
Toni oder Ruedi? Wer ist wer?

Toni oder Ruedi? Wer ist wer?
Die 1:0 Führung haben wir nicht über die Runden gebracht.
Murat Yakin, Trainer des FC Basel nach dem Spiel gegen den FC Luzern.
Jetzt muss Basel also schon Spiele gegen Luzern mit 1:0 über die Runden bringen… lange bleibt der Trainer wohl nicht mehr im Amt. 😉
Vom Spiel sieht man natürlich nicht viel – ok: nichts – aber so ein volles Stadion bei einem Testspiel ist doch noch recht eindrücklich. Oder was meint ihr, liebe Basler? 😉
Wer lieber unbewegte Bilder hat, findet jene vom gestrigen Spiel zwischen dem FC Luzern und der Borussia aus Dortmund auf Flickr.

Gestern sass er zum letzten Mal auf der Bank beim FC Luzern: Ryszard Komornicki wurde heute freigestellt. Das 0:4 gegen den Leader Basel brachte das Fass offensichtlich zum Überlaufen. Tatsächlich war es das erste Spiel, in welchem sich die Mannschaft regelrecht aufgab.
Um 14.00 Uhr will der Club informieren. Ich hoffe, dass Christian Brand vorläufig übernimmt, damit dann der neue Sportchef Alex Frei genug Zeit für eine definitive Lösung erhält.
Ich habe Freis Vorgänger Heinz Hermann besonders auch wegen seiner Frisur kritisiert. Hermann war in Luzern ein Mann in der Öffentlichkeit. Und in der Öffentlichkeit tritt man als Lohnbezüger des FCL als Vorbild auf. Herr Hermann machte auf mich eher den Eindruck eines Seelsorgers. Alex Frei trug bei seinen Auftritten ein korrektes Hemd, er hat einen gepflegten Auftritt und keine Heilandsfrisur mit Haaren bis an die Schultern.
Investor Bernhard Alpstaeg über Alex Frei und dessen Vorgänger als Sportchef beim FC Luzern Heinz Hermann in der gestrigen Sonntagszeitung.
Wie der Kanton Luzern heute in einem Communique mitteilt, sieht man vorläufig von der Umsetzung des sogenannten Hooligan-Konkordats ab. Dies, weil man die Beurteilung einer Beschwerde gegen ebendieses Konkordat durch das Bundesgericht abwarten will.
Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern ist an einer rechtlichen Klärung der aufgeworfenen Fragen interessiert. Die Verfassungsmässigkeit der Änderungen des Konkordats muss gewährleistet sein. Bevor dies jedoch nicht durch das Bundesgericht definitiv geklärt ist, wird vorläufig auf eine Anwendung der neuen Konkordatsbestimmungen verzichtet. Dies betrifft insbesondere das Abtasten von Personen über den Kleidern am ganzen Körper nach verbotenen Gegenständen, die sogenannte Intimkontrolle, sowie die systematische, elektronische Zutrittskontrolle.
Aus der Pressemitteilung des Kanton Luzern vom 26. Februar 2013.
Damit dürfte auch der geplante Fanboykott ausbleiben. Zuvor hatten Luzerner Fangruppierungen dazu aufgerufen, ohne ID am Spiel gegen den FC Thun zu erscheinen. Wäre die Eingangskontrolle stur geblieben und hätte den ausweislosen Fans den Eintritt verweigert, wäre ein Public Viewing an einem bis anhin noch nicht kommunizierten Ort geplant gewesen. Nun ist aber mit dem bekannt grossartigen Support aus der Luzerner Fankurve zu rechnen. Der FC Luzern hat das in seiner derzeitigen Lage auch bitter nötig.
Der Entscheid lautete nicht: Murat Yakin für Heiko Vogel. Der erste Entscheid war: Wir machen mit Vogel nicht mehr weiter. Und der zweite hiess: Yakin wird Trainer. Die direkte Verbindung stört mich, denn sie impliziert, das Engagement Yakins sei längst geplant gewesen. Das wäre ein Wahnsinn, denn den Trainer freizustellen, ist wirtschaftlich sehr belastend und imagemässig oft ganz schlecht.
einmal mehr ein tolles, offenes und differenziertes interview, das bernhard heusler der nzz da gegeben hat.

merci, mike hauser, dass nun diesr mann an der linie steht! ryszard komornicki hat die mannschaft in der kürze der zeit dazu gebracht, wieder leidenschaft an den tag zu legen. das publikum dankte es mit der besten stimmung, die die neue allmend je erlebt hat.
der sieg wurde dabei gleich über den belgischen meister von 2011 errungen. alles andere denn ein nobody also.

wer eines der beiden letzten heimspiele des fc luzern gesehen hat, der weiss, so konnte es nicht mehr weitergehen. das hat heute dann auch die führung befunden und trainer murat yakin per sofort freigestellt. einer, der die heimspiele gegen st.gallen und gc auch gesehen hat ist ryszard komornicki.
einige werden sich erinnern, der pole hat eins recht erfolglos den fcl trainiert. das ist zwar inzwischen 11 jahre her, bleibt aber erwähnenswert. nun kriegt er eine neue chance, denn komornicki wurde als neuer trainer des vizemeisters verpflichtet. schon am donnerstag darf er gegen den krc genk europacupluft schnappen.
ich weiss nicht, ob er die richtige wahl ist. ich weiss nur, dass es mit yakin nicht mehr weitergehen konnte. in diesem sinne: herzlich willkommen beim fc luzern und viel, viel glück!
fünf jahre nach der unverdienten niederlage steht der fc luzern wieder im finale des schweizer cups. noch nie zuvor hatte ich den eindruck, dass man so optimistisch war. eine ganze stadt, ein ganzer kanton, ja die ganze innerschweiz sehnt sich dem titel entgegen.
doch seien wir ehrlich: der fc basel hat die besseren karten. auf jeder einzelnen position ist man besser besetzt als luzern. xherdan shaqiri hat damit schon recht, auch wenn michel renggli das offensichtlich nicht so gerne hören mag. ausserdem ist sich der fc basel solch grosse spiele gewohnt. der fcl hat dagegen seit dem legendären barrage-rückspiel gegen lugano kein solch bedeutendes spiel mehr erlebt. natürlich gibt es die theorie, basel sei vom erfolg gesättigt. sei etwas müde. wolle den titel zu wenig. und tatsächlich scheint die vorfreude bei den basler anhängern nicht ganz so gross zu sein wie bei den blauweissen, schliesslich ist man halt erfolgsverwöhnt.
und doch: wenn es normal läuft, wird der fcb den kübel ans rheinknie entführen. er wird das spiel dominieren und die chancen effizient nutzen. bleibt die hoffnung, dass sich die weisheit bewahrheitet, im cup laufe alles etwas anders. genau da muss die blauweisse fanmasse heute ansetzen. nach der sicher grossartigen choreo erwarte ich akustische unterstützung, wie sie bern noch nie gehört hat. schreit den fcl zum sieg! luzern will diesen titel.
denn nach zwanzig jahren ist die zeit eben reif.
dieser artikel ist am 16. mai auf dem blog lucerne dynamite erschienen.