leider werden nur zwei und nur zu marketingzwecken gebaut…
lamborghini estoque

unglaublich, dass dieses auto nie gebaut werden soll: lamborghini estoque concept car.
tesla model s – beta
so ganz production ready ist das model s noch nicht. dennoch lädt man erste journalisten zu «testfahrten» ein. man darf gespannt sein, was andere marken dieser limousine entgegen zu halten haben werden…
hakan yakin verlässt den fc luzern

hakan yakin: musste er sich bei luzern zu warm anziehen?
heute morgen um so um 10 uhr machte das gerücht die runde, hakan yakin verlasse den fc luzern. in der medienkonferenz um 11 uhr bestätigte der fcl dann offiziell, dass der star zur ac bellinzona wechsle. dort erhält er einen 6-jahresvertrag. er wird spieler und später «botschafter» für ein neues stadion. allerdings frage ich mich schon, ob nicht der neue trainer, der nebenbei auch noch bruder des abwandernden spielers ist, irgendwie eine rolle spielt. auf jeden fall schade, dass er so die chance vergibt, noch ein letztes mal schweizer meister zu werden. 😉
die schande von zürich – was kann man tun?
es ist klar, die ganze hooligangeschichte ist nun wieder in aller munde. für einmal völlig zurecht. was gestern im zürcher letzigrund passiert ist, hat gar nichts mit sport zu tun. es hat auch nichts mehr mit gesunder rivalität zwischen fangruppierungen zu tun.
laut aktuellem wissensstand (aus verschiedenen presseberichten) provozierten die gc-anhänger mit (wahrscheinlich geklauten) übermalten fcz-flaggen. daraufhin bewegte sich eine kleine gruppe von fcz-anhängern von der südkurve bis zum gc-sektor, in welchen einer von ihnen zwei brennende petarden warf. im familiensektor zwischen den beiden fan-gruppierungen kam es zu auseinandersetzungen. auf der tartanbahn konnten sich die «fans» frei bewegen.
zunächst einmal fällt mir auf, dass die sicherheitsleute überhaupt rein gar nichts tun. sie bieten den angreifenden personen fast eine art begleitschutz. vor diesem hintergrund muss man sich fragen, ob mehr verordnete kontrollen etwas bringen können, wenn die arbeit dann so «erbracht» wird. wohl eher nicht. in diesem bereich des stadions haben nur offizielle etwas zu suchen. jede eindringende person muss sofort in ihren sektor zurückgeschickt oder aus dem stadion entfernt werden.
über die allfällige bestrafung für die fehlbaren fans möchte ich mich nicht äussern. viel wichtiger finde ich es, dass nun keine blöden kurzschlussentscheide gefällt werden. scheinbar hat ida glanzmann gefordert, man solle den hooligans als strafe die fahrerlaubnis entziehen. solche vorschläge zeigen, wie welt- oder vielleicht besser fussballfremd einige politiker zu sein scheinen.
es gibt aber wohl doch ein paar massnahmen, die man umsetzen könnte, ohne dass riesige aufwände entstehen:
– alkoholverbot im stadion
– eingangskontrolle ernst nehmen. unter externer aufsicht würde ich auch eine ausgedehnte untersuchung, wie sie beat villiger vorschlägt wohl oder übel unterstützen.
– unfähige private sicherheitsfirmen (delta, protectas, etc.) durch echte polizisten ersetzen.
– stewards anweisen, in solchen fällen zu reagieren, statt bloss zuzuschauen.
dann sind da noch jene massnahmen, die etwas tiefer greifen und deshalb von den fans abgelehnt werden. nach diesen vorkommnissen muss man sich aber fragen, ob wir hier tatsächlich ein wenig freiheit opfern müssen.
– fanpass. nur wer einen gültigen fanpass hat, kann in den fansektor. das bedingt die erfassung der daten sämtlicher fans.
– kombiniertes fanreise-ticket. billete für den extrazug gibt es nur in kombination mit dem matchticket.
und schliesslich gibt es noch die idee, gewisse dinge zu legalisieren. natürlich spreche ich da von den pyros. könnten sie an dafür bestimmten orten gezündet werden, wo die sicherheit der anderen zuschauer nicht gefährdet wäre, könnten alle teilnehmer zufrieden gestellt werden. denn es ist klar, was zur fankultur gehört, wird auch dann ausgeübt, wenn es verboten ist. aktuell vermummen sich die zünder, um auf den videobändern nicht erkannt zu werden. die umgebenden personen stehen ebenfalls nahe dabei, um die sicht auf zünder zu erschweren.
zum abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass es das hooliganproblem in sämtlichen europäischen ligen gibt. all jene, die stets bekräftigen «in england haben sie’s ja auch im griff» ignorieren die probleme in tieferen ligen. es ist also nicht so, dass man einfach das modell einer anderen liga kopieren könnte.
bald kommt der pranger wieder zum einsatz
Der starke Mann beim FC Zürich beklagte sich zudem über die juristischen Hürden bei der Jagd auf Hooligans. Sein Klub habe vor einigen Wochen zwei Petardenwerfer dank der Veröffentlichung von Videobildern auf der FCZ-Website identifizieren können, wenig später sei er aber schon vom Datenschutzbeauftragten gemassregelt worden. «Mich scheisst es auf deutsch gesagt langsam an. Es ist weiss Gott schwierig, einen Profifussballklub zu führen, erst recht mit den Rahmenbedingungen in der Stadt Zürich. Und dann muss man sich noch mit so etwas auseinandersetzen.» Er müsse sich langsam überlegen, ob es noch sinnvoll sei, dass er seine ganze Zeit und Energie in den Fussball investiere, wenn er sich dauernd «von ein paar Idioten terrorisieren lassen» müsse.
