Unchained

Wahrscheinlich könnte man einen Blog betreiben, der sich nur mit Johnny Cashs Songs beschäftigt. Immer wieder stolpere ich über einen, den ich noch nicht kenne, und auf neue Weise brilliant finde. Diesen hier habe ich in einer Folge von Lie to me gehört.

Warum spricht niemand über den 13. Monatslohn?

In der Debatte um den Mindestlohn scheint es mir besonders augenfällig, dass kaum Wert auf Argumente gelegt wird. Nur schon, dass ein solcher Vorschlag von linker Seite kommt, wird für viele Abstimmende reichen, um ihn abzulehnen. Ich tippe mal auf 58% Nein-Stimmen, vielleicht geht es sogar leicht über 60%.

Dabei gibt es durchaus Argumente gegen einen Mindestlohn. Man kann zum Beispiel sagen, dass die Kosten um zu Leben nicht über all gleich hoch sind. Die sogenannten Lebeshaltungskosten sind in Zürich sicher bedeutend höher als im Kanton Jura. Oder man kann sagen, dass es generell in der Freiheit der Unternehmen liegen soll, die Löhne festzusetzen. Weiter könnte man über den motivierenden Charakter der Löhne zum Schluss kommen, dass Mitarbeitende sich weniger anstrengen, wenn sie genau wissen, das sie so oder so einen bestimmten Betrag verdienen. Und man könnte die Berufslehre als abgewertet sehen, wenn auch ungelernte Personen anspruch auf den Mindestlohn haben.

Praktisch alle diese Argumente lassen sich relativ leicht entkräften. Ein Mindestlohn ist vor allem auch eine moralische Sache. Soll der am schlechtesten qualifizierte Mitarbeiter eine Entlöhnung erhalten, die ihm ein Überleben ohne finanzielle Not sichert?

Ich möchte aber auf etwas Anderes, aus meiner Sicht durchaus Entscheidendes hinweisen. Auf den Effekt, der vom 13. Monatsgehalt ausgeht nämlich. Er hat grossen Einfluss auf die Höhe des Mindestlohnes. Im Initiativtext spricht man von 22 Franken pro Stunde. Ich habe dazu ein kleines Rechenbeispiel. Im GAV des VSSM sind 2164 Stunden als Jahresarbeitszeit festgelegt. Also:

2164 * 22 = 47’608 CHF ergibt monatlich 3967 CHF

Die Entfernung zum vom Verband festgelegten Mindestlohn von 3501 CHF (oder 19.40 CHF pro Stunde) scheint relativ gross. Dieser Mindestlohn gilt für unqualifizierte Mitarbeitende, die nur als Hilfskräfte eingesetzt werden können. Hat jemand den Schreinerberuf erlernt, startet er im 20. Altersjahr schon mit 4018 CHF, was einem Stundenlohn von 22,3 Franken entspricht. Nun kommt aber das, worüber komischerweise niemand spricht. Im GAV der Schreiner ist ein 13. Monatslohn fix vorgeschrieben. Was bedeutet das nun für den Stundenlohn?

3501 * 13 = 45’513 CHF ergibt pro Arbeitsstunde 21,03 CHF

Die Distanz zu den angestrebten 22 Franken pro Stunde erscheint also auf einmal viel kleiner. Schon im 23. Altersjahr würde eine Hilfsperson mit dem aktuellen Mindestlohn nach GAV die 22 CHF pro Stunde praktisch erreichen, obwohl der vorgeschriebene Lohn bei 20.25 CHF liegt. Alles nur dank dem 13. Monatsgehalt.

Ich habe mit jemandem von der JUSO gesprochen, um abzuklären, ob meine Rechnung korrekt ist. Aus seiner Sicht, sei sie durchaus korrekt. Juristisch gesehen, sei das aber noch offen, weil das Thema in der Initiative nicht in Erscheinung tritt. Absolute Gewerkschafts-Hardliner würden das wahrscheinlich eher anders sehen, meinte er. Gerade weil es da offensichtlich Unklarheiten gibt, kann ich nicht verstehen, weshalb niemand darüber spricht. Oder möchten wir gar nicht wissen, was uns der «Spass» am Ende kostet?

Quellen: GAV des VSSM
Twittergespräch mit JUSO-Mitglied.

Die beste Pneu-Werbung aller Zeiten?

Ja, das Video ist tatsächlich ein Werbefilm für Reifen. Für Nitto Tire, um genau zu sein. Den Link haben sie sich verdient, denn das Video verzichtet eigentlich ganz auf irgendwelche Werbebotschaften. Es sind einfach viereinhalb Minuten voll von wunderbaren Motorklängen. Welcher ist Dein Favorit?

Alain Prost über Ayrton Senna

Even now, all these years later, it’s difficult for me to talk about Ayrton, and not only because he’s not here anymore. When he died, I said I felt a part of me had died also, because our careers had been so bound together. I know some people thought I wasn’t sincere, but I meant it.

Sagt er es oder sagt er es nicht?

Jeremy Clarkson ist nun wirklich kein netter Mensch. Seine blumige Sprache beinhaltet nicht selten diskriminierende Äusserungen, die ihm und der BBC schon einige Probleme eingebracht haben. Trotzdem sitzt der Host von Top Gear fest im Sattel, ist die «Auto-Sendung» doch das weltweit erfolgreichste TV-Format überhaupt. Nun hat die englische Boulevardzeitung Mirror offenbar vor, Clarkson bei der BBC abzuschiessen. Sie zeigt unveröffentlichte Ausschnitte aus dem Vergleich zwischen dem Subaru BRZ und dem Toyota GT-86. Um zu entscheiden verwendet Clarkson einen Reim, der ein rassistisches Wort enthält, das er aber kaum wahrnehmbar murmelt. In der endgültigen Version hat er es durch das Wort Teacher ersetzt. Trotzdem verlangt der Mirror nun die Absetzung Clarksons.

Jeremy Clarkson selbst scheint ziemlich beunruhigt zu sein. Normalerweise lacht er über Anschuldigungen oder zieht sie sogar im Rahmen einer Sendung ins Lächerliche. Nicht so dieses Mal. Er hat auf Twitter ein Video veröffentlicht, in welchem er die Situation darlegt. Ich finde, er erklärt glaubhaft, dass er versucht hat, die Aufnahmen verschwinden zu lassen, weil er sie selbst schrecklich fand.

this is my statement. on Twitpic

Eine Banane geht durch Europa

Richtig, Dani Alves isst eine Banane. Sie wurde zuvor als rassistische Beleidigung gegen ihn auf das Feld geworfen. Inzwischen solidarisieren sich diverse Leute mit Alves, einfach nur indem sie ebenfalls eine Banane essen. Ich würde ja mitmachen, aber gerade Bananen mag ich nicht…

Sein Teamkumpel Neymar auf Instagram

Neymar Jr.Hulk, sein Teamkollege aus der brasilianischen Nationalmannschaft:

HulkSergio Aguero und Marta auf Twitter:

Aguero Marta

Coutinho und Suarez vom englischen Meisterkandidaten FC Liverpool ebenfalls auf Twitter.

screen-capture-1593Mario Balotelli

Mario Balotelli