wow

auch die nzz ist sprachlos.
nzz über eveline widmer-schlumpf
absolutes mehr: 122
blocher: 115
widmer-schlumpf: 125

wow

auch die nzz ist sprachlos.
nzz über eveline widmer-schlumpf
absolutes mehr: 122
blocher: 115
widmer-schlumpf: 125

wie sagt man so schön: schadenfreue ist die schönste freude. in sf live-interviews zeigen sich die sonst so stolzen svp-männer betrübt. alleine diese fast heulenden gesichter zu sehen, ist ein bisschen genugtuung dafür, dass wir diesen schrecklichen menschen im bundesrat ertragen mussten (und wohl auch weiter ertragen müssen).
die bundesratswahl wird nun doch spannender als man erwarten konnte. im ersten wahlgang für den bundesratssitz von christoph blocher hat kein kandidat das absolute mehr erreicht. die über nacht zur kandidatin gemachte bünder svp-politikerin eveline widmer-schlumpf erreichte auf anhieb 116 stimmen, christoph blocher kam auf 111. der zweite wahlgang steht unmittelbar bevor. ich gehe nicht davon aus, dass eveline widmer-schlumpf tatsächlich gewählt wird. aber: die hoffnung stirbt zuletzt.
wie politologie-professor hanspeter kriesi in der woz schätzte, wird es morgen wohl auch tatsächlich herauskommen. die cvp verzichtet nach einem kurzen flirt mit dem gewagten nun doch auf eine kampfkandidatur. man wolle aber blocher nicht unterstützen. irgendwie ist das ganz typisch cvp. bloss niemandem weh tun.
tja, der arme kerl hat sich wohl vom gelb des audi a3 sportback anlocken lassen. und gerade als er sich so richtig schön in form wähnte, war das auto eben doch schneller als der kleine vogel. aber ernsthaft: ist es wohl ein zufall, dass der gelbe vogel ausgerechnet vor ein gelbes auto flog? können vögel überhaupt farben sehen?
ach ja: das zweite bild ist vielleicht für tierfans nicht unbedingt zu empfehlen.


