Das beste Musikvideo aller Zeiten?

Auf jeden Fall ist der Song grossartig, der Sänger und Songwriter sowieso. Bob Dylan und sein Like a Rolling Stone sind auch ohne Video legendär. Nun hat der Altmeister aber ein erstaunliches Werk geschaffen, ein interaktives Musikvideo nämlich. Man schaut sich den Clip an, als ob man TV schauen würde. Und genau wie dort kann man den Sender wechseln. Doch egal ob Wetter- oder Börsenprognosen, ob Kitschsoap oder Küchensendung, immer wird Dylans Song geträllert. Schade ist nur, dass sich das Video vom Portal Interlude nicht einfach so einbetten lässt. Darum hier der Link dazu.

Die Story des Clips zu Like a Rolling Stone im … Rolling Stone.

the times they are a-changin’

gestern knipste ich während der vorband von must have been tokyo etwas ‘rum, um die möglichkeiten des 50mm 1,8 etwas auszuloten. den blitz hatte ich auch dabei, doch mit dem war gar nichts zu machen. also jedenfalls stand ich da, ewas in die knipserei versunken und im menü wühlend, als mir plötzlich jemand auf die schulter tippte. ich rechnete mit einem bekannten surseer gesicht, schliesslich kenne ich doch ein paar leute. doch die kleine blondine, die vor mir stand, hatte ich nie zuvor gesehen. sie trug ein grünes holzfällerhemd und reichlich metallischen gesichtsschmuck. ich lehnte mich zu ihr hinunter, um im getöse etwas zu verstehen. “machst Du nur von den bands bilder?” /hä?/ “machst Du nur bilder von den bands oder auch welche von den leuten” eigentlich mache ich nur bilder von must have been tokyo “ach so…” enttäuscht zog sie mit ihrer ebenfalls blonden, ebenfalls mit holzfällerhemd und reichlich gesichtsschmuck bestückten freundin vondannen.

früher (und das ist kein “als-ich-noch-im-aktivdienst-war” früher, sondern so 4-5 jahre her) nervten sich die meisten leute in meinem freundeskreis ob meiner dauernden fotografiererei. zumindest vordergründig, um sich dann doch zu freuen, wenn man das eigene gesicht später im internet fand. jedenfalls liessen und lassen sich die meisten menschen in meinem umfeld nur widerwillig ablichten. heute ist das, wie ich gestern etwas verdutzt feststellen musste, radikal anders. manwill fotografiert werden, manwill sein gesicht im internet sehen, wenn’s geht noch in einer irgendwie sexy pose. ich habe nicht vor, daraus irgendwelche schlüsse zu ziehen oder dieses verhalten zu werten. aber so bietet sich eine gute gelegenheit, auf den guten alten song von bob dylan zu linken. ob er mir auch auf die schulter tippen würde?