mercedes f125 concept car

der f125 soll laut gerüchten ein brennstoffzellenauto sein. bemerkenswerter als die technik scheint mir aber das design. vor allem seitlich und von hinten werden völlig neue formen ausprobiert. durchaus mit erfolg, wie ich finde. das könnte aber auch daran liegen, dass mich das aktuelle design derart zum gähnen animiert. das langgezogene dach gäbe einem mercedes coupé einen völlig neuen look. die klammerförmigen heckleuchten umrahmen den mittig angebrachten stern. mal sehen, wie viel davon mal dereinst in serie sehen wird.


ten years after

im tv kann man momentan gerade mitverfolgen, wie die weltmeister des pathos ihr bestes geben. auch weitere fünf jahre nach den anschlägen in new york und washington reissen die verschwörungstheorien nicht ganz ab. vor 12 jahren war ich in new york und vor 5 monaten war ich wieder da. wenn sich in dieser zeit etwas in der welthauptstadt geändert hat, dann das bemühen um sicherheit. will man beispielsweise die freiheitsstatue besichtigen, muss man vor dem einsteigen in die fähre einen sicherheitscheck im fluhafenstil über sich ergehen lassen. so weit so gut. doch das gleiche prozedere gibt es dann nochmals auf der insel zu überstehen. da fragt man sich, ob der name freiheitsstatue nicht etwas veraltet sein könnte.

new york hat sich also – zumindest in meiner wahrnehmung – gar nicht so sehr verändert. und wenn es nach professor ruloff von der uni zürich geht, waren auch für die welt andere ereignisse viel bedeutender. in einem interview der nzz beantwortete er die frage, ob die al-kaida letztlich gescheitert sei wie folgt:

Terror ist die Verbreitung von Angst und Schrecken, wahllos und masslos, zur Durchsetzung vermeintlich politischer Ziele. Al-Kaida hat ihre Ziele nicht erreicht. Die Terroristen haben im Sicherheitsbereich die Welt verändert, haben der westlichen Welt ein Stück Freiheit weggenommen. Aber die Herzen der muslimischen Weltbevölkerung haben sie nicht gewonnen. Der arabische Frühling hat weit mehr bewegt als 9/11.

ich hoffe und glaube, dass er recht hat. allerdings müssen wir darauf achten, dass wir damit aufhören unsere freiheiten, auf die wir zurecht stolz sind, nach und nach abzubauen. ein gewisses mass an unsicherheit ist nicht gefährlich, sondern in erster linie nötig für die eben erwähnten freiheiten. weiter sollten wir fremdem und andersartigen nicht mit abgrenzung und aggression gegenübertreten. denn nur wenn wir toleranz und offenheit konsequent leben, können westliche demokratien weiterhin als vorbild für andere länder sein.

maserti suv

das erste bild des maserati suv ist aufetaucht. am dienstag sollte er das erste mal live an der iaa zu bestaunen sein. auf basis von jeep soll ein «echter» maserati entstehen. we’ll see.

inautonews

jaguar c-x16 – concept car

schon sehr lange wird von einem «kleinen» coupé unterhalb des xk geredet. nun machen die designer bei jaguar ernst und präsentieren den c-x16 an der iaa. das coupé schaut modern aus, wobei es seine herkunft ganz bestimmt nicht zu verleugnen versucht. antrieb ist ein hybridverbund von dreiliter v6 und 90 ps elektromotor. sounds good to me. mit einer produktionsversion darf gerechnet werden.



citroën tubik concept car


zu diesem zeitpunkt gibt es erst diese total überstylten bilder vom citroën tubik. aber schon jetzt sieht man, dass ein völlig neuer retrodesignapproach versucht wird. was mich irgendwie an einen nacktmull erinnert, hat natürlich auch etwas vom legendären citroën typ h (hy). sicher wird es bald mehr und vor allem realistischere bilder von dieser spektakulären studie geben.

hohe stafen haben keinen einfluss auf die kriminalität

normalerweise kopiere ich hier keine artikel in voller länge hinein. für den heute in der nzz am sonntag erschienen kommentar von franz riklin «muss» ich eine ausnahme machen. der text müsste eigentlich pflichtlektüre für alle schweizer sein. denn aktuell sinkt bekanntlich die zufriedenheit und steigt die angst. gute zeite für populisten, die mit dem benennen eines sündenbocks stets die einfache lösung parat haben. wobei lösung an dieser stelle natürlich etwas zu viel gesagt ist. aber jetzt lest den text von franz riklin:

Hohe Strafen haben keinen Einfluss auf die Kriminalität

Die Kriminalität in der Schweiz gleiche sich dem europäschen Niveau an, besagt eine neue Studie. Das stimmt so nicht, denn Opferbefragungen haben ihre Tücken, schreibt Franz Riklin

Professor Martin Killias hat diese Woche eine Opferbefragungs- Studie für die Jahre 2006 bis 2011 veröfentlicht. Danach sei die Zahl der Einbrüche, Gewalttaten und Drohungen deutlich gestiegen. Die Schweiz stehe nicht mehr besser da als die andern europäischen Länder. Das verwundert einerseits nicht. Die Schweiz ist keine Insel. Man kann sich nicht der Freizügigkeit des Personen- und Warenverkehrs öffnen, ohne sich auch in der Kriminalitätsentwicklung den Nachbarstaaten anzupassen. Störend ist, dass die Studie tut, als ob dies zum ersten Mal bewiesen werde.