die nlz liess den rapper greis einenadventsrap verfassen. das scheint mir ja schon schräg genug, doch es wird noch besser. wie das bei den rappern so üblich ist, ist auch greis nicht auf den mund gefallen. also liess sich der einen text einfallen, der (so sagt er jedenfalls) sich differenziert mit den geschehnissen vom 1. dezember befassen. die nlz reagierte prompt. und teilte dem rapper mit, dass der text nicht veröffentlicht würde.
eigentlich wollte ich hier schon schreiben, dass mir der song der rolling stones wegen dem sony tv-spot nicht mehr aus dem kopf geht. doch dann sah ich mich auf youtube.com ein bisschen um, und siehe da: apple hat genau diesen song schon einmal für einen werbespot benutzt. so oder so, die melodie ist extrem einprägsam und der text eignet sich anscheinend um alle möglichen farbigen dinge zu bewerben…
wie in einem tele tell interview erklärt wird, will der präsident des fc luzern walter stierli am trainer ciriaco sforza festhalten. diese aussage lässt sich scheinbar auf diverse gespräche der fcl-geschäftsleitung mit den spielern zurückführen.
nebenbei: mario cantaluppis vertrag wird nicht verlängert. er wird sich nach oder schon während der rückrunde einen neuen job suchen müssen.
so, jetzt endlich wage ich es, doch noch etwas zu diesem letzten spiel der vorrunde zu schreiben. so richtig beruhigt habe ich mich nicht, die gedanken bleiben auch in der retrospektive dieselben.
eine lange spielanalyse erübrigt sich. grundsätzlich war es so, dass zu spielbeginn und ganz am ende ein starker wille erkennbar war, dieses spiel zu gewinnen. doch das reicht halt nicht. so kassierte man bei der ersten chance von thun bereits in der 8. minute das 0:1. psychologisch besonders mühsam war auchd as 0:2, das gerade 3 minuten vor dem pausenpfiff erfolgte.
in der zweiten hälfte spielten die thuner defensiv und versuchten das resultat zu halten. eine taktik, die bestens funktioniert, wenn der gegner offensiv soooo extrem schwach auftritt, wie der fc luzern. das mittelfeld rückt nicht nach, die beiden stürmer agieren in 1-1-situationen ungeschickt und standards werden als rückgaben zum gegnerischen goalie verschenkt.
immerhin 5500 zuschauer waren wieder auf die allmend gekommen. die meisten von ihnen verliessen das stadion stinksauer. ein grund dafür: erst in der 80. minute wechselte der fc luzern aus. diethelm kam für lambert. und das beim stande von 0:2. eine bankrotterklärung eines trainers. nur eine auswechseloption nutzte er und brachte einen verteidiger für einen verteidiger (beide spielten dieses mal aber im mittelfeld). auf der bank wären noch zwei junge stürmer gesessen, warum wurden diese nicht eingesetzt? der zuschaueraufmarsch ist auch deshalb erstaunlich, weil in dieser vorrundekeineinzigesheimspiel gewonnen werden konnte – bei 9 versuchen.
ciriaco sforza hatte viel kredit als er zum fcl kam. auch von mir. inzwischen hat er alles verspielt. er hat mittlerweile nicht mehr die leiseste ahnung, wie er diese mannschaft noch weiterbringen kann. völlig ratlos steht er an der linie und schaut zu, wie seine mannen mal für mal niederlagen kassieren. dass sich die fans mittlerweile gegen ihn richten, ist da nur noch das tüpfelchen auf dem i.
als jean-michel tchouga in der 91. minute noch den anschlusstreffer erzielte, jubelten die wenigsten anhänger. viele waren schon gegangen. sie mochten nicht mehr mitansehen, wie ihr geliebter club sich bis auf die knochen blamierte, wie die spieler eine über weite strecken an arbeitsverweigerung grenzende einstellung zeigten. «sforza raus» und «wir geben alles, ihr gebt nichts» wurde skandiert. man konnte sie verstehen.
sf bericht
(es ist übrigens nicht roli schwegler, sondern claudio lustenberger der auf chiumientos zuspiel aus aussichtsreicher position daneben schiesst)
daten
Luzern – Thun 1:2 (0:2)
Allmend. – 5503 Zuschauer. – SR Rogalla. – Tore: 8. Rama 0:1. 42. Ba 0:2. 91. Tchouga 1:2.
Luzern: Zibung; Schwegler, Cantaluppi, Bader, Lustenberger; Lambert (80. Diethelm), Seoane, Clemente, Chiumiento; Felipe, Tchouga.
Thun: Bettoni; Gerber, Nyman, Di Fabio, Andrist; Pape Fayé; Dosek (90. Guldan), Scarione, Ferreira, Ba; Rama (70. Iaschwili).
Bemerkungen: Luzern ohne Lustrinelli, Wiss, Maric, Cipot (alle verletzt), Thun ohne Gavatorta, Zahnd, Bühler, Schönenberger, Lüthi (alle verletzt). Verwarnungen: 26. Chiumiento (Reklamieren), 59. Seoane, 78. Lambert, 93. Clemente (alle Foul).
man stelle sich vor: morgens um nicht mal ganz 4:00 vibriert das handy auf dem nachttischchen. wer ist’s? der bruder ist’s. in erstaunlich klaren worten erklärt er, er habe sein auto ausgeliehen. so weit so gut. nun ist die kollegin in eine nächtliche polizeikontrolle geraten. kein wunder: es ist barstreet festival (ganz tolle website, im übrigen!) in luzern, da lohnt es sich für die uniformierten, bereit zu stehen. schliesslich gibt es immer noch behämmerte leute, die alkholisiert hinter das lenkrad sitzen. aber nein: die kollegin sei komplett clean. schön. aber? aber die kollegin der kollegin (könnt ihr noch folgen?) habe irgendwelche drogen eingeworfen. nicht so schön. und was habe ich mit der sache zu tun? aha: sie seien jetzt 4 leute, von denen keiner in fahrfähigem zustand sei und ein auto hätten sie auch nicht. ob sie denn nicht zuerst einmal zu uns kommen könnten?
doch natürlich. also: aktion licht an. bis jetzt sind die jungs aber noch nicht aufgetaucht…