärtig und das ganze wird mit sehr viel pathos angerichtet.

diese farben! die leinwand scheint manchmal ob der opulenten darstellung zu bersten. optisch ist der film auf jeden fall sehr eindrücklich. auch die menge der statisten (angeblich gibt es bei den massenszenen keine computer effekte) beeindruckt den zuschauer. dass dabei alles perfekt choreografiert ist, kennt man vom china-kino bereits. auch die spektakulären kampfszenen sind nicht ohne. die geschichte selbst gerät manchmal etwas gar in den hintergrund, kann als tragödie aber durchaus gefallen. die schauspieler, allen voran gong li, agieren mit sehr viel leidenschaft. wer gerne etwas überzogene, tragische stories mag, der wird an the curse of the golden flower viel freude haben.

bürkliplatz 19:12

es gibt viele orte, wo man mit seinem auto wirklich lieber nicht stehen bleiben möchte. in einer autobahnbaustelle beispielsweise oder in der ausfahrt vom firmenparkplatz. ach, eigentlich möchte man sowieso, dass man gar nie eine peinliche panne hat. viel ungelegener als in zürichs rushhour kann das bocken eines gefährts aber trotzdem fast nicht sein. und dann noch auf dem bürkliplatz, vor der ampel, sozusagen in pole posistion? als wir den jaguar e mit offener haube erblickten, war die sache klar: kein strom – überbrücken ist angesagt. schon 10 minuten stände er dort, teilte uns der entsetzte jag-fahrer mit. doch die leute hätten ihm alle gesagt, sie hätten keine zeit ihm zu helfen. dafür hatte etwa jeder dritte zeit, durch hupen seinen unmut über den mitten auf der strasse stehenden e-type zu verlautbaren.

ok, noch ein wunsch

die strassenversion eines veritablen rallyegschosses wäre nett. also ein audi urquattro (natürlich die komische kurze version) oder ein lancia delta integrale…. oder ein s4 stradale. höuhöuhöu! 😉

wunsch

eigentlich bin ich ja wirklich wunschlos glücklich. 😉 aber dann fällt mir ein, was ich gerne können möchte. wär schon cool, wenn ich so motorrad fahren könnte wie david jeffries bei dieser runde auf der isle of man. 😉

natigoalies in der krise – kommt zibungs zeit?

wie coltorti an cantaluppis flanke zum 3:3 vorbeisegelte muss eigentlich sowieso einen eigenen beitrag wert sein. hier noch einmal das video zum missgeschick. doch auch der andere natigoalie patzte: zuberbühler zeigt sich trotz seiner physischen überlegenheit immer wieder verunsichert bei hohen bällen. das video zum tor gegen yb gibt’s hier.

trotz seiner momentan nicht optimalen form, wäre david zibung die deutlich besser variante für köbi kuhn.

fc luzern – grasshoppers zürich 3:3

es gibt spiele, die dauern 90 minuten. diese vergisst man meistens bald wieder. und dann gibt es eben jene spiele, die 94 minuten dauern. das gestrige war eines der zweiten sorte. das stadion war mit 13’000 zuschauern ausverkauft, das wetter 1a und die stimmung zu beginn sehr gut (am ende auch wieder…).

für den fc luzern begann die partie denkbar schlecht. nach gerade einmal 6 minuten kassierte man schon das erste gegentor. es war weder die abwesenheit von tchouga, noch der mangelnde einsatz von neuzuzug clemente, der zum treffer führte. vielmehr zog die verteidigung geschlossen einen ziemlich miesen tag ein, allen voran cipot, der nur bei den kopfbällen zu überzeugen wusste. luzern hatte in dieser phase nicht den hauch einer chance, gc dagegen gelegenheiten im minutentakt. immerhin konnte sich goalie könig als zibung-ersatz auszeichnen. so ist er wirklich torhüter «1b», wie er seine position in der presse wiedergab. als demba touré in der 29. minute auf 0:2 erhöhte, musste trainer sforza handeln. er nahm den an trainingsrückstand leidenden gerardo clemente vom platz. man muss dazu sagen, dass man durchaus sah, dass dieser spieler eine verstärkung für die innerschweizer sein wird. doch was dem fcl fehlte, war jegliche offensivaktion, weshalb stürmer felipe auf den platz kam. doch auch er vermochte in der ersten hälfte nur wenig am luzerner debakel zu ändern. immerhin hatte er bis dahin alleine stürmende lustrinelli nun einen partner erhalten.

obwohl in der luzerner kabine zur pause wohl ziemlich deutliche worte gesprochen worden sein dürften, dominierte gc das geschehen weiter. es war wieder demba touré, der die grasshoppers scheinbar zum sieg schoss. 0:3 nach 61 minuten. so einen vorsprung vergibt ein rekordmeister nicht. normalerweise jedenfalls.