ich war (natürlich) am spiel in bern und konnte so das zürcher derby nicht live mitverfolgen. aber wie der ausschnitt aus dem tagi-artikel zeigt, wird sich das bestimmt noch ein paar tage wenn nicht wochen in den medien halten. wenn es um aktiv geworfene petarden geht, denke auch ich, dass man zum mittel «internetpranger» greifen darf. allerdings müssen die datenschutzbeauftragten ganz genau hinschauen, damit eine so weitreichende methode nicht unverhältnismässig eingesetzt wird.
panda content
kennst Du den mit dem blinden bergsteiger?
es klingt wie ein (schlechter) witz. aber andy holzer ist tatsächlich ein blinder profibergsteiger. ein auszug aus dem nzz-artikel über seine autobiographie:
Mit einem eingespielten Team, meist unter organisatorischer Leitung von Sabine, stand er inzwischen auf sechs Gipfeln der Seven Summits, also auf den jeweils höchsten Bergen der Kontinente (Einteilung nach Steve Bell): Aconcagua (6962 m, Südamerika), Mount McKinley (6194 m, Nordamerika), Kilimandscharo (5895 m, Afrika), Elbrus (5642 m, Europa), Mount Vinson (4897 m, Antarktis) und Carstensz-Pyramide (4884 m, Ozeanien). Der Mount Everest (8848 m, Asien) fehlt noch.
tagi-interview mit yassine chikhauoui
für mich ist er der beste spieler der super league. yassine chikhaoui vom fc zürich. der tunesier hat trotz einer enormen verletzungspause von fast 3 jahren eine vertragsverlängerung gekriegt, die ihn nun bis 2014 an die zürcher bindet. im ersten längeren interview seit langer zeit erzählt chikhaoui interessantes über sich und die schweiz.
tagi: Die Schweiz hat in einer Volksabstimmung den Bau von Minaretten verboten. Was denken Sie über solche Entscheidungen?
yassine chikhaoui: Bevor ich in die Schweiz kam, hatte ich eine Vorstellung von diesem Land. Diese Vorstellungen habe ich nun durch meine eigenen Erfahrungen ersetzt, das Bild des Landes hat sich für mich auch verändert. In der Vorstellung war die Schweiz besser. Bei der Diskussion um die Minarette habe ich die Aufregung nicht verstanden, sie sind doch keine grosse Sache. Es ist mir aber auch bewusst, dass längst nicht alle Schweizer an dieser Abstimmung teilgenommen haben und die Meinung der Initianten teilen.
tagi: Fühlen Sie sich im Rahmen solcher Debatten immer willkommen in diesem Land?
yassine chikhaoui: Die Schweiz ist für mich ein schönes Land geblieben. Ich lebe gerne hier, vor allem auch in Zürich. Solche Diskussionen aber sorgen trotzdem für Unbehagen. Bei uns in Tunesien stehen christliche Kirchen, Kathedralen, mitten in den Stadtzentren, mit 30 Meter hohen Türmen. Ich verstand die Schweiz als Land, das jedem die Freiheit lässt, das zu tun, was er tun will. Wenn du aus dem Haus gehen willst, gehst du aus dem Haus. Wenn du dabei einen Schleier tragen willst, trägst du einen Schleier. Wenn ich einen Bart haben will, habe ich einen Bart. Ich dachte, die Schweizer seien offener gegenüber anderem. Diese Meinung musste ich schon ein wenig revidieren. Es ist für Ausländer nicht einfach, wenn sie durch die Strassen gehen und diese Plakate sehen mit dem Schweizer Kreuz darauf und schwarzen Händen oder schwarzen Personen.
das ganze interview kann man auf tagesanzeiger.ch nachlesen.
neue kampfflugzeuge? wirklich?
es ist ja schon spannend: sparen steht in der schweiz an oberster stelle. nicht nur im volk, auch der staat gibt sich in dieser disziplin mühe. wir haben dafür sogar einen eigenen terminus erfunden. die schuldenbremse. klingt toll, oder? wie frau widmer-schlumpf nicht müde wird zu betonen, funktioniert das ding auch gar nicht allzu schlecht.
nun kommen aber die grossen und kleinen jungs aus dem parlament, die soooo gerne richtig schön laute, schnelle und vor allem eben: teure kampfflugzeuge für die schweiz hätten. dafür sind sie bereit, das armeebudget von 4,1 auf 5 milliarden schweizer franken pro jahr aufzustocken. sie verschweigen dabei natürlich gerne, dass die 900 millionen chf irgendwo eingespart werden müssen. wahrscheinlich bei so unwichtigen dingen wie der bildung.
weiter erstaunlich: weil die flugis im regulären armeebudget unterschlupf finden sollen, werden allfällige einwände des volkes umgangen. obwohl das aktuell irgendwie nicht ganz rauszufinden ist, scheint ein referendum gegen die beschaffung der jets eher schwierig.
egal ob man sparen will oder nicht, jegliche beschaffungen für die armee sollten doch zunächst an die bedrohungssituation angepasst werden. doch im chaos, das ueli maurer zur zeit in bern anrichtet, ist nicht einmal die basalste aller notwendigen informationen in ausreichender qualität vorhanden.