Andererseits gibt es andere Kriminalitätsregistrierungs-Systeme als Opferbefragungen, namentlich Polizeistatistiken, bei denen auch heute noch verschiedene Indizien für eine günstige Position der Schweiz im Kriminalitätsbereich sprechen. Danach sind die Kriminalitätsraten in den vergangenen Jahren gesunken. Was die schwerere Kriminalität betrifft, die im Zentrum der Ängste der Bevölkerung steht, zeigen die wichtigsten Trends folgendes Bild: Bei Tötungsdelikten kann von einer völligen Stabilität der Fallzahlen seit 1990 gesprochen werden. Tötungsdelikte mit Schuss- und Stichwaffen haben stets abgenommen. Im europäischen Vergleich liegen Tiefstwerte vor.

Im Bereich der Körperverletzungen ist es wohl seit den 1990er Jahren zu einer Verdoppelung der Fallzahlen gekommen, wobei die Hinaufstufung der häuslichen Gewalt zum Offizialdelikt im Jahr 2004 für den grössten Anstieg sorgte. Gleichzeitig ist die Verwendung von Schuss- und Stichwaffen extrem gering und deren Anteil kontinuierlich zurückgegangen.

Bei Vergewaltigungen sind die Fallzahlen ab 2000 gestiegen; hier dürfte der Anstieg insbesondere auf die bessere Verteidigung von Opfern und die Strafverfolgbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe – seit 2004 – zuruückzuführen sein.

Bei den Raubüberfällen sind die Fallzahlen zwischen 1990 und heute zwar gestiegen, doch ist die Zahl der mit Schuss- und Stichwaffen durchgeführten Taten seit Mitte der 1990er Jahre bis gegen Ende des letzten Jahrzehnts stark zurückgegangen.

Bei den Gesamtzahlen zum Diebstahl – einschliesslich Einbruch – kann seit 2004 eine deutliche Baisse um nahezu 25 Prozent festgestellt werden. Bei Einbrüchen gingen die Fallzahlen nach den Spitzenjahren 1997 und 1998 mit 80 000 Einbüchen bis 2009 und 2010 auf rund 50 000 in den Jahren 2009 und 2010 zurück.

Opferbefragungs-Statistiken sind zwar sinnvoll, aber weder alleinseligmachend, noch mangelt es ihnen an Tücken. Die grössten Nachteile der schweizerischen Opferbefragungen sind deren kleine Stichproben und die Monopolisierung ihrer Bearbeitung und Interpretation in einer Person. Schwächen bestehen auch darin, dass, ausgehend von einigen speziellen Delikt-Bezeichnungen, zu denen Personen befragt werden, auf den ganzen Umfang des Kriminalitäsgeschehens geschlossen wird. Auch liegen bei der neuesten Studie keine aktuellen vergleichbaren ausländischen Statistiken vor. Die internationalen Vergleiche müssen sich deshalb auf frühere Befragungen der Jahre 1995 bis 2004 beschränken, obwohl auch in den erfassten Ländern seither eine Kriminalitätsentwicklung stattgefunden hat. Bei den Gewaltdelikten werden zudem breite Bereiche nicht erfasst.

Bedauerlich sind die von Killias geäusserten kriminalpolitischen Folgerungen. Zwar anerkennt auch er «ausserrechtliche» Kriminalitätsfaktoren wie verändertes Freizeitverhalten und die grosse Handy-Verbreitung. Er fordert dann aber mehr Strafhärte und rügt die angeblich zu milden Gesetze, die internationale Banden anlockten.

Wenn dem so wäre, mü;sste unsere Kriminalitätsrate jene anderer Länder klar übersteigen. Zudem giesst er damit Wasser auf die Mühlen aller Protagonisten des Aberglaubens, schärfere Strafen führten zu weniger Kriminalität. Realitätsfremd ist die Behauptung, diese Milde sei nicht den Staatsanwälten, sondern dem Gesetzgeber zuzuschreiben.

Das Gegenteil ist richtig. Bei über 95 Prozent aller Urteile bestimmen Staatsanwälte via nicht angefochtene Strafbefehle das Strafmass, und dieses bewegt sich bei Verbrechen und Vergehen meist im untern und untersten Bereich des Strafrahmens, weil sie offensichtlich die verhängten Strafen als angemessen betrachten. Es besteht somit weder ein Grund zur Erhöhung der Strafrahmen noch zur Verhängung von mehr und längeren Freiheitsstrafen, weil die Kriminalität von vielen andern Faktoren als der drohenden Strafschwere beeinflusst wird.

Sonst müssten die USA mit einer im Vergleich zur Schweiz neunmal höheren Gefangenen-Rate als Folge viel längerer Strafen ein wahres Paradies sein. Stattdessen ist dort die Kriminalität höher. Viele renommierte Kriminologen sind sich denn auch darin einig, dass ein funktionierendes Strafjustizsystem wichtig ist, während zumindest im unteren Deliktsbereich die verschiedenen Sanktionen austauschbar sind, das heisst weitgehend gleiche Erfolgschancen haben.

Härteres Dreinschlagen mit Freiheitsstrafen führt nur zu mehr Staatsausgaben, ohne präventiven Effekt.