sprachlos

All around, as if they were watching a rock concert, are hundreds of Jewish witnesses, observing the events with great interest, even offering suggestions to the Jewish wayward youth as to the most effective way to harm the family.
aus dem artikel in der haaretz von avi issacharoff. gefunden durch einen artikel bei andré marty. da weiss ich echt nicht mehr, was ich sagen soll.

commuter cars tango t600

auf wunsch von immanuel nun also ein paar infos zum tango t600 von commuter cars.



nur gerade 99 cm ist der tango breit. damit sei er schmaler als der fast schon als auto geltende honda gold wing. auch die länge fällt mit 2,4 meter äusserst knapp aus. somit ist es auch offensichtlich, dass die beiden insassen hintereinander sitzen müssen. die hinteren räder werden von je einem elektromotor angetrieben. trotz einem gewicht von 1,4 tonnen beschleunigt das schmale ding in sensationellen 4 sekunden auf 100 km/h. das reicht um auch mal einem tesla roadster das nicht gerade hübsche heck zu zeigen. falls lithium-ionen batterien an bord sind, kann man 200 km weit fahren. immerhin. die spitzengeschwindigkeit von 240 km/h möchte ich darin jedenfalls lieber nicht ausprobieren. gigantisch muss sich das drehmoment anfühlen: 1355 newtonmeter sind mehr als jedes mir bekannte auto mit verbrennungsmotor aufbringen kann.

das problem am tango t600 ist aktuell nicht nur sein hoher preis von 108’000 usd. bis jetzt ist die serienproduktion noch gar nicht angelaufen und commuter cars wäre auf vorbestellungen mitsamt anzahlung angewiesen, um die sache in angriff zu nehmen. wenn man bedenkt, dass der darüber berichtende spiegel-artikel gestern 3 jahre alt wurde, wird der tango wohl für immer schön klingende zukunftsmusik bleiben.

schade, denn auch die innenausstattung mit conollyleder, klimaanlage, sparcositzen und 400-watt-anlage klingt verlockend.

tesla tanzt tango

der stabreim bot sich halt an, auch wenn es sich eigentlich eher umgekehrt verhält. der tango von commuter cars tritt bei einem dragrace gegen den tesla roadster an. und gewinnt! das superschmale e-mobil beschleunigt laut herstellerangaben in etwas mehr als 4 sekunden auf 100 km/h. nur sieht es halt auch aus wie ein schachteli oder ein in der mitte geteilter smart. mit der form einer lotus elise kann der tango sicher nicht mithalten.

project better place kommt in fahrt

vor einiger zeigt habe ich hier etwas zum project better place geschrieben. kurz gesagt handelt es sich um folgendes: man kauft ein auto mit austauschbarem akkupack. so löst shai agassi, der initiant der projektes, das problem der kurzen reichweite. denn in relativ kurzen abständen soll es «tankstationen» zum laden oder wechseln der akkus geben. das auto muss im übrigen nur dann wirklich gekauft werden, wenn es sich um eine luxuriöse variante handelt. die günstigen werden analog zu handys mit verträgen gratis abgegeben. so zumindest agassis idee. inzwischen hat auch das tagimagi von dieser idee wind bekommen und einen längeren artikel über mr. electric gebracht. das konzept wurde in den kommentaren zünftig zerpflückt, wie wir schweizer das gerne tun.

hier meine reaktion auf die praktisch ausnahmslos negativen rückmeldungen:

es ist schon immer wieder erstaunlich, wie wir schweizer jede einzelne gute idee zu zereden wissen. «oh, da ist aber viel graue energie drin!» «hat der agassi denn auch an die stromerzeugung gedacht» «wie werden denn kunststoffe ohne öl hergetellt, herr agassi?» «dann bräuchte es aber genormte akku-packs für alle hersteller!»

lassen wir dem israeli doch seine vision. der gross angelegte test in israel und dänemark wird schon zeigen, wie gut die idee wirklich ist. eines ist schon jetzt klar, und das gilt selbstverständlich für alle rein elektrisch betriebenen fahrzeuge: durch das fahren entstehen (direkt) keine emissionen. das ist doch schon mal ein fortschritt gegenüber dem verbrennungsmotor. wenn wir jetzt auch noch eine saubere stromproduktion hinkriegen ist das natürlich nur umso besser. falls das project better place ein erfolg wird, dürften andere hersteller auf den zug aufspringen und dieselbe infrastruktur nutzen wollen. dann sollten auch die genormten akku-pakete kein problem darstellen. und spätestens dann sollte shai agassi dann auch mal zeit für seine kinder finden. ich wünsche es ihm und danke ihm für seine grossen ideen.

dies ist der nissan rogue von project better place. er soll in hawaii einesetzt werden. hawaii? ja, denn nach israel und dänemark interessiert sich nicht nur das san francisco bay area für die zukunftsweisende technologie. 2012 soll das system in hawaii eingeführt werden. in der pressekonferenz betont shai agassi, dass mit dem project better place vollkommen öl-unabhängiger verkehr in hawaii möglich wird. mal sehen, wie lange die anderen grossen hersteller neben renault/nissan mit ceo carlos goshn begreifen, wie revolutionär agassis idee ist. denn es ist klar: mit jedem neuen gebiet, das mit project better place «ausgestattet» wird, werden die kosten pro stück tiefer und das angebot attraktiver. dem wird sich die autoindustrie nicht mer lange verschliessen können.

übrigens: better place will nicht nur das mobilitätsproblem lösen. sind die autos an der steckdose angeschlossen, dienen sie zudem als energiespeicher für das stromsystem.

fortune magazine

harmos vs. raser

wer gegen HarmoS gestimmt hat, ist am ende für mehr verlorene leben verantwortlich als jeder raser.
lkm trifft mit seinem kommentar den kern der sache. wir sollten unsere bildung verbessern, anstatt unser rechtssystem zu verschlechtern.

p.s.: ja, ich habe natürlich für harmos gestimmt.

ein neuer morgan?

and now to something (almost) completely different:

nein, ich kann’s vorweg nehmen. es ist kein neuer morgan. und es ist auch kein gut restaurierter sonstiger engländer. aus welchem land könnte denn sonst ein so klassisch gestylter roadster kommen?


japan! mitsuoka baut auf basis des mx-5 von mazda einen roadster nach traditioneller art. eigentlich eine gute kombination: die optik eines engländers und die zuverlässigkeit eines japaners. ich finde, für so einen verschnitt sieht der mitsuoka himiko nicht einmal allzu schlecht aus.

diskussionsniveau in der raserdebatte

und gleich noch ein beitrag zum gleichen thema. der «rasersong» von polo hofer zeigt für mich ein wenig, auf welch bescheidenem niveau man sich in der debatte häufig bewegt. auch wenn der blick schreibt, polo national rocke gegen die raser, so höre ich doch nur einen sehr durchschnittlichen song mit peinlichem text. durchaus ein grund, polos album im februar nicht zu kaufen.

die waffe auto

ja, es geht wieder um die raser-debatte. sorry.

aufgeschreckt von diesem grenzwertigen blogeintrag muss ich wieder mal meinen senf zum thema loswerden. es gibt einige punkte, die mich derzeit beschäftigen. ich werde mal versuchen, das ganze etwas zu ordnen.

– waffe. die in diesen tagen oftmals gewählte analogie mit einer waffe ist nicht zulässig. das erinnert mich sehr an mein gespräch zum waffenlosen armeedienst damals vor der uc. die analogie funktioniert deshalb nicht, weil es der primäre zweck einer schusswaffe ist, zu töten. der primäre zweck eines autos ist der transport von personen. ein auto wird auch dann nicht zur waffe, wenn ein sogenannter raserunfall vonstatten geht. dazu müsste man schon gezielt auf jemanden zufahren.

raser-initative. scheinbar leben wir in einer zeit, in der man das gesetz (bzw. die verfassung) mit überflüssigen und teilweise die menschenrechte verletzenden paragraphen vollmüllen möchte. so ein bisschen nach dem motto: «straftaten, die ich sowieso nie begehen werde, könnten ruhig mit der todesstrafe bestraft werden.» insofern ist es äusserst enttäuschend, das mit daniel jositsch einer, der es besser wissen müsste, eine solche iniative unterstützt.

Wer mit grobfahrlässigem Rasen jemanden tötet, soll mindestens zwei Jahre hinter Gitter. Bedingte Strafen wären in solchen Fällen nicht mehr möglich. Wer grobfahrlässig jemanden verletzt, würde mindestens ein Jahr kriegen.

der ausschnitt aus dem tagi-artikel zeigt eine der möglichen massnahmen. bedingte strafen generell auszuschliessen scheint mir der falsche weg zu sein. ausserdem zweifle ich stark an der wirkung derartiger strafverschärfungen.

– gutmenschen. wer hat eigentlich angefangen, diesen begriff negativ zu konnotieren? also ich nehme es als kompliment als solcher bezeichnet zu werden. nehmen wir den folgenden vorschlag, der nicht aus der raserinitative stammt, als massnahme zur bekämpfung des «raserproblems»:

Ausländer und frisch Eingebürgerte (bis 5 Jahre danach), welche rasen, werden postwendend nach der Verbüssung allfälliger Haftstrafen ausgeschafft. Ohne Gnade.

macht es mich zum gutmenschen, wenn ich sage, dass ein eingebürgerter mensch als schweizer zu behandeln ist? und zwar unabhängig davon, ob er gestern oder vor 20 jahren eingebürgert wurde.

– alkoholverbot für neulenker. auch das ist ein vorschlag, der in der im frühling zu erwartenden «raserinitiative» steckt. dazu habe ich mich schon vor eineinhalb jahren geäussert. ich halte rein gar nichts davon, dass man die neulenker in dieser beziehung härter angeht. wenn, dann soll ein totales alkoholverbot alle fahrer treffen. mir war sowieso nie klar, warum man mit einer begrenzten menge alkohol im blut fahren darf.

das problem der iphone-killer

vor zwei tagen hat rouge auf seinem blog ein bild vom neuen nokia n97 gezeigt. der vollständigkeit halber, füge ich hier gleich auch mal ein bild vom neuen nokia smartphone ein. doch freut euch nicht zu früh, der iphone-killer kommt erst im zweiten quartal 2009. man könnte sich fragen, weshalb das publikum jetzt schon davon zu wissen braucht, zumal viele heavy user jedes jahr ein neues gerät kaufen. da ist ein halbes jahr wartezeit ziemlich lange.

ohne zweifel, ein schönes gerät. doch wenn ich den press release lese, fällt mir auf, dass die nokia-menschen gar nichts begriffen haben. a true mobile computer. das ist doch genau das problem. das gerät mag sehr vieles können, was das iphone nicht oder nur schlecht kann. also: eine richtige querty-tastatur dran, dazu eine 5-megapixel cam und video-aufnahme auf dvd-niveau. ausserdem einen kompass und ein gps, das turn-by-turn navigation unterstützt.

man kann uns iphone-user vorwerfen, wir seien apple-jünger und das ganze blabla. aber ich sage: das iphone hat eine revolution ausgelöst. nicht bei den geräten, sondern bei den nutzern. welcher user will nun noch auf ein so überlegenes interface verzichten? denn trotz all den fehlern ist das iphone mit riesigem abstand das am einfachsten zu bedienende gerät. da frage ich mich schon, was ich mit dem n97 soll. denn nokia macht auf den ersten blick wieder den gleichen logikfehler wie alle anderen: «wenn ich die specs verbessere, werden die kunden schon kommen.»

also: verizon (blackberry), nokia, htc, lg, sonyericsson und wie ihr alle heissen mögt. hört auf, eure features marktschreierisch zu promoten und schafft euch mal ein schlaues user interface an. es kann nicht so schwer sein, wenn das ein handy-nobody auf anhieb einigermasen hingekriegt hat.

gizmodo mit press release am ende des artikels

buch meme

normalerweise mache ich bei diesen stöckchen-dingern nicht mit. bei misto hab ich heute aber was witziges entdeckt:
– grab the nearest book.
– open it to page 56.
– find the fifth sentence.
– post the text of the sentence in your journal along with these instructions.
– don’t dig for your favorite book, the cool book, or the intellectual one: pick the *closest.*

gesagt, getan. in meinem falle war das dann der folgende satz:

Wenn am Jüngsten Tage jeder von uns einzeln und unvertretbar vor Gottes Angesicht tritt, um sich für eine einzigartige Lebensgeschichte zu verantworten, wird unter seinem zugleich durchdringenden und gnädigen Blick allen in gleicher Weise Gerechtigkeit widerfahren.

der satz entstammt dem buch /ach,/europa von jürgen habermas. es trägt den untertitelkleinepolitischeschriften /xi./ nein, das ist nicht unbedingt meine bevorzugte literatur. aber für eine philoarbeit muss man da durch.

so, nun bin ich auf eure fünften sätze auf seite 56 gespannt.