ciriaco sforza reagierte abermals und brachte mit rexhep saqi einen super league debütanten für den sehr bemühten claudio lustenberger. sofort konnte er offensive akzente setzen. seine flanken brachte erstmals so etwas wie gefahr ins luzerner spiel. als das heimteam einen freistoss sehr schnell ausführten, tanzte sich mauro lustrinelli durch die gesamte gc-abwehr und lies coltorti keine chance. praktisch ganz ohne jubel ging’s zurück in die eigene hälfte. ein 1:3 ist schliesslich noch weit weg von einem punktegewinn. latours team war von nun an verunsichert, wollte sich nur noch auf’s verteidigen beschränken. für die schlussphase kam auch noch mato sego auf das feld, ein weiterer super league debütant. als sich die luzerner langsam im gegnerischen strafraum festsetzen konnte, handelte mikari ungeschickt und foulte lustrinelli. mario cantaluppi zögerte trotz provokativen worten von coltorti nicht und erzielte den anschlusstreffer. das war in der 88. minute. nur zwei minuten später sorge mikari erneut für unverständnis. durch sein zeitspiel handelte er sich die zweite gelbe karte ein und flog vom platz. die vier nachspielminuten standen ganz im zeichen des fc luzern. der innenverteidiger cipot fand sich plötzlich an vorderster front, hätte mit einem kopfstoss beinahe zum ausgleich getroffen. doch dann war es fabio coltorti, der es den blauweissen leicht machte. er unterlief eine hoch geschlagene flanke total unbedrängt, der ball flog hinter ihm ins tor. 3:3 in extremis!

der eine punkt wurde von den fans gefeiert wie ein sieg. und das war es auch. ein sieg des kampfes. ein sieg der moral. ein sieg der glücklicheren mannschaft. ein sieg aber auch der im endeffekt besseren taktik.

sascha ruefer in seinem sportpanorama-bericht zum furiosen finale:

die allmend bebte als wäre der allmächtige vom pilatus herbagestiegen

bericht sportpanorama

daten

Luzern – Grasshoppers 3:3 (0:2)

Allmend. – 13 000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Grossen. – Tore: 7. Bobadilla 0:1. 29. Touré 0:2. 62. Touré 0:3. 68. Lustrinelli 1:3. 88. Cantaluppi (Foulpenalty) 2:3. 93. Cantaluppi 3:3.

Luzern: König; Diethelm (79. Sego), Schwegler, Cipot, Claudio Lustenberger (65. Saqi); Cantaluppi; Lambert, Wiss, Clemente (37. Felipe), Chiumiento; Lustrinelli.

Grasshoppers: Coltorti; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Cabanas, Renggli, Salatic, Dos Santos; Bobadilla (63. Leon), Touré (83. Frank Feltscher).

Bemerkungen: Luzern ohne Zibung (gesperrt), Tchouga, Seoane, Makanaki, Thuram (alle verletzt) – Grasshoppers ohne Colina, Sutter und Blumer (alle verletzt). – Super-League-Debüts von Clemente, Saqi und Sego. – 90. Gelb-Rote gegen Mikari (Unsportlichkeit). – Verwarnungen: 33. Chiumiento, 81. Mikari (beide Foul), 93. Cabanas (Reklamieren).

[quelle: tagesanzeiger]

englische chips im schweizer style

vor ein paar monaten hab› ich im roadhouse luzern zum ersten mal von corinne essig-chips probiert. komisches zeug, typisch englisch halt. schon wenn man den sack öffnet, strömt einem ein beissender essiggeruch in die nase. ziemlich schräg und nahe an «eklig». auf jeden fall hat die migros in ihrer sélection reihe ja auch ziemlich komische sachen. und tatsächlich: die sea salt and balsamic vinegar chips erinnern vom namen her sehr an die in england so beliebten walker’s salt and vinegar chips. nur, dass sie halt auch einem schweizer gaumen so richtig munden. sehr lecker. versuchen!

corinne weist mich darauf hin, dass ich unbedingt schreiben müsse, die original chips seien immer noch die besten. ok. das habe ich somit ja getan.

feuerbrand

die roten kreuze markieren deutlich: dieser weissdorn muss gefällt werden. grund ist der sich ausbreitende feuerbrand. ebenso wie der weissdorn muss auch unser quittenbaum wegen der krankheit gefällt werden. auf dem nächsten bild erkennt man den befall sehr gut. es zeigt ebenfalls den weissdorn.

in der sportwelt geht’s drunter und drüber

– noch immer halten sich gerüchte, gürkan sermeter wechsle bald zum fc luzern. heute steht in der nlz etwas von einer ablösesumme von 75’000 chf. aber der fc aarau wolle den spieler noch nicht freigeben.

– die ac milan bietet 100 millionen euro für ronaldinho. barça lehnt einen verkauf ab.

– endlich, endlich wurde blaise n’kufo für ein spiel der schweizer nati aufgeboten. am 22. august spielen die rotweissen gegen holland. leider in genf.

– sebastien bourdais wird 2008 für toro rosso fahren. der superschnelle franzose fiel mir schon vor jahren auf, als er in der formel 3000 brillierte. danach gewann er drei mal hintereinander die amerikanische champcar-serie. der immer mit brille fahrende franzose reisst das maul gerne ein wenig weiter auf: gibt es in der formel 1 nur blinde, die nicht sehen wollen, wie gut und schnell ich bin?

– obwohl der gc-verteidiger smiljanic aaraus sermeter klar sichtbar den ellbogen ins gesicht rammte, wird er nicht gesperrt. seltsam.

keine fische auf winikons strassen

vor zwei jahren strandeten hier die forellen aus dem dorfbach. bei den starken regenfällen im jahre 2005 drang auch eine beträchtliche menge wasser in die hallen der biene ag ein. bekanntlich wird man aus schaden klug. dieses mal wurden vorsorglich die holzbalken zur hochwasserabwehr aufgebaut. zum glück vergeblich. anders als in anderen teilen der schweiz wurde das kleine dorf im luzerner surental verschont